Dem Kapitalanleger bieten sich in der heutigen Zeit auf Grund des facettenreichen Kapitalmarktes eine Vielzahl an Möglichkeiten, sein Geldvermögen zu investieren. Eine sehr wichtige Rolle spielen in diesem Zusammenhang Investmentfonds. Sie bieten dem Anleger den Vorteil, dass sie einen leichten Zugang zum Kapitalmarkt bieten, ohne sich um Details der Portfoliozusammenstellung kümmern zu müssen. Kleinanleger, die im Gegensatz zu institutionellen Anlegern in der Regel über einen geringeren Informationsstand verfügen, investieren in Fonds (Aktienfonds, Rentenfonds, Hedgefonds etc.), um von der Expertise des verantwortlichen Fondsmanagers, der das Portfolio des Investmentfonds verwaltet, zu profitieren. Ein Fondsmanager weist auf Grund seiner Erfahrungen im Kapitalanlagegeschäft bessere Fähigkeiten auf, die Chancen und Risiken eines Wertpapiers zu beurteilen. Zusätzlich bieten Fonds den Vorteil, dass sie in der Regel breit diversifiziert sind. Die folgende Arbeit stellt Ansätze dar, mit denen man die Arbeit des Fondsmanagers beurteilen kann. Die Performance eines Portfolios ist absolut betrachtet wenig aussagekräftig. Man muss vielmehr die geleistete Performance mit geeigneten Referenzportfolios, die eine ähnliche Risikostruktur aufweisen, vergleichen. Diese Beurteilung ist mit den von Sharpe, Jensen, Treynor und Treynor/Black entwickelten klassischen Performancemaßen unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Im Folgenden werde ich die genannten Maße im Hinblick auf Rendite- und Risikokriterien erläutern, um dabei Hinweise über die praktische Anwendbarkeit zu geben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Klassische Performancemaße zur Beurteilung von Investmentfonds
- Das Entscheidungsproblem zur Herleitung der Performancemaße
- Sharpe-Maß
- Herleitung
- Anwendung und Beurteilung
- Jensen Maß
- Herleitung
- Anwendung und Beurteilung
- Treynor - Maß
- Herleitung
- Anwendung und Beurteilung
- Treynor/Black - Maß
- Herleitung
- Anwendung und Beurteilung
- Das optimierte Sharpe-Maß
- Kritische Gesamtbetrachtung der erläuterten Performancemaße
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Performancemessung von Investmentfonds und analysiert verschiedene Ansätze zur Bewertung der Leistung von Fondsmanagern. Ziel ist es, die klassischen Performancemaße von Sharpe, Jensen, Treynor und Treynor/Black im Hinblick auf Rendite- und Risikokriterien zu erläutern und deren praktische Anwendbarkeit zu beleuchten.
- Das Entscheidungsproblem zur Herleitung von Performancemaßen im Kontext des Capital Asset Pricing Model (CAPM)
- Die klassischen Performancemaße von Sharpe, Jensen, Treynor und Treynor/Black
- Die praktische Anwendbarkeit der Performancemaße
- Die Berücksichtigung von Rendite- und Risikokriterien
- Die Bewertung der Leistung von Fondsmanagern im Vergleich zu Referenzportfolios
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der Performancemessung von Investmentfonds ein und erläutert die Relevanz der Analyse im Kontext des Kapitalmarktes.
Das zweite Kapitel widmet sich den klassischen Performancemaßen von Sharpe, Jensen, Treynor und Treynor/Black. Es erläutert das Entscheidungsproblem zur Herleitung dieser Maße im Kontext des CAPM und geht auf die jeweiligen Herleitungen und Anwendungen sowie deren Bewertung ein.
Das dritte Kapitel behandelt das optimierte Sharpe-Maß.
Das vierte Kapitel liefert eine kritische Gesamtbetrachtung der erläuterten Performancemaße.
Schlüsselwörter
Performancemessung, Investmentfonds, Sharpe-Maß, Jensen-Maß, Treynor-Maß, Treynor/Black-Maß, Capital Asset Pricing Model (CAPM), Tobin-Separation, Rendite, Risiko, Portfoliotheorie.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Performancemessung für Anleger wichtig?
Sie ermöglicht es Anlegern, die tatsächliche Leistung eines Investmentfonds oder Fondsmanagers objektiv zu bewerten, indem Rendite und Risiko in Relation zu einem Referenzmarkt gesetzt werden.
Was misst das Sharpe-Maß?
Das Sharpe-Maß (Sharpe Ratio) misst die Überrendite eines Portfolios pro Einheit des eingegangenen Gesamtrisikos (Standardabweichung). Es zeigt, ob die Mehrrendite das Risiko rechtfertigt.
Was ist der Unterschied zwischen dem Sharpe-Maß und dem Treynor-Maß?
Während das Sharpe-Maß das Gesamtrisiko betrachtet, setzt das Treynor-Maß die Überrendite ins Verhältnis zum systematischen Risiko (Beta-Faktor), das nicht wegdiversifiziert werden kann.
Was sagt das Jensen-Maß (Alpha) aus?
Jensens Alpha misst die risikobereinigte Überrendite, die ein Fondsmanager im Vergleich zum Capital Asset Pricing Model (CAPM) erzielt hat. Ein positives Alpha deutet auf überdurchschnittliche Fähigkeiten des Managers hin.
Was versteht man unter dem Capital Asset Pricing Model (CAPM)?
Das CAPM ist ein Gleichgewichtsmodell, das die erwartete Rendite eines Wertpapiers als Funktion seines systematischen Risikos im Verhältnis zum Gesamtmarkt beschreibt.
Welche Rolle spielt die Diversifikation bei Investmentfonds?
Diversifikation dient der Risikostreuung. Fonds investieren in eine Vielzahl von Wertpapieren, um das unsystematische (einzelwertspezifische) Risiko zu minimieren.
- Arbeit zitieren
- Christoph Hinrichs (Autor:in), 2005, Performancemessung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40704