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Die linguistische Gesprächsanalyse

Título: Die linguistische Gesprächsanalyse

Trabajo Escrito , 2017 , 23 Páginas , Calificación: 1,00

Autor:in: Linda Jirschitzka (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Alemán como idioma extranjero
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Gespräche und damit die mündliche Sprache im Allgemeinen gehören zu den wichtigsten Elementen des gesellschaftlichen und beruflichen Lebens eines jeden Menschen. Sprache begegnet uns dabei sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form. Jeden Tag treten wir in kommunikative Interaktionen mit anderen Menschen und führen dabei Gespräche unterschiedlichster Art – sei es mit Freunden1, mit Familienmitgliedern oder Ärzten. Gespräche begleiten uns von unserem ersten Lebenstag an. Daher stellt die Mündlichkeit einen wichtigen Bestandteil unseres Lebens dar. Sie spielt nicht nur in unserem Alltag eine besondere Rolle, sondern steht auch im unterrichtlichen Kontext im Vordergrund, da dieser meist überwiegend mündlich abgehalten wird. Insbesondere im Deutsch als Zweit- und Fremdspracheunterricht gilt es, Sprache mit Hilfe speziell entwickelter Materialien präzise und strukturiert zu vermitteln und zu fördern. Aufgrund dieser Allgegenwärtigkeit hat sich die Linguistik mit der Analyse von Gesprächen und damit mit den Besonderheiten von Sprache und Kommunikation beschäftigt. Ein wichtiges Analyseinstrument hierfür stellt die linguistische Gesprächsanalyse dar, deren Darstellung im Mittelpunkt dieser Arbeit steht.

Zu Beginn erfolgen eine Begriffsdefinition, eine kurze Einführung in die Gesprächsbereiche und eine mögliche Systematik von Gesprächen. Im Anschluss daran wird das eigentliche Thema der Hausarbeit, die linguistische Gesprächsanalyse vorgestellt. Einleitend soll hierzu ein knapper Überblick über deren geschichtlichen Entwicklung gegeben und der Begriff der Gesprächsanalyse an sich geklärt werden. Nach der Beschreibung der wesentlichen Aufgaben einer linguistischen Gesprächsanalyse und der Darstellung der Gütekriterien werden die unterschiedlichen Analysekategorien dargestellt. Hierunter zählen der Gesprächsschritt, die Gesprächssequenz, die einzelnen Gesprächsphasen sowie para- und nonverbale Analyseaspekte. Anschließend soll näher auf das Transkribieren eingegangen werden. Hierzu erfolgen zunächst eine Definition des Begriffs Transkription und der Zweck des Transkribierens sowie deren Datengrundlage. Abschließend soll noch ein kurzer Überblick über die sich im Laufe der Zeit etablierten Transkriptionssystemen gegeben werden. Im Anschluss daran wird auf den Anwendungsbezug der Gesprächsanalyse im Deutsch als Zweit- und Fremdsprachenunterricht eingegangen. Zum Schluss erfolgt ein kurzes Fazit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Das Gespräch als Gegenstand der Gesprächsanalyse

2.1 Begriffsbestimmung

2.2 Gesprächsbereiche und Systematik von Gesprächen

3 Die linguistische Gesprächsanalyse

3.1 Geschichtlicher Abriss der linguistischen Gesprächsanalyse

3.2 Definition und Aufgaben

3.3 Gütekriterien der linguistischen Gesprächsanalyse

4 Analysekategorien der Gesprächsanalyse

4.1 Der Gesprächsschritt

4.2 Die Gesprächssequenz

4.3 Die Gesprächsphasen

4.3.1 Eröffnungsphase

4.3.2 Gesprächsmitte

4.3.3 Beendigungsphase

4.4 Para- und nonverbale Analyseaspekte

5 Die Transkription

5.1.1 Definition

5.1.2 Zweck und Datengrundlage

5.1.3 Überblick: Arten von Transkriptionssystemen

6 Anwendungsbezug auf den Deutsch als Zweit- und Fremdspracheunterricht

7 Fazit

8 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die linguistische Gesprächsanalyse als zentrales Instrument zur systematischen Untersuchung natürlicher, mündlicher Kommunikation vorzustellen. Dabei wird der Fokus insbesondere auf die theoretischen Grundlagen der Gesprächsanalyse sowie auf ihre praktische Anwendbarkeit im Kontext des Deutschunterrichts als Zweit- und Fremdsprache gelegt.

