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Vom liberalen Lauffeuer in die Nationalversammlung. Revolution in Deutschland 1848

Geschichte Grundkurs 11, Gymnasium Sachsen

Titel: Vom liberalen Lauffeuer in die Nationalversammlung. Revolution in Deutschland 1848

Unterrichtsentwurf , 2012 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Johannes Porsche (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Jahr 1848 spielt in der deutschen und europäischen Geschichte eine zentrale Rolle. Es schien, als hätte sich das Tür für die Erfüllung der nationalliberalen Hoffnungen breiter Bevölkerungskreise nach einer Zeit von Repression und Unterdrückung der bürgerlichen Bewegung endlich geöffnet. Die Spannungen zwischen den gegenüberstehenden Kräften der konservativen Eliten, insbesondere in den reaktionären Hochburgen Preußen und Österreich-Ungarn, die zwischen sich und ihr Volk „kein Stück Papier“ wissen wollten und den nationalliberalen Kräften, die nach Einigkeit, Recht und Freiheit strebten und als Folge des industriellen Pauperismus nun auch den Zulauf aus breiter Unter- und Mittelschicht erhielten, entluden sich in einer eindrucksvollen Welle von bürgerlichen bzw. sozialen Erhebungen in Mitteleuropa. Von der Nachricht des Sieges der französischen Revolution ausgelöst drangen sie wie ein Lauffeuer über die liberalen Staaten im Südwesten Deutschlands bis zum Berliner Schlossplatz und das Wiener Ständehaus.

Der Unterrichtsgegenstand ist eingebettet in den Lernbereich „Die Grundlegung einer modernen Gesellschaft in Wirtschaft und Politik in Deutschland“. Inhaltlich korrespondiert das Thema „Vom liberalen Lauffeuer in die Nationalversammlung – Revolution in Deutschland 1848“ direkt mit dem Lehrplan in dem Punkten: „Die Schüler erwerben grundlegendes Wissen über das Ringen zwischen liberalen, nationalen und konservativen Ordnungsvorstellungen in Deutsch-
land im 19. Jahrhundert“, sowie „die Schüler beherrschen die selbstständige Interpretation schriftlicher [und] bildlicher [Quellen]“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Bedingungsanalyse

2. Sachanalyse

3. Ziele (W-K-W Modell)

4. Didaktisch-methodische Analyse

5. Verlaufsskizze:

6. Literatur und Quellen:

7. Materialien

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit dient der didaktischen Planung einer Unterrichtsstunde für den Geschichts-Grundkurs 11 zum Thema der Revolution von 1848 in Deutschland. Ziel ist es, den Schülern durch eine strukturierte Analyse den historischen Prozess vom liberalen Aufbruch bis zur Nationalversammlung in der Paulskirche nahezubringen, wobei insbesondere der Wandel von revolutionären Forderungen hin zu parlamentarischen Kompromissen kritisch reflektiert wird.

  • Historischer Kontext der Märzrevolution 1848
  • Strukturelle Zusammensetzung der Nationalversammlung
  • Analyse politischer Strömungen und ihrer Programme
  • Beurteilung der Verfassungsergebnisse im Vergleich zu revolutionären Idealen
  • Einsatz kooperativer Sozialformen im Geschichtsunterricht

Auszug aus dem Buch

2. Sachanalyse

Das Jahr 1848 spielt in der deutschen und europäischen Geschichte eine zentrale Rolle. Es schien, als hätte sich das Tür für die Erfüllung der nationalliberalen Hoffnungen breiter Bevölkerungskreise nach einer Zeit von Repression und Unterdrückung der bürgerlichen Bewegung endlich geöffnet. Die Spannungen zwischen den gegenüberstehenden Kräften der konservativen Eliten, insbesondere in den reaktionären Hochburgen Preußen und Österreich-Ungarn, die zwischen sich und ihr Volk „kein Stück Papier“ wissen wollten (Titel einer Karikatur Friedrich Wilhelms IV., 1848. „Satyrische Zeitbilder No. 28 bei B.S. Berendsohn in Hamburg”, Lithografie, koloriert, 1848.) und den Nationalliberalen Kräften, die nach Einigkeit, Recht und Freiheit strebten und als Folge des industriellen Pauperismus nun auch den Zulauf aus breiter Unter- und Mittelschicht erhielten, entluden sich in einer eindrucksvollen Welle von bürgerlichen bzw. sozialen Erhebungen in Mitteleuropa. Von der Nachricht des Sieges der französischen Revolution ausgelöst drangen sie wie ein Lauffeuer über die liberalen Staaten im Südwesten Deutschlands bis zum Berliner Schlossplatz und das Wiener Ständehaus (vgl. H. Pleticha, S. 212).

