Das Wirtschaftskarussell der Freizeitparks. Die Veränderung der Branche in Deutschland seit 2006

Der Europa-Park in Rust


Hausarbeit, 2017

18 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung und Entwicklung von Freizeitparks in Deutschland bis 2005
2.1 Definition und historische Entwicklung
2.2 Entwicklung der Freizeitparkbranche unter Tourismus- und Besucheraspekten

3. Weiterentwicklung der Freizeitparkbranche von 2006 bis 2016
3.1 in Deutschland unter Tourismus- und Besucheraspekten im Zusammenhang mit der Angebotserweiterung
3.2 im internationalen Vergleich

4. Das kontinuierliche Wachstum des Europa-Parks von 2006 bis 2016, als deutscher Marktführer in der Freizeitparkbranche
4.1 Erweiterung der Themenwelten, Attraktionen und Shows
4.2 Kulinarische Angebote und Übernachtungsmöglichkeiten
4.3 Besucherzahlenentwicklung

5. Das Erfolgsrezept für eine stetige Weiterentwicklung des Europa-Parks

6. Freizeitparks in Deutschland auch zukünftig als Zuschauermagneten?!

7. Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Zahl der Besucher in deutschen Freizeitparks in Millionen

Abb. 2: Übersichtskarte deutscher Freizeitparks

Abb. 3: Wachstum Top 25 allgemein und Parks, die sich seit 2006 in der Top 25 befinden

1. Einleitung

Freizeitparks haben sich seit ihrer Entstehung immer weiterentwickelt und sind zu Zuschauermagneten weltweit avanciert. Viele davon werden von großen Konzernen seit vielen Jahrzehnten beherrscht, wie z. B. auch das Disneyland als besucherstärkste Themenparks weltweit (vgl. Travelbook 2016). Nur wenige davon werden noch als Familienunternehmen geführt, wie der Europa-Park in Rust. Als deutscher Marktführer steht dieser, trotz viel geringerer Besucherzahlen, in beträchtlicher Konkurrenz auf internationaler Ebene. Zum dritten Mal in Folge wurde der Park von einer internationalen Expertenjury zum besten Freizeitpark weltweit ausgezeichnet (vgl. Welt 2016). Doch was ist das Erfolgsrezept dieses Familienunternehmens? Passt sich der Europa-Park einfach besser den Wünschen und Bedürfnissen seiner Besucher[1] an, als andere Parks? Was bewegt die breite Masse der Gesellschaft in diese immer umfangreicher werdenden Anlagen? Bei diesen genannten Fragestellungen scheint eine Hypothese sehr naheliegend, die in dieser wissenschaftlichen Arbeit erörtert wird: Die Freizeitparkbranche in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren verändert - die Besucherzahlen steigen, auf Grund immer vielfältigeren Angeboten. Im gesamten Verlauf, aber vor allem im Kern dieser Arbeit, wird dies anhand des deutschen Marktführers Europa-Park analysiert. Die dortigen Veränderungen werden dabei anhand einer Differenzierung zwischen Attraktionen und Shows, den kulinarischen Angeboten und Übernachtungsmöglichkeiten, sowie den Besucherzahlen aufgezeigt. Zu Beginn dieser Arbeit werden ein historischer Rückblick, sowie einige Definitionen erläutert. Danach wird die Entwicklung in Deutschland unter Tourismusaspekten aufgezeigt, bevor die letzten zehn Jahre, unter Einbezug von verschiedenen Statistiken, dargestellt werden. Bei dieser Hauptbetrachtung von 2006 bis 2016 wird zunächst die Entwicklung der deutschen Branche dargestellt und danach ein internationaler Vergleich gezogen. Anschließend wird der deutsche Marktführer Europa-Park als Beispiel herangezogen. Daran abgeleitet werden verschiedene Strategien für dessen Erfolgsrezept beschrieben und zusätzlich durch einige Aussagen der Geschäftsführer unterlegt. Diese lassen sich im Abschluss der Arbeit auch auf die Gesamtentwicklung der Freizeitparkbranche übertragen und sich durch einige zukünftigen Perspektiventwicklungen und Trends ergänzen. In einem abschließenden Fazit wird die wissenschaftliche Hypothese dieser Arbeit noch einmal aufgegriffen und mit den erörterten Erkenntnissen ausgewertet.

