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Sprachliches Handeln in der Bildungsinstitution Schule

Titre: Sprachliches Handeln in der Bildungsinstitution Schule

Dossier / Travail , 2003 , 24 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Susan Grüßner (Auteur)

Philologie Allemande - Linguistique
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Kaum ein Gebiet des gesellschaftlichen Handelns erfährt so viel wissenschaftliche Beachtung wie die Schule. So gibt es ganze Wissenschaftsdisziplinen. Sie thematisieren am Gegenstandsbereich „Schule“ Aspekte ihres Interesses, welches meist auf die Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen, von Reflexion und Legitimation der Lehrertätigkeit bezogen ist. Obwohl die soeben angesprochene Funktion der Wissensvermittlung ohne die Sprache nicht möglich wäre und die Praxis der Lehrperson aber auch das Handeln des Schülers vorwiegend sprachlich ist, rückte die Kommunikation in der Schule erst recht spät in das Blickfeld der Sprachwissenschaft. Frühere Begegnungen bleiben demgegenüber meist beschränkt auf Versuche im Rahmen der Spracherwerbsforschung sowie syntaktische und semantische Merkmale der Schülersprache. Doch Sprache ist nicht mehr nur im Sinne von Sprachsystem (Langue), sondern im Sinne von Sprachverwendung (Parole), als sprachliches Handeln zu verstehen, welches durch audiovisuelle Aufzeichnung gesprochener Sprache gewonnen wird. Es geht also um Sprechen und Hören, um das sprachliche Handeln der Schüler und Lehrer und darum, welche Strukturen es hat und wie es sich zu den Zwecken der Institutionen verhält. Diese authentische Kommunikation wird durch eigene Verfahren der Linguistik bearbeitet (Transkriptionsmethode) und mit Kategorien und Methoden un-tersucht, die dem Handlungscharakter von Sprache Rechnung tragen (z.B. Musteranalyse, Analyse der Gesprächskonstitution). Die institutionelle Kommunikation allgemein erfährt somit immer größere Bedeutung. Dies hat insofern seine Berechtigung, als Interaktion und Kommunikation in Institutionen eine herausragende Rolle im täglichen Leben spielen, zumindest in Gesellschaften, wie es unsere eine ist. Besonders die Kommunikation in der Schule ist zur umfassenden Analyse sehr nützlich und wichtig, da sie einen zentralen Aus-schnitt aus dem gesamten sprachlichen Handeln, ein Ausschnitt, der die Biographie fast aller Menschen über Jahre hinaus bestimmt, darstellt. Trotz der steigenden Bedeutung lässt sich eine Literaturvielfalt zum Thema „Sprachliches Handeln in der Bildungsinstitution Schule“ noch nicht verzeichnen, was dadurch eine umfangreiche und zeitgemäße Darstellung des Themas noch nicht ermöglicht.
Die vorliegende Arbeit zum soeben genannten Thema beschäftigt sich speziell mit sprachlicher Kommunikation im Unterricht, also der Mitteilung, Verständigung, Übermittlung von Informationen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Schule als Institution

2.1 Begriffliche Klärung

2.2 Geschichtlicher Abriss

2.3 Zweck und Funktion

3 Funktion der Sprache im Unterricht

3.1 Kommunikation und Bildung

3.2 Kommunikation im Unterricht

4 Besonderheiten der verbalen Kommunikation

4.1 Monolog und Dialog

4.2 Lehrerfrage

5 Fallanalyse Deutsch Klasse 4 (Lesen) „Vielleicht wird alles gut“

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Arbeit untersucht das sprachliche Handeln in der Bildungsinstitution Schule, mit einem spezifischen Fokus auf die kommunikativen Prozesse im Unterricht zwischen Lehrpersonen und Schülern sowie deren Bedeutung für den Bildungserfolg.

  • Die Rolle der Schule als soziale und bildende Institution
  • Die Funktion und Struktur von Kommunikation im Unterricht
  • Methodische Aspekte der Gesprächsführung durch die Lehrperson
  • Typisierung und Wirksamkeit der Lehrerfrage im Lernprozess
  • Empirische Fallanalyse zur verbalen Interaktion in einer vierten Klasse

Auszug aus dem Buch

4.2 Lehrerfrage

Das Gespräch ist die wichtigste Kommunikationsform im Unterricht und überhaupt eine der häufigsten vorkommenden Formen in diesem. Deshalb zählt die Gesprächskompetenz der Lehrperson zu den wesentlichen Merkmalen seiner Professionalität. Aber auch die Schüler/innen sollen kommunikativ Kompetenz erwerben.

Unter Unterrichtsgespräch versteht man eine „dialogische Form des Unterrichts, in der Lehrer und Schüler sich gegenseitig und untereinander als gleichwertige Gesprächspartner akzeptieren und an vereinbarte kommunikative Verhaltensregeln halten.“ (Hintz u.a. 1993, S. 344). Von entscheidender Bedeutung für Unterrichtsgespräche ist die Gesprächsführung der Lehrperson. Direkte Lehrerfragen bewirken, dass die Schüler/innen sich auf der Denklinie des Lehrers bewegen, während Impulse (z.B. Aussagesätze, Aufforderungen bzw. provokative Fragen etc.) den Kindern ein eigenes, selbständiges Denken ermöglichen. Die Lehrerfrage erscheint also besonders problematisch. Sie wird als Mittel eingesetzt, den Lehrstoff zu entwickeln, was voraussetzt, dass die Lehrperson die zu lehrenden Gegenstände in eine dialogische Form umzusetzen versteht. Dieses Mittel soll der Auslösung intellektueller Operationen dienen und zum Nachdenken anregen und somit die Schüler/innen zum Vollzug einer bestimmten Auffassungstätigkeit zu einer Antwort auffordern.