Die Bewegung war so massiv, dass sie im Unterschied zu früheren Erhebungen nicht unterdrückt werden konnten, wie das Nachgeben Wilhelm IV. am 18. Bzw. am 21.März 1848 beweist. Neben der Zustimmung zu einer verfassungsgebenden Versammlung wurden etliche weitere „Märzforderungen“ erfüllt, was der weiteren Radikalisierung einen Riegel vorschob. Aus diesem Grunde ist der Berliner Barrikadenkampf didaktisch gut geeignet, um die Bedingungen für den Eintritt in die zweite „redende“ Phase der Revolution (H. Pleticha, S. 215) Revolution in der Paulskirche zu wiederholen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bedingungsanalyse: Dieses Kapitel beschreibt die Lernvoraussetzungen, das soziale Gefüge und die räumlichen Rahmenbedingungen der Kursgruppe.

2. Sachanalyse: Hier wird der historische Hintergrund der Revolution von 1848 sowie die politische Zusammensetzung der Nationalversammlung in der Paulskirche fachwissenschaftlich eingeordnet.

3. Ziele (W-K-W Modell): Dieses Kapitel definiert die angestrebten Lernziele unterteilt in Wissenszuwachs, Kompetenzentwicklung und wertende Fähigkeiten.

4. Didaktisch-methodische Analyse: Hier wird die Wahl der Lehrmethoden begründet und in den curricularen Kontext des sächsischen Lehrplans eingebettet.

5. Verlaufsskizze:: Dieses Kapitel bietet eine tabellarische Übersicht des exakten Stundenverlaufs, inklusive Zeitplanung und methodischer Phasen.

6. Literatur und Quellen:: Eine Aufstellung der verwendeten Fachliteratur und offiziellen Lehrplanvorgaben.

7. Materialien: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen für Abbildungen und Arbeitsmaterialien auf.

Schlüsselwörter

Revolution 1848, Paulskirche, Nationalversammlung, Märzforderungen, Liberalismus, Konservatismus, Konstitutionelle Monarchie, Bildungsbürgertum, Unterrichtsentwurf, Geschichtsdidaktik, Politische Strömungen, Verfassungsgeschichte, Märzgefallene, Demokratie, Reichsverfassung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf primär?

Es geht um die didaktische Vorbereitung einer Unterrichtsstunde über die deutsche Revolution von 1848 mit Fokus auf den Übergang von den Barrikadenkämpfen hin zur parlamentarischen Arbeit in der Frankfurter Paulskirche.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?

Die Arbeit behandelt die Ursachen der Revolution, die soziale Zusammensetzung der Nationalversammlung, die politischen Gruppierungen sowie die Erarbeitung und Bewertung der Reichsverfassung von 1849.

Was ist das primäre Ziel der geplanten Unterrichtsstunde?

Das Ziel ist, dass Schüler die Diskrepanz zwischen den revolutionären Zielen des Volkes und den tatsächlichen politischen Kompromissen der Nationalversammlung erkennen und beurteilen können.

Welche methodischen Ansätze werden im Entwurf verfolgt?

Es wird ein schülerzentrierter Unterricht mit kooperativen Sozialformen wie Partner- und Gruppenarbeit sowie der Analyse von Statistiken und politischen Programmen genutzt.

Was behandelt der Hauptteil des Unterrichtsentwurfs?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse, eine fachwissenschaftliche Sachanalyse, die Definition von Lernzielen sowie eine detaillierte methodische Planung inklusive Verlaufsplan.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die zentralen Schlagworte sind Revolution 1848, Nationalversammlung, politischer Wandel, Verfassungsentwurf und historische Urteilsbildung.

Warum spielt die soziale Zusammensetzung der Nationalversammlung eine so große Rolle für den Autor?

Der Autor betont, dass die Überrepräsentation des Bildungsbürgertums den personellen Graben zu den kämpfenden Revolutionären auf den Barrikaden verdeutlicht und damit das Ergebnis der parlamentarischen Arbeit beeinflusste.

Wie geht der Unterrichtsentwurf mit der Heterogenität der Kursteilnehmer um?

Der Autor berücksichtigt die binationale Zusammensetzung des Kurses und setzt auf kooperative Methoden, um Leistungsunterschiede auszugleichen und durch Zufallsprinzipien bei der Gruppenbildung die Effektivität zu steigern.

Welchen Stellenwert räumt der Autor der Reichsverfassung von 1849 ein?

Trotz ihres anfänglichen Scheiterns am Widerstand Friedrich Wilhelms IV. wertet der Autor die Verfassung als „Mutter“ der heutigen Verfassung und als bedeutenden historischen Fortschritt.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vom liberalen Lauffeuer in die Nationalversammlung. Revolution in Deutschland 1848
Untertitel
Geschichte Grundkurs 11, Gymnasium Sachsen
Hochschule
Sächsische Bildungsagentur Dresden
Note
1,7
Autor
Johannes Porsche (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V414605
ISBN (eBook)
9783668653177
ISBN (Buch)
9783668653184
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Revolution 48er Nationalversammlung Sachsen Gymnasium Stundenentwurf Märzforderungen Märzrevolution
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Porsche (Autor:in), 2012, Vom liberalen Lauffeuer in die Nationalversammlung. Revolution in Deutschland 1848, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/414605
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Leseprobe aus  15  Seiten
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