GÜTEKRITERIEN VON PERSÖNLICHKEITSTRAININGS
Persönlichkeitsseminare liegen im Trend – auch in der Wirtschaft erhofft man sich davon vielfältige positive Effekte wie mehr Motivation, besseres Betriebsklima und effizienteres Arbeiten.
Oft stellt sich jedoch die Übertragung des Erlebten auf die Arbeitssituation und eine langfristige Verhaltensänderung als schwierig dar. Die Erfolge der Trainings sind schwer zu messen und im Extremfall können dubiose Trainings sogar Schaden anrichten.
Umso wichtiger sind geeignete Gütekriterien, um sinnvolle von nutzlosen oder gar negativ wirkenden Trainings zu unterscheiden.
Zunächst werden verschiedene Aspekte von Persönlichkeitstrainings wie Formen, Ziele und Methodik diskutiert, wobei auch die Wirksamkeit der Trainings sowie die Transferproblematik mit einbezogen wird.
Bislang verwandte Kriterien werden auf ihre Vor- und Nachteile hin untersucht und als Resultat daraus eigene Gütekriterien und ihre Operationalisierung vorgeschlagen.
Betont wird sowohl der Ausschluss von Risiken durch Persönlichkeitstrainings als auch die Sicherung inhaltlicher Qualität.
Dies soll einerseits durch Befragung der Teilnehmer erreicht werden. Die Befragung basiert auf dem – hier modifizierten – Fragebogen von Leidenfrost, Götz & Hellmeister (1999). Andererseits werden auch formale Aspekte eines Trainings erhoben. Insgesamt werden die Situation im Training, Eigenschaften der Trainer, formale Regeln und Vorinformationen, psychologische Methoden und Praktiken, Lernerfolg, Lerntransfer und die subjektive Wirksamkeit erfasst.
Die Reichweite und Aussagekraft der hier vorgeschlagenen Kriterien wird diskutiert.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Einordnung des Themas
- Begriffsklärung
- Theoretische Basis
- Aspekte von Persönlichkeitstrainings
- Formen
- Ziele
- Methodik
- Andere relevante Aspekte
- Wirkung von Persönlichkeitstrainings
- Positive Wirkungen
- Negative Wirkungen
- Die Transferproblematik
- Gütekriterien und ihre Umsetzung
- Bisher verwandte Kriterien
- Vorteile
- Nachteile
- Schlussfolgerungen für eigene Kriterien
- Ausschluss von Risiken
- Sicherung inhaltlicher Qualität
- Gewählte Kriterien
- Empirische Umsetzung
- Operationalisierung der Kriterien
- Gewählte Methoden und Begründung
- Ausschluss von Risiken
- Sicherung inhaltlicher Qualität
- Datenerhebung
- Schriftliche Befragung der Teilnehmer
- Formale Aspekte der Trainings
- Auswertung
- Schriftliche Befragung der Teilnehmer
- Formale Aspekte der Trainings
- Vergleich beider Erhebungen und Interpretation
- Kritik
- Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Hausarbeit befasst sich mit der Evaluation von Persönlichkeitstrainings. Ziel ist es, geeignete Gütekriterien für die Auswahl und Beurteilung solcher Trainings zu entwickeln und deren praktische Umsetzung zu beschreiben. Die Arbeit analysiert die verschiedenen Formen, Ziele und Methoden von Persönlichkeitstrainings und untersucht ihre Auswirkungen auf die Teilnehmer. Dabei werden auch die Herausforderungen der Transferproblematik beleuchtet.
- Definition und Einordnung von Persönlichkeitstrainings
- Analyse der Auswirkungen von Persönlichkeitstrainings
- Entwicklung von Gütekriterien für Persönlichkeitstrainings
- Operationalisierung der Kriterien und empirische Umsetzung
- Kritik und Ausblick
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema Persönlichkeitstrainings ein und ordnet es in den Kontext der Personal- und Organisationsentwicklung ein. Sie beleuchtet die steigende Bedeutung von Persönlichkeitstrainings in Unternehmen sowie die Herausforderungen, die mit der Messung der Persönlichkeitsentwicklung und der Transferproblematik verbunden sind.
Das Kapitel „Theoretische Basis“ beschäftigt sich mit den verschiedenen Aspekten von Persönlichkeitstrainings, darunter Formen, Ziele, Methodik und andere relevante Aspekte. Es analysiert die Wirkung von Persönlichkeitstrainings, sowohl positive als auch negative Auswirkungen, und diskutiert die Transferproblematik. Weiterhin werden bestehende Gütekriterien vorgestellt und ihre Vor- und Nachteile analysiert.
Das Kapitel „Empirische Umsetzung“ erläutert die Operationalisierung der gewählten Kriterien für die Evaluation von Persönlichkeitstrainings. Es beschreibt die gewählten Methoden der Datenerhebung, die schriftliche Befragung der Teilnehmer und die Analyse der formalen Aspekte der Trainings. Schließlich werden die Ergebnisse der Auswertung beider Erhebungsmethoden vorgestellt und interpretiert.
Schlüsselwörter
Persönlichkeitstraining, Gütekriterien, Evaluation, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Transferproblematik, Verhaltensänderung, Persönlichkeitsentwicklung, Wirksamkeit, Effizienz, Methodik, Operationalisierung, Datenerhebung, Auswertung.
Häufig gestellte Fragen
Warum sind Gütekriterien für Persönlichkeitstrainings wichtig?
Da Erfolge schwer messbar sind und dubiose Anbieter sogar Schaden anrichten können, helfen Kriterien dabei, inhaltliche Qualität und Seriosität sicherzustellen.
Was ist die Transferproblematik bei Trainings?
Sie beschreibt die Schwierigkeit, das im Seminar Erlebte und Gelernte dauerhaft in den beruflichen Alltag zu übertragen und das Verhalten langfristig zu ändern.
Welche Risiken können durch schlechte Trainings entstehen?
Neben mangelndem Nutzen können psychologisch fragwürdige Praktiken negative Auswirkungen auf die Teilnehmer und das Betriebsklima haben.
Wie lässt sich die Wirksamkeit eines Trainings evaluieren?
Dies geschieht durch Teilnehmerbefragungen (z.B. modifizierter Fragebogen nach Leidenfrost) sowie die Prüfung formaler Aspekte wie Trainerqualifikation und Vorinformationen.
Welche Ziele verfolgen Unternehmen mit Persönlichkeitsseminaren?
Erhofft werden eine höhere Motivation der Mitarbeiter, ein besseres Betriebsklima und effizientere Arbeitsweisen.
- Quote paper
- Sabine Pfisterer (Author), 2004, Gütekriterien von Persönlichkeitstrainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40814