[...] Die Einleitung dient dazu, den Hintergrund aufzuzeigen, aus dem die Fragestellung abgeleitet ist und der Darstellung der Motivation der Autorin. Des Weiteren werden die Ziele der Arbeit erläutert und das methodische Vorgehen. Anschließend folgt eine kurze Darstellung zur aktuellen Ausgangslage der Personalorganisation, um die Treiber des Wandels der Personalarbeit zu identifizieren. Im dritten Teil wird der (system-)theoretische Rahmen gesetzt, aus dessen Perspektive die relevanten Aspekte der beiden Disziplinen Wirtschaftsinformatik und Human Ressource Management integriert werden. Abschnitt IV und V beinhalten jeweils einen deskriptiven Block, in dem eHRM und neue Organisationsformen der Personalarbeit vorgestellt werden – soweit sie für das Verständnis der Wechselwirkungen notwendig sind. Kapitel VI bildet den Kern der Arbeit, analysiert die Wirkungsrichtungen zwischen den organisatorischen und technischen Phänomenen und diskutiert verschiedene Interpretationsansätze zu den Wechselwirkungen. Den Abschluss dieses Teils bildet eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse der Arbeit. Das sechste Kapitel beendet die Arbeit mit einer Kritik und einem Ausblick auf weiterführende Aspekte und Fragestellungen zum Forschungsgegenstand.
Inhaltsverzeichnis
I. EINLEITUNG
1. Problemstellung und Ziel der Arbeit
2. Aufbau
3. Eingrenzungen
II. AUSGANGSLAGE
1. Fehlende wissenschaftliche Grundlagen
2.Veränderte Anforderungen an das HRM
III. THEORETISCHER RAHMEN
1. Grundlegende Annahmen der Systemtheorie
1.1 zentrale Begriffe der Systemtheorie
2. Personalorganisation als System
2.1 Wirkung von Veränderungen im System der Personalorganisation
IV. ELEKTRONISCHES HUMAN RESOURCE MANAGEMENT
1. Einordnung des Konzepts eHRM
2. Anwendung, Gründe und Zielsetzung
2.1 Exkurs: Kosten-Nutzenaspekte im eHRM
3. Wirkungen im Zusammenhang mit der Einführung von eHRM
4. Grenzen des Konzepts
V. NEUE ORGANISATIONSFORMEN
1. Einordnung des Konzepts Shared Service Center
2. Anwendung, Gründe und Zielsetzung
2.1 Exkurs: virtuelle Personalorganisation
3. Wirkungen im Zusammenhang mit der Einführung von Shared Services
4. Grenzen des Konzepts
VI. TECHNISCH-ORGANISATORISCHE WECHSELWIRKUNGEN
1. Wirkungsebenen und –richtungen von eHRM
1.1 Struktur
1.2 Prozesse
1.3 Rollen und Personen
1.4 Strategie
2. Zusammenfassung
3. Systemische Perspektive zu den technisch-organisatorischen Wechselwirkungen
VII. SCHLUSSBEMERKUNGEN
1. Kritik
2. Ausblick
VIII. ANHANG
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die komplexen Wechselwirkungen zwischen elektronischem Human Resource Management (eHRM) und der Personalorganisation. Die Forschungsfrage fokussiert darauf, ob ein Wirkungsgefüge zwischen technischer Entwicklung und organisationalem Wandel existiert und wie diese Faktoren sich gegenseitig beeinflussen.
- Systemtheoretische Analyse der Personalorganisation
- Modernisierungskonzepte wie Shared Service Center und virtuelle Organisation
- Wirkungsebenen von eHRM (Struktur, Prozesse, Rollen, Strategie)
- Herausforderungen und Grenzen bei der Implementierung von HR-Software
- Systemische Perspektive auf sozio-technische Veränderungsprozesse
Auszug aus dem Buch
1. Grundlegende Annahmen der Systemtheorie
Der Begriff „sýstēma“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „aus mehreren Teilen zusammengesetztes, gegliedertes Ganzes“. Bertalanffy, österreichischer Biologe, gilt als der Begründer der "General System Theory". Er entwickelte … “die ‘organismische’ Auffassung der Lebenserscheinungen und darin die zentrale Idee des Fliessgleichgewichtes, was er als wesentliche Differenz zu mechanischen, eindimensionalen Ansätzen sah“.
