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Die Komponenten der Bevölkerungsentwicklung: Entwicklung und Prognose von Fertilität und Migration

Title: Die Komponenten der Bevölkerungsentwicklung: Entwicklung und Prognose von Fertilität und Migration

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Kristina Richartz (Author)

Mathematics - Statistics
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Im Rahmen dieser Arbeit wird die Bevölkerungsentwicklung an Hand von Fertilität und Migration insbesondere in Deutschland untersucht. Vorab werden verschiedene Maße zur Berechnung von Fertilität und Migration dargestellt. Im Anschluss findet eine Auswertung geeigneter Studien statt, die sowohl auf die Entwicklung von Fertilität und Migration in Deutschland in der Vergangenheit eingehen, als auch Prognosen für die Zukunft berechnen.

Deutschland hat die typische Entwicklung eines Industriestaates durchlaufen. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand der erste demographische Übergang statt. Nach dem 2. Weltkrieg folgten dann die Merkmale eines wohlhabenden Industrielandes: sinkende Fertilität, alternde Bevölkerung, steigende Zuwanderungszahlen. Durch die Babyboom- Generation und deren Nachkommen, sowie den positiven Wanderungssaldo stieg die Bevölkerungszahl bis Ende der 1990er Jahre weiter an. Doch seitdem stagniert sie. Die Fertilität sollte die Mortalität eines Landes übersteigen, so dass Generationen vollständig ersetzt werden können. Dies ist in Deutschland seit den 1970er Jahren nicht mehr der Fall. Seitdem ist die zusammengefasste Geburtenziffer, die durchschnittliche Zahl Kinder, die eine Frau lebend zur Welt bringt, kleiner als 2,1, dem Wert der zur vollständigen Ersetzung einer Generation notwendig ist. Sie liegt heute bei 1,4 Kindern pro Frau. Die Folge dieser sinkenden Fertilität ist die Überalterung der Gesellschaft, da auch die Lebenserwartungen ständig ansteigen. Dies führt zu erheblichen wirtschaftlichen und politischen Problemen. Gerade die Rentenkassen tendieren gegen Null, da die Rentnergenerationen immer größer werden, aber keine jungen Beitragszahler nachwachsen. Ebenso leiden viele andere wirtschaftliche Zweige unter der alternden Bevölkerung.

In dieser Arbeit wird deutlich wie wichtig die Bevölkerungsvorausberechnungen sind. Nur wenn frühzeitig verlässliche Entwicklungsprognosen zur Verfügung stehen, können rechtzeitig wichtige Schritte zur Problembekämpfung eingeleitet werden. Gerade Politik und Wirtschaft sind von diesen Prognosen abhängig. Die Rentenkassen können langfristig nur ausgeglichen sein, wenn schon vor der tatsächlichen Überalterung der Bevölkerung nach Lösungen gesucht wird. Doch dazu muss diese Überalterung durch Prognosen offensichtlich werden. Gerade statistische Maße sind in diesem Zusammenhang unerlässlich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Bedeutung von Fertilität und Migration für die Bevölkerungsentwicklung

2. Methoden zur Messung von Fertilität und Migration

2.1 Rohe Geburtenrate

2.2 Allgemeine und Totale Fertilitätsrate

2.3 Brutto- und Nettoreproduktionsrate

2.4 Wanderungssaldo

3. Entwicklung von Fertilität und Migration

3.1 Entwicklung von Fertilität und Migration in Deutschland im 20. Jahrhundert

3.2 Folgen der sinkenden Fertilität

3.3 Gründe für die sinkende Fertilität in Deutschland

3.4 Wanderungssaldo als Ausgleich für die sinkende Fertilität?

4. Prognose von Fertilität und Migration in Deutschland

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Fertilität und Migration, um Prognosen für die zukünftige demografische Lage sowie deren ökonomische Auswirkungen abzuleiten.

  • Darstellung demografischer Maße zur Messung von Fertilität und Wanderungssalden.
  • Analyse der historischen Entwicklung von Geburtenraten und Migrationsbewegungen in Deutschland.
  • Untersuchung der sozio-ökonomischen Ursachen für den Fertilitätsrückgang.
  • Bewertung der Folgen einer alternden Gesellschaft für Sozialsysteme und Wirtschaft.
  • Diskussion statistischer Prognosemethoden bis zum Jahr 2050.

