Die linguistische Gesprächsanalyse


Hausarbeit, 2017

23 Seiten, Note: 1,00


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Gespräch als Gegenstand der Gesprächsanalyse
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Gesprächsbereiche und Systematik von Gesprächen

3 Die linguistische Gesprächsanalyse
3.1 Geschichtlicher Abriss der linguistischen Gesprächsanalyse
3.2 Definition und Aufgaben
3.3 Gütekriterien der linguistischen Gesprächsanalyse

4 Analysekategorien der Gesprächsanalyse
4.1 Der Gesprächsschritt
4.2 Die Gesprächssequenz
4.3 Die Gesprächsphasen
4.3.1 Eröffnungsphase
4.3.2 Gesprächsmitte
4.3.3 Beendigungsphase
4.4 Para- und nonverbale Analyseaspekte

5 Die Transkription
5.1.1 Definition
5.1.2 Zweck und Datengrundlage
5.1.3 Überblick: Arten von Transkriptionssystemen

6 Anwendungsbezug auf den Deutsch als Zweit- und Fremdspracheunterricht

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Beispiel für eine bestätigende Sequenz

Abb. 2: Schematische Darstellung korrektiver Sequenzen

Abb. 3: Beispiel für eine korrektive Sequenz

Abb. 4: Beispiel zum Transkriptionssystem GAT

1 Einleitung

Gespräche und damit die mündliche Sprache im Allgemeinen gehören zu den wichtigsten Elementen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens eines jeden Menschen. Sprache be- gegnet uns dabei sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form. Jeden Tag treten wir in kommunikative Interaktionen mit anderen Menschen und führen dabei Gespräche unter- schiedlichster Art - sei es mit Freunden1, mit Familienmitgliedern oder Ärzten. Gespräche begleiten uns von unserem ersten Lebenstag an. Daher stellt die Mündlichkeit einen wichtigen Bestandteil unseres Lebens dar. Sie spielt nicht nur in unserem Alltag eine besondere Rolle, sondern steht auch im unterrichtlichen Kontext im Vordergrund, da dieser meist überwiegend mündlich abgehalten wird. Insbesondere im Deutsch als Zweit- und Fremdspracheunterricht gilt es, Sprache mit Hilfe speziell entwickelter Materialien präzise und strukturiert zu vermit- teln und zu fördern. Aufgrund dieser Allgegenwärtigkeit hat sich die Linguistik mit der Ana- lyse von Gesprächen und damit mit den Besonderheiten von Sprache und Kommunikation beschäftigt. Ein wichtiges Analyseinstrument hierfür stellt die linguistische Gesprächsanalyse dar, deren Darstellung im Mittelpunkt dieser Arbeit steht.

Zu Beginn erfolgen eine Begriffsdefinition, eine kurze Einführung in die Gesprächsbereiche und eine mögliche Systematik von Gesprächen. Im Anschluss daran wird das eigentliche Thema der Hausarbeit, die linguistische Gesprächsanalyse vorgestellt. Einleitend soll hierzu zunächst ein knapper Überblick über deren geschichtlichen Entwicklung gegeben und der Begriff der Gesprächsanalyse an sich geklärt werden. Nach der Beschreibung der wesentli- chen Aufgaben einer linguistischen Gesprächsanalyse und der Darstellung der Gütekriterien werden die unterschiedlichen Analysekategorien dargestellt. Hierunter zählen der Gesprächs- schritt, die Gesprächssequenz, die einzelnen Gesprächsphasen sowie para- und nonverbale Analyseaspekte. Anschließend soll näher auf das Transkribieren, welches einen wichtigen Bereich innerhalb der linguistischen Gesprächsanalyse darstellt, eingegangen werden. Hierzu erfolgt zunächst eine Definition des Begriffs Transkription und der Zweck des Transkribie- rens sowie deren Datengrundlage. Abschließend soll noch ein kurzer Überblick über die sich im Laufe der Zeit etablierten Transkriptionssysteme gegeben werden. Im Anschluss daran wird auf den Anwendungsbezug der Gesprächsanalyse im Deutsch als Zweit- und Fremdspra- chenunterricht eingegangen. Zur Abrundung der Arbeit erfolgt ein kurzes Fazit zur linguisti- schen Gesprächsanalyse.

