Freizeitparks haben sich seit ihrer Entstehung immer weiterentwickelt und sind zu Zuschauermagneten weltweit avanciert. Viele davon werden von großen Konzernen seit vielen Jahrzehnten beherrscht, wie z. B. auch das Disneyland als besucherstärkste Themenparks weltweit. Nur wenige davon werden noch als Familienunternehmen geführt, wie der Europa-Park in Rust. Als deutscher Marktführer steht dieser, trotz viel geringerer Besucherzahlen, in beträchtlicher Konkurrenz auf internationaler Ebene. Zum dritten Mal in Folge wurde der Park von einer internationalen Expertenjury zum besten Freizeitpark weltweit ausgezeichnet. Doch was ist das Erfolgsrezept dieses Familienunternehmens? Passt sich der Europa-Park einfach besser den Wünschen und Bedürfnissen seiner Besucher an als andere Parks? Was bewegt die breite Masse der Gesellschaft in diese immer umfangreicher werdenden Anlagen?
Bei diesen genannten Fragestellungen scheint eine Hypothese sehr naheliegend, die in dieser wissenschaftlichen Arbeit erörtert wird: Die Freizeitparkbranche in Deutschland hat sich in den letzten zehn Jahren verändert - die Besucherzahlen steigen, auf Grund immer vielfältigeren Angeboten. Im gesamten Verlauf, aber vor allem im Kern dieser Arbeit, wird dies anhand des deutschen Marktführers Europa-Park analysiert. Die dortigen Veränderungen werden dabei anhand einer Differenzierung zwischen Attraktionen und Shows, den kulinarischen Angeboten und Übernachtungsmöglichkeiten, sowie den Besucherzahlen aufgezeigt. Zu Beginn dieser Arbeit werden ein historischer Rückblick, sowie einige Definitionen erläutert. Danach wird die Entwicklung in Deutschland unter Tourismusaspekten aufgezeigt, bevor die letzten zehn Jahre, unter Einbezug von verschiedenen Statistiken, dargestellt werden. Bei dieser Hauptbetrachtung von 2006 bis 2016 wird zunächst die Entwicklung der deutschen Branche dargestellt und danach ein internationaler Vergleich gezogen. Anschließend wird der deutsche Marktführer Europa-Park als Beispiel herangezogen. Daran abgeleitet werden verschiedene Strategien für dessen Erfolgsrezept beschrieben und zusätzlich durch einige Aussagen der Geschäftsführer unterlegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Entstehung und Entwicklung von Freizeitparks in Deutschland bis 2005
2.1 Definition und historische Entwicklung
2.2 Entwicklung der Freizeitparkbranche unter Tourismus- und Besucheraspekten
3. Weiterentwicklung der Freizeitparkbranche von 2006 bis 2016
3.1 in Deutschland unter Tourismus- und Besucheraspekten im Zusammenhang mit der Angebotserweiterung
3.2 im internationalen Vergleich
4. Das kontinuierliche Wachstum des Europa-Parks von 2006 bis 2016, als deutscher Marktführer in der Freizeitparkbranche
4.1 Erweiterung der Themenwelten, Attraktionen und Shows
4.2 Kulinarische Angebote und Übernachtungsmöglichkeiten
4.3 Besucherzahlenentwicklung
5. Das Erfolgsrezept für eine stetige Weiterentwicklung des Europa-Parks
6. Freizeitparks in Deutschland auch zukünftig als Zuschauermagneten?!
7. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die strukturellen Veränderungen der deutschen Freizeitparkbranche im Zeitraum von 2006 bis 2016. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob und wie die steigenden Besucherzahlen in direktem Zusammenhang mit der zunehmenden Angebotsvielfalt stehen, wobei der Europa-Park als zentrales Fallbeispiel für einen erfolgreichen deutschen Marktführer analysiert wird.
