Einleitung
Regime als Formen internationaler Kooperation zur politischen Bearbeitung von Konflikten in verschiedenen Bereichen der internationalen Beziehungen bestehen aufgrund einer bestimmten Norm- und Regelungsbasis, wie z.B. Verträge oder Abkommen. Sie sind jedoch oft nicht exakt von externen Faktoren abzugrenzen und somit ist die Bedeutung von Regimen für die politische Entwicklung anhand der verschiedenen Einflussfaktoren genauer zu analysieren. Die Normen und Regeln eines Regimes sind von großer Bedeutung, da sie das Akteursverhalten verursachen. Im Rahmen der Regimeanalyse werden die Wirkungen von Regimen untersucht und im internationalen Zusammenhang verdeutlicht. Hier soll nun eine Antwort auf die Frage der Relevanz von Regimen ansatzweise gefunden werden.
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Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Regime in der Friedenssicherung
3. Die Orientierung von Regimen
4. These
4.1 Das Regime zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und der nachhaltigen Entwicklung
4.2 Das Regime der Nichtverbreitung von Atomwaffen
5. Introduction
6. The characteristic issues
7. The relationship between countries
8. The main qualities of Wallersteins theory
9. Einleitung
10. Der Regulationsansatz der Pariser Schule
11. Zur Entstehung des industriellen Kapitalismus und in Folge dessen der Globalisierung
12. Kapitalakkumulation
13. Einleitung
14. Das Wissenschaftsverständnis des Positivismus
15. Die Kritik am Positivismus
16. Einleitung
17. Gramsci und das Konzept der Hegemonie
18. Die passive Revolution
19. Historischer Block
20. Hegemonie und internationale Organisationen
21. Voraussetzungen für die Erringung von Hegemonie
22. Introduction
23. Theoretical perspectives as modes of inquiry
24. Levels of analysis
25. World view
26. Defining the home domain
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Diese Arbeit befasst sich mit der Analyse grundlegender Theorien und Methoden der internationalen politischen Ökonomie, um deren Relevanz für das Verständnis globaler politischer Prozesse und Machtstrukturen kritisch zu bewerten.
- Regimeanalyse und deren Bedeutung für Friedenssicherung und globale Kooperation.
- Weltsystemtheorie nach Immanuel Wallerstein und deren Interpretation von Machtasymmetrien.
- Regulationstheorie und deren Analyse der Globalisierung und Kapitalakkumulation.
- Kritische Internationale Beziehungen und die Dekonstruktion positivistischer Wissenschaftsverständnisse.
- Gramscianisches Hegemoniekonzept und die Rolle von Zivilgesellschaft und historischen Blöcken.
Auszug aus dem Buch
Die Kritik am Positivismus
Die Kritik am Positivismus basiert im wesentlichen auf der kritischen Theorie (Marcuse, Horkheimer, Adorno 1969).
Die Kritikerinnen und Kritiker weisen innerhalb der kritischen Theorie nach, dass es keine vortheoretischen empirischen Befunde gibt und die vorfindbare Wirklichkeit eine sprachlich konstruierte ist.
Die Daten und Fakten dieser Wirklichkeit sind theorie- und methodenabhängig und deshalb ist das Postulat der Wertfreiheit des Positivismus selbst ideologisch. ("Technik und Wissenschaft als Ideologie" Habermas 1969)
Die Vertreter der CIR bleiben jedoch nicht bei ihrer pauschalen Kritik stehen, sondern gehen die Annahmen des Neorealismus prüfend durch, um sie zu hinterfragen.
Zusammenfassung der Kapitel
Regime in der Friedenssicherung: Untersuchung der Wirksamkeit internationaler Regime als Instrumente zur Konfliktprävention und vertrauensbildenden Kooperation.
Die Orientierung von Regimen: Differenzierung zwischen markt-, national- und international-orientierten Regimen hinsichtlich ihrer Verteilungs- und Regelungsbefugnisse.
The characteristic issues: Analyse der Ungleichheitsverhältnisse zwischen Kernstaaten und Peripherie sowie deren Ausbeutung im Weltsystem.
Zur Entstehung des industriellen Kapitalismus und in Folge dessen der Globalisierung: Herleitung der Globalisierung aus den Dynamiken der Kapitalakkumulation und fehlenden sozialen Regulationsformen.
Die Kritik am Positivismus: Fundamentale Ablehnung neorealistischer und positivistischer Erkenntnisansprüche zugunsten konstruktivistischer und kritischer Perspektiven.
Historischer Block: Darstellung des Begriffs zur Beschreibung einer stabilen gesellschaftlichen Ordnung als Synthese aus Staat und Zivilgesellschaft.
Defining the home domain: Erläuterung der Bedeutung der "home domain" als theoretischer Bezugsrahmen für die wissenschaftliche Analyse.
Schlüsselwörter
Internationale politische Ökonomie, Regimeanalyse, Weltsystemtheorie, Regulationstheorie, Globalisierung, Positivismus, Neorealismus, Hegemonie, Historischer Block, Kapitalakkumulation, Machtstrukturen, Feministische Kritik, Poststrukturalismus, Konstruktivismus, Zentrum-Peripherie-Modell.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dient der theoretischen und methodischen Auseinandersetzung mit verschiedenen Strömungen der internationalen politischen Ökonomie, insbesondere im Hinblick auf deren Erklärungsgehalt für globale Machtverhältnisse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Rolle internationaler Regime, die Kritik am neorealistischen Paradigma, die Weltsystemtheorie nach Wallerstein, die Regulationstheorie sowie das Konzept der Hegemonie nach Antonio Gramsci.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel besteht darin, die Relevanz dieser Theorien kritisch zu hinterfragen und zu prüfen, inwieweit sie zur Erklärung komplexer internationaler Sachverhalte und politischer Entwicklungen beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine komparative und kritische Analyse wissenschaftlicher Texte und theoretischer Ansätze, um deren Annahmen, Stärken und Grenzen herauszuarbeiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert sukzessive die verschiedenen Ansätze – von Regimen über die Regulationstheorie bis hin zur neogramscianischen Kritik –, indem jeweils zentrale Fragen an den Text gestellt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Charakterisierende Begriffe sind unter anderem Internationale Regime, Hegemonie, Regulationstheorie, Kapitalakkumulation und die Kritik des Positivismus.
Wie unterscheidet Wallerstein zwischen Kern und Peripherie?
Er beschreibt die Peripherie als durch militärische und ökonomische Machtstrukturen untergeordnet, wobei diese dazu gezwungen wird, den Kern durch Ressourcen- und Kapitalabfluss zu bereichern.
Was bedeutet der Begriff "Passive Revolution" im Kontext von Gramsci?
Dieser Begriff beschreibt Situationen gesellschaftlicher Stagnation, in denen eine moderne Entwicklung blockiert ist, da die Bevölkerung nicht aktiv an den Veränderungen partizipiert und die dialektische Entwicklung zwischen Revolution und Restauration scheitert.
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- Jens Happel (Author), 2001, Einführung in die politische Ökonomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/388