2. Die Entstehung und Entwicklung von Freizeitparks in Deutschland bis 2005

Viele Freizeitparks in Deutschland haben bereits eine lange Tradition, an der sie bis heute zehren und sich dennoch immer weiter entwickeln müssen, um jedes Jahr erneut die Besucher anzulocken. In diesem Kapitel wird zunächst der vielfältige Begriff Freizeitpark genauer eingegrenzt und definiert, sowie die historische Entwicklung betrachtet, auch hinsichtlich generell steigender Besucherzahlen bis 2005. Dadurch soll im späteren Verlauf eine nachvollziehbarere Betrachtung der letzten zehn Jahre gewährleistet werden.

2.1 Definition und historische Entwicklung

Juristisch sind Freizeitparks als Spielplätze definiert, die für Kinder und Erwachsende zugängig sind (vgl. Achterbahn-Freizeitpark 1, o. J.). Die Betriebswissenschaft unterscheidet dabei zwischen Erlebnispark, Themenpark und Sportpark (vgl. ebd.). Im Regelfall bezahlen die Besucher ein festgelegtes Eintrittsgeld und können im Gegenzug die angebotenen Attraktionen, ohne weitere, einzelne Bezahlung ganztägig nutzen (vgl. ebd.). Ein Freizeitpark selbst ist ein Unternehmen, dass auf einem umzäunten Gelände errichtet wird, mit dem Ziel seine Besucher zu unterhalten, aber auch körperliche Aktivität und Entspannung anzubieten (vgl. Scherreiks 2005: S. 228). Als ältester deutscher Freizeitpark ist die Altweibermühle in Tripsdrill, bei Heilbronn, bekannt, der 1929 erbaut worden ist und noch bis heute seine Tore für Besucher öffnet. Dabei entsteht die eigentliche Geschichte der deutschen Freizeitparks erst nach Ende des zweiten Weltkrieges (vgl. Scherrieb 2000: S. 5). In der Wiederaufbauphase entstehen erste Ausflugrestaurants mit zusätzlichen Angeboten, die meist den Charakter eines Märchenparks oder Streichelzoos haben (vgl. ebd.). Gerade letztere entwickeln sich immer mehr zu großen Wild- und Safariparks, die daraufhin zwar nur eine kurze, aber sehr erfolgreiche Blütezeit haben und teilweise auch heute noch als Mischform eines Tier- und Freizeitparks bestehen (vgl. ebd.). Ein heutiges Beispiel hierfür ist der Serengeti-Park in Hodenhagen. Anfang der 1970er Jahre dann werden diese von den ersten Themenparks in Deutschland, dem Phantasialand in Brühl und dem Holiday-Park in Haßloch abgelöst. Unterschiedliche Elemente, wie Themenstädte, Shows und spezielle Fahrgeschäfte werden miteinander in den Konzepten dieser Parks kombiniert (vgl. Achterbahn-Freizeitpark 1, o. J.). Der Begriff Themenpark wird von Walt-Disney aus den USA übernommen und folgendermaßen definiert: „Als Themenparks werden nach der Disney’schen Philosophie diejenigen Freizeit- und Erlebnisparks definiert, die ihre Attraktionen […] in einer bestimmten Gestaltungsform (Thema) aufbereiten […]“ (Scherrieb 2000: S. 6). Am 12. Juli 1975 eröffnet der Europa-Park bei Rust seine Tore und entwickelt sich seither zum Marktführer in der deutschen Freizeitparkbranche.