Fragen sind also der Grundbaustein des Erkennens (vgl. Ehlich, Rehbein 1983, S. 29). Dominiert die Frage im Unterricht, spricht man vom Frageunterricht. Diese Art von Unterricht wird aber sehr kritisch gesehen, da sie die Schüler/innen zur Passivität verurteilt, ihnen somit viele Möglichkeiten zum selbständigen Denken verwehrt und von ihnen oftmals nur bloßes Mit- und Nachdenken fordert. Dabei verläuft der Frageunterricht für die Schüler/innen vielfach ohne innere Spannung und auch der Lehrperson wird die Möglichkeit, einen wirklich lebensnahen und schülerorientierten Unterricht zu praktizieren, verweigert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Erläutert die wissenschaftliche Relevanz der Schule als Gegenstandsbereich und die Bedeutung sprachlicher Interaktion innerhalb dieser Institution.

2 Schule als Institution: Bietet einen Überblick über die Begriffsentwicklung, die historische Genese der Schule sowie ihre zentralen gesellschaftlichen Funktionen.

3 Funktion der Sprache im Unterricht: Analysiert den Stellenwert von Kommunikation für Bildungsprozesse und gliedert sprachliche Aktionen in unterrichtsrelevante Kategorien.

4 Besonderheiten der verbalen Kommunikation: Untersucht die Grundformen des Dialogs und Monologs sowie die komplexe Problematik der Fragetechniken im Unterricht.

5 Fallanalyse Deutsch Klasse 4 (Lesen) „Vielleicht wird alles gut“: Dokumentiert und reflektiert eine konkrete Unterrichtssequenz hinsichtlich der angewandten Gesprächsführung und Lehrer-Schüler-Interaktion.

6 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse über die Bedeutung der Sprache als zentrales Bildungswerkzeug und die Vorbildfunktion der Lehrkraft zusammen.

Schlüsselwörter

Sprachliches Handeln, Bildungsinstitution Schule, Unterrichtsgespräch, Kommunikation, Lehrerfrage, Sozialisation, Qualifikationsfunktion, Didaktik, Dialog, Monolog, Sprachwissenschaft, Schulpädagogik, Transkription, Interaktion, Lehrperson.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Analyse des sprachlichen Handelns in der Schule, wobei der Fokus auf der Interaktion zwischen Lehrern und Schülern im Unterrichtsalltag liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Institution Schule, die Funktion von Sprache im Unterricht, die Formen verbaler Kommunikation sowie die Rolle der Lehrerfrage.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die kommunikativen Strukturen im Unterricht zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie Lehrer durch ihre Gesprächsführung das selbstständige Denken der Schüler fördern oder hemmen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur theoretischen Fundierung und eine praxisnahe Fallanalyse mittels einer vereinfachten Transkription einer Unterrichtsstunde.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Schule und Kommunikation sowie in eine detaillierte Fallstudie einer Deutschstunde in einer vierten Klasse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sprachliches Handeln, Unterrichtsgespräch, Lehrerfrage, Kommunikation und Sozialisation.

Warum wird die „Lehrerfrage“ in der Arbeit als problematisch eingestuft?

Die Arbeit betont, dass dominanter Frageunterricht Schüler zur Passivität führen kann, weshalb eine differenzierte Fragetechnik notwendig ist, um eigenständiges Denken zu stimulieren.

Welche Erkenntnisse liefert die Fallanalyse zur Anonymität in der Schule?

Anhand der Transkription wird die These widerlegt, dass institutionelle Kommunikation zwangsläufig anonym ist, da die direkte Ansprache und Verwendung von Namen ein Gruppengefühl erzeugen.

Welche Bedeutung kommt der Lehrperson bei der Gesprächsführung zu?

Die Lehrperson fungiert als Moderator, der Kommunikationsinseln schafft und durch geschickte Impulse (z.B. divergente Fragen) Lernprozesse und intellektuelle Operationen der Schüler auslöst.

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Résumé des informations

Titre
Sprachliches Handeln in der Bildungsinstitution Schule
Université
Dresden Technical University  (Institut für Germanistik)
Cours
Sprache in Institutionen
Note
1,5
Auteur
Susan Grüßner (Auteur)
Année de publication
2003
Pages
24
N° de catalogue
V40676
ISBN (ebook)
9783638391344
ISBN (Livre)
9783638655620
Langue
allemand
mots-clé
Sprachliches Handeln Bildungsinstitution Schule Sprache Institutionen
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Citation du texte
Susan Grüßner (Auteur), 2003, Sprachliches Handeln in der Bildungsinstitution Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40676
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Extrait de  24  pages
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