Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Romanistik - Hispanistik

Das Verhältnis der Regionalsprachen zum Spanischen. Ein politisierter Konflikt?

Titel: Das Verhältnis der Regionalsprachen zum Spanischen. Ein politisierter Konflikt?

Hausarbeit , 2017 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Maximilian Hastenteufel (Autor:in)

Romanistik - Hispanistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Spanien besteht aus 17 autonomen Gemeinschaften, welche sich nicht nur in Größe und Bevölkerungsanzahl unterscheiden, sondern auch im Maß von Autonomie. Und auch in der Sprachsituation gibt es Unterschiede. Einige Regionen betreiben offensivere Sprachpolitik als andere. Hier stellt sich die Frage, ob dabei die sprachlichen Motive eine Oberhand behalten oder ob es sich de facto nur um ein politisches Mittel handelt.

Zur Beantwortung dieser Frage wird das Verhältnis der nichtkastilischen Regional- bzw. Nationalitätensprachen zum Spanischen hinterleuchtet, indem die Festlegungen sowohl in der spanischen Verfassung als auch in den jeweiligen Autonomiestatuten einbezogen werden und auf die Sprache im Kontakt zum Spanischen eingegangen wird. Besondere Beachtung finden die 3 Regionen Baskenland, Galicien und Katalonien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Hauptteil

Die Spanische Verfassung

Die Autonomiestatuten

Sprachkontakt

Sprache oder Dialekt

Katalonien als Schmelztiegel des Separatismus

Schlussteil – Ein politisierter Konflikt?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verhältnis der nichtkastilischen Regional- bzw. Nationalitätensprachen zum Spanischen, um zu klären, ob die Sprachpolitik in den autonomen Gemeinschaften primär auf sprachlichen Motiven beruht oder als politisches Mittel instrumentalisiert wird.

  • Analyse der sprachpolitischen Rahmenbedingungen in der spanischen Verfassung
  • Untersuchung der Autonomiestatuten in den Regionen Baskenland, Galicien und Katalonien
  • Betrachtung von Sprachkontaktphänomenen im bilingualen Kontext
  • Differenzierung zwischen Sprache und Dialekt aus soziolinguistischer und politischer Sicht
  • Evaluation des Zusammenhangs zwischen Regionalsprachen und Separatismus am Beispiel Kataloniens

Auszug aus dem Buch

Sprache oder Dialekt

Bei der Frage nach einem politisierten Konflikt ist es wichtig zu betrachten ob es sich in der jeweiligen Region um eine wirkliche Sprache handelt oder vielmehr um einen Dialekt welcher aus politischen Gründen aufgebauscht wird. Beim Galicischen handelt es sich beispielsweise um eine Ausbausprache, da zwar der Bezug zur Referenzsprache Galicisch-Portugiesisch besteht, sie sich aber inzwischen zu einer komplett eigenständigen Sprache hochentwickelt hat. Das Baskische wiederum wird als Abstandssprache definiert, da es sich als isolierte Sprache von den romanischen Varietäten in der Region eindeutig abhebt. Auch das Katalanische wird als eigene Sprache bezeichnet wenn auch aus politisch-kulturellen Gründen.

Doch es gibt auch Regionen in denen dies nicht so ist. Als Beispiel hierfür ist die Region Valencia zu nennen. Die Regionalregierung kämpft seit langer Zeit dafür, Valencianisch als eigenständige Sprache und nicht als Varietät des Katalanischen anzusehen. Zwar steht im Autonomiestatut von Valencia seit 1983: Artículo 6. La lengua propia de la Comunitat Valenciana es el valenciano.

Dies wird allerdings sehr kritisch gesehen, da die Begründung das valencianische leite sich aus dem mozarabischen ab und werde schließlich schon seit dem 15. Jahrhundert valenciano genannt, weder von internationalen Linguisten noch von der Universität Valencia geteilt wird. Dazu kommt, wie Radatz ironisch anmerkt, dass die größten Verfechter eines eigenständigen Valencianisch die Sprache weder schreiben noch sprechen können.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die sprachliche Vielfalt Spaniens und die Problemstellung der Untersuchung hinsichtlich der politischen Instrumentalisierung von Regionalsprachen.

