Vergleich von E-Mails in Foren mit Leserbriefen


Hausarbeit, 2004

17 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.2 Das Internet als neues Medium
1.3 Seit wann werden neue Medien genutzt?

2. Kommunikationsbedingungen und Versprachlichungsstrategien nach Koch/Oesterreicher

3 Welche Sprache beherrscht den Leserbrief
3.1/3.2 Syntax/Lexik
3.3 Pragmatik
3.4 Grammatik

4. Welche Art von Sprache beherrscht die E-Mail?
1. Beispiel
4.1 Syntax
4.2 Lexik
4.3 Pragmatik
4.4 Grammatik
4. Welche Art von Sprache beherrscht die E-Mail?
2. Beispiel
4.1 Syntax
4.2 Lexik
4.3 Pragmatik
4.4 Grammatik

5. Vergleich

6. Schlußfolgerungen und Fazit

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ich habe die Aufgabe den Unterschied von Leserbriefen in Zeitungen zu E-Mail Foren in der französischen Sprache herauszuarbeiten.

Die E-Mail Foren zählen zu den neuen Medien und sind daher in der Literatur kaum behandelt worden, insbesondere nicht im Vergleich zu Leserbriefen und schon gar nicht in der französischen Sprache. Auch scheint das Verhalten der Zeitungsleser in Frankreich anders zu sein als in Deutschland. In den Zeitungen, die mir Vorliegen gibt es nur selten Leserbriefe. Aus diesem Grund beschränke ich mich auf zwei Leserbriefe aus dem Le Figaro.

1.2 Das Internet als neues Medium

Die ersten Schritte machte das Internet im Jahre 1957, obwohl es zu diesem Zeitpunkt noch lange nicht so heißen sollte. Unter dem Einfluß des Sputniks Schocks beschlossen die Amerikaner ein System zu entwickeln, welches nicht nur numerische Berechnungen für wissenschaftliche Zwecke macht, sondern mit Informationen gespeist werden konnte, die es in erster Linie möglich machen sollten, militärische Geheimnisse der Sowjetunion herauszufinden. Man stellte schnell fest, daß dies nicht möglich sei und man beschränkte sich darauf eine Host zu Host Kommunikation zu entwickeln. Im Jahre 1969 konnte man den ersten Dialog zwischen zwei Rechnern herstellen (Telnet). Dateien konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht austauschen, dies war dann 1972 der Fall. Man konnte nun Post von Rechner zu Rechner schicken, was aber weit unter den heutigen Möglichkeiten stand. Dieses System wurde immer weiter entwickelt und im Jahre 1990 hatte das Internet seine zweite Geburtsstunde. Ab dem Jahre 1991 nahm die Entwicklung seinen Lauf und inzwischen ist die Kommunikation über Internet beziehungsweise E-Mail nicht mehr wegzudenken.

1.3 Seit wann werden neue Medien genutzt?

Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) hat eine Zunahme der direkten Online-

Zugänge 1996 gegenüber 1995 um 42% auf knapp 2,3 Millionen ermittelt. Die Zuwächse bei reinen Internet-Anschlüssen betrug in diesen Jahren sogar 72%. Diese Entwicklung steht im krassen Gegensatz zu der des übrigen Europas, das ungefähr bei 36% liegt.

Genutzt wird das Internet seit seiner zweiten Geburtsstunde im Jahre 1991 erheblich intensiver als in den Jahren davor. Der Datenaustausch war zu dieser Zeit eher größeren Industrieunternehmen oder staatlichen Institutionen vorbehalten. Festhalten kann man, daß das Internet erst seit Beginn der neunziger Jahre auch von privaten Haushalten genutzt wird und die Entwicklung, die sogenannte Vernetzung, immer weiter fortschreitet.

2. Kommunikationsbedingungen und Versprachlichungsstrategien nach Koch/Oesterreicher

Koch/Oesterreicher unterscheiden zwischen der Sprache der Nähe und der Sprache der Distanz. Diese Sprachen werden nochmals in Kommunikationsbedingungen und Versprachlichungsstrategien unterschieden.

