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Arbeitsbelastung und Stress in der psychiatrischen Krankenpflege

Title: Arbeitsbelastung und Stress in der psychiatrischen Krankenpflege

Term Paper , 2005 , 31 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Thomas van Laar (Author)

Nursing Science - Miscellaneous
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„Oh man, was bin ich heute wieder gestresst!“ Ist dies nicht ein Satz den wir alle schon mal in unserem Arbeitsalltag von uns gegeben haben, oder ihn zumindest von Kollegen gehört haben? Viele Pflegende fühlen sich in ihrem Arbeitsalltag über ein verträgliches Maß hinaus belastet. Oftmals entsteht das Gefühl, dass die Anforderungen steigen und die Bedingungen sich verschlechtern. Kommen dann noch akute Krisen oder private Probleme hinzu ist man schon auf dem besten Wege zur Überforderung bzw. sogar zum „ausbrennen“.
In dieser Arbeit befasse ich mich mit der Thematik „Arbeitsbelastung und Stress in der psychiatrischen Krankenpflege“, weil es gerade in der Psychiatrie besonders belastende Situationen im pflegerischen Alltag gibt, die aus einem motivierten und engagierten Mitarbeiter, einen frustrierten und sich überfordert fühlenden Mitarbeiter machen, der schnell andere Kollegen mit seinem „Überforderungsgesülze“ mitreißt.
Im nachfolgenden möchte ich zunächst einige Begriffe erklären, danach befasse ich mich mit den verschiedenen Arbeitsbelastungen der psychiatrischen Pflege, die Frage, was Stress eigentlich ist und wie viel gut und wie viel schlecht für jeden einzelnen ist, beantworte ich danach. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werde ich dann die Auswirkung der Belastungen auf unseren Körper, Geist und unser Verhalten beleuchten. Den Burn-Out als mögliche Folge anhaltender Überbelastung stelle ich im Anschluss vor und am Ende berichte ich über präventive Maßnahmen, damit es erst gar nicht zur Überlastung kommt.
Wichtig ist es mir auch zu verdeutlichen, dass es kein einheitliches Lösungsschema oder die ultimative Prophylaxe gegen die Überforderung gibt. Aber es gibt Maßnahmen, die einem helfen mit einer höheren Arbeitsbelastung fertig zu werden. Stress lässt sich in unserem Leben nicht vermeiden. Das soll er auch gar nicht. Es kommt nur auf die richtige Dosierung und den Umgang an.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Definitionen

2. Arbeitsbelastungen (Stressoren)

2.1 Veränderte Rahmenbedingungen

2.2 Erhöhte Anforderungen an den Pflegenden

2.3 Beziehungsarbeit als wesentliche Kernaufgabe

2.4 Bedrohungs- und Gewaltsituationen (Rollenkonflikte)

2.5 Mangelnde Erfolgserlebnisse

2.6 Störungen im Arbeitsablauf

2.7 Interdisziplinäre Kooperation

3. Stress

3.1 Eu-Stress und Dis-Stress

3.2 Wann ist Stress gesund und wann macht er krank?

3.3 Stress Persönlichkeiten

4. Auswirkungen des Stresses

4.1 Normale Stressreaktion

4.2 Allgemeines Adaptionssyndrom

4.3 Ebenen der Auswirkung

5. Burn-Out (eine mögliche Folge anhaltender Überlastung)

5.1 Definition

5.2 Burn-Out gefährdete Personen

5.3 Hauptsymptome

5.4 Phasen und Symptome

5.5 Ursachen

6. Prävention

6.1 Sozialer Rückhalt

6.2 Kohärenzsinn

6.3 Die Arbeitssituation

6.4 Die betroffene Person selbst

6.5 Nein sagen

6.6 Die eigene Einstellung überprüfen

6.7 Professionelle Distanz

6.8 Selbstpflege

6.9 Sport

6.10 Ruhe und Entspannung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die spezifischen Arbeitsbelastungen und Stressfaktoren in der psychiatrischen Krankenpflege. Das primäre Ziel ist es, die Ursachen für Überforderung aufzuzeigen, den Burn-Out-Prozess zu erläutern und präventive Strategien sowie persönliche Ressourcen zur Stressbewältigung zu beleuchten, um die psychische Gesundheit der Pflegenden zu stärken.

  • Analyse der Stressoren im psychiatrischen Pflegealltag
  • Differenzierung zwischen Eu-Stress und Dis-Stress
  • Untersuchung des Burn-Out-Syndroms und dessen Ursachenmodelle
  • Vorstellung von Präventionsmaßnahmen zur Stressbewältigung
  • Betrachtung der Bedeutung von professioneller Distanz und Selbstpflege