2 Das Gespräch als Gegenstand der Gesprächsanalyse

Grundlage der linguistischen Gesprächsanalyse bildet das Gespräch. Wie einleitend erwähnt, nimmt dieses einen Großteil unseres Lebens ein und begleitet uns von Beginn an. Aufgrund der hohen Bedeutsamkeit des Gesprächs für jede Gesellschaft ist die Beschäftigung der Linguistik mit diesem Gegenstand naheliegend. In den folgenden Unterpunkten soll daher kurz auf die Begriffsdefinition der Kategorie Gespräch sowie auf die verschiedenen Gesprächsbereiche und der Systematik von Gesprächen eingegangen werden.

2.1 Begriffsbestimmung

In der Literatur wird zwischen einer alltagssprachlichen Begriffsdefinition und einer linguistischen Definition des Begriffs Gesprächs unterschieden.

In der alltagssprachlichen Begriffsbestimmung wird dasGesprächals „Grundeinheit mensch- licher Rede“ (Henne/ Rehbock 2001: 6) bezeichnet. Das Gespräch findet demnach in verbaler Kommunikation statt, bei der Gedanken in Rede und Gegenrede über ein bestimmtes Thema mündlich ausgetauscht werden (vgl. www.duden.de). Diese Definition impliziert wiederum, dass mit der Kategorie Gespräch stets ein `längerer Wechsel von Rede und Gegenrede zwi- schen zwei oder mehreren Personen´ (Klappenbach/ Steinitz 1967: 1568, zit.n. Brinker/ Sager 2010: 11) gemeint ist. Gespräche werden demnach durch Sprecher und Hörer gemeinsam her- gestellt. Dieses Gemeinsame des Sprechers und Hörers wird bereits im Präfixge-des Begrif- fes deutlich (vgl. Henne/ Rehbock 2001: 6).

Zusammenfassend lassen sich für die alltagssprachliche Begriffsbestimmung des Gesprächsbegriffs folgende konstitutive Merkmale festhalten: Nach Brinker/ Sager sind am Gespräch mindestens zwei Interaktanten beteiligt, die ihre Sprecher- und Hörerrolle regelmäßig wechseln (vgl. Punkt 4.1). Weiter zeichnet es sich durch eine mündliche Realisierung sowie durch die Ausrichtung auf ein bestimmtes Thema aus (vgl. Brinker/ Sager 2010: 11). Ungeheuer nennt weiter als Charakteristikum den Wechsel von Themeninitiierung und Themenakzeptierung als auch die gegenseitige Akzeptanz der Gesprächsteilnehmer untereinander (vgl. Ungeheuer 1974: 4, zit.n. Henne/ Rehbock 2001: 7).

Die linguistische Gesprächsdefinition knüpft direkt an die eben dargestellte alltagssprachliche Begriffsklärung an. K. Brinker und S. F. Sager nennen hierzu folgende Definition:

[Das] `Gespräch´ ist eine begrenzte Folge von sprachlichen Äußerungen, die dia- logisch ausgerichtet ist und eine thematische Orientierung aufweist. (Brinker/ Sa- ger 2010: 12)

Aus dieser zitierten Begriffsbestimmung geht hervor, dass das Gespräch in der Linguistik als eine Folge von sprachlichen Äußerungen bezeichnet wird. Eine

`Äußerung´ wird in der strukturalistischen Linguistik als beliebiger Abschnitt in der Rede einer einzigen Person definiert, vor und nach welchem die Person schweigt (Harris 1951: 14, zit.n. Brinker/ Sager 2010: 12f.)

