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Prospect Theory. Unkorrekte Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten

Titel: Prospect Theory. Unkorrekte Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten

Bachelorarbeit , 2018 , 28 Seiten , Note: 2

Autor:in: Migen Rama (Autor:in)

BWL - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wir treffen täglich Entscheidungen, seien es triviale Entscheidungen wie das Einkaufen von Lebensmitteln oder lebensverändernde Entscheidungen wie den Lebenspartner oder Beruf auszusuchen. Die Schwierigkeit Entscheidungen zu treffen liegt nicht an den vielzähligen möglichen Alternativen, sondern an der Unsicherheit der zukünftigen Folgen der gewählten Handlungsalternative.

Die zukünftigen Folgen sind im Vorfeld nicht bestimmbar, da man zum Beispiel nicht weiß, ob man ein Gerichtsverfahren gewinnt oder ob ein Produkt den Markt erobern wird. Ist die Entscheidung die man treffen muss komplex und mit einer großen Anzahl von Alternativen mit großen Unsicherheiten verbunden, so gewinnen Verfahren, die eine systematische Entscheidungsfindung besitzen an Bedeutung.

Es gibt zwei Theorien die Entscheidungsträgern die Auswahlmöglichkeit erleichtern sollen, die präskriptive und deskriptive Entscheidungstheorie. In dieser wissenschaftlichen Arbeit beziehen wir uns hauptsächlich auf die deskriptive Entscheidungstheorie. In der deskriptiven Entscheidungstheorie ist der von Daniel Kahneman und Amos Tversky veröffentlichte Artikel "Prospect Theory: An Analysis of Decision under Risk" vertreten.

In diesem Artikel wurde aufgezeigt, dass die Erwartungsnutzentheorie von den tatsächlichen Entscheidungen abweicht. Diese Abweichungen oder auch Verzerrungen werden Bias genannt und beeinflussen die Entscheidungsträger. In den folgenden Kapiteln werden diese Bias aufgezählt und es werden Maßnahmen erläutert wie man diese Verzerrungen im Controlling mildern kann.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ziel der Arbeit

1.2 Literaturrecherche

1.3 Struktur der Arbeit

2. Erwartungsnutzentheorie

2.1 Grundlagen der Erwartungsnutzentheorie

2.2 Axiom 1: Unabhängigkeit

2.3 Axiom 2: Dominanz

2.4 Axiom 3: Invarianz

2.5 Kritik an der Erwartungsnutzentheorie

3. Prospect Theory - PT (1979)

3.1 Grundlagen der Prospect Theory

3.2 Editierungsphase

3.2.1 Coding

3.2.2 Combination

3.2.3 Segregation

3.2.4 Cancellation

3.2.5 Simplification

3.2.6 Detection Of Dominance

3.3 Evaluationsphase

3.3.1 Nutzenfunktion

3.3.2 Wertefunktion

3.3.3 Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion

3.4 Kritik an der Prospect Theory (1979)

4. Cumulative Prospect Theory (CPT)

4.1 Grundlagen der Cumulative Prospect Theory

4.2 Verlauf der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion

4.3 Kritik an der Cumulative Prospect Theory

5. Der Referenzpunkteffekt als Ursache für Cognitive Bias

5.1 Verlustaversion

5.2 Endowment-Effekt

5.3 Status Quo-Bias

5.4 Anchoring-Effekt

5.5 Abnehmende Sensitivität

6. Maßnahmen im Controlling gegen Cognitive Bias

6.1 Milderung der Verlustaversion

6.2 Milderung des Endowment-Effektes

6.3 Milderung des Status Quo-Bias

6.4 Milderung des Anchoring-Effektes

7. Conclusio

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Verzerrungen bei menschlichen Entscheidungsprozessen unter Risiko und Unsicherheit, wobei sie sich primär auf die deskriptive Entscheidungstheorie stützt. Das Ziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Entscheidungen gemäß der Prospect Theory und der erweiterten Cumulative Prospect Theory getroffen werden, und konkrete Strategien für das Controlling zu entwickeln, um systembedingte Urteilsfehler (Cognitive Bias) im Unternehmenskontext zu minimieren.