Auszug aus dem Buch

2.4 Bedrohungs- und Gewaltsituationen (Rollenkonflikte)

Während Kollegen anderer Berufsgruppen oftmals ein überschaubares Setting für ihre spezifischen Interventionen herstellen können, bewegen sich psychiatrisch Pflegende in Alltagssituationen, die entsprechend offener und damit komplexer sind. Diese Konstellation beinhaltet dann auch ein vermehrtes Konfliktpotential. Aus ihrer Rolle heraus sind die Pflegenden diejenigen, die die Stationsregeln vertreten, Abläufe sicherstellen und zwangsläufig in Konfrontationssituationen mit den Patienten geraten. Eine Untersuchung von Richter (Richter, Pat.-übergriffe auf Mitarbeiter psych. Kliniken) zu Patientenübergriffen auf Mitarbeiter psychiatrischer Kliniken kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass überwiegend psychiatrisch Pflegende Opfer von Übergriffen sind (75,8 % pflegerische Mitarbeiter). Dies wird hauptsächlich auf zwei Faktoren zurückgeführt. Zum einen zeigt sich eine Spitze hinsichtlich der Übergriffe in Zeiträumen, in denen viele direkte Kontakte mit Aufforderungscharakter stattfinden, die vorrangig von den Pflegenden geleistet werden. Zum anderen besteht ein deutlich größeres Risiko von Übergriffen in den ersten Tagen auf der Station (Neuaufnahmen, Verlegungen). Die gegebene Präsenz der psychiatrisch Pflegenden auf der Station in Verbindung mit ihrer Rolle, nämlich der Gewährleistung und Durchführung des Stations- und Therapieablaufes birgt daher besondere Gefahren und Belastungen.

Gerade die potentielle Gefahr eines Übergriffs oder die im psychiatrischen Alltag im Einzelfall notwendigen körperlichen Auseinandersetzung zum Schutz des Patienten vor sich selbst und anderen werden als ein großer Belastungsfaktor genannt. Kommt es zu Übergriffen, ist die Gefahr von psychischen Folgeschäden nicht unbedeutend. In der Studie von Richter zeigten 14% der anonym Befragten psychische Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen: Erläuterung grundlegender Fachbegriffe wie Stress, Stressoren, Stressreaktion und Überbelastung zur Vorbereitung auf den weiteren Text.

2. Arbeitsbelastungen (Stressoren): Analyse der verschiedenen Belastungsfaktoren in der Psychiatrie, darunter Rahmenbedingungen, Rollenkonflikte, Beziehungspflege und Störungen im Arbeitsablauf.

3. Stress: Erklärung des Stressphänomens, Unterscheidung zwischen Eu- und Dis-Stress sowie Darstellung der transaktionalen Stresstheorie und verschiedener Persönlichkeitstypen.

4. Auswirkungen des Stresses: Betrachtung der physischen, psychischen und verhaltensbezogenen Folgen von Stress sowie Beschreibung der Stressreaktion und des Allgemeinen Adaptionssyndroms nach Selye.

5. Burn-Out (eine mögliche Folge anhaltender Überlastung): Beschreibung des Burn-Out-Syndroms, der Hauptsymptome, des Phasenmodells nach Burisch und der Ursachen auf verschiedenen Ebenen.

6. Prävention: Zusammenstellung von Strategien und Methoden zur Stressbewältigung und Ressourcenförderung im beruflichen und privaten Kontext.

Schlüsselwörter

Psychiatrische Krankenpflege, Stress, Stressoren, Arbeitsbelastung, Burn-Out, Prävention, Salutogenese, Kohärenzsinn, Beziehungsarbeit, Rollenkonflikte, Bewältigungsstrategien, Stressreaktion, emotionale Erschöpfung, professionelle Distanz, Arbeitszufriedenheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt das Thema Arbeitsbelastung und Stress im Kontext der psychiatrischen Krankenpflege und zeigt auf, wie Pflegende in diesem anspruchsvollen Bereich ihre Gesundheit erhalten können.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten gehören Stressdefinitionen, die Identifikation spezifischer Stressoren am Arbeitsplatz, die Auswirkungen von Stress auf den Menschen sowie Burn-Out-Phänomene und präventive Gegenmaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Stress entsteht, warum psychiatrische Pflege besonders belastend ist und welche individuellen sowie institutionellen Möglichkeiten bestehen, um Überforderungen und Burn-Out entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf verschiedenen psychologischen und pflegewissenschaftlichen Konzepten (z. B. Lazarus, Selye, Burisch, Antonovsky) sowie empirischen Studien basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden detailliert die verschiedenen Belastungen in der psychiatrischen Pflege, die biologische und psychologische Stressverarbeitung, das Krankheitsbild Burn-Out und umfangreiche Präventionsansätze analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind psychiatrische Krankenpflege, Stress, Stressoren, Burn-Out, Prävention und Salutogenese.

Warum ist das Thema "Beziehungspflege" so bedeutend für die Belastung der Pflegenden?

Da psychiatrische Erkrankungen Störungen auf der Beziehungsebene beinhalten, müssen Pflegende ständig aktiv mit Gefühlen arbeiten, was eine hohe Selbstwahrnehmung erfordert und bei schwierigen Patienten oder suizidalen Klienten hohe psychische Anforderungen stellt.

Was unterscheidet eine Typ-A-Persönlichkeit von einer Typ-C-Persönlichkeit laut der Arbeit?

Die Typ-A-Persönlichkeit zeichnet sich durch hohes Leistungstreben und Ungeduld aus, was sie anfälliger für Bluthochdruck macht, während die Typ-C-Persönlichkeit eher durch Angepasstheit und Unterdrückung eigener Bedürfnisse auffällt, was sie anfälliger für Gefühle der Hilflosigkeit macht.

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Details

Title
Arbeitsbelastung und Stress in der psychiatrischen Krankenpflege
Course
Fachweiterbildung für psychiatrische Krankenpflege
Grade
sehr gut
Author
Thomas van Laar (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V39976
ISBN (eBook)
9783638386128
ISBN (Book)
9783638655262
Language
German
Tags
Arbeitsbelastung Stress Krankenpflege Fachweiterbildung Krankenpflege
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas van Laar (Author), 2005, Arbeitsbelastung und Stress in der psychiatrischen Krankenpflege, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/39976
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