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"Selbstbildung" als Leitformel der Elementarpädagogik?

Über die (Un-)Möglichkeit, Früherziehung durch Selbstbildung zu ersetzen

Titel: "Selbstbildung" als Leitformel der Elementarpädagogik?

Hausarbeit , 2011 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Florine Jacobs (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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In dieser Arbeit werde ich das klassische und das moderne Selbstbildungskonzept behandeln und die Frage ob „Selbstbildung als Leitformel der Elementarpädagogik“ angesehen werden kann, mit Hilfe meines eigenen Standpunktes erläutern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

1. ‚Selbstbildung‘: ‚Ausgangspunkt‘ einer ‚innovativen‘ Pädagogik der frühen Kindheit?

2. Zur Rekonstruktion des pädagogischen Problems der kindlichen Selbstbildung

3. Das Problem der kindlichen Selbstbildung in der klassischen Elementarpädagogik

4. Kritik an modernen Selbstbildungsansätzen

5. Kritische Beurteilung des Thüringer Bildungsplanes

Schluss: Anmerkung zu modernen Selbstbildungskonzepten

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch das Konzept der frühkindlichen Selbstbildung und hinterfragt, ob dieses als Leitformel der modernen Elementarpädagogik geeignet ist. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern eine ausschließliche Fokussierung auf die Selbstbildungsprozesse des Kindes ohne lenkende Unterstützung durch pädagogische Fachkräfte zu Bildungsdefiziten führen kann und ob die klassische Elementarpädagogik hierzu korrigierende Ansätze liefert.

  • Gegenüberstellung von klassischer und moderner Elementarpädagogik
  • Die Rolle der pädagogischen Fachkraft als Begleiter vs. bloßer Beobachter
  • Kritische Analyse aktueller Bildungspläne am Beispiel Thüringens
  • Notwendigkeit der „geführten Selbstbildung“ für eine chancengerechte Erziehung

Auszug aus dem Buch

3. Das Problem der kindlichen Selbstbildung in der klassischen Elementarpädagogik

Das zentrale Thema der klassischen Elementarpädagogik fokusiert wie die Umwelt des Kindes gestaltet werden soll, damit eine „sinnvolle Selbstbildung“ möglich ist (Grell 2010, S. 159). Diese Erkenntnis ist nicht leicht in die Praxis umzusetzen. Scheitert diese Umsetzung wird die kindliche Selbstbildung gefährdet. In dem Roman „Émile“ beschäftigt sich Rousseau mit dieser Problematik und zeigt auch Lösungen auf. Bildung ist bei Rousseau nicht mehr nur auf Jugendliche und Erwachsenen gerichtet, sonder ist „unabhängig vom Alter – grundsätzlich auf alle bildenden Wechselwirkungen zwischen Mensch und Welt bezogen“ (a.a.O.). Für ihn bilden bei Kleinkindern „ausgewählte Gegenstände das entwicklungsgemäße Material seiner Selbst-Bildung“ (a.a.O.). Die „wahre Kunst“ liegt bei Rousseau in der Auswahl der Gegenstände und in dem Bestreben dem Kind „diejenigen zu zeigen (présenter), die es kennen soll; ihm diejenigen zu verbergen, die es nicht kennen soll“ (Rousseau, zit. in Grell 2010, S. 159). Jedoch wäre es auch wichtig dem Kind diese Gegenstände nicht nur zu zeigen, sondern es auch zum Spielen anzuregen. Die Gefahr besteht, dass die Gestaltung der Umwelt nur unzureichend von den Eltern ausgeführt wird und somit das Kind sich nur mangelhaft selbst bilden kann. Das Kind könnte dadurch zum Spielball seiner Umwelt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl durch Beobachtungen im Alltag und stellt die Ausgangsthese auf, dass frühkindliche Bildung durch eine fachliche Begleitung ergänzt werden sollte.

Hauptteil: Es wird analysiert, wie moderne Konzepte die Selbstbildung des Kindes betrachten und warum diese Ansätze bei kritischer Betrachtung sowohl die Rolle der Erzieher als auch die soziale Herkunft der Kinder vernachlässigen.

1. ‚Selbstbildung‘: ‚Ausgangspunkt‘ einer ‚innovativen‘ Pädagogik der frühen Kindheit?: Dieses Kapitel legt die Grundgedanken der modernen Selbstbildungsansätze dar, wie etwa die Subjektperspektive und die Herrschaftskritik, und stellt sie einer kritischen Prüfung gegenüber.

