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Zwischen nationalem (Eigen-)Interesse, Entwicklungshilfe und internationaler Krisenprävention

Die VR China in der internationalen Sicherheitspolitik am Beispiel: Einsatz Südsudan

Title: Zwischen nationalem (Eigen-)Interesse, Entwicklungshilfe und internationaler Krisenprävention

Research Paper (undergraduate) , 2016 , 29 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Corinna Kluck (Author)

Politics - Region: South Asia
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Der Sudan ist ein vielfach vergessenes Land mit einer langen Historie von Konflikten und steht immer wieder im Mittelpunkt zahlreicher Kriege und Flüchtlingswellen. Ein Konflikt, der schon seit 2003 bewaffnet ausgetragen wird, ist der Darfur-Konflikt oder auch Sudan-Konflikt (Vgl. Charron / Zyla / Boulden 2008:148). Durch die nachgelassene Berichterstattung über diesen Konflikt ist er aus der alltäglichen Aufmerksamkeit verschwunden. Wiederkehrenden Bilder von Hungerkrisen und Fluchttragödien lösen eine gewisse Betroffenheitsmüdigkeit aus (Vgl. Nuscheler 2012:18). Jedoch bleibt der Sudan-Konflikt im Interesse der internationalen politischen Bemühungen einiger Länder. Ihr Bestreben ist es, den Sudan in eine konfliktfreie Zone zu verwandeln, um somit Vorrechte an wichtigen Ressourcen zu sichern, zu erhalten oder auszuhandeln (Vgl. Ebenda: 149-151). Überspitz könnte man sagen, dass es um individuell-eigennützige Strategien der Kriegsverhütung geht, also darum, jenen Krieg zu verhindern oder zu manipulieren, der im Interesse des eigenen Kollektivs liegt (Vgl. Matthies 2000:16).
Nicht alle Aktivitäten der globalen Strukturpolitik wie Entwicklungszusammenarbeit, Demokratie- und Menschenrechtsförderung verdienen das Etikett der Krisenprävention im Sinne von Kriegsverhütung (Vgl. Ebenda:41). In einigen Fällen wird die Entwicklungszusammenarbeit in Form von Entwicklungshilfe als Beleidigung verstanden (Vgl. Nuscheler 2012:16). Umbrüche in der Weltpolitik verändern aber auch die Funktionen und die Begründungen für Krisenprävention und Entwicklungshilfe. Genau diese Begründungen, das (Eigen-)Interesse, welches Länder haben können, sollen in dieser Hausarbeit untersucht werden – speziell das (Eigen-)Interesse der VR China.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Krisenprävention

2.2 Entwicklungshilfe

2.3 Interesse in Bezug auf Entwicklungshilfe und Krisenprävention

3. Chinas internationale Sicherheitspolitik

3.1 China und die Vereinten Nationen (UN)

3.2 Die Rolle des chinesischen Militärs

4. Beispiel Sudan

4.1 Überblick: Situation in der Republik Sudan

4.2 Die Krisenprävention der VR China gemeinsam mit UN-Sicherheitspolitik im Sudan

4.3 Chinas Interessen an Afrika mit Blick auf den Sudan

4.4 Entwicklungshilfe der VR China in Afrika mit Blick auf den Sudan

4.5 China als Chance für den Südsudan

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das (Eigen-)Interesse der Volksrepublik China im Kontext ihrer Krisenprävention und Entwicklungshilfe, insbesondere am Fallbeispiel des Sudan-Konflikts. Dabei wird analysiert, inwieweit chinesisches Engagement tatsächlich zur Krisenbewältigung beiträgt oder primär wirtschaftlichen Interessen und der Ressourcensicherung dient.

  • Analyse der chinesischen Außen- und Sicherheitspolitik
  • Untersuchung der Motive hinter der chinesischen Entwicklungshilfe in Afrika
  • Evaluierung der Rolle Chinas im Sudan und Südsudan
  • Kritische Beleuchtung der chinesischen UN-Einsatzbeteiligung
  • Bewertung, ob chinesische Interventionen eine Chance für die lokale Entwicklung darstellen