Hauptteil: Untersuchung der rechtlichen Grundlagen durch die Verfassung und Statuten sowie die linguistische Einordnung von Sprachen und Kontaktphänomenen.

Die Spanische Verfassung: Darstellung der verfassungsrechtlichen Behandlung von Nationalsprachen und der historischen Entwicklung von der Zweiten Republik bis zur Demokratisierung.

Die Autonomiestatuten: Analyse der spezifischen Sprachregelungen und Schutzmaßnahmen in den historischen Nationalitäten Baskenland, Galicien und Katalonien.

Sprachkontakt: Analyse der linguistischen Auswirkungen von Bilingualismus auf das Spanische und die jeweiligen Regionalsprachen.

Sprache oder Dialekt: Diskussion über die Abgrenzung von Sprachen und Dialekten unter Berücksichtigung politischer Interessen, insbesondere am Beispiel von Valencianisch.

Katalonien als Schmelztiegel des Separatismus: Erörterung der politischen Rolle der katalanischen Sprache im Kontext der Autonomiebestrebungen und der regionalen Identität.

Schlussteil – Ein politisierter Konflikt?: Fazit über die Politisierung der Sprachfrage und das Zusammenspiel von soziolinguistischen und ideologischen Faktoren.

Schlüsselwörter

Spanien, Regionalsprachen, Sprachpolitik, Autonomiestatuten, Bilingualismus, Sprachkontakt, Katalonien, Baskenland, Galicien, Valencianisch, Ausbausprache, Abstandssprache, Separatismus, Identität, Soziolinguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das komplexe Verhältnis zwischen den nichtkastilischen Sprachen und dem Spanischen im politischen Kontext der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die verfassungsrechtliche Verankerung von Amtssprachen, die Autonomiestatuten, Sprachkontaktphänomene sowie die politische Instrumentalisierung von Sprache.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das primäre Ziel ist es zu klären, ob die Förderung von Regionalsprachen in Spanien primär aus sprachkulturellen Motiven geschieht oder ob sie als politisches Mittel für Autonomie- und Unabhängigkeitsbestrebungen genutzt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung juristischer Primärquellen wie der spanischen Verfassung und den jeweiligen Autonomiestatuten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die rechtliche Stellung der Sprachen, untersucht soziolinguistische Sprachkontaktphänomene und diskutiert die Abgrenzung zwischen Sprache und Dialekt anhand konkreter Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Spanien, Regionalsprachen, Sprachpolitik, Bilingualismus, Identität und Sprachkontakt.

Warum wird Valencianisch im Vergleich zu anderen Sprachen besonders kritisch betrachtet?

Die Anerkennung als eigenständige Sprache wird aus linguistischer Sicht kaum gestützt und von der Wissenschaft oft als politisch motiviertes Werkzeug zur Abgrenzung von Katalonien bewertet.

Welche Rolle spielt die wirtschaftliche Lage Kataloniens bei den Unabhängigkeitsbestrebungen?

Da Katalonien die wirtschaftlich stärkste Region ist, nutzt sie ihre Identität – inklusive Sprache und Kultur – verstärkt als Abgrenzungsmerkmal, um politische Forderungen gegenüber der Zentralregierung in Madrid zu untermauern.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Verhältnis der Regionalsprachen zum Spanischen. Ein politisierter Konflikt?
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,7
Autor
Maximilian Hastenteufel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
14
Katalognummer
V414025
ISBN (eBook)
9783668647282
ISBN (Buch)
9783668647299
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Baskenland Galicien Katalonien Sprache Dialekt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Hastenteufel (Autor:in), 2017, Das Verhältnis der Regionalsprachen zum Spanischen. Ein politisierter Konflikt?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414025
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum