Die Vereinten Nationen (UN) werfen der Bundesrepublik Deutschland institutionellen Rassismus vor. Zu dieser Feststellung ist eine Arbeitsgruppe der UN für Menschen afrikanischer Abstammung gekommen. In einem Artikel der Wochenzeitung „DIE ZEIT“ vom 27.02.2017 kritisiert ein Expertenteam die aktuelle Lage, insbesondere von Menschen afrikanischer Herkunft in Deutschland und fordert die Regierung auf, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Besonders das praktizierte „Racial Profiling“ müsse durch Änderungen der Gesetze vom Gesetzgeber verboten werden.
Diese Studienarbeit soll näher auf dieses aktuelle und wichtige Thema eingehen und einen anschaulichen Einblick auf die Lage in Deutschland geben.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Institutioneller Rassismus
- Was ist Rassismus?
- Der Begriff der „Rasse“
- Alltagsrassismus
- Institutioneller Rassismus
- Rassismus in der Polizeiarbeit
- Racial Profiling und der Verstoß gegen das Grundgesetz
- Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt
- Der Fall Taio S
- Der Fall Mali T
- Auswertung
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit analysiert das Phänomen des institutionellen Rassismus in Deutschland, insbesondere im Kontext von Racial Profiling in der Polizeiarbeit. Die Arbeit beleuchtet die Problematik der „Rasse“ als Kategorie und ihre wissenschaftliche Unsinnigkeit. Sie geht auf die Definition von Rassismus und seine verschiedenen Ausprägungen, wie Alltagsrassismus und institutionellen Rassismus, ein.
- Der Begriff „Rasse“ als wissenschaftlich nicht haltbar
- Die Problematik von Racial Profiling in der Polizeiarbeit
- Die Bedeutung des Grundgesetzes im Zusammenhang mit Racial Profiling
- Beispiele für rassistische Polizeigewalt in Deutschland
- Institutionelle Strukturen des Rassismus in Deutschland
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt das Thema „Institutioneller Rassismus in Deutschland – Racial Profiling in der Polizeiarbeit“ vor und beleuchtet den aktuellen Stand der Debatte.
- Kapitel 2 erläutert den Begriff des Rassismus, differenziert zwischen Alltagsrassismus und institutionellem Rassismus und beleuchtet die Problematik des Rassenbegriffs.
- Kapitel 3 analysiert das Konzept des Racial Profiling in der Polizeiarbeit, beleuchtet dessen Verstoß gegen das Grundgesetz und präsentiert die „Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt“ sowie ausgewählte Fälle, die die Problematik veranschaulichen.
Schlüsselwörter
Rassismus, Institutioneller Rassismus, Racial Profiling, Polizeigewalt, Grundgesetz, Diskriminierung, Menschenrechte, Gleichheit, Gleichberechtigung, Deutschland, „Rasse“
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter „Racial Profiling“?
Racial Profiling bezeichnet polizeiliche Maßnahmen (wie Kontrollen), die allein aufgrund der äußeren Erscheinung oder vermuteten ethnischen Herkunft einer Person durchgeführt werden.
Was ist institutioneller Rassismus?
Es handelt sich um Rassismus, der in den Strukturen, Gesetzen oder Abläufen von Institutionen (z.B. Polizei oder Behörden) verankert ist, unabhängig von individuellen Vorurteilen.
Verstößt Racial Profiling gegen das Grundgesetz?
Ja, es steht im Widerspruch zum Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes, das besagt, dass niemand wegen seiner Abstammung oder Rasse benachteiligt werden darf.
Welche Kritik äußerten die Vereinten Nationen (UN) an Deutschland?
Eine UN-Arbeitsgruppe warf Deutschland institutionellen Rassismus vor und forderte gesetzliche Verbote von Racial Profiling sowie bessere Schutzmaßnahmen für betroffene Gruppen.
Warum ist der Begriff „Rasse“ problematisch?
Der Begriff ist wissenschaftlich nicht haltbar, da es beim Menschen keine biologischen Rassen gibt; seine Verwendung wird in der Arbeit daher kritisch hinterfragt.
- Quote paper
- Patrick Reng (Author), 2018, Institutioneller Rassismus in Deutschland? Racial Profiling in der Polizeiarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416035