2.2 Entwicklung der Freizeitparkbranche unter Tourismus- und Besucheraspekten

Die Freizeitparkbranche erlebt seit den 1950er-Jahren eine positive Entwicklung hinsichtlich steigender Besucherzahlen. Denn zu diesem Zeitpunkt wird in Deutschland die durchschnittliche Arbeitszeit stark reduziert und der Urlaubsanspruch für Arbeitnehmer erhöht (vgl. Stieber 2014: S. 160). Folglich hat die Bevölkerung mehr Freizeit, die ausgefüllt werden muss. Die ersten Freizeitparks in Deutschland, die sich zunächst als Märchenparks etabliert haben (vgl. Kapitel 2.1), können im Jahr maximal 100.000 Besucher begrüßen, was aber vor allem den Größen- und Kapazitätsgrenzen der Anlagen geschuldet ist (vgl. Scherrieb 2000: S. 5). Während die späteren Safariparks dann bereits ausgelegt sind, um Millionen Besucher anzulocken. Die Trendwende hin zu den ersten Themenparks hat ihren Ursprung darin, dass sich Tierparks für Wiederholungsbesuche weniger eignen und somit die Besucherzahlen dort wieder rückläufig werden (vgl. ebd.). Zudem haben Themenparks ein vielfältigeres Angebot für die Besucher, was wiederholende Besuche deutlich attraktiver gemacht hat. Die jüngere Vergangenheit zeigt zudem Studien in der Tourismusbranche auf, die belegen, dass der Trend zu mehreren Kurzreisen im Jahr geht, anstelle von einem längeren Urlaub (vgl. Scherreiks 2005: S. 201). Die Menschen sehnen sich, bedingt durch zunehmende Stressfaktoren im privaten und beruflichen Sektor, immer mehr nach künstlichen Paradiesen und erreichbaren Nahdestinationszielen (vgl. ebd.). 2005 sind in Deutschland inzwischen fünf große Freizeit- und Themenparks vorhanden, die kontinuierlich Besucher im Millionenbereich jedes Jahr erwarten. Das sind der Heidepark Soltau, der Hansapark in Sierksdorf, das Phantasialand in Brühl, der Holiday-Park in Haßloch und der bereits damalige Marktführer Europa-Park bei Rust (vgl. Scherreiks 2005: S. 144). 27,81 Millionen Besucher verzeichnet die Freizeitparkbranche zu diesem Zeitpunkt insgesamt (vgl. Kapitel 3.1, Abb. 1). Dabei gibt es 3.388 Angebote, die unter die Kategorie Vergnügungs- und Themenparks geführt werden (vgl. Statista 1, 2017).

3. Weiterentwicklung der Freizeitparkbranche von 2006 bis 2016

Wie im vorherigen Kapitel bereits deutlich wird, hat sich die Freizeitparkbranche seit der Entstehung in den letzten Jahrzehnten stark erweitert und zieht jedes Jahr immer mehr Besucher an. Nun soll der Fokus konkret auf die jüngste Vergangenheit der letzen zehn Jahre gelegt und dabei nochmals näher die Entwicklung der Besucherzahlen beleuchtet werden, im Zusammenhang mit der These, dass diese gestiegen und gleichzeitig auch die Angebote der Freizeitparks immer vielfältiger geworden sind. Auch ein Vergleich zur internationalen Freizeitparkbranche, insbesondere in Europa und in den USA, erscheint hier sinnig, um die deutsche Freizeitparkbranche sinnvoll in den Kontext zu stellen und bewerten zu können.

3.1 in Deutschland unter Tourismus- und Besucheraspekten im Zusammenhang mit der Angebotserweiterung

28,3 Millionen Menschen haben 2006 deutsche Freizeitparks besucht (vgl. Abbildung 1). Innerhalb der folgenden sechs Jahre ist die Besucherresonanz auf 32,4 Millionen gestiegen, was einen prozentualen Anstieg um 14,5 Prozent bedeutet und somit ein durchschnittliches jährliches Plus von 2,4 Prozent (vgl. Hofstetter 2013: S. 287). „Selbst im Finanzkrisen- und Rezessionsjahr 2009 strömten mehr Besucher in die Parks“ (vgl. ebd.). Dadurch erreichen die deutschen Freizeitparks einen Jahresumsatz 2012 in Höhe von knapp einer Milliarde Euro (vgl. ebd.). Die einzigen Einbrüche der ansonsten kontinuierlich steigenden Besucherzahlen können in den Jahren 2010 und 2013 belegt werden (vgl. Abbildung 1). Die genauen Ursachen für diese beiden Rückschritte können nicht klar nachvollzogen werden. Von 2013 bis 2016 zeigt die Statistik daraufhin nochmals einen Anstieg um 5,7 Millionen Besucher pro Jahr auf und weist somit im vergangenen Jahr 2016 einen neuen Rekord aus, in Höhe von insgesamt 37,6 Millionen (vgl. ebd.). In der nachfolgenden Abbildung vom Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. wird diese Entwicklung für jedes Kalenderjahr aufgezeigt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Zahl der Besucher in deutschen Freizeitparks in Millionen (VDFU 2017).

