Innerhalb des letzten Jahrzehnts wurden mobile Endgeräte zu essenziellen Bestandteilen unseres Lebens, die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Die Entwicklung geht sogar dahin, dass ein Großteil der Bevölkerung mittlerweile „mobile only“ unterwegs ist und demnach kein stationäres Telefon mehr besitzt. Ebenso rückläufig ist der Verkauf von stationären PCs, die zunehmend durch mobile Geräte ersetzt werden.
Die Entfaltung des Mobile-Marktes und die wachsende Mobile-Nutzung verändern daher auch das digitale Marketing von Unternehmen. Denn die Werbebotschaft erscheint hierbei unmittelbar im privaten und vor allem persönlichen Blickfeld der Nutzer, welche zunehmend die bilaterale Kommunikation mit den Werbetreibenden fordern. Mobile Endgeräte nehmen fortan eine gänzlich neue und zunehmend relevante Form der Potenzialkundenansprache ein. Sie eröffnen als Marketinginstrument vielversprechende Möglichkeiten und beeinflussen das Marketing in nicht zu unterschätzendem Maß. Vorausgesetzt die Werbetreibenden verstehen es, ihre Instrumente, die neuesten Technologien und die sensiblen Daten der Nutzer richtig miteinander zu verknüpfen und einzusetzen.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1. Die für den Nutzer wachsende Bedeutung mobiler Endgeräte stellt Werbetreibende vor neue Herausforderungen
1.2. Ökonomische Analyse des Mobile Marketings und daraus abgeleitete Handlungsempfehlungen für Werbetreibende
1.3. Vorgehensweise und Abgrenzung der Inhalte
2. AKTUELLE BEDEUTUNG DES DIGITALEN MARKETINGS
2.1. Mediennutzung im Zeitalter der Digitalisierung- der Nutzer heute
2.2. Die Subjekte - der Werbetreibende heute
2.2.1. Vom klassischen zum digitalen Marketing
2.2.2. Zielsteuerung mittels Marketing-Mix
2.2.3. Entwicklung der kommunikationspolitischen Strategie
3. BRANDING, PERFORMANCE UND KUNDENBINDUNG ALS WESENTLICHE ZIELE DES MOBILE MARKETINGS
3.1. Die Grundlagen des Mobile Marketings
3.2. Die Nutzung neuer Medienkanäle zur zielgerichteten Kommunikationssteuerung
3.2.1. Allgemeine Ziele des Marketings
3.2.2. Branding, Performance und Kundenbindung als Ziele des Mobile Marketings
3.3. Wesentliche Instrumente des digitalen Marketings
3.4. Konkrete Instrumente des Mobile Marketings
3.4.1. Mobile Apps
3.4.2. Mobile Couponing, Mobile Tagging & Mobile Augmented Reality
4. KRITERIEN DER ÖKONOMISCHEN BEWERTUNG DES MOBILE MARKETINGS
4.1. Ubiquität
4.2. Möglichkeiten zur Nutzung von Daten
4.2.1. Aktivität der Nutzer
4.2.2. Lokalisierbarkeit
4.2.3. Personalisierbarkeit & Individualisierbarkeit
4.2.4. Datenschutz
4.3. Akzeptanz & Reaktanz
4.4. Relevanz für den Nutzer
4.5. Interaktivität & Aktualität
5. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUM EINSATZ DES MOBILE MARKETINGS
5.1. Unterscheidung zwischen Branding, Performance und Kundenbindung
5.2. Nutzung von Daten zur Erreichung der richtigen Nutzer mit der richtigen Maßnahme zur richtigen Zeit
5.3. Interaktivität ermöglichen
5.4. Paid Media bildet die Basis, Earned Media das Ziel
6. SCHLUSSBETRACHTUNG
6.1. Zusammenfassung
6.2. Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Master-Thesis untersucht die ökonomische Bewertung des Mobile Marketings als Instrument der Kommunikationspolitik, mit dem Ziel, Werbetreibenden fundierte Handlungsempfehlungen für den effektiven Einsatz in einer zunehmend digital geprägten Medienlandschaft zu geben.
- Bedeutung der mobilen Nutzung im digitalen Marketing.
- Differenzierung der Ziele Branding, Performance und Kundenbindung im mobilen Kontext.
- Kriterien für eine ökonomische Bewertung des Mobile Marketings (z. B. Ubiquität, Datenverfügbarkeit).
- Instrumente wie Mobile Apps, Location Based Services und Augmented Reality.
- Strategische Integration des Mobile Marketings in den Marketing-Mix.
Auszug aus dem Buch
3.4.1.Mobile Apps
Das Wort App leitet sich vom englischen Wort Application ab, was in diesem Kontext so viel wie Anwendungssoftware bedeutet. Auf mobilen Endgeräten wird zur Installation von Apps eine bestimmte Software genutzt, die vom jeweiligen Betriebssystem abhängt und mittels spezieller Programmiersprache erstellt wird. Die sogenannten Native Apps werden dann in einem spezifischen Store zur Verfügung gestellt. Für das Betriebssystem Android ist das der Google Play Store, für iOs von Apple der App Store und für Microsoft der Microsoft-Store. Das bedeutet allerdings auch, dass für jedes Betriebssystem eine andere Software zur Nutzung der gleichen App erstellt werden muss. Der Vorteil ist, dass verschiedene Geräte wie PC, Laptop, Smartphone, Tablet und die Xbox One, auf einer Plattform, wie in diesem Fall der Universal Windows Platform, gleichzeitig bedient werden können.
