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Analyse des Entscheidungsverhaltens der Anbieter von Gesundheitsleistungen: Theorie und Empirie

Título: Analyse des Entscheidungsverhaltens der Anbieter von Gesundheitsleistungen: Theorie und Empirie

Trabajo de Seminario , 2005 , 31 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Stefan Schmidhuber (Autor)

Economía - Economía de la salud
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Das Gesundheitssystem in der Bundesrepublik Deutschland steht derzeit wie selten zuvor im Blickfeld einer gesundheits-, sozial-, aber auch wirtschaftspolitischen Diskussion. Das gegenwärtig hohe Niveau unserer Gesundheitsversorgung scheint in absehbarer Zukunft nicht mehr finanzierbar (vgl. Abb.1 und 2). Die Problematik einer Reformierung des momentanen Systems besteht in der Anpassung an fundamentale Veränderungen in unserer Gesellschaft: demografischer Wandel, sinkende Erwerbsfähigkeit, sowie medizinischer Fortschritt, sind hier exemplarisch zu nennen. Im Zentrum einer Neugestaltung, im Sinne der Finanzierbarkeit sowie der Effizienzverbesserung des Gesundheitssystems, muss die Gestaltung eines anreizkompatiblen Allokations- und Wettbewerbsrahmens für die Beteiligten stehen.
Es folgt eine Analyse des Entscheidungsverhaltens der Anbieter von (ambulanten) Gesundheitsleistungen1in Theorie und Empirie. Um den Sachverhalt besser kennen zu lernen, wird vorab Aktuelles sowie Grundlegendes zum Thema angesprochen; anschließend der sogenannte „Arzt-Patienten-Markt“ mit seinen Eigenheiten, unter Einbezug empirischer Daten, näher betrachtet. Darauf aufbauend wird auf die Grundlagen des Entscheidungsverhaltens von Ärzten im Speziellen eingegangen, um dann Regulierungen eventueller Problematiken anzusprechen. Abschließend erfolgt ein kurzer Ausblick in die Zukunft.
Ziel dieser Arbeit ist es das Entscheidungsverhalten von Ärzten im Rahmen der Ausübung ihres Berufes zu verdeutlichen und eventuelle Probleme in diesem Zusammenhang aufzuzeigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Aktuelles und Grundlegendes zum Thema

3 „Marktversagen“ auf dem „Arzt-Patienten-Markt“

3.1 Unvollkommene Information

3.2 Die Doppelrolle des Arztes

3.3 Principal-Agent-Theorie

4 Grundlagen des Entscheidungsverhaltens bei Ärzten

4.1 Die Zielfunktion des Arztes

4.2 Einflussgrößen der Zielfunktion

4.2.1 Der Arzt als Einkommens-(Nutzen-)Maximierer

4.2.2 Der Zusammenhang von Ärztedichte und Inanspruchnahme ärztlicher Leistung

4.2.3 Die These der angebotsinduzierten Nachfrage nach ambulanten Arztleistungen

4.2.4 Alternative Erklärungen für den Zusammenhang Ärztedichte und Behandlungsvolumen

4.3 Die Zieleinkommenshypothese

5 Modellierung der Auswirkungen des aktuellen Vergütungssystems auf das Entscheidungsverhalten der Ärzte im ambulanten Bereich

5.1 Die Honorarform

5.1.1 Der zugrunde liegende Modellrahmen

5.1.2 Die Beurteilungskriterien

5.1.3 Modellierung anhand der aktuellen Vergütungsregelung in der GKV

5.2 Der Honorartarif

5.2.1 Grundlegende Überlegungen zum Honorartarif

5.2.2 Vergütungsregelung in der GKV

5.3 Honorarverfahren

5.3.1 Der zugrunde liegende Modellrahmen bei Budgetierung

5.3.2 Das Modell anhand der GKV

6 Ausblick in die Zukunft

6.1 Erfolgsorientierten Vergütung für Ärzte

6.2 Managed-Care-Versorgungsformen

7 Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das ökonomische Entscheidungsverhalten von Ärzten als Anbieter ambulanter Gesundheitsleistungen. Im Zentrum steht die Analyse, wie unterschiedliche Vergütungsstrukturen und Marktgegebenheiten die Anreize für Ärzte beeinflussen und zu welchen allokativen Effekten dies im Gesundheitssystem führt.

  • Analyse des „Arzt-Patienten-Marktes“ unter Berücksichtigung von Informationsasymmetrien.
  • Untersuchung der Principal-Agent-Problematik im ärztlichen Handeln.
  • Diskussion der Hypothese der angebotsinduzierten Nachfrage bei steigender Ärztedichte.
  • Modellierung von Honorarformen und deren Anreizwirkungen auf Effizienz und Patientenversorgung.
  • Bewertung zukunftsorientierter Ansätze wie erfolgsabhängige Vergütung und Managed Care.

