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Funktionen des Mahls im Mittelalter

Auf Basis Gerd Althoffs Artikel "Fest und Bündnis" und "Der frieden-, bündnis- und gemeinschaftsstiftende Charakter des Mahles im früheren Mittelalter"

Titre: Funktionen des Mahls im Mittelalter

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2018 , 14 Pages , Note: 3,0

Autor:in: Carmen Hassler (Auteur)

Didactique de l'Allemand - Histoire littéraire, Epoques
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In der folgenden Arbeit gebe ich die Artikel Gerd Althoff’s „Fest und Bündnis“ und „Der frieden-, bündnis- und gesellschaftsstiftende Charakter des Mahles im früheren Mittelalter“, unterstützt anhand von wissenschaftlicher Sekundärliteratur und den mündlich überlieferten Informationen des Seminars „Ältere deutsche Sprache und Literatur: Essen und Trinken in der mittelalterlichen Literatur" wieder.
Wann das Mittelalter beginnt und aufhört, ist nicht konkret geregelt. Es gibt nur einige Ereignisse, an denen man sich in etwa orientiert und aufgrund welcher man eine Abgrenzung zu den vorherigen und nachstehenden Epochen ziehen kann.
[...]

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wie begann man ein Mahl im Mittelalter?

Anlässe

Taufen

Gemeinschaftsbewusstsein

Totenmahl

Verbrüderungen

Verweigerung / Bündnissicherung

Gilden

Polemiken

Weitere Funktionen des Mahles

Verstöße

Fazit:

Vergleichende Aspekte zu anderen Texten

Welche Zeremonielle sind noch heute mit einem Mahl verbunden?

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den friedens-, bündnis- und gesellschaftsstiftenden Charakter von Mahlzeiten und Festen im frühen Mittelalter basierend auf den Analysen von Gerd Althoff.

  • Die politische und soziale Bedeutung ritueller Mahlzeiten
  • Mahlzeiten als Medium zur Bündnissicherung und Konfliktlösung
  • Die Funktion von Totenmählern und Verbrüderungen
  • Verstöße gegen die friedensstiftende Funktion und deren Konsequenzen
  • Vergleich der mittelalterlichen Mahl-Kontexte mit anderen literaturwissenschaftlichen Perspektiven

Auszug aus dem Buch

Wie begann man ein Mahl im Mittelalter?

Zunächst war es wichtig, dass eine Atmosphäre des Friedens und des Vertrauens geschaffen wurde. Männer und Frauen, sowie auch Männer und Männer küssten sich zur Begrüßung auf den Mund. Zum Zeichen des Friedens nahm man den Gästen die Waffen ab, da man sichergehen musste, dass bei so einem Gelage keine kriegerischen Absichten ausgeübt wurden. Man muss sich vorstellen, dass das Mittelalter eine waffentragende Gesellschaft war, die so gut wie niemanden Fremden vertraute und sich und seine Familie stets von Feinden und Eindringlingen schützen musste. Die Teilnehmer bekamen einen eigens für das Mahl angefertigten Mantel und wurden zu ihrem Platz geführt. Dabei musste man auch beachten, wer mit wem zusammengesetzt wurde, da es üblich war, nur aus einer Schüssel zu essen und aus einem Kelch zu trinken. Somit stärkte man den Zusammenhalt der Gesellschaft und schuf eine Atmosphäre des friedlichen Umgangs miteinander. Die Zusammensetzung der Gäste erfolgte nicht willkürlich, sondern wurde von den Gastgebern bestimmt.

Obwohl alles aufgeboten wurde, was die höfische Küche hergab, dienten solch große Mähler nicht dazu, mit dem eigenen Reichtum zu prahlen und die Herrschaft der königlichen Höfe zu zeigen, sondern sie hatten politische Funktionen, beispielsweise den Abschluss von Bündnissen. Solche Veranstaltungen eigneten sich besonders gut dazu, da man zum einen sehr viele Personen dazu einlud, die an solchen Verhandlungen ihr Mitspracherecht hatten und zum anderen, da durch die Feierlichkeiten eine positive Grundstimmung geschaffen wurde. Neben Speis, Trank und Unterhaltung war es wichtig, die Gäste ordentlich zu beschenken, da diese meist einen weiten Weg hinter sich gelassen und auch noch vor sich hatten. Diese Schenkungen hatten also die Funktion der gegenseitigen Ehrung. Die Einladung zu so einem Fest hatte meist auch eine Gegeneinladung zur Folge. Gleich wie die Begrüßung verlief auch der Abschied durch eine aufwändige Zeremonie weitgehend in Frieden.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung der Forschungsbasis und Definition des historischen Rahmens sowie der gesellschaftlichen Bedeutung ritueller Mahlzeiten.

Wie begann man ein Mahl im Mittelalter?: Erläuterung der einleitenden Riten zur Vertrauensbildung und zur Gewährleistung der Sicherheit bei mittelalterlichen Festgelagen.