Die Systemtheorie wurde im Laufe der Zeit weiterentwickelt und ist heute keine einheitliche Theorie mehr. Es existieren in den unterschiedlichsten Wissenschaften verschiedene Ansätze dazu.
Die zentrale Grundlage der Systemtheorie ist die bekannte Aussage: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“. Und durch einfache Addition der Teile lässt sich der Charakter des Ganzen nicht erklären. Diese Äußerung betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen, interdisziplinären Herangehensweise an ein Forschungsobjekt.
Grundsätzlich werden verschiedene Systemarten unterschieden: mechanische, biologische, soziale und psychische Systeme. Für den Untersuchungsgegenstand - die Wechselwirkungen zwischen eHRM und der Personalorganisation - stellt sich hiermit die Frage, mit welcher Systembeschreibung sich der Sachverhalt am ehesten abbilden lässt.
Zusammenfassung der Kapitel
I. EINLEITUNG: Darstellung der Problemstellung bezüglich eHRM, der Forschungsziele und der wissenschaftlichen Einordnung der Arbeit.
II. AUSGANGSLAGE: Untersuchung der Trends, Marktanforderungen und des Mangels an theoretisch fundierter Forschung im Bereich eHRM.
III. THEORETISCHER RAHMEN: Einführung der Systemtheorie als Analysewerkzeug für die Personalorganisation und deren sozio-technische Struktur.
IV. ELEKTRONISCHES HUMAN RESOURCE MANAGEMENT: Definition des Konzepts, seiner Anwendungen und kritische Betrachtung der Zielsetzungen sowie Grenzen.
V. NEUE ORGANISATIONSFORMEN: Analyse von Shared Service Centern und der virtuellen Personalorganisation im Kontext der Prozessoptimierung.
VI. TECHNISCH-ORGANISATORISCHE WECHSELWIRKUNGEN: Untersuchung der direkten und indirekten Auswirkungen von eHRM auf Struktur, Prozesse, Rollen und Strategie.
VII. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Kritische Reflexion der Untersuchungsergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Schlüsselwörter
eHRM, Personalorganisation, Systemtheorie, Shared Service Center, Virtuelle Personalabteilung, Prozessoptimierung, Changemanagement, Sozio-technische Systeme, Personalstrategie, Digitalisierung, HR-Software, Personalmanagement, Organisationswandel, IT-Einsatz, Interdisziplinarität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen webbasierten IT-Systemen (eHRM) und der Organisation der Personalarbeit in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Systemtheorie, der Einführung von Shared Service Centern, virtuellen Organisationsformen sowie den Auswirkungen von HR-Technologie auf Strukturen und Prozesse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die theoretische Klärung, ob und wie eHRM und die Personalorganisation einander beeinflussen, statt einer bloßen einseitigen Kausalitätsannahme.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen theoretisch-erklärenden Beitrag, der auf fundierter Literaturrecherche und logischer systemtheoretischer Ableitung basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung von eHRM und neuen Organisationsformen sowie die Analyse der konkreten technisch-organisatorischen Wechselwirkungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind eHRM, Personalorganisation, Systemtheorie, Shared Service Center und sozio-technische Systeme.
Warum eignen sich manche HR-Prozesse besser für eHRM als andere?
IT-gestützte Abläufe funktionieren am besten bei standardisierten, wiederkehrenden Aufgaben wie dem Recruiting; komplexe Aufgaben hingegen erfordern oft mehr individuelle Interaktion.
Warum ist bei der Einführung von HR-Technologie das Prinzip „Organisation vor Technologie“ so wichtig?
Nur wenn die Prozesse und organisatorischen Rahmenbedingungen vorab durchdacht sind, kann Software die Arbeit sinnvoll unterstützen, anstatt lediglich ineffiziente Abläufe zu automatisieren.
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- Sabine Neumann (Author), 2004, Die Wechselwirkungen zwischen eHRM und der Personalorganisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39396