2. Zur Rekonstruktion des pädagogischen Problems der kindlichen Selbstbildung: Hier wird der historische Kontext der Selbstbildung beleuchtet, insbesondere durch die Theorien von Jean-Jacques Rousseau und Johann Friedrich Herbart.

3. Das Problem der kindlichen Selbstbildung in der klassischen Elementarpädagogik: Das Kapitel vergleicht die Ansätze von Montessori und Fröbel und diskutiert die Notwendigkeit einer strukturierten, vorbereiteten Lernumgebung.

4. Kritik an modernen Selbstbildungsansätzen: Die Autorin argumentiert, dass moderne Konzepte Kinder überfordern, da sie die Notwendigkeit einer lenkenden pädagogischen Kraft unterschätzen.

5. Kritische Beurteilung des Thüringer Bildungsplanes: Am Beispiel des Thüringer Bildungsplans wird aufgezeigt, wie der Idealfall des forschenden Kindes in der Praxis an die Grenzen stößt, wenn notwendige Hilfestellungen fehlen.

Schluss: Anmerkung zu modernen Selbstbildungskonzepten: Die Arbeit schließt mit der Forderung, das Konzept der „geführten Selbstbildung“ als Leitformel zu etablieren, um Bildungsgerechtigkeit und Qualität sicherzustellen.

Schlüsselwörter

Selbstbildung, Elementarpädagogik, Früherziehung, Jean-Jacques Rousseau, Maria Montessori, Friedrich Fröbel, Bildungsplan, pädagogische Fachkraft, Lernpartnerschaft, Bildungsgerechtigkeit, geführte Selbstbildung, Kleinkinderziehung, soziale Herkunft, Bildsamkeit, Erziehungswissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Auseinandersetzung der „Selbstbildung“ als Leitformel in der Elementarpädagogik und hinterfragt die Möglichkeiten und Grenzen dieser Konzepte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind der Vergleich zwischen modernen Selbstbildungsansätzen und der klassischen Elementarpädagogik sowie die Rolle des Staates und der Pädagogen bei der Förderung des Kindes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass eine rein auf Selbstbildung basierende Pädagogik ohne fachliche Steuerung das Kind überfordern kann und somit eine „geführte Selbstbildung“ notwendig ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Rekonstruktion und kritische Analyse pädagogischer Texte, insbesondere unter Rückgriff auf die Arbeiten von Frithjof Grell, Rousseau, Montessori und Herbart.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Selbstbildung, eine Gegenüberstellung klassischer und moderner Ansätze sowie eine spezifische Kritik am Thüringer Bildungsplan.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Selbstbildung, Elementarpädagogik, Bildsamkeit, pädagogische Begleitung und Bildungsgerechtigkeit.

Warum hält die Autorin das Konzept der modernen Selbstbildung für fatal?

Die Autorin argumentiert, dass die „freie Entfaltung“ ohne fachliche Unterstützung Kinder, insbesondere aus bildungsfernen Schichten, überfordert und keine echte Bildungsgleichheit schafft.

Welche Rolle kommt der pädagogischen Fachkraft nach Ansicht der Autorin zu?

Statt der bloßen „dokumentierenden Beobachterrolle“ plädiert die Autorin für eine aktive, lenkende und unterstützende Rolle, die dem Kind hilft, sich in einer komplexen Welt zu orientieren.

Was kritisiert die Arbeit am Thüringer Bildungsplan?

Kritisiert wird, dass der Bildungsplan ein ideales, stets forschendes Kind voraussetzt und Kinder, die diese Potenziale nicht eigenständig entfalten können, weitgehend ignoriert.

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Details

Titel
"Selbstbildung" als Leitformel der Elementarpädagogik?
Untertitel
Über die (Un-)Möglichkeit, Früherziehung durch Selbstbildung zu ersetzen
Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Veranstaltung
Ökonomisierung des Kindergartens? Vorschulerziehung und ihre (unbeachteten) Gesellschaftsbezüge
Note
1,7
Autor
Florine Jacobs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
18
Katalognummer
V411776
ISBN (eBook)
9783668629554
ISBN (Buch)
9783668629561
Sprache
Deutsch
Schlagworte
selbstbildung leitformel elementarpädagogik über möglichkeit früherziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Florine Jacobs (Autor:in), 2011, "Selbstbildung" als Leitformel der Elementarpädagogik?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/411776
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Leseprobe aus  18  Seiten
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