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Der Ostseerat im 21. Jahrhundert. Bedeutung, Wandel und Zukunft.

Titre: Der Ostseerat im 21. Jahrhundert. Bedeutung, Wandel und Zukunft.

Thèse de Bachelor , 2012 , 68 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Stefan Rausch (Auteur)

Politique - Sujet: Organisations internationales
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Diese Bachelorarbeit untersucht den Stellenwert und die Zukunft von der intergouvernementalen Organisation Ostseerat. Die auslaufende Präsidentschaft Deutschlands und das 20jährige Jubiläum des Rates vergegenwärtigen die politische Bedeutsamkeit desselben im Ostseeraum. Mit heutigem Blick auf den CBSS ergeben sich, einhergehend mit seiner langjährigen Tätigkeit, diverse Fragen über seinen Status und die weitere Zukunft im 21. Jahrhundert.

Welche politische Relevanz hatte der Ostseerat? Als Antwort auf diese Frage muss eine Analyse des internationalen Status erfolgen und die Gründungsphase betrachtet werden. In Kapitel 2 werden diesbezüglich die Maximen der Mitgliedsstaaten erörtert, sowie die allgemeine Interessenlage bei der Gründung näher behandelt. Die Illustration der Organe des CBSS in Kapitel 3 gibt zusätzlich eine Übersicht über die Organisationsstruktur, welche für ein besseres Verständnis der Funktionsweise nötig ist.

Hat sich die Arbeitsweise des Ostseerates verändert und wenn ja wie? Die Frage, inwiefern die Institution bedeutsam für die politische Koordination und Manifestation kohärenter Netzwerke der Anrainer der Ostsee war bzw. ist, wird in Kapitel 4 beantwortet. Ein Themenschwerpunkt stellt hier der Soft-Security-Sektor dar, indem sich die CBSS- Kooperation bewegt.

Inwiefern hat der Ostseerat an politischer Bedeutung verloren bzw. ist zwecklos geworden? Anknüpfend an die Darstellung der Arbeitsweise behandelt Kapitel 5 die Reform des CBSS. In der Phase, die 2008 mit dem Rigaer Reform Gipfel begann, werden grundlegende Eigenschaften rekonstruiert, die zum einen die Arbeitsweise des Rates neu definieren und zum anderen seine Funktion für die regionale Kooperation in der Zukunft maßregeln.

Resümierend kann in Kapitel 6 mit dem Wissen über seinen Status, Arbeitsweise, Vernetzung und Wandel eine Prognose über die konkrete politische Zukunft des Rates. Es soll ebenfalls die These untersucht werden, ob der Ostseerat die ihm zugeschriebene Aufgabe erfüllt hat und deshalb in den nächsten Jahren in der politischen Zwecklosigkeit versinkt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Vom Kalten Krieg zum Meer der Kooperation