Weiter wird damit nochmals das Kriterium der Mündlichkeit betont (vgl. Brinker/ Sager 2010: 13). Zwar handelt es sich hierbei um sprachliche Äußerungen, jedoch werden in dieser linguistischen Definition auch para- und nonverbale Aspekte in den Mittelpunkt der Analyse gezogen (vgl. a.a.O. 12). Wie bereits die zu Beginn alltagssprachlich angeführte Begriffsklä- rung geht auch die Linguistik davon aus, dass es sich nur um ein Gespräch handeln kann, „wenn mindestens zwei Personen sprachlich miteinander kommunizieren und wenigstens einmal einen Sprecherwechsel vollziehen“ (a.a.O. 13). Gespräche sind also immer dialogisch ausgerichtet. Demnach treten im Unterschied zum schriftlich gedruckten Text die Gesprächs- teilnehmer hier in einen unmittelbaren Kontakt, auch alsface-to-facebezeichnet (vgl. ebd.; Becker-Mrotzek/ Brünner 2006: 20). Des Weiteren muss zwischen den oben erklärten sprach- lichen „Äußerungen ein thematischer Zusammenhang bestehen […], wenn die Äußerungsfol- ge als Gespräch gelten soll“ (ebd.). Zudem werden im Gegensatz zur alltagssprachlichen De- finition hier die Aspekte Einleitungs- und Beendigungsphase hinzugenommen.

Durch die enger gefasste Begriffsbestimmung des Gesprächs in der Linguistik ist die linguis- tische Definition geeigneter für das Forschungsfeld der Gesprächsanalyse. Einen Überblick über die verschiedenen Gesprächsbereiche und die Systematik von Gesprächen gibt der fol- gende Unterpunkt.

2.2 Gesprächsbereiche und Systematik von Gesprächen

Nach H. Henne und H. Rehbock zählen zu den Gesprächsbereichen der deutschen Standardsprache folgende Kategorien: 1) Persönliche Unterhaltung, 2) Feier-, Biertisch-, Thekengespräche, 3) Spielgespräche, 4) Werkstatt-, Labor-, Feldgespräche, 5) Kauf- und Verkaufsgespräche, 6) Kolloquien, Konferenzen, Diskussionen, 7) Mediengespräche, Interviews, 8) Unterrichtsgespräche, 9) Beratungsgespräche, 10) Amtsgespräche sowie 11) Gerichtsgespräche (vgl. Henne/ Rehbock 2001: 26).

Gespräche lassen sich neben den eben genannten Bereichen auch in folgende Systematik unterteilen (vgl. a.a.O. 26ff.):

Die erste Kategorie bilden die Gesprächsgattungen. Hierunter fallen natürliche Gespräche und fiktive beziehungsweise fiktionale Gespräche. Erstere lassen sich weiter unterteilen in natürli- che, spontane oder natürliche, arrangierte Gespräche. Natürliche, spontane Gespräche umfas- sen echte Gespräche, die unvorbereitet und spontan geführt werden. Natürliche, arrangierte Gespräche hingegen zeichnen sich durch einen längeren Vorbereitungszeitraum aus und gel- ten somit als arrangiert. Fiktive Gespräche sind zu einem bestimmten Zweck entworfen, bei- spielsweise fallen hierunter die bereits oben genannten Unterrichtsgespräche, fiktionale Ge- spräche besitzen hingegen Aufführungscharakter. Hier sind Beispiele wie Fernsehspiele oder Theateraufführungen zu nennen. Die zweite Kategorie betrifft das Raum - Zeit- Verhältnis, also den situationellen Kontext. Hier wird zwischen der Nahkommunikation, also der face-to- face- Kommunikation und der Fernsehkommunikation, die sich zwar wie erstere durch Simul- tanität auszeichnet, aber räumlich fern stattfindet, unterschieden. Die dritte Kategorie umfasst die Konstellation der Gesprächspartner. Unterschieden werden in dieser Kategorie die Subka- tegorien interpersonales dyadisches Gespräch und das Gruppengespräch, welches zum einen in Klein- als auch in Großgruppen stattfinden kann. Die vierte Systematik nennt den Grad der Öffentlichkeit: Gespräche können sowohl privat und öffentlich als auch nicht öffentlich be- ziehungsweise nur halb öffentlich stattfinden, indem sie nur bestimmte Teilnehmer am Ge- spräch zulassen. Die fünfte Kategorie betrifft das soziale Verhältnis der Gesprächspartner. Subkategorien hierzu sind das symmetrische oder asymmetrische Verhältnis, anthropologisch bedingte Konstellationen wie zum Beispiel Erwachsener - Kind- Verhältnis, soziokulturell bedingten Umstand, darunter fallen institutionell oder gesellschaftlich bedingte Machtverhält- nisse, fachlich oder sachlich bedingte Konstellationen und zuletzt gesprächsstrukturell be- dingte Sachverhalte wie Interviews oder Befragungen. Die sechste Kategorie bilden die Hand- lungsdimensionen des Gesprächs. Subkategorien sind hier direktiv, narrativ und diskursiv, wobei letztere wiederum unterteilt werden kann in alltäglich und wissenschaftlich. Die siebte Kategorie der Systematik von Gesprächen betrifft den Bekanntheitsgrad der Gesprächsteil- nehmer. Unterschieden wird hier zwischen vertraut, befreundet, bekannt, flüchtig bekannt oder sogar unbekannt. Die achte Kategorie umfasst den Grad der Vorbereitetheit der Ge- sprächspartner. Die Teilnehmer können entweder gezielt vorbereitet sein, beispielsweise bei einer Präsentation, routiniert vorbereitet oder nicht vorbereitet sein. Die vorletzte Kategorie bildet die Themafixiertheit des Gesprächs. Unterschieden wird hier zwischen nicht themafi- xiert, themabereichfixiert und speziell themafixiert. Die letzte und damit zehnte Kategorie betrifft das Verhältnis von Kommunikation und nichtsprachlichem Handeln, unterteilt in empraktisch und apraktisch.