- Historische Entwicklung der Freizeitparkbranche in Deutschland
- Analyse der Besucherströme im Kontext von Tourismus und Angebotserweiterung
- Untersuchung der Wachstumsstrategien des Europa-Parks (Themenwelten, Gastronomie, Hotellerie)
- Internationaler Vergleich der Freizeitparkentwicklung
- Ableitung zukünftiger Trends für die deutsche Freizeitparkbranche
Auszug aus dem Buch
3.2 im internationalen Vergleich
„Besucherzahlen in Freizeitparks sind in den vergangenen Jahren stetig angewachsen – sowohl durch organisches Wachstum in bestehenden Parks, als auch durch die Eröffnung neuer Freizeitparks“ (Martin 2016). Diese Aussage bezieht sich auf die Entwicklung der Freizeitparkbranche weltweit, die ebenso wie Deutschland, einen positiven Trend verzeichnet. Eine Auflistung der 25 besucherstärksten Parks der Welt zeigt, dass 2006 die jährliche Besucherzahl der gelisteten Parks noch bei 125 Millionen liegt, während bis 2015 die Zahl auf 236 Millionen angestiegen ist (vgl. ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Freizeitparks ein, stellt die Forschungsfrage nach den Ursachen für steigende Besucherzahlen und benennt den Europa-Park als Untersuchungsobjekt.
2. Die Entstehung und Entwicklung von Freizeitparks in Deutschland bis 2005: Dieses Kapitel definiert den Begriff Freizeitpark, beleuchtet die historische Entwicklung nach 1945 und analysiert die Rahmenbedingungen für die Branche bis 2005.
3. Weiterentwicklung der Freizeitparkbranche von 2006 bis 2016: Der Fokus liegt hier auf der quantitativen Entwicklung der Besucherzahlen in Deutschland im Vergleich zur internationalen Branche unter Berücksichtigung der Angebotserweiterungen.
4. Das kontinuierliche Wachstum des Europa-Parks von 2006 bis 2016, als deutscher Marktführer in der Freizeitparkbranche: Dieses Kapitel detailliert die Wachstumsfaktoren des Europa-Parks, unterteilt in Themenwelten, kulinarische Angebote, Übernachtungsmöglichkeiten und Besucherstatistik.
5. Das Erfolgsrezept für eine stetige Weiterentwicklung des Europa-Parks: Es wird analysiert, welche unternehmerischen Ansätze und Strategien der Familie Mack zum Erfolg des Parks als Familienunternehmen beitragen.
6. Freizeitparks in Deutschland auch zukünftig als Zuschauermagneten?!: Ein Ausblick auf zukünftige Trends, wie Virtual-Reality-Angebote und die Ganzjahresöffnung, zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
7. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der Ergebnisse, Beantwortung der Ausgangshypothese und Aufzeigen von Potenzialen für weitere wissenschaftliche Untersuchungen.
Schlüsselwörter
Freizeitpark, Deutschland, Europa-Park, Besucherzahlen, Tourismus, Angebotsvielfalt, Themenwelten, Attraktionen, Marktführer, Familienunternehmen, Hotellerie, Freizeitgastronomie, Branchenentwicklung, Wachstumsstrategie, Kundenbindung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die positive Entwicklung der deutschen Freizeitparkbranche im Zeitraum 2006 bis 2016 und untersucht die Zusammenhänge zwischen Investitionen in Attraktionen sowie Service und dem Anstieg der Besucherzahlen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit behandelt die Historie der Branche, die ökonomische Entwicklung durch Tourismusfaktoren, das Best-Practice-Beispiel Europa-Park und zukünftige Markttrends.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die zentrale Frage ist, wie sich die deutsche Freizeitparkbranche in den letzten zehn Jahren verändert hat und ob die steigenden Besucherzahlen kausal mit dem vielfältigeren Angebot verknüpft sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Branchenstatistiken und Fallbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine branchenweite Betrachtung seit 2006 und eine tiefgehende Analyse der Wachstumsfaktoren (Attraktionen, Kulinarik, Übernachtung) des Marktführers Europa-Park.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Freizeitpark, Besucherwachstum, Tourismus, Europa-Park, Familienunternehmen und Angebotsdiversifizierung.
Welche Rolle spielt die Familie Mack für den Erfolg des Europa-Parks?
Die Familie Mack fungiert als Eigentümer und Entscheider, die durch die Verbindung von Tradition als Familienunternehmen und stetiger Innovation (z. B. neue Themenwelten, Hotels) den Wettbewerbsvorteil sichert.
Wie reagiert der Europa-Park auf den aktuellen Trend zu Virtual-Reality?
Der Park fungiert als Vorreiter, indem er ältere Attraktionen durch die Integration von Virtual-Reality-Anlagen technisch modernisiert und so neue Erlebniswelten schafft.
- Citation du texte
- Mario Müller (Auteur), 2017, Das Wirtschaftskarussell der Freizeitparks. Die Veränderung der Branche in Deutschland seit 2006, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/412655