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Bruce LaBruces "No Skin Off My Ass" (1991) und seine kritische Auseinandersetzung mit Punk und Queerness

Titre: Bruce LaBruces "No Skin Off My Ass" (1991) und seine kritische Auseinandersetzung mit Punk und Queerness

Dossier / Travail , 2017 , 12 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Vivien Cahn (Auteur)

Filmologie
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Résumé Extrait Résumé des informations

Ziel dieser Arbeit ist es, die in "No Skin Off My Ass" verwendeten ästhetischen und narrativen Gestaltungsmittel im Hinblick auf eine Kritik sowohl an homonormativen Tendenzen der Schwulen- und Lesbenbewegung, als auch an der homophoben Ausrichtung der Punk-Szene Anfang der 90er-Jahre zu untersuchen.

Zunächst wird sich der Fragestellung durch eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff ‚queer‘ genähert. Eine genauere Betrachtung des New Queer Cinema zur Entstehungszeit des Films sowie der Queercore-Bewegung und deren Abgrenzung zum schwulen und lesbischen Mainstream soll daraufhin Aufschluss über den Rezeptions- und Produktionskontext geben. Dabei wird sich vor allem mit der Frage beschäftigt, auf welche Weise der Film normativ-hierarchische Repräsentationssysteme untergräbt und inwiefern LaBruces Gegenentwurf ein subversives Potential beinhaltet. Zudem wird darauf eingegangen, ob Queercore tatsächlich tot ist und welchen Einfluss die akademische Auseinandersetzung mit der radikalen, anti-institutionellen Bewegung auf deren eigenen Stillstand hat. Den Abschluss der Arbeit bildet ein Fazit mit Ausblick auf Fragen, die heutzutage im Zusammenhang mit LaBruces Kritik und queer-feministischem Filmschaffen interessant erscheinen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorie: Queer Theory, Queer Cinema, Queercore

3. Analyse: D.I.Y., Post-Pornografie, Subversion

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die filmischen und narrativen Strategien in Bruce LaBruces Werk „No Skin Off My Ass“ (1991), um eine fundierte Kritik an sowohl homonormativen Tendenzen innerhalb der Schwulen- und Lesbenbewegung als auch an der homophoben Ausrichtung der Punk-Szene Anfang der 1990er Jahre zu formulieren.

  • Dekonstruktion von Geschlechternormen und Körperbildern durch den Film
  • Analyse des Einflusses von Queercore als radikale, anti-institutionelle Subkultur
  • Untersuchung von D.I.Y.-Ästhetik und Post-Pornografie als subversive Mittel
  • Kritik an Homonormativität und systemischer Anpassung innerhalb queerer Identitäten
  • Hinterfragung der Grenze zwischen Obszönität und Kunst im independenten Kino

Auszug aus dem Buch

3. Analyse: D.I.Y., Post-Pornografie, Subversion

In No Skin Off My Ass lassen sich einige charakteristische Elemente der multimedialen Bewegung wiedererkennen. Der Cast besteht aus Bandmitgliedern bekannter Queercore-Bands, J.D.s taucht in Form von Tattoos auf der Haut der Schauspieler_innen auf (siehe Bild 1) und auch im Soundtrack sind Songs aus der Queerpunk-Szene zu hören (Sigel, 2009; Viegener, 1993). Die Cut-n-paste-Ästhetik von J.D.s und auch dessen politische Agenda werden durch diese Referenzen auf die Community und deren Kunstproduktionen im Film weitergeführt und schaffen eine Kollektivität, die als Grundlage des Aktivismus dient (Wiedlack, 2015).

Die Verfügbarkeit und der Zugang zu Super 8 Videorekordern seit den 1970er Jahren bot den systemkritischen Künstler_innen eine Möglichkeit, Filme und Videos außerhalb eines institutionellen Systems zu produzieren (Muzart, 2013). LaBruce produziert No Skin Off My Ass mit Freunden, spielt selbst in seinem Film mit und steht sogar während einer Sexszene auf, um die Kamera zu richten. Die körnige Ästhetik der schwarz-weißen Bilder, die asynchrone Verbindung von Bild- und Tonebene, der fragmentierte Schnitt sowie das improvisierte Spiel der Laienschauspieler, die sich größtenteils aus Bruce LaBruce Bekanntenkreis erschlossen, weisen auf das geringe Budget des Films hin, was typisch für Punk-Produktionen außerhalb des etablierten Studiosystems ist (Rombes, 2005).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Queercore ein, präsentiert die Forschungsfrage zur Analyse des Films „No Skin Off My Ass“ und verortet das Werk im Kontext von LaBruces kritischer Haltung gegenüber Mainstream-Tendenzen.

