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Moralentwicklung und Moraltheorie: Der Stellenwert des Irrationalen/Religiösen im kognitiven Moralerwerb

Versuch einer Verknüpfung des Stufenmodells Kohlbergs mit moraltheoretischen Vorstellungen von Habermas, Kierkegaard und Sloterdijk

Titel: Moralentwicklung und Moraltheorie: Der Stellenwert des Irrationalen/Religiösen im kognitiven Moralerwerb

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2003 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Bernhard Nitschke (Autor:in)

Pädagogik - Pädagogische Psychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Reifenmodellen von L. Kohlberg folgt - in Abkehr von moralisch-kategorialen imperativischen Konzepten - primär rationalen, formalen Prinzipien des Moralerwerbs. Ist sein normativer Anspruch noch haltbar angesichts eines "atemlos in Fragmente zerfallenden Lebens" (Kierkegaard), eines Wertepluralismus im "Jenseits von Gut und Böse" (Sloterdijk)? Moraltheor. Antworten auf eine von Ethik entkoppelte Theorie der soz. Gerechtigkeit, die "vage, opportunistisch und revidierbar" (Habermas) bleibt ?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Jürgen Habermas: Gibt es postmetaphysische Antworten auf die Frage nach dem „richtigen Leben“?
    • Der Rückzug der Philosophie aus der Theorie der Moral
    • Kierkegaards nachmetaphysischer Begriff des Selbstseinkönnens
  • Peter Sloterdijk: Kritik der zynischen Vernunft
    • Kritik des moralischen Scheins
    • Der Realismus von Wissen und Macht
  • Zurück zu Lawrence Kohlberg
  • Schlussbemerkung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Entwicklung moralischer Urteilskompetenz anhand des Stufenmodells von Lawrence Kohlberg und stellt dieses in den Kontext der metaphysischen und postmetaphysischen Philosophie. Sie befasst sich mit der Frage, inwiefern sich Kohlbergs rationaler Ansatz mit der moralischen Theorie von Jürgen Habermas, Søren Kierkegaard und Peter Sloterdijk verbinden lässt.

  • Entwicklung moralischer Urteilskompetenz nach Kohlberg
  • Der Rückzug der Philosophie aus der Moraltheorie
  • Kritik des moralischen Scheins und der zynischen Vernunft
  • Die Rolle des Irrationalen/Religiösen im moralischen Erwerb
  • Postmetaphysische Antworten auf die Frage nach dem „richtigen Leben“

Zusammenfassung der Kapitel

  • Einleitung: Die Arbeit stellt Kohlbergs Stufenmodell der moralischen Urteilskompetenz vor und hebt die Bedeutung des rationalen Diskurses für die moralische Entwicklung hervor.
  • Jürgen Habermas: Dieses Kapitel behandelt den Rückzug der Philosophie aus der Theorie des „richtigen Lebens“ und die Folgen des Wertepluralismus in der modernen Gesellschaft. Es wird Kierkegaards nachmetaphysischer Begriff des Selbstseinkönnens im Kontext von Habermas' Philosophie beleuchtet.
  • Peter Sloterdijk: Dieses Kapitel analysiert Sloterdijks Kritik des moralischen Scheins und die Gefahr der Instrumentalisierung der Moral in einer postmetaphysischen Welt. Der Realismus von Wissen und Macht im Kontext der moralischen Theorie wird diskutiert.
  • Zurück zu Lawrence Kohlberg: Dieses Kapitel erörtert die Grenzen von Kohlbergs Modell im Hinblick auf die Einbeziehung des Irrationalen/Religiösen in die Moralentwicklung.

Schlüsselwörter

Moralische Urteilskompetenz, Lawrence Kohlberg, Jürgen Habermas, Søren Kierkegaard, Peter Sloterdijk, Metaphysik, Postmetaphysik, Rationalität, Irrationalität, Religiosität, Wertepluralismus, Moraltheorie, Zynismus, Kritik der zynischen Vernunft, Heinz-Dilemma.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Stufenmodell der Moralentwicklung nach Kohlberg?

Lawrence Kohlberg entwickelte ein Modell, das den Erwerb moralischer Urteilskompetenz in sechs Stufen unterteilt, basierend auf rationalen und formalen Gerechtigkeitsprinzipien.

Welche Kritik äußert Jürgen Habermas an der modernen Moraltheorie?

Habermas thematisiert den Rückzug der Philosophie aus der Frage nach dem „richtigen Leben“ und kritisiert eine Ethik, die angesichts des Wertepluralismus oft vage und opportunistisch bleibt.

Was versteht Peter Sloterdijk unter der „zynischen Vernunft“?

Sloterdijk kritisiert einen moralischen Schein, bei dem Wissen und Macht entkoppelt sind und ein aufgeklärter Zynismus an die Stelle echter moralischer Überzeugungen tritt.

Welchen Stellenwert hat das Irrationale oder Religiöse bei Kohlberg?

Die Arbeit untersucht, ob Kohlbergs rein rationaler Ansatz ausreicht oder ob religiöse und irrationale Elemente für die Entwicklung eines stabilen moralischen Selbstbewusstseins notwendig sind.

Wie hängen Kierkegaard und Habermas in dieser Analyse zusammen?

Die Arbeit beleuchtet Kierkegaards nachmetaphysischen Begriff des „Selbstseinkönnens“ als mögliche Antwort auf die von Habermas aufgeworfene Frage nach dem richtigen Leben in einer fragmentierten Welt.

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Details

Titel
Moralentwicklung und Moraltheorie: Der Stellenwert des Irrationalen/Religiösen im kognitiven Moralerwerb
Untertitel
Versuch einer Verknüpfung des Stufenmodells Kohlbergs mit moraltheoretischen Vorstellungen von Habermas, Kierkegaard und Sloterdijk
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Erziehungswissenschaften)
Veranstaltung
Seminar 12044: "Moralische Entwicklung als Grundlage demokratischer Kompetenz"
Note
1,0
Autor
Bernhard Nitschke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
14
Katalognummer
V40445
ISBN (eBook)
9783638389556
ISBN (Buch)
9783638790604
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Moralentwicklung Moraltheorie Stellenwert Irrationalen/Religiösen Moralerwerb Seminar Moralische Entwicklung Grundlage Kompetenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bernhard Nitschke (Autor:in), 2003, Moralentwicklung und Moraltheorie: Der Stellenwert des Irrationalen/Religiösen im kognitiven Moralerwerb , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40445
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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