Die Sprache der Nähe hat als Kommunikationsbedingung in der gesprochenen Sprache unter anderem die Vertrautheit der Partner, die face-to-face Interaktion, die Spontaneität etc., die allerdings nur im Bereich des Dialoges von zwei oder mehr Personen möglich sind, die sich gegenüberstehen und zum Beispiel über ein Thema diskutieren. Die Versprachlichungsstrategien, dazu gehört zum Beispiel die Prozeßhaftigkeit, die Vorläufigkeit, die geringere Informationsdichte, die Planung etc. kommen nur im direkten Gespräch miteinander zum Tagen. Die Sprache der Nähe hat somit mehr phonischen Charakter.

Die Sprache der Distanz hat unter anderem in ihren Kommunikationsbedingunen den Monolog, die Fremdheit der Partner, die Themenfixierung, die raumzeitliche

Trennung etc. und als Versprachlichungsstrategie die Endgültigkeit (weil es schwarz auf weiß vorliegt), die Elaboriertheit und die Planung und Kompaktheit. Die Sprache der Distanz ist daher eher graphischer Natur und kommt in der gesprochenen Sprache zwischen zwei Personen nicht vor.

Der Leserbrief ist eindeutig in die Sprache der Distanz mit all seinen Möglichkeiten einzuordnen. Er erscheint zeitlich versetzt in der Zeitung, ist ein Monolog, lange planbar, elaboriert und endgültig.

Es stellt sich natürlich die Frage, wo befindet sich die E-Mail in diesem System? Die E-Mail steht zwischen der Sprache der Nähe und der Sprache der Distanz. Man kann sie nicht eindeutig der einen oder der anderen Sprache zuordnen. Sie hat Kommunikationsbedingungen der Sprache der Nähe, wie zum Beispiel Spontaneität und Expressivität und den Dialog, aber genauso hat die E-Mail die Fremdheit der Partner, die raumzeitliche Trennung und auch die Themenfixierung.

Die Versprachlichungsstrategien der Sprache der Nähe, wie geringere Informationsdichte, geringere Planung oder geringere Elaboriertheit hat die E-Mail genauso, wie sie bei der Sprache der Distanz als Strategie die Endgültigkeit, die größerer Informationsdichte, die größere Planung oder die größere Komplexität besitzt.

Hieraus ist zu schließen, das das neue Medium Internet beziehungsweise die E-Mail eine Mischung aus den Versprachlichungsstrategien und Kommunikationsbedingungen der Sprache der Nähe und der Sprache der Distanz ist.

3. Welche Sprache beherrscht den Leserbrief?

- Courrier des lecteurs
- Thema: Décentralisation

Bei diesen beiden Leserbriefen handelt es sich um Stellungnahmen von Zeitungslesern zum Plan des Staates, die Einstellung von Lehrern, auf die Départements beziehungsweise auf die Regionen, zu übertragen.

3.1 Syntax

3.2 Lexik

Die Syntax hat, insbesondere in der geschriebenen Sprache, einen bestimmten grammatischen Bau, der hauptsächlich vom Verb (auch von mehreren Verben) bestimmt wird. In schriftlichen Texten übernehmen die Satzzeichen die Stimmführung.

Diese Punkte sind allerdings nicht die einzigen Punkte, die man an sprachliche Einheiten herantragen kann. Weiterhin ist es wichtig zu wissen, wer hier spricht oder schreibt und an wen sich der Autor wendet.

Im vorliegenden Leserbrief zum Thema der „décentralisation“ schreibt der Autor in einem sauberen und fehlerfreien Französisch. Die Sätze sind syntaktisch korrekt aufgebaut und haben eine richtige grammatische Struktur. Der Verfasser nimmt Bezug auf die angestrebte décentralisation der Einstellung von Lehrpersonal und wendet sich gegen die APA die gegen diese décentralisation ist („... y a t-il eu des voix à gauche pour craindre une APA à deux vitesses? Non. Moralité, ou plutôt immoralité de la gauche: faites ce que je dis, ne faites pa ce que j’ai fait.“).

[...]

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten

Details

Titel
Vergleich von E-Mails in Foren mit Leserbriefen
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf  (Romanisches Seminar)
Veranstaltung
Trou là là je suis aux anges, Sprache in neuen Medien
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
17
Katalognummer
V40925
ISBN (eBook)
9783638393164
Dateigröße
483 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Vergleich, E-Mails, Foren, Leserbriefen, Trou, Sprache, Medien
Arbeit zitieren
Michael Willmann (Autor:in), 2004, Vergleich von E-Mails in Foren mit Leserbriefen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/40925

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