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Identitätskampf Brexit. Die Rolle sozial konstruierter Identitäten und Emotionen in der politischen Willensbildung

Inwieweit lässt sich die politische Willensbildung im Wahlkampf für das "Brexit"-Referendum anhand eines Ansatzes sozial konstruierter Identitäten und Emotionen erklären?

Título: Identitätskampf Brexit. Die Rolle sozial konstruierter Identitäten und Emotionen in der politischen Willensbildung

Trabajo Escrito , 2017 , 28 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Paul Heuer (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Diese Arbeit untersucht am Beispiel des Wahlkampfes anlässlich des "Brexit"-Referendums die Rolle sozial konstruierter Identitäten und Emotionen in der politischen Willensbildung. Ausgehend von sozialkonstruktivistischen Grundannahmen und sozialpsychologischen Identitätstheorien werden zwei Reden von Boris Johnson und Gisela Stuart untersucht.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theorie

2.1 Social Identity Theory (SIT)

2.1.1 Psychologische Prozesse

2.1.2 Strategien der Identitätskonstruktion

2.2 Self-Categorization Theory (SCT)

2.3 Intergroup Emotions Theory (IET)

3 Empirische Veranschaulichung

3.1 Boris Johnson: "The Risks of Remain – Democracy"

3.2 Gisela Stuart: "The Risks of Remain – Immigration"

4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwieweit die politische Willensbildung während des Brexit-Referendums durch sozial konstruierte Identitäten und die damit verbundenen Emotionen erklärt werden kann, wobei der Fokus auf der diskursiven Vermittlung dieser emotionalen Repräsentationen liegt.

  • Analyse der Social Identity Theory (SIT) und ihrer psychologischen Mechanismen.
  • Anwendung der Self-Categorization Theory (SCT) zur Erklärung politischer Identitätsgruppen.
  • Untersuchung der Intergroup Emotions Theory (IET) im politischen Kontext.
  • Kognitionslinguistische Analyse von Wahlkampfreden führender Brexit-Befürworter.
  • Darstellung der emotionalen Kodierung von Ingroup- und Outgroup-Konstruktionen.

Auszug aus dem Buch

Boris Johnson: "The Risks of Remain – Democracy"

For instance there are many reasonable people on the Remain side who are willing to accept [Emotionskodierung für Sorglosigkeit und mangelnde Einsichtsbereitschaft; Selbstzuschreibung von Besonnenheit und Rationalität] that the EU suffers from what has for a long time been acknowledged to be a democratic deficit. If pushed, they would admit [Emotionale Infantilisierung; Verweis auf kindliches Beharren auf falschen Argumenten] that there are legitimate concerns [...]. They would accept - when they are being reasonable [Emotionskodierung für Pflichtvergessenheit und Irrationalität] - that there is something troubling about the sheer volume of EU law, and the way it now contributes 60 per cent of the law passing through parliament. They would acknowledge that [...] it is now extremely worrying [Emotionskodierung für Gleichgültigkeit und Naivität] that only 3.6 per cent of EU Commission officials actually come from this country. They would accept that it is disturbing [Emotionskodierung für Ignoranz und Leichtsinnigkeit], to say the least, that the UK is now outvoted more and more often - 72 times in the last 20 years.

Johnson verwendet direkte emotionale Zuschreibung, um die Kompetenz, Glaubwürdigkeit und Eignung der gegenüberstehenden Remain-Kampagne anzuzweifeln. Durch ihre Unfähigkeit und Uneinsichtigkeit gefährdet die Outgroup (Remain-Kampagne) das Wohl der britischen Ingroup. Diese wird durch die Outgroup EU in ihrer demokratischen Verfasstheit bedroht. Die EU wird als Ursache für die als schlecht bewertete soziale Situation vermittelt und die Outgroup der Remain-Kampagne verantwortlich dafür gemacht, die britische Ingroup der EU-Gefahr auszusetzen. Aus dieser intergruppalen Beziehung werden negative Emotionen der Remain-Kampagne und der EU zugeschrieben, während demgegenüber die Leave-Kampagne - weil sie die Ingroup schützen will - emotional positiv konnotiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen des "postfaktischen" Zeitalters ein und formuliert die Forschungsfrage zur Rolle von Identitäten und Emotionen im Brexit-Wahlkampf.

2 Theorie: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Social Identity Theory (SIT), der Self-Categorization Theory (SCT) und der Intergroup Emotions Theory (IET) als Basis für die Analyse.

3 Empirische Veranschaulichung: In diesem Kapitel werden ausgewählte Reden von Boris Johnson und Gisela Stuart mittels kognitionslinguistischer Analyse auf ihre emotionale Kodierung und Identitätskonstruktion hin untersucht.

4 Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt, dass der gewählte sozialpsychologische Ansatz einen prägnanten Rahmen bietet, um komplexe politische Prozesse wie den Brexit-Wahlkampf als Identitätskampf zu verstehen.

Schlüsselwörter

Brexit, Social Identity Theory, Self-Categorization Theory, Intergroup Emotions Theory, Identitätskonstruktion, politische Willensbildung, Diskursanalyse, Ingroup, Outgroup, Emotionen, soziale Identität, Populismus, Wahlkampf, Depersonalisierung, soziale Kategorisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie politische Entscheidungen, speziell das Brexit-Referendum, durch sozialpsychologische Prozesse der Identitätsbildung und emotionale Rahmung beeinflusst wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die politische Sozialpsychologie, die Identitätsforschung und die diskursive Konstruktion von politischen "Wir"-Gruppen in Wahlkämpfen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die politische Willensbildung während des Brexit-Referendums anhand von Ansätzen sozial konstruierter Identitäten und Emotionen zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus politikwissenschaftlicher Theoriebildung und einer kognitionslinguistischen Diskursanalyse von Wahlkampfreden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der SIT, SCT und IET sowie deren empirische Anwendung auf Reden von Boris Johnson und Gisela Stuart.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Identität, Ingroup-Outgroup-Dynamik, emotionale Kodierung und Identitätskonstruktion definiert.

Wie unterscheidet sich die "Remain"- von der "Leave"-Kampagne aus Sicht der Analyse?

Die Analyse zeigt, dass die "Leave"-Kampagne die "Remain"-Seite als emotional unfähig und naiv diskreditiert, während sie sich selbst als Schutzschild der britischen Identität emotional positiv auflädt.

Welche Rolle spielt die "Intergroup Emotions Theory" für das Ergebnis?

Die IET verdeutlicht, dass Wähler ihre persönlichen Emotionen nicht isoliert erleben, sondern als Resultat ihrer Gruppenzugehörigkeit, was die emotionale Mobilisierung im Wahlkampf erklärt.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Identitätskampf Brexit. Die Rolle sozial konstruierter Identitäten und Emotionen in der politischen Willensbildung
Subtítulo
Inwieweit lässt sich die politische Willensbildung im Wahlkampf für das "Brexit"-Referendum anhand eines Ansatzes sozial konstruierter Identitäten und Emotionen erklären?
Universidad
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Calificación
1,3
Autor
Paul Heuer (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
28
No. de catálogo
V412275
ISBN (Ebook)
9783668634732
ISBN (Libro)
9783668634749
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sozialkonstruktivismus Brexit Identität Emotionen Sozialpsychologie Self-Categorization Social Identity Theory Intergroup Emotions Theory Boris Johnson Gisela Stuart
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Paul Heuer (Autor), 2017, Identitätskampf Brexit. Die Rolle sozial konstruierter Identitäten und Emotionen in der politischen Willensbildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412275
Leer eBook
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