Auszug aus dem Buch

Die Rolle des chinesischen Militärs

Dadurch, dass die VR China eine permanente Bedrohung in internationalen Allianzen sieht und seine Verwundbarkeit spürt durch „Abhängigkeit von volatilen Marktkräften (Güter-, Rohstoff-, Finanzmärkte) sowie der Unberechenbarkeit bestimmter regionaler Krisenherde [...] wie etwa auf der koreanischen Halbinsel“ (Schmidt, Heilmann 2012:57) möchte die Regierung der VR China Schutzmaßnahmen ergreifen. Diese Wahrnehmung hat direkte Konsequenzen für die Militärstrategie der VR China. Die ehemals dominierende maoistische Zielsetzung, mit der Kraft der Bevölkerungsmasse tief in den Raum des Gegners einzudringen und einen andauernden Abnutzungskrieg zu führen, ist Vergangenheit. Bedingt dadurch, dass diese Strategie eher kontinental und defensiv ausgerichtet ist, die Bedrohung aber einer stetigen Neubewertung unterliegt, ebenso aber auch einer Neubewertung der eigenen Stärke und der sich wandelnden internationalen Handlungen, musste eine neue Militärstrategie gefunden werden. 2004 wurde die „lokal begrenzte Kriegsführung unter informationstechnologischen Bedingungen“ (Ebenda:57) beschlossen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die globale Relevanz von Frieden und Sicherheit ein und formuliert die zentrale Fragestellung nach dem (Eigen-)Interesse Chinas im Sudan-Konflikt.

2. Definitionen: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung der Begriffe Krisenprävention, Entwicklungshilfe und der Rolle von (Eigen-)Interessen in der internationalen Politik.

3. Chinas internationale Sicherheitspolitik: Hier werden die sicherheitspolitischen Herausforderungen Chinas sowie dessen Verhältnis zu den Vereinten Nationen und die strategische Neuausrichtung des Militärs beleuchtet.

4. Beispiel Sudan: Das Kernkapitel analysiert die politische Situation im Sudan und untersucht kritisch das chinesische Engagement in Form von Entwicklungshilfe, Rohstoffinteressen und die Beteiligung an UN-Missionen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Chinas Engagement primär von eigenen Handels- und Ressourceninteressen geleitet war, aber gleichzeitig eine notwendige, wenn auch begrenzte, Chance für den Sudan darstellte.

Schlüsselwörter

Volksrepublik China, Sudan-Konflikt, Krisenprävention, Entwicklungshilfe, Rohstoffsicherung, Sicherheitspolitik, Vereinte Nationen, UNMISS, Eigeninteresse, Wirtschaftsentwicklung, Afrika, Internationale Beziehungen, Außenpolitik, Ressourcendiplomatie, Geopolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die außenpolitische Strategie der VR China in Afrika, mit besonderem Fokus auf das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Eigeninteressen, Entwicklungshilfe und sicherheitspolitischem Engagement am Beispiel des Sudan.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die chinesische Krisenpräventionsmethodik, die Rolle Chinas im UN-Sicherheitsrat, die wirtschaftliche Kooperation in Afrika und die spezifischen Auswirkungen des chinesischen Engagements auf den Sudan.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es wird untersucht, ob die von China geleistete Hilfe bedingungslos erfolgte und in welcher Form sich China am Sudan-Konflikt beteiligte, wobei hinterfragt wird, inwieweit Eigeninteressen die primäre Motivation darstellten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Untersuchung von Fallbeispielen, um die chinesische Strategie anhand theoretischer Konzepte der internationalen Beziehungen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische und aktuelle politische Lage im Sudan, die Rolle Chinas als Investor und Waffenlieferant sowie die Bedingungen und Zielsetzungen des chinesischen Militäreinsatzes im Rahmen der UNMISS-Mission.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Krisenprävention, Entwicklungshilfe, Rohstoffsicherung, chinesische Außenpolitik und das spezifische Beispiel des Sudan-Konflikts.

Warum war der erste Einsatz des chinesischen Militärs im Sudan so ungewöhnlich?

Der Einsatz war deshalb bemerkenswert, weil China traditionell an der Doktrin der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten festhält und dies der erste umfangreiche UN-Einsatz mit aktiver chinesischer Militärbeteiligung in einem solchen Kontext war.

Stellt die VR China für den Sudan eine Chance zur Entwicklung dar?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass es sich um eine "gebremste Chance" handelt: Ohne chinesische Investitionen wäre der Sudan unter US-Sanktionen isoliert gewesen, jedoch untergraben die einseitige Bindung an Rohstoffe und das Fehlen eines echten Know-How-Transfers eine nachhaltige industrielle Entwicklung.

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Details

Title
Zwischen nationalem (Eigen-)Interesse, Entwicklungshilfe und internationaler Krisenprävention
Subtitle
Die VR China in der internationalen Sicherheitspolitik am Beispiel: Einsatz Südsudan
College
Ruhr-University of Bochum  (Faultily for East Asian Studies)
Grade
1.7
Author
Corinna Kluck (Author)
Publication Year
2016
Pages
29
Catalog Number
V413472
ISBN (eBook)
9783668655270
ISBN (Book)
9783668655287
Language
German
Tags
Sudan Süd Sudan UN Einsatz China Internationale Beziehungen Krisenprävention Sicherheitspolitik Entwicklungshilfe Eigeninteresse Internationale Entwicklungshilfe Interesse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Corinna Kluck (Author), 2016, Zwischen nationalem (Eigen-)Interesse, Entwicklungshilfe und internationaler Krisenprävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/413472
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