Alle angeführten Punkte sollen nur einen groben Überblick über die Vielzahl an Gesprächsbe- reichen und der umfassenden Systematik von Gesprächen geben. Aufgrund des kleinen Rahmens dieser Hausarbeit wird an dieser Stelle explizit auf das Werk von H. Henne und H. Rehbock „Einführung in die Gesprächsanalyse“ (Henne/ Rehbock 2001) verwiesen.

Die linguistische Gesprächsanalyse beschäftigt sich überwiegend mit der Analyse natürlicher Alltagsgespräche der Gegenwartssprache. Gesprächsgattungen wie die oben angeführten fiktionalen Gespräche werden hingegen nicht zum Gegenstand der Analyse gemacht (vgl. Brinker/ Sager 2010: 15).

3 Die linguistische Gesprächsanalyse

Nachdem nun die wesentlichen Merkmale, die Gesprächsbereiche und die Systematik von Gesprächen aufgezeigt wurden, soll im Folgenden gezielt auf die linguistische Gesprächsanalyse eingegangen werden.

3.1 Geschichtlicher Abriss der linguistischen Gesprächsanalyse

Grundsteine für die linguistische Gesprächsanalyse, wie wir sie heute kennen, werden erst- mals in den 60er Jahren gelegt. In diesem Zeitraum kommt es erstmals „[z]ur systematischen Erforschung der gesprochenen Sprache“ (Brinker/ Sager 2010: 16, Hervorhebung der Ver- fasser). Durch Pionierarbeiten, unter anderem von H. Zimmermann oder H. Rupp (vgl. ebd.), wird die Vorrangstellung des Geschriebenen nun als Gleichwertig mit dem Gesprochenen angesehen (vgl. ebd.). Mit dieser erstmaligen Beschäftigung mit dem Gesprochenen bildet die gesprochene Sprache „von nun an einen eigenständigen Forschungsschwerpunkt innerhalb der Linguistik“ (ebd.). In der Folgezeit kommt es vermehrt zu Textsammlungen `[…] gesproche- ner deutscher Standardsprache´ (ebd.), in denen vor allem der grammatische Aspekt - insbe- sondere „die Untersuchung syntaktischer Merkmale der gesprochenen im Kontrast zur ge- schriebenen Sprache“ (vgl. ebd.) im Mittelpunkt der Analyse stehen. Abgelöst wird dieser Untersuchungsschwerpunkt zu Beginn der 70er Jahren. Mit der pragmatischen Wende richtet die Gesprächsforschung nun ihre Aufmerksamkeit vermehrt auf situative und kommunikativ- funktionale Gesichtspunkte und erforscht insbesondere „[d]ie charakteristischen Merkmale der gesprochene[n] Sprache […] im Hinblick auf ihre Einbettung in den dialogischen Kon- text“ (ebd.). In der weiteren geschichtlichen Entwicklung wird die bisherige Gesprächsfor- schung vermehrt durch die aufkommende amerikanische ´conversational analysis´ (Brinker/ Sager 2010: 16f.; Henne/ Rehbock 2001: 1) und die angelsächsische Sprechakttheorie (vgl.