1.2 Forschungsfragen und Forschungsstand

2. Gründungsprämissen und internationale Stellung des Ostseerates

2.1 Die Gründungsgeschichte des Ostseerates

2.1.1 Die Idee eines intergouvernementalen Forums

2.1.2 Die Interessenlagen bei der Gründung

2.2 Der Ostseerat als internationale Organisation

2.2.1 Definition: Internationale Organisation

2.2.2 Der Status des Ostseerates

2.3 Zwischenfazit: Der Ostseerat ist eine internationale Organisation

3. Das institutionelle Fundament des Ostseerates

3.1 Die internen Organe des Ostseerates

3.1.1 Organe der Gründungsdokumente und Arbeitsgruppen

3.1.2 Der Kommissar des Ostseerates und der Ostseegipfel

3.1.3 Das Sekretariat

3.2 Die Euro-Fakultät

4. Die inhaltliche Dimension und Arbeitsweise des Ostseerates

4.1 Ziele der Ostseeratsarbeit

4.1.1 Soft-Security-Zusammenarbeit

4.1.2 Die praktische Umsetzung und ausgewählte Arbeitsgruppen

4.2 Die Vernetzung im Ostseeraum

4.2.1 Externe Kooperation in den Arbeitsgruppen

4.2.2 Strategische Partner, Beobachterstaaten und multilaterale Aktionsprogramme

4.2.3 Die EU im Ostseerat und die Nördliche Dimension

5. Der Reformprozess

5.1 Struktureller und inhaltlicher Wandel

5.1.1 Reform der Organisation

5.1.2 Reform der inhaltlichen Schwerpunkte

5.2 Die beiden deutschen Ostseeratspräsidentschaften im Vergleich

5.3 Die EU-Ostseestrategie

5.3.1 Inhalt und Struktur der EU-Ostseestrategie

5.3.2 Folgen für die Ostseeratsarbeit

6. Die Zukunft des Ostseerates – Weg in die Zwecklosigkeit?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert und die Zukunftsfähigkeit des Ostseerates (CBSS) als intergouvernementale Organisation. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern sich die Institution im Laufe ihres 20-jährigen Bestehens gewandelt hat, welche politische Relevanz sie innerhalb des Mehrebenensystems Ostseeraum entfaltet und ob sie angesichts veränderter Rahmenbedingungen – insbesondere durch die EU-Osterweiterung und die EU-Ostseestrategie – in die politische Bedeutungslosigkeit abzugleiten droht.

  • Historische Entwicklung der Ostseeraumkooperation vom Kalten Krieg bis heute.
  • Analyse des institutionellen Aufbaus und der Organisationsstruktur des Ostseerates.
  • Untersuchung der "Soft-Security"-Arbeitsweise als zentrales Betätigungsfeld.
  • Bewertung des Reformprozesses des CBSS und der Auswirkungen der EU-Ostseestrategie.
  • Vergleichende Untersuchung der deutschen Ostseeratspräsidentschaften.

Auszug aus dem Buch

1.1 Vom Kalten Krieg zum Meer der Kooperation

Die Ostseeraumkooperation blickt auf eine lange Tradition zurück. Die Hanse mit ihren wirtschaftlich und kulturell vernetzten Mitgliedern prägte bis zu ihrem Ende Mitte des 17. Jahrhunderts den Ostseeraum. Die exakten Grenzen der Region sind dabei ungenau definiert. Sie kann als 1,5 Mio. km² große und mit 50-60 Mio. Menschen bevölkertes Gebiet verstanden werden, mit einem 415.000 km² großem Binnenmeer – der Ostsee.

Unter dem Eindruck des kurz zuvor beendeten Ersten Weltkrieges trafen sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts Vertreter aus Estland, Lettland, Finnland und Polen in über 40 Regionalkonferenzen, den so genannten Konferenzen der Ostseestaaten, um über eine mögliche Kooperation zu beraten. In den 1970er und 1980er Jahren blühte jene Idee erneut auf, entwickelte sich allerdings erst mit dem Ende des Kalten Krieges weiter. Zeitgleich mit der Unabhängigkeit der drei baltischen Staaten entwickelten sich eine zwischenstaatliche politische Dynamik und ein Wiederentdecken des Regionalismus im Ostseeraum, intensiviert durch neuen internationalen Kooperationsformen und weltweiten Umwandlungsprozessen. Diese Situation führte zu einer Vielzahl von neuen politischen Organisationen, welche auf unterschiedlichen Ebenen der Zusammenarbeit angesiedelt waren.

In ganz Europa entstanden Gremien wie der Euro-Arktische Barentsrat (Barents Euro-Artic Council; BEAC) die Visegrad-Gruppe, das mitteleuropäische Freihandelsabkommen (Central European Free Trade Agreement; CEFTA), der Zentraleuropäischen Initiative (Central Europe Initiative; CEI) oder der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation (Black Sea Economic Cooperation; BSEC). Ungeachtet ihrer Mitgliederkonstellation und Kompetenzumfangs leisteten sie einen Beitrag für die transnationalen und internationalen Beziehungen Europas nach dem Kalten Krieg. In einem Fall führte diese Dynamik zum Treffen des dänischen und deutschen Außenministers in Rostock 1991 und zur anschließenden Konferenz von Kopenhagen 1992 - dem Gründungstreffen des Ostseerates (Council of the Baltic Sea States; CBSS).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Tradition der Ostseeraumkooperation ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen bezüglich des Status und der Zukunft des Ostseerates.