Daraus geht hervor, dass im Zeitraum der vergangenen zehn Jahre ein Anstieg der Besucherzahlen in deutschen Freizeitparks um 9,3 Millionen erreicht worden ist. Diese Veränderung der Freizeitparkbranche ist Deckungsleich mit einer weiteren statistischen Erhebung, bei der untersucht worden ist, wie häufig die deutsche Bevölkerung einen Freizeitparkbesuch in einem Jahr anstrebt (vgl. Statista 2, 2017). Auch hier ist ein Anstieg zu erkennen. Ebenfalls ist der Anteil der Besucher gestiegen, die mehrmals im Kalenderjahr einen Freizeitpark besuchen wollen (vgl. ebd.). Um diese zu realisieren, müssen die Besucher zum Teil lange Fahrtwege zu ihrem Zielort in Kauf nehmen, die, geographisch betrachtet, unterschiedlich lang sein können. Denn in der Bundesrepublik sind deutlich weniger Freizeitparks in den neuen Bundesländern zu finden, wie in nachfolgender Abbildung ersichtlich wird:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Übersichtskarte deutscher Freizeitparks (vgl. Freizeitpark-Welt 2017).

Folglich steigen in den letzten zehn Jahren also die Besucherzahlen der deutschen Freizeitparks und dabei auch die Bereitschaft zu mehreren Besuchen im Jahr, obwohl der Aufwand unter Umständen sehr groß sein kann, je nach Wohnort, um das angestrebte Erlebnisziel zu erreichen. Entsprechend kann an dieser Stelle die These aufgezeigt werden, dass der Besucherzuwachs in unmittelbarem Zusammenhang mit steigender Anzahl an Attraktionen und Angeboten der Parks steht. Denn Freizeitparks kündigen schon früh vor der eigentlichen Saison ihre Neuheiten an, um mit diesen zu werben. So gibt es gleich zu Beginn des Jahres 2006 mehrere Ankündigungen von verschiedenen Parks. Unter anderem kündigen das Phantasialand und der Europa-Park neue Achterbahnen an (vgl. Parkscout 2006). Dieser Trend, Großprojekte wie Achterbahnen, gleichzeitig mit einer neuen Themenwelt entstehen zu lassen, zeichnet sich durch die gesamten zehn Jahre der Betrachtung. In einigen Jahren, wie zum Beispiel 2014, stehen gleich mehrere Neueröffnungen solcher Anlagen in starker Konkurrenz zueinander (vgl. ders. 2014). Dabei werden auch immer mehr Hotels zu großen Freizeitparkanlagen hinzu gebaut, um den Besuchern einen mehrtägigen Besuch zu erleichtern (vgl. ders. 2013). Um noch mehr Besuchern auch ganzjährig die Möglichkeit eines Freizeitparkaufenthaltes zu bieten, haben sich in den letzten Jahren einige Parks dazu entschlossen auch eine Wintersaison anzubieten (vgl. ders. 2016). Durch die aufgezeigten Erweiterungen und Trends der letzten zehn Jahre lassen sich die Gründe für die steigenden Besucherzahlen in nachvollziehbaren Zusammenhängen bringen.

3.2 im internationalen Vergleich

„Besucherzahlen in Freizeitparks sind in den vergangenen Jahren stetig angewachsen – sowohl durch organisches Wachstum in bestehenden Parks, als auch durch die Eröffnung neuer Freizeitparks“ (Martin 2016). Diese Aussage bezieht sich auf die Entwicklung der Freizeitparkbranche weltweit, die ebenso wie Deutschland, einen positiven Trend verzeichnet. Eine Auflistung der 25 besucherstärksten Parks der Welt zeigt, dass 2006 die jährliche Besucherzahl der gelisteten Parks noch bei 125 Millionen liegt, während bis 2015[2] die Zahl auf 236 Millionen angestiegen ist (vgl. ebd.).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Wachstum Top 25 allgemein und Parks, die sich seit 2006 in der Top 25 befinden (Parkerlebnis 2016).

Auch im internationalen Vergleich zeigt sich der gleiche Trend bei den Besucherzahlen, der auch schon in den deutschen Statistiken auffällig ist (vgl. Abbildung 3 und Kapitel 3.1). Die USA sind in den Top 25 am Häufigsten vertreten mit insgesamt zehn Parks, unter ihnen auch der besucherstärkste Park weltweit: Das Disneyland Magic Kingdom Walt Disney World mit 20,49 Millionen Besucher im Jahr 2015 (vgl. Travelbook 2016). Platz eins im europäischen Vergleich wird ebenso vom Disneyland belegt. Der Standort in Paris wird 2015 von 10,36 Millionen besucht (vgl. Statista 3, 2017). Auf Platz zwei befindet sich der Europa-Park mit 5,5 Millionen Besuchern (vgl. ebd.). Neben diesem sind noch das Phantasialand und der Heide Park in dem Top 20-Ranking im europäischen Vergleich gelistet (vgl. ebd.). Doch die Besucherzahlen sind nur ein messbarer Parameter in der Freizeitparkbranche. 2016 wurde der Europa-Park mit dem Golden-Ticket-Award, inzwischen zum dritten Mal in Folge, als besten Freizeitpark der Welt, ausgezeichnet (vgl. Welt 2016).

