Diese Hausarbeit wurde im Rahmen der Veranstaltung „Marketing für Finanzdienstleistungen“ an der Universität Lüneburg, Fachbereich Wirtschaft, im Wintersemester 2004/2005 verfasst. Dabei geht es um zukünftige Entwicklungen im Bankmarketing.
Beginnen werde ich mit verschiedenen Definitionen der Begriffe Bank und Marketing. Dann erkläre ich die verschiedenen Marketinginstrumente, Produkt- und Sortimentspolitik, Distributionspolitik, Preis- und Konditionenpolitik sowie Kommunikationspolitik und lasse immer wieder neue Entwicklungen im Bankmarketing einfließen. Anschließend gehe ich kurz auf das Mitglieder-Marketing ein. Schließlich rundet ein Fazit diese Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Ziel der Hausarbeit
2. Definitionen
3. Marketing der Kreditinstitute
4. Marketing-Instrumente
4.1 Produkt- und Sortimentspolitik
4.1.1 Innovationen
4.1.2 Produktdifferenzierung
4.2 Distributionspolitik
4.2.1 Dezentralisierte Absatzwege
4.2.1.1 Bankaußendienst
4.2.1.2 Strukturvertriebe
4.2.1.3 Filialgeschäft
4.2.1.4 Jugendgeschäftsstellen
4.2.2 Zentralisierte Absatzwege
4.2.3 Direktvertrieb
4.2.4 Neue Absatzwege
4.2.4.1 Telefon-Banking
4.2.4.2 Internet-Banking
4.3 Preis- und Konditionenpolitik
4.4 Kommunikationspolitik
4.4.1 Public Relations
4.4.2 Werbung
4.4.3 Sales Promotion
4.4.4 Direkt-Marketing
5. Mitglieder-Marketing
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, die zukünftigen Entwicklungen im Bankmarketing unter Berücksichtigung moderner Kundenanforderungen und veränderter Marktstrukturen zu analysieren und kritisch zu bewerten.
- Wandel von Kundenbedürfnissen und steigende Anforderungen an Finanzdienstleistungen.
- Analyse und Optimierung der klassischen Marketing-Instrumente im Finanzsektor.
- Gegenüberstellung von Filialgeschäft, Direktbanken und Strukturvertrieben.
- Die Bedeutung von Internet-Banking und neuen Kommunikationskanälen.
- Strategien zur Kundenbindung und Differenzierung im Wettbewerb.
Auszug aus dem Buch
4.2.1.4 Jugendgeschäftsstellen
Der Konkurrenzkampf zwischen Direktbanken und althergebrachten Geldinstituten verlangt nach neuen Werbestrategien. Das hat auch die Sparkasse Uelzen erkannt. Denn Marktanteile, die bei Kindern und Jugendlichen nicht gewonnen werden, sind später nur unter erheblichem Mehraufwand erzielbar. So hat die Sparkasse Uelzen eine Geschäftsstelle nur für Jugendliche eröffnet. Diese Filiale heißt „C@sh & more“. Diese neue Werbestrategie wird von den Jugendlichen sehr gut angenommen. Wer ein eigenes, natürlich kostenloses Girokonto besitzt, darf jeden Tag eine halbe Stunde im Internet surfen. Weitere Aktionen sind Kinotickets zum Vorzugspreis, Gewinnspiele mit attraktiven Preisen und spezielle Informationsveranstaltungen für Schulabgänger.
Neben der Geschäftsstelle speziell für Jugendliche hat die Sparkasse in Uelzen auch in jeder „normalen“ Filiale einen Jugendberater. Der Trend der Jugendbanken, der sich auch in Deutschland steigender Beliebtheit erfreut, kommt ursprünglich aus Österreich. Diese Geschäftsstellen verstehen sich in erster Linie als Jugendtreff, sagt der Vorstandschef der Sparkasse Uelzen, Dirk Köhler. Das Ambiente in den Filialen ist auch jugendgerecht. Es läuft Musik, es gibt Getränkeautomaten und auch ein Sofa. Die jungen Kunden sind mit ihren Beratern „per du“.