Auszug aus dem Buch

2.1 Rohe Geburtenrate

Die rohe Geburtenrate ist das einfachste und damit das am weitesten verbreitete Fertilitätsmaß. Es wird in der Praxis sehr oft angewandt, weil die Informationsbeschaffung relativ einfach ist. Das Maß wird wie folgt dargestellt:

b = B / P * 1000

wobei: b= rohe Geburtenrate

B= Anzahl der in einem Kalenderjahr Lebendgeborenen

P= Bevölkerungsbestand zur Jahresmitte (vgl. Feichtinger 1973, S. 90).

Die Multiplikation mit 1000 bewirkt, dass immer die Anzahl Lebendgeborener auf 1000 Personen des Bevölkerungsbestandes betrachtet werden. Hier ist insbesondere die Differenzierung zwischen Geburten und Geborenen wichtig. Bei einer Geburt können auch Zwillinge, also zwei Geborene zur Welt kommen. Streng genommen müsste das Maß rohe Geborenenrate heißen, da B die Anzahl Lebendgeborener und nicht die der Geburten angibt. Jedoch ist rohe Geburtenrate als Bezeichnung weiter verbreitet. Das Maß ist sehr grob, da die Bevölkerung vollkommen undifferenziert in die Berechnung eingeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Bevölkerungsentwicklung und die Bedeutung von Fertilität und Migration als zentrale Stellgrößen.

2. Methoden zur Messung von Fertilität und Migration: Hier werden gängige statistische Kennzahlen wie Geburtenraten und Reproduktionsmaße sowie der Wanderungssaldo wissenschaftlich definiert.

3. Entwicklung von Fertilität und Migration: Dieses Kapitel analysiert den historischen Verlauf demografischer Daten in Deutschland und diskutiert die Ursachen sowie Folgen der niedrigen Geburtenziffern.

4. Prognose von Fertilität und Migration in Deutschland: Hier werden verschiedene Modellrechnungen und Annahmen vorgestellt, um die Bevölkerungsentwicklung bis 2050 abzuschätzen.

5. Fazit: Das Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Dringlichkeit, statistische Prognosen für politische und wirtschaftliche Entscheidungen zu nutzen.

Schlüsselwörter

Bevölkerungsentwicklung, Fertilität, Migration, Wanderungssaldo, Demografie, Geburtenrate, Nettoreproduktionsrate, Industriestaat, Überalterung, Rentensystem, Bevölkerungsprognose, demografischer Übergang, Statistisches Bundesamt, Generationenvertrag, Bevölkerungsdynamik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Faktoren Fertilität und Migration, um die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland zu verstehen und deren zukünftige Trends aufzuzeigen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die statistische Messung von Fruchtbarkeit, die historischen Entwicklungslinien der Demografie sowie die wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen einer alternden Bevölkerung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, auf Basis demografischer Daten und Prognosen die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf die deutsche Gesellschaft und Wirtschaft kritisch zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse statistischer Maße und wertet offizielle Bevölkerungsvorausberechnungen sowie Studien zur demografischen Entwicklung aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Einführung demografischer Kennzahlen, die historische Analyse von Fertilität und Wanderung sowie die Erörterung zukünftiger Prognoseszenarien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Schlagworte sind demografischer Übergang, Fertilität, Wanderungssaldo, Überalterung und Rentensystem.

Warum ist die Nettoreproduktionsrate für die Prognose oft problematisch?

Die Nettoreproduktionsrate ist zwar präzise, hängt aber von konstanten Sterblichkeits- und Fertilitätsverhältnissen ab, die in der Realität selten über lange Zeiträume stabil bleiben.

Wie mildert die Zuwanderung das Problem der Überalterung?

Durch einen positiven Wanderungssaldo, insbesondere von jüngeren Menschen, entsteht ein Verjüngungseffekt, der jedoch nur begrenzt in der Lage ist, den Geburtenrückgang vollständig auszugleichen.

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Details

Title
Die Komponenten der Bevölkerungsentwicklung: Entwicklung und Prognose von Fertilität und Migration
College
University of Cologne  (Seminar für Wirtschafts- und Sozialstatistik)
Grade
2,3
Author
Kristina Richartz (Author)
Publication Year
2005
Pages
22
Catalog Number
V40618
ISBN (eBook)
9783638390934
ISBN (Book)
9783638724180
Language
German
Tags
Komponenten Bevölkerungsentwicklung Entwicklung Prognose Fertilität Migration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Richartz (Author), 2005, Die Komponenten der Bevölkerungsentwicklung: Entwicklung und Prognose von Fertilität und Migration, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40618
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