4. Das kontinuierliche Wachstum des Europa-Parks von 2006 bis 2016, als deutscher Marktführer in der Freizeitparkbranche

Aus den bisherigen Darstellungen geht hervor, dass die Besucherzahlen in der Freizeitparkbranche permanent ansteigen, sowohl national, als auch international. Ebenso scheint es hierbei einen klaren Zusammenhang mit einem kontinuierlichen Wachstum der Anlagen und neuer Attraktionen oder Angebote zu geben. Am Beispiel des deutschen Marktführers soll diese These näher in Betracht gezogen und dabei in drei verschiedene Bereiche kategorisiert werden, hinsichtlich der Erweiterung der Themenwelten, Attraktionen und Shows, sowie dem kulinarischen Angebot und Übernachtungsmöglichkeiten, als auch abschließend der Entwicklung der Besucherzahlen.

4.1 Erweiterung der Themenwelten, Attraktionen und Shows

In den letzten 10 Jahren sind im Europa-Park vier komplett neue Themenwelten entstanden: 2008 der Themenbereich Island, 2011 bis 2013 ist der Märchenwald erbaut worden, 2014 daran angrenzend das Königreich der Minimoys und im letzten Jahr der Themenbereich Irland, mit vorwiegenden Angeboten für jüngere Besucher und Familien (vgl. Epfansinfo 1, 2017). Dazu sind neun der bestehenden Themenwelten, die fast alle nach europäischen Ländern benannt sind, renoviert oder erweitert worden (vgl. ebd.). Entsprechend sind in konsequenter Weise dabei auch neue Attraktionen und Shows entstanden, insgesamt mehr als 30 in den vergangenen zehn Jahren, deren Highlights für viele Parkbesucher die Achterbahnen bilden: davon sind gleich vier neue[3] errichtet und zuletzt in den Jahren 2015 und 2016 ältere Modelle[4] in Virtuell-Reality-Anlagen umfunktioniert worden (vgl. ebd.). „Vor den eigenen Augen spielen sich phantastische Welten ab, während gleichzeitig die reale Achterbahnfahrt – also Fahrtwind, Fliehkräfte und Kurven – spürbar bleiben“ (Europapark 2017). Mit diesem neuen Trend gilt der Europa-Park als Vorreiter weltweit.

[...]


[1] Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in dieser wissenschaftlichen Arbeit auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für beide Geschlechtsformen.

[2] Anmerkung: Die internationalen Statistiken für 2016 werden erst Mitte/ Ende des Jahres 2017 veröffentlicht.

[3] 2006 Pegasus, 2008 Blue-Fire, 2012 Wodan, 2014 Arthur the ride.

[4] Alpenexpress und Pegasus (diese wird 2017 nicht mehr als VR-Ride angeboten).

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Das Wirtschaftskarussell der Freizeitparks. Die Veränderung der Branche in Deutschland seit 2006
Untertitel
Der Europa-Park in Rust
Note
1,0
Autor
Jahr
2017
Seiten
18
Katalognummer
V412655
ISBN (eBook)
9783668639539
ISBN (Buch)
9783668639546
Dateigröße
850 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Diese wissenschaftliche Arbeit ist im Rahmen des Bachelorstudiengangs "Sozialpädagogik & Management" entstanden bei dem Modul "Wissenschaftliches Arbeiten", wo eine uneingegrenzte Themenauswahl möglich war. Daher auch die "fachfremde" Recherche zu diesem Thema, was aber zugleich mein persönlich größtes Hobby widerspiegelt.
Schlagworte
Freizeitpark, Deutschland, Europa-Park, Wirtschaft, Marketing, Achterbahn, Freizeit, Familie, Freizeitaktivität, Vergnügungspark, Themenpark
Arbeit zitieren
Mario Müller (Autor), 2017, Das Wirtschaftskarussell der Freizeitparks. Die Veränderung der Branche in Deutschland seit 2006, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412655

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