2. Theorie: Queer Theory, Queer Cinema, Queercore: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen wie die Queer Theory, das New Queer Cinema und die spezifische Entstehungsgeschichte der Queercore-Bewegung dargelegt.

3. Analyse: D.I.Y., Post-Pornografie, Subversion: Dieser Hauptteil analysiert die ästhetischen Mittel des Films, insbesondere die Nutzung von D.I.Y.-Praktiken und Post-Pornografie, um normative Identitätsvorstellungen zu unterlaufen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie LaBruce durch Sarkasmus und Tabubrüche Machtverhältnisse dekonstruiert und betont die fortwährende Relevanz von queerer Kritik gegenüber Neoliberalismus und Homonormativität.

Schlüsselwörter

Queercore, Bruce LaBruce, No Skin Off My Ass, Queer Theory, New Queer Cinema, D.I.Y., Post-Pornografie, Subversion, Homonormativität, Punk, Gender, Identität, Widerstand, Repräsentation, Independent Film

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Film „No Skin Off My Ass“ von Bruce LaBruce als ein Werkzeug der Queercore-Bewegung, um hegemoniale Normen sowohl in der Punk-Szene als auch in der LGBTQ-Community kritisch zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Queercore-Bewegung, die Entwicklung des New Queer Cinema, das Konzept der Homonormativität sowie die Bedeutung von D.I.Y.-Ästhetik und Post-Pornografie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu untersuchen, wie LaBruce durch ästhetische Gestaltungsmittel im Film „No Skin Off My Ass“ aktiv Kritik an homonormativen Tendenzen und der homophoben Ausrichtung der Punk-Szene der 90er Jahre übt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine filmtheoretische Analyse durchgeführt, die durch eine diskursanalytische Auseinandersetzung mit Queer Theory und soziopolitischen Konzepten (wie Homonormativität und Disidentifikation) ergänzt wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifische Analyse von LaBruces Film, insbesondere auf die ästhetischen Strategien wie den fragmentierten Schnitt, die Verwendung von Pornografie als Gegendiskurs und die symbolische Bedeutung der Laiendarsteller.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Queercore, Subversion, Homonormativität, Post-Pornografie, D.I.Y.-Ästhetik und Queer Theory.

Wie definiert der Autor das Konzept der „Homonormativität“?

Der Autor stützt sich auf Lisa Duggan und Susan Stryker und beschreibt Homonormativität als ein normatives Konzept von Homosexualität, das Differenz auslöscht und sich anstatt zur Zerrüttung der Machtverhältnisse, eher in die bestehende Konsumgesellschaft eingliedert.

Welche Bedeutung kommt der „Post-Pornografie“ in LaBruces Film zu?

Die Post-Pornografie wird hier als subversive Strategie genutzt, um sich die Codes klassischer Pornografie anzueignen und diese als Gegendiskurs gegen die normative Mainstream-Pornografie zu richten, wodurch Begehren jenseits starrer Modelle erforscht wird.

Fin de l'extrait de 12 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Bruce LaBruces "No Skin Off My Ass" (1991) und seine kritische Auseinandersetzung mit Punk und Queerness
Université
University of Frankfurt (Main)  (Theater, Film und Medien)
Cours
Queer Cinema
Note
1,0
Auteur
Vivien Cahn (Auteur)
Année de publication
2017
Pages
12
N° de catalogue
V388735
ISBN (ebook)
9783668627277
ISBN (Livre)
9783668627284
Langue
allemand
mots-clé
queer punk Bruce LaBruce No Skin Off My Ass new queer cinema punk cinema queer studies film studies queercore cinema studies homonormativity queer theory feminist punk post pornography queer cinem homocore
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Vivien Cahn (Auteur), 2017, Bruce LaBruces "No Skin Off My Ass" (1991) und seine kritische Auseinandersetzung mit Punk und Queerness, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388735
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Extrait de  12  pages
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