Brinker/ Sager 2010: 17) angeregt und beeinflusst. An dieser Stelle ist anzumerken, dass die Sprechakttheorie wohl den größten Einfluss ausgeübt hat, denn aus ihr werden größtenteils die unterschiedlichen Analyseeinheiten Gesprächsschritt, Gesprächssequenz und Gesprächsphase übernommen (vgl. Punkt 4.1 - 4.3). Durch die eben aufgeführten Meilensteine in der Entwicklung der linguistischen Gesprächsanalyse wird dann in der Mitte der 70er Jahre die bisherige Gesprächsforschung durch die Gesprächsanalyse abgelöst (vgl. Brinker/ Sager 2010: 18; Henne/ Rehbock 2001: 1).

3.2 Definition und Aufgaben

Dielinguistische Gesprächsanalyseist Teil der interpretativen und qualitativen Sozialfor- schung (vgl. Deppermann 2008: 10) und wird in der Literatur häufig gleichbedeutend mit den Begriffen „Konversationsanalyse“ (Kallmeyer/ Schütze 1976, zit.n. Henne/ Rehbock 2001:

1), „Diskursanalyse“ (Wunderlich 1976, zit.n. Henne/ Rehbock 2001: 1) oder „Linguistik desDialogs“ (Steger 1976, zit.n. Henne/ Rehbock 2001: 1). Die Gesprächsanalyse, wie sie sich seit Mitte der 70er Jahre in Deutschland etabliert hat, ist ein Untersuchungsverfahren, das materialgestützt die Verwendung von Sprache in alltäglichen, natürlichen Kommunikationssi- tuationen untersucht und analysiert (vgl. Henne/ Rehbock 2001: 19). Der linguistischen Ge- sprächsanalyse geht es also ausschließlich um die Erforschung der gesprochenen Sprache mit ihren speziellen Charakteristiken sprachlicher Äußerungen. Im Mittelpunkt der Analyse ste- hen dabei unter Anderem die

Prinzipien der Organisation und der Sinnbildung in Gesprächen […], denen die Interaktionsteilnehmer im Vollzug von Gesprächen folgen. (Deppermann 2008: 19)

Aufgabe der linguistischen Gesprächsanalyse ist demnach die Analyse von Techniken der Gesprächsführung, die Analyse der Prozeduren und kommunikativen Ressourcen, mit denen die Gesprächsteilnehmer ihren dialogischen Austausch gestalten und die Analyse der Struktu- rierungsprinzipien, die dabei eine wesentliche Rolle spielen (vgl. ebd.: 9). K. Brinker und S.

F. Sager legen diese Aufgaben nochmals in einer klaren Definition dar:

Die Gesprächsanalyse sieht es als ihre zentrale Aufgabe an, die Bedingungen und Regeln systematisch zu erforschen, die die `natürliche´ Gesprächskommunikation, d.h. dialogisches sprachliches Handeln in verschiedenen gesellschaftlichen Berei- chen (Alltag, Institution, Medien usw.), bestimmen. (Brinker/ Sager 2010: 19)

[...]


1Zur einfacheren Lesbarkeit wird in dieser Arbeit ausschließlich die männliche Form verwendet; es sind stets Personen männlichen und weiblichen Geschlechts gleichermaßen gemeint.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Die linguistische Gesprächsanalyse
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Methodendiskussion
Note
1,00
Autor
Jahr
2017
Seiten
23
Katalognummer
V416954
ISBN (eBook)
9783668663923
ISBN (Buch)
9783668663930
Dateigröße
594 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gespräch, Gesprächsanalyse, Linguistik, linguistische Gesprächsanalyse, Gütekriterien Gesprächsanalyse, Gesprächsschritt, Gesprächssequenz, Gesprächsphasen, paarverbal und nonverbal, Transkription
Arbeit zitieren
Linda Jirschitzka (Autor), 2017, Die linguistische Gesprächsanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416954

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