Die Kuba-Krise gilt als das Spitzenereignis im Kalten Krieg. Doch wie kam es eigentlich zu dieser Konfrontation zwischen den Supermächten und wie können Ereignisse in diesem Kontext chronologisch dargestellt werden? Was hat der Kalte Krieg mit dem Neorealismus zu tun?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Publikation und lässt Sie den Kalten Krieg aus einer neorealistischen Perspektive neu erfahren.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Kapitel I – Die Theorie des Realismus
Genese des Neorealismus
Unterscheidung klassischer Realismus vs. Neorealismus
Kapitel II – Die Theoretiker
Klassischer Realismus nach Hans Joachim Morgenthau
Neorealismus nach Kenneth Neal Waltz
menschliches Verhalten
Die innere Struktur eines Staates
Anarchie
Balance of Power
Kapitel III – Die Kuba-Krise
Kapitel IV – Die Analyse
Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Kuba-Krise von 1962 mithilfe neorealistischer Theorien zu durchleuchten und auf Basis dieser Perspektive eine politikwissenschaftliche Erklärung für die Zuspitzung des Konflikts zu formulieren.
- Vergleich zwischen klassischem Realismus und Neorealismus
- Analyse der Machtstrukturen nach Kenneth Neal Waltz
- Untersuchung der Rolle von Anarchie und Balance of Power im internationalen System
- Anwendung neorealistischer Erklärungsmodelle auf das historische Fallbeispiel der Kuba-Krise
Auszug aus dem Buch
Anarchie
In dem dritten Image beschreibt Waltz, dass viele souveräne Staaten, welche keinem (ein für alle verbindliches) Rechtssystem unterstehen, ihre eigenen Vorstellungen von Innen- und Außenpolitik haben. Dies führt unweigerlich zu Konflikten, welche in ihrem Wesen an Kriege gebunden auftreten. Waltz beschreibt das Auftreten von Anarchie mit drei Aussagen. Ein Staat wird Macht einsetzen, um seine Ziele zu erreichen. Der Staat wägt das erreichen seiner Ziele (und damit seinen Erfolg) gegen das Bestehen von Frieden ab. Das Ergebnis wird den Erfolg des Staates als Priorität setzen und somit den Frieden unterordnen. Jeder Staat ist sein eigener Richter, deshalb wird Macht in seine Politik implementiert. Weil alle Staaten jederzeit Macht anwenden können, muss jeder Staat darauf vorbereitet sein, ebenfalls Macht anzuwenden. Kann ein Staat keine Macht als Antwort auf die Macht eines anderen Staates entgegensetzen, so zahlt es den Preis des Schwächeren.
In einer Kooperation, in der alle dasselbe Ziel und alle die gleichen Interessen verfolgen, kann man sich trotzdem nicht auf die anderen verlassen. Staaten sind immer als Akteure zu identifizieren und bilden mit ihrem Handeln, den Rahmen der internationalen Beziehungen ab.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung bettet die Problematik in den historischen Kontext des Kalten Krieges ein und führt in die wissenschaftliche Fragestellung ein.
Kapitel I – Die Theorie des Realismus: Dieses Kapitel erläutert die Genese des Neorealismus und arbeitet die wesentlichen Differenzen zum klassischen Realismus heraus.
Kapitel II – Die Theoretiker: Hier werden die theoretischen Fundamente von Hans Joachim Morgenthau und Kenneth Neal Waltz detailliert dargestellt.
Kapitel III – Die Kuba-Krise: Das Kapitel bietet eine chronologische Aufarbeitung der Ereignisse der Kuba-Krise von 1962 bis zur diplomatischen Lösung.
Kapitel IV – Die Analyse: Im Hauptteil werden die theoretischen Erkenntnisse auf das Fallbeispiel der Kuba-Krise angewandt, um das Verhalten der Akteure zu erklären.
Fazit: Das Fazit resümiert die Eignung des Neorealismus zur Analyse des Konflikts und diskutiert die Grenzen der Theorie.
Schlüsselwörter
Neorealismus, Kuba-Krise, Kalter Krieg, Machtpolitik, Balance of Power, Anarchie, Kenneth Neal Waltz, Hans Joachim Morgenthau, Internationale Beziehungen, Wettrüsten, Selbsthilfe, Außenpolitik, Sicherheit, Nullsummenspiel, Staatenwelt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Kuba-Krise des Jahres 1962 aus der spezifischen theoretischen Perspektive des Neorealismus.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Themen umfassen die Theorieentwicklung des Realismus, die Analyse von Machtstrukturen im internationalen System und deren Anwendung auf reale politische Krisensituationen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die hochgefährliche Zuspitzung der Kuba-Krise mittels neorealistischer Konzepte wie der „Balance of Power“ erklärbar zu machen.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und deren Anwendung auf ein historisches Fallbeispiel im Rahmen der politikwissenschaftlichen Forschung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Realismus und Neorealismus sowie eine detaillierte Analyse der Kuba-Krise anhand dieser theoretischen Leitlinien.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Untersuchung am besten?
Neorealismus, Machtpolitik, Balance of Power, internationale Beziehungen und staatliche Selbsterhaltung sind die prägenden Begriffe.
Warum wird im Kontext der Kuba-Krise das „Zero-Sum Game“ herangezogen?
Es dient dazu, das Problem der Machtverteilung zu verdeutlichen, bei dem der Machtzuwachs eines Staates unmittelbar als Bedrohung und Machtverlust des anderen wahrgenommen wird.
Welche Bedeutung kommt der „Prestigepolitik“ in der Analyse zu?
Die Prestigepolitik wird als Instrument beschrieben, das von Staaten genutzt wird, um ihre Machtposition im System zu sichern oder zu erweitern, was im Falle Kubas zum Wettrüsten führte.
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- Leon Kremer (Author), 2018, Die Kuba-Krise. Eine neorealistische Perspektive, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415755