Auszug aus dem Buch

3.3 Principal-Agent-Theorie

Die Problematik der unterschiedlichen Informationsverteilung zwischen den Marktteilnehmern wird von der mikroökonomischen Theorie im Rahmen der Principal-Agent-Theorie behandelt. Der Auftraggeber in Form des Patienten (Principal) delegiert eine Handlung an einen Agenten (Arzt), dessen Entscheidungen wiederum Einfluss auf die Nutzenposition des Auftraggebers (Patienten) hat. Der Nutzen des Patienten hängt von dem, […] bewerteten Gesundheitszustand nach der Behandlung, abzüglich der Ausgaben für das Arzthonorar, ab. Der Principal maximiert in diesem Ansatz den aus diesem Nettowert resultierenden Erwartungsnutzen unter bestimmten Restriktionen, die sich aus dem Verhalten des Arztes ergeben. Die Handlung des Arztes besteht in der Auswahl der medizinischen Leistung. Kann der Auftraggeber (Patient) die Handlungen des Agenten nicht beobachten bzw. beurteilen, tritt eine Form von „moralischer Versuchung“ (moral hazard) auf. Die besser informierte Partei (Agent/Arzt) weiss, dass der Principal (Patient) seine Handlungen nur unzureichend beurteilen kann. „Diese Situation liefert dem Agenten (Arzt) einen Spielraum unbeobachtbare bzw. unbeurteilbare Handlungen auszuführen, die seinem eigenen Interesse dienen und nicht ausschließlich dem Interesse des Principals (Patienten), und dies ohne mit den Konsequenzen dieser unbeobachteten Handlungen konfrontiert zu werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle finanzielle Problematik des deutschen Gesundheitssystems und definiert die Zielsetzung, das ärztliche Entscheidungsverhalten ökonomisch zu analysieren.

2 Aktuelles und Grundlegendes zum Thema: Dieses Kapitel erläutert das Solidarprinzip und die Finanzierung des deutschen Gesundheitssystems durch das Umlageverfahren sowie die Unterscheidung zwischen GKV und PKV.

3 „Marktversagen“ auf dem „Arzt-Patienten-Markt“: Es wird dargelegt, warum der Gesundheitsmarkt aufgrund von asymmetrischer Information und der Doppelrolle des Arztes nicht den Bedingungen eines vollkommenen Wettbewerbs entspricht.

4 Grundlagen des Entscheidungsverhaltens bei Ärzten: Dieses Kapitel untersucht die Zielfunktion von Ärzten und diskutiert theoretische Ansätze sowie empirische Hinweise zum Zusammenhang zwischen Arztdichte, Einkommensmaximierung und Nachfrageinduzierung.

5 Modellierung der Auswirkungen des aktuellen Vergütungssystems auf das Entscheidungsverhalten der Ärzte im ambulanten Bereich: Hier werden mittels formaler Modellierung die Anreizwirkungen verschiedener Honorarsysteme, wie Einzelleistungsvergütung und Budgetierung, auf Effizienz und Behandlungsqualität bewertet.

6 Ausblick in die Zukunft: Das Kapitel diskutiert alternative Steuerungsansätze wie die erfolgsorientierte Vergütung und Managed-Care-Modelle zur Verbesserung der Effizienz und Qualität im Gesundheitswesen.

7 Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass aktuelle Fehlanreize durch eine stärkere Interessenharmonisierung zwischen Patienten und deren Sachwaltern, wie etwa Krankenkassen, adressiert werden sollten.

Schlüsselwörter

Gesundheitsökonomik, Arzt-Patienten-Verhältnis, Informationsasymmetrie, Principal-Agent-Theorie, Angebotsinduzierte Nachfrage, Vergütungssysteme, Honorarform, GKV, Zieleinkommenshypothese, Allokation, Anreizstruktur, Managed Care, Marktversagen, Kostenmanagement, ambulante Versorgung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das ökonomische Entscheidungsverhalten von Ärzten im ambulanten Sektor unter Berücksichtigung der bestehenden Vergütungsstrukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Marktversagen im Gesundheitswesen, der Einfluss von Informationsasymmetrien auf Arzt-Patienten-Beziehungen und die Auswirkungen verschiedener Honorierungsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, das Entscheidungsverhalten von Ärzten zu verdeutlichen, auftretende Probleme wie Fehlanreize zu identifizieren und Reformansätze zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf mikroökonomische Theorieansätze, insbesondere die Principal-Agent-Theorie, und kombiniert diese mit einer modellhaften Analyse von Honorarsystemen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des ärztlichen Handelns und eine formale Modellierung der Effizienz von Vergütungssystemen im ambulanten Bereich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitsökonomik, Marktversagen, angebotsinduzierte Nachfrage, Honorarsysteme und Anreizwirkungen geprägt.

Was versteht man unter der Doppelrolle des Arztes?

Der Arzt tritt gleichzeitig als fachlicher Berater des Patienten und als wirtschaftlicher Anbieter der Gesundheitsleistung auf, was einen Interessenkonflikt erzeugt.

Warum ist das aktuelle Vergütungssystem aus ökonomischer Sicht problematisch?

Das aktuelle System setzt Fehlanreize, die entweder zu einer ineffizienten Mengenausweitung (Überversorgung) oder bei Budgetierungen zu einer ineffizienten Ressourcenverteilung führen können.

Final del extracto de 31 páginas  - subir

Detalles

Título
Analyse des Entscheidungsverhaltens der Anbieter von Gesundheitsleistungen: Theorie und Empirie
Universidad
University of Passau
Calificación
1,7
Autor
Stefan Schmidhuber (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
31
No. de catálogo
V41213
ISBN (Ebook)
9783638395144
Idioma
Alemán
Etiqueta
Analyse Entscheidungsverhaltens Anbieter Gesundheitsleistungen Theorie Empirie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Schmidhuber (Autor), 2005, Analyse des Entscheidungsverhaltens der Anbieter von Gesundheitsleistungen: Theorie und Empirie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41213
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