2. Gründungsprämissen und internationale Stellung des Ostseerates: Das Kapitel analysiert die Motive der Akteure bei der Gründung sowie die rechtliche und politische Klassifikation des Ostseerates als internationale Organisation.

3. Das institutionelle Fundament des Ostseerates: Hier wird die Entwicklung der Organisationsstruktur beleuchtet, einschließlich der Organe, des Sekretariats und des Kommissars für demokratische Entwicklung.

4. Die inhaltliche Dimension und Arbeitsweise des Ostseerates: Das Kapitel behandelt die thematischen Schwerpunkte, insbesondere die Soft-Security-Kooperation, und die Rolle des CBSS als Netzwerk-Knotenpunkt.

5. Der Reformprozess: Dieser Abschnitt untersucht den strukturellen und inhaltlichen Wandel des Rates, vergleicht die deutschen Präsidentschaften und analysiert die Interaktion mit der EU-Ostseestrategie.

6. Die Zukunft des Ostseerates – Weg in die Zwecklosigkeit?: Das Fazit wagt eine Prognose über die politische Relevanz des Rates in einer veränderten regionalen Governance-Struktur.

Schlüsselwörter

Ostseerat, CBSS, Ostseeraumkooperation, Internationale Organisation, Soft-Security, Mehrebenensystem, EU-Osterweiterung, Nördliche Dimension, Regionalismus, Reformprozess, Politische Koordination, Governance, Intergouvernementalismus, Außenpolitik, Netzwerk.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Ostseerat als internationaler Akteur und untersucht dessen politische Bedeutung, seine strukturelle Entwicklung und seine zukünftigen Handlungsmöglichkeiten in einem sich wandelnden europäischen Umfeld.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Rolle des Ostseerates im "Soft-Security"-Bereich, seine Vernetzungsfunktion zwischen verschiedenen Ebenen und Staaten sowie die Anpassung an die EU-Ostseestrategie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, inwiefern der Ostseerat als Institution an politischer Bedeutung verloren hat und ob er Gefahr läuft, in der politischen Zwecklosigkeit zu versinken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine politikwissenschaftliche Analyse, die unter anderem auf international-organisationstheoretischen Ansätzen (Instrument, Arena, Akteur) und Governance-Perspektiven basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des institutionellen Aufbaus, die inhaltliche Agenda, den Reformprozess nach der EU-Osterweiterung sowie die kritische Auseinandersetzung mit der EU-Ostseestrategie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff des Ostseerates (CBSS) prägen Begriffe wie Mehrebenensystem, Soft-Security, Reformprozess und regionale Governance das Verständnis der Arbeit.

Welchen Einfluss hatte die EU-Osterweiterung auf den Ostseerat?

Die EU-Osterweiterung veränderte das Machtgefüge grundlegend, da nun ein Großteil der Mitglieder gleichzeitig EU-Staaten sind, was den Ostseerat zwang, sein Rollenverständnis von der Aufbauhilfe hin zur Koordination neu zu definieren.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der deutschen Präsidentschaften?

Die Arbeit kommt zu einem eher kritischen Schluss und konstatiert, dass Deutschland zwar seine Pflichten in der Region erfüllt, jedoch über wenig innovative Impulse hinausgeht und das Potenzial der Kooperation nicht voll ausschöpft.

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Résumé des informations

Titre
Der Ostseerat im 21. Jahrhundert. Bedeutung, Wandel und Zukunft.
Université
University of Rostock
Note
1,7
Auteur
Stefan Rausch (Auteur)
Année de publication
2012
Pages
68
N° de catalogue
V412174
ISBN (ebook)
9783668638709
ISBN (Livre)
9783668638716
Langue
allemand
mots-clé
CBSS Ostseerat
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Rausch (Auteur), 2012, Der Ostseerat im 21. Jahrhundert. Bedeutung, Wandel und Zukunft., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412174
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Extrait de  68  pages
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