Anlässe: Aufzählung der verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Anlässe für große Mähler, wie Taufen oder Bündnisabschlüsse.

Taufen: Darstellung des Taufakts als politisches Zeremoniell, das oft in ein Festmahl und politische Vertragsschlüsse mündete.

Gemeinschaftsbewusstsein: Untersuchung der stiftenden Wirkung von Mahlzeiten für Sippen und Bündnisse, sowie Beispiele für den Missbrauch dieser Friedfertigkeit.

Totenmahl: Analyse der Funktion von Totenmählern zur Integration der Verstorbenen in die Gemeinschaft und zur Sicherung von Rechtshandlungen.

Verbrüderungen: Betrachtung der Bedeutung politischer und geistlicher Verbrüderungen als Instrument zur Einhaltung von Bündnissen.

Verweigerung / Bündnissicherung: Untersuchung der symbolischen Bedeutung von Verstößen gegen Tischregeln als Ausdruck politischer Konflikte.

Gilden: Beschreibung der Rolle von Gilden und ihrem Convivium als genossenschaftliche Absicherung ihrer Mitglieder.

Polemiken: Darstellung der kirchenkritischen Haltung gegenüber ausufernden Gelagen und den daraus resultierenden Verboten.

Weitere Funktionen des Mahles: Untersuchung der Rolle von Mahlzeiten bei der Entscheidungsfindung und bei der Aufnahme neuer Mitglieder in Gemeinschaften.

Verstöße: Dokumentation von Beispielen, bei denen Festgelage gezielt für Gewalt oder Heimtücke instrumentalisiert wurden.

Fazit:: Zusammenfassende Betrachtung der rituellen Bedeutung des gemeinsamen Essens zur Friedens- und Bündnissicherung im Mittelalter.

Vergleichende Aspekte zu anderen Texten: Wissenschaftlicher Vergleich der Arbeit mit anderen Autoren zu den Themen Fest, Integration und sozialer Ausgrenzung.

Welche Zeremonielle sind noch heute mit einem Mahl verbunden?: Reflexion über die heutige Bedeutung ritueller Mahlzeiten im Vergleich zur mittelalterlichen Tradition.

Schlüsselwörter

Mittelalter, Festmahl, Bündnissicherung, Gemeinschaftsbewusstsein, Totenmahl, Verbrüderung, Politik, Zeremoniell, soziale Integration, Friedensstiftung, Genossenschaft, Gilden, höfische Kultur, Rechtshandlung, Tischregeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet die vielfältigen Funktionen von Mahlzeiten und Festen im frühen Mittelalter, insbesondere deren Rolle bei der Stiftung von Frieden, Bündnissen und Gemeinschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die soziale Dimension des Speisens, die politische Bedeutung bei Vertragsschlüssen, die Rolle von Gruppenbildungen sowie die religiösen Aspekte des Totengedenkens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den „friedens-, bündnis- und gesellschaftsstiftenden Charakter“ des Mahls im früheren Mittelalter anhand der Theorien von Gerd Althoff und ergänzender Fachliteratur aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, bei der zentrale Artikel von Gerd Althoff und anderen Experten vergleichend ausgewertet und interpretiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Anlässe wie Taufen, Totenmähler und Bündnisfeiern und analysiert die dabei geltenden Sitten, die politischen Funktionen sowie mögliche Verstöße gegen die rituelle Friedensordnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Mittelalter, Bündnissicherung, gemeinschaftsstiftendes Ritual, Festmahl, soziale Integration und politische Kommunikation.

Wie wurde die Rolle des Totenmahls historisch begründet?

Das Totenmahl diente dazu, eine Gemeinschaft zwischen den Lebenden und den Verstorbenen zu simulieren, um Rache zu vermeiden und die Toten für die Lebenden positiv zu stimmen.

Warum galten Mahlzeiten als ungeeignet für „öffentliche Gewalten“?

Da der Eid bei Gelagen sehr starke Schutzbündnisse zwischen Individuen stiftete, sahen öffentliche Gewalten darin eine Gefahr, da sich die Beteiligten in Streitfällen gegenseitig vor dem Zugriff des Gesetzes schützen konnten.

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Titre
Funktionen des Mahls im Mittelalter
Sous-titre
Auf Basis Gerd Althoffs Artikel "Fest und Bündnis" und "Der frieden-, bündnis- und gemeinschaftsstiftende Charakter des Mahles im früheren Mittelalter"
Université
University of Innsbruck  (Germanistik)
Cours
Ältere deutsche Sprache und Literatur: Essen und Trinken in der mittelalterlichen Literatur
Note
3,0
Auteur
Carmen Hassler (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
14
N° de catalogue
V415893
ISBN (ebook)
9783668657878
ISBN (Livre)
9783668657885
Langue
allemand
mots-clé
funktionen mahls mittelalter basis gerd althoffs artikel fest bündnis charakter mahles
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Carmen Hassler (Auteur), 2018, Funktionen des Mahls im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415893
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Extrait de  14  pages
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