In der Sparkasse Uelzen geht das Konzept auf. Seit der Eröffnung wuchs das Neukontengeschäft um 10 %. Die Jugendfilialen bieten aber mehr als nur Spaß und Girokonten. Die Produktpalette reicht vom Sparen (Bausparen und Investment-Sparen) über Versicherungen (Unfall oder Mofaversicherung) bis hin zum Online-Banking. Skeptisch beobachtet der Verbraucherschutz das neue Konzept. Dem erwidern die Banken, „Wir graben keine Kunden an, sondern wir lassen die Jugendlichen auf uns zu kommen“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Ziel der Hausarbeit: Einleitung in das Thema der zukünftigen Entwicklungen im Bankmarketing sowie kurze Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
2. Definitionen: Begriffliche Abgrenzung von "Bank" und "Marketing" gemäß gängiger Literatur.
3. Marketing der Kreditinstitute: Erörterung der Konzeption von Bankmarketing und der Bedeutung der Kundensegmentierung.
4. Marketing-Instrumente: Detaillierte Darstellung der 4 P's (Produkt, Preis, Place, Promotion) im Kontext von Finanzdienstleistungen.
5. Mitglieder-Marketing: Analyse einer speziellen Marketingform, die primär bei Kreditgenossenschaften zur Stärkung der Kundenbindung eingesetzt wird.
6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der zukünftigen Herausforderungen für Banken, insbesondere im Hinblick auf den hybriden Anspruch an Beratung und digitale Services.
Schlüsselwörter
Bankmarketing, Finanzdienstleistungen, Distributionspolitik, Internet-Banking, Kundenbindung, Direkt-Marketing, Filialgeschäft, Produktpolitik, Kommunikationspolitik, Wettbewerbsdruck, Allfinanzkonzept, Strukturvertrieb, Kundensegmentierung, Beratungsqualität, Jugendgeschäftsstellen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen und zukünftigen Trends im Marketing für Kreditinstitute vor dem Hintergrund eines zunehmend kompetitiven Finanzmarktes.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Gestaltung der Produkt- und Sortimentspolitik, die Distributionspolitik (insbesondere der Wandel des Filialgeschäfts) sowie moderne Kommunikations- und Direkt-Marketing-Strategien.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es zu untersuchen, wie Kreditinstitute ihre Marketingstrategien anpassen müssen, um dem kritischeren und informierteren Kunden von heute gerecht zu werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie auf aktuelle Studien aus der Bankwirtschaft, um theoretische Konzepte mit praktischen Marktbeispielen zu verknüpfen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die klassischen Marketing-Instrumente (Produkt, Vertrieb, Preis, Kommunikation) detailliert analysiert und deren Anwendung im Bankensektor kritisch hinterfragt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Bankmarketing, Kundenbindung, Distributionspolitik, Internet-Banking und Wettbewerbsstrategien sind die prägenden Begriffe.
Wie bewertet der Autor den aktuellen Trend der Filialschließungen?
Der Autor warnt vor einer zu starken Reduzierung der Filialdichte, da diese häufig an den tatsächlichen Bedürfnissen der Privatkunden vorbeigeht und die persönliche Beratung weiterhin ein Schlüsselfaktor bleibt.
Welche Rolle spielen Strukturvertriebe in der Untersuchung?
Strukturvertriebe werden kritisch beleuchtet; zwar erreichen sie hohe Absatzzahlen, doch mangelt es ihnen häufig an fachlicher Kompetenz und bedarfsgerechter Beratung im Vergleich zum klassischen Bankberater.
Warum sind Jugendgeschäftsstellen für Banken relevant?
Sie dienen als präventives Instrument der Kundenakquise, um junge Kunden frühzeitig an das Institut zu binden und Marktanteile zu sichern, die später nur unter hohem Kostenaufwand zu gewinnen wären.
- Citation du texte
- Hendrik Wilhelm (Auteur), 2005, Zukünftige Entwicklungen im Bankmarketing, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41136