  • Analyse der Unterschiede zwischen der normativen Erwartungsnutzentheorie und der deskriptiven Prospect Theory.
  • Erforschung zentraler psychologischer Mechanismen wie Verlustaversion, Endowment-Effekt und Anchoring-Effekt.
  • Untersuchung der mathematischen und konzeptionellen Erweiterungen der Cumulative Prospect Theory.
  • Ableitung praxisnaher Handlungsempfehlungen für das Controlling zur Reduzierung von Fehlentscheidungen.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Coding

Riskante Alternativen werden immer mit dem Einbezug eines Referenzpunktes bewertet, welches auch eine der wichtigsten Errungenschaften der Prospect Theorie ist. Der Referenzpunkt wird festgelegt und die Folgen der Handlungsalternativen werden anhand dieses Referenzpunktes bewertet. Liegt die Bewertung unterhalb des Punktes, werden sie als Verluste angesehen und liegen sie oberhalb, werden sie als Gewinne angesehen. Die Festlegung des Referenzpunktes erfolgt während des Codings eines Entscheidungsproblems. Meistens wird der Punkt nach den derzeitigen Vermögensausstattungen, dem Status quo, festgelegt. Kahneman und Tversky erwähnen, dass der Referenzpunkt von anderen Faktoren auch abhängig sein kann, jedoch werden diese Faktoren nicht beschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert das Thema, definiert die Forschungsziele und legt die inhaltliche Struktur der Bachelorarbeit dar.

2. Erwartungsnutzentheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der klassischen Erwartungsnutzentheorie (EUT) sowie deren konstituierende Axiome vorgestellt.

3. Prospect Theory - PT (1979): Das Kapitel erläutert die ursprüngliche Prospect Theory mit den Phasen der Editierung und Evaluation sowie die entsprechenden Funktionsmodelle.

4. Cumulative Prospect Theory (CPT): Es wird die erweiterte Fassung der Theorie präsentiert, die insbesondere die Anwendbarkeit auf komplexere Entscheidungssituationen verbessert.

5. Der Referenzpunkteffekt als Ursache für Cognitive Bias: Hier werden fünf zentrale Verzerrungen, darunter Verlustaversion und Endowment-Effekt, in Bezug auf den Referenzpunkt analysiert.

6. Maßnahmen im Controlling gegen Cognitive Bias: Dieses Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse in die Praxis und schlägt Methoden zur Bias-Milderung im unternehmerischen Controlling vor.

7. Conclusio: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einem persönlichen Resümee über die Bedeutung der deskriptiven Entscheidungstheorie.

Schlüsselwörter

Prospect Theory, Cumulative Prospect Theory, Erwartungsnutzentheorie, Verlustaversion, Endowment-Effekt, Status Quo-Bias, Anchoring-Effekt, Referenzpunkt, Cognitive Bias, Controlling, Entscheidungspsychologie, Deskriptive Entscheidungstheorie, Nutzenfunktion, Risiko, Unsicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die deskriptive Entscheidungstheorie und untersucht, wie Individuen bei riskanten Entscheidungen systematisch von rationalen Modellen abweichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Prospect Theory, die Cumulative Prospect Theory und deren Anwendung auf verhaltensökonomische Verzerrungen (Cognitive Bias) im Controlling.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Prozesse hinter der unkorrekten Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten aufzudecken und Methoden zur Milderung dieser Fehler im Controlling zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse von Fachliteratur, wissenschaftlichen Artikeln und empirischen Experimenten von Kahneman und Tversky basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Prospect-Modelle und die detaillierte Beschreibung spezifischer kognitiver Verzerrungen sowie deren praktische Gegenmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Prospect Theory, Verlustaversion, Referenzpunkteffekt, Cognitive Bias und Controlling.

Warum wird der Status Quo als Referenzpunkt so stark betont?

Der Referenzpunkt bildet in der Prospect Theory das Fundament für die subjektive Bewertung von Gewinnen und Verlusten, anstatt von absoluten Vermögenszuständen auszugehen.

Welche Rolle spielt die Verlustaversion im Controlling?

Verlustaversion führt dazu, dass Entscheider Risiken vermeiden, um Verluste zu umgehen, was strategisch Fehlentscheidungen provozieren kann, die durch besseres Risikomanagement korrigiert werden müssen.

Wie kann das Controlling den Ankereffekt mildern?

Eine Maßnahme ist die Entkoppelung von Verhandlungen durch gleichzeitige Angebotsabgabe oder die Umstellung von absoluten Währungsbeträgen auf prozentuale Angaben bei Preisänderungen.

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Details

Titel
Prospect Theory. Unkorrekte Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten
Note
2
Autor
Migen Rama (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
28
Katalognummer
V415959
ISBN (eBook)
9783668657946
ISBN (Buch)
9783668657953
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Prospect Theory Comulative Prospect Theory Unkorrekte Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Migen Rama (Autor:in), 2018, Prospect Theory. Unkorrekte Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/415959
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Leseprobe aus  28  Seiten
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