Da allerdings bereits viele verschiedene Betriebssysteme und verschiedene mobile Endgeräte existieren wird es zunehmend wichtiger, dass Apps auf diesen Geräten unabhängig von den Betriebssystemen problemlos funktionieren. Immer mehr Menschen verwenden Endgeräte nicht nur eines Betriebssystems, was zu einer steigenden Nachfrage nach plattformunabhängigen Lösungen führt. Hierzu zählen Mobile Web-Apps, Hybrid-Apps und Cross-Plattform-Apps. Für Einzelheiten in Bezug auf die technische Funktionsweise möchte der Verfasser auf weiterführende Literatur zu diesem Thema verweisen.
Seit dem Launch des ersten iPhones 2007 haben die User im App-Store Zugriff auf über 250.000 Apps, die es ihnen bspw. ermöglichen unterwegs Bücher zu lesen (Kindle App), Restaurant-Reservierungen zu tätigen (Open Table App), sich Informationen zu suchen (Wikipedia App), Musiktitel im Radio zu erkennen (Shazam App) und soziale Kontakte zu pflegen (Facebook App). Die meist genutzten Apps sind Wetter-Apps, gefolgt von Alltagshelfer-, Navigations-, Wörterbuch- und Fahrplans-Apps, sowie Social Network-Apps.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen durch die wachsende Bedeutung mobiler Endgeräte für das digitale Marketing und definiert das Ziel, daraus Handlungsempfehlungen für Werbetreibende abzuleiten.
2. AKTUELLE BEDEUTUNG DES DIGITALEN MARKETINGS: Dieses Kapitel analysiert das veränderte Mediennutzungsverhalten der Konsumenten und die notwendige Anpassung der Marketingstrategien sowie des Marketing-Mix.
3. BRANDING, PERFORMANCE UND KUNDENBINDUNG ALS WESENTLICHE ZIELE DES MOBILE MARKETINGS: Hier werden die Grundlagen des Mobile Marketings erläutert und die drei zentralen Zielkategorien sowie die entsprechenden Instrumente im mobilen Netz definiert.
4. KRITERIEN DER ÖKONOMISCHEN BEWERTUNG DES MOBILE MARKETINGS: Es werden kritische Kriterien wie Ubiquität, Datenschutz, Akzeptanz und Interaktivität untersucht, die für eine Bewertung des Mobile Marketings maßgeblich sind.
5. HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN ZUM EINSATZ DES MOBILE MARKETINGS: Das Kapitel bietet konkrete Empfehlungen zur strategischen Umsetzung von Branding-, Performance- und Kundenbindungsmaßnahmen mittels Mobile Marketing.
6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einem Ausblick auf die zukünftige Relevanz des mobilen Internets für Unternehmen.
Schlüsselwörter
Mobile Marketing, Digitales Marketing, Kommunikationspolitik, Branding, Performance, Kundenbindung, Ubiquität, Mobile Apps, Mobile Couponing, Mobile Tagging, Augmented Reality, Mediennutzung, Datenanalyse, Konsumentenverhalten.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der ökonomischen Bewertung des Mobile Marketings als einem zentralen Instrument der modernen Kommunikationspolitik von Unternehmen.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind das veränderte Mediennutzungsverhalten, die strategische Zielsetzung mittels Marketing-Mix, der Einsatz verschiedener mobiler Instrumente sowie deren ökonomische Bewertung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, Determinanten des Mobile Marketings zu eruieren und diese ökonomisch zu bewerten, um daraus Handlungsempfehlungen für Werbetreibende zu generieren.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Master-Thesis ist als reine Literaturarbeit konzipiert, die auf einer umfassenden Analyse nationaler und internationaler Fachliteratur, Studien und Internetquellen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bedeutung des digitalen Marketings, die Definition von Zielen wie Branding und Performance im Mobile Marketing sowie die Erarbeitung von Bewertungskriterien und Handlungsempfehlungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Mobile Marketing, Kommunikationspolitik, Branding, Performance, Kundenbindung, Ubiquität sowie verschiedene Instrumente wie Apps und Mobile Couponing.
Wie unterscheidet sich Push- von Pull-Marketing im mobilen Kontext?
Beim Pull-Marketing fordert der Nutzer Informationen aktiv an, während beim Push-Marketing der Werbetreibende die Kommunikation proaktiv initiiert.
Warum ist das Thema Datenschutz für das Mobile Marketing so brisant?
Da Mobile Marketing auf sensiblen Nutzerdaten basiert, entstehen bei unsachgemäßer Verwendung oder Datenlecks enorme Risiken für das Image und das Vertrauen in die Marke.
- Citation du texte
- Denise Schurr (Auteur), 2017, Ökonomische Bewertung des Mobile Marketings als kommunikationspolitisches Instrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415729