  • Grundlagen und Systematik von Gesprächen in der Linguistik
  • Wichtige Analysekategorien wie Gesprächsschritt, Sequenz und Phasen
  • Die Rolle der Transkription zur Aufbereitung von Gesprächsdaten
  • Anwendungsbereiche der Gesprächsanalyse für den DaZ/DaF-Unterricht

Auszug aus dem Buch

4.1 Der Gesprächsschritt

E. Goffmann definiert einen Gesprächsschritt als `das, was ein Individuum tut und sagt, während es jeweils an der Reihe ist´ (Goffmann 1974: 201, zit.n. Henne/ Rehbock 2001: 16f.). Der Gesprächsschritt wird in der Fachliteratur auch als turn bezeichnet und gilt „[a]ls [die] Grundeinheit des Gesprächs“ beziehungsweise „als die Grundeinheit des Dialogs“ (Brinker/ Sager 2010: 57f.). Gesprächsschritte werden dabei aber nicht nur durch den Sprecher geformt, sondern stets gleichzeitig von Hörersignalen begleitet (vgl. a.a.O. 58f.). Unter Hörersignalen werden dabei […] kurze sprachliche und nicht-sprachliche Äußerungen des Hörers [verstanden], die nicht auf eine Übernahme der Sprecherrolle zielen. (a.a.O. 59)

Beispiele für sprachliche Hörersignale sind unter anderem Kurzäußerungen wie „ja, mhm, stimmt, genau […]“ (ebd.) und gestisch-mimische Mittel wie Kopfnicken oder Blickkontakt für nicht-sprachliche Signale seitens des Hörers (vgl. ebd.). Neben derartigen simplen Rückmeldeverhalten lassen sich auch komplexere Höreräußerungen wie Kommentare „das ist ja interessant, das glaube ich nicht [oder] ach Gott“ (ebd.) verzeichnen und analysieren. Mit diesen verschiedenen Typen von Hörersignalen möchte der Hörer an den Sprecher Signale von Aufmerksamkeit, Zustimmung oder gar Ablehnung senden. Derartige Hörersignale werden in der Literatur unter dem Begriff `back-channel-behavior´ (Brinker/ Sager 2010: 59; Henne/ Rehbock 2001: 20) zusammengefasst und im deutschen Sprachraum als sogenannte „Rückmeldungspartikel“ (Henne/ Rehbock 2001: 20, Hervorhebung der Verfasser) bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Mündlichkeit ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit im Bereich der Gesprächsanalyse.

2 Das Gespräch als Gegenstand der Gesprächsanalyse: In diesem Kapitel erfolgt eine theoretische Einbettung, indem der Begriff des Gesprächs definiert und eine Systematik verschiedener Gesprächsbereiche vorgestellt wird.

3 Die linguistische Gesprächsanalyse: Hier werden der geschichtliche Hintergrund, die grundlegenden Aufgaben sowie die wissenschaftlichen Gütekriterien der Gesprächsanalyse detailliert erörtert.

4 Analysekategorien der Gesprächsanalyse: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Analyseinstrumente, wie den Gesprächsschritt, Gesprächssequenzen und die Einteilung in Gesprächsphasen, inklusive para- und nonverbaler Aspekte.

5 Die Transkription: Die Transkription wird als essenzielles Verfahren zur Datengrundlage beschrieben, wobei Definitionen, Ziele und verschiedene Transkriptionssysteme wie GAT oder HIAT vorgestellt werden.

6 Anwendungsbezug auf den Deutsch als Zweit- und Fremdspracheunterricht: Dieses Kapitel verknüpft die linguistischen Theorien mit der Unterrichtspraxis und zeigt auf, wie Lehrkräfte die Analyse zur Förderung von Lernenden nutzen können.

7 Fazit: Das Fazit fasst die Eignung der linguistischen Gesprächsanalyse als Untersuchungsinstrument zusammen und weist auf den hohen Arbeitsaufwand bei detaillierten Transkriptionen hin.

8 Literaturverzeichnis: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete Fachliteratur sowie Internetquellen auf, die zur Erstellung der Arbeit herangezogen wurden.

Schlüsselwörter

Gesprächsanalyse, Linguistik, Gesprächsschritt, Transkription, Mündlichkeit, Turn-taking, Gesprächssequenz, DaZ/DaF, Unterricht, Kommunikation, Phasenmodell, Sprachförderung, Forschungsdesign, Gesprächsführung, Datenerhebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der linguistischen Gesprächsanalyse, einem Verfahren zur systematischen Erforschung gesprochener Sprache und deren Strukturen im Alltag sowie im Unterrichtskontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernthemen zählen die theoretische Definition des Gesprächs, die methodischen Analysekategorien (wie Gesprächsschritt und -phase), die Transkriptionsmethodik und die Anwendung dieser Analyseinstrumente in der Sprachdidaktik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen fundierten Überblick über die Gesprächsanalyse zu geben und deren Bedeutung sowie praktischen Nutzen für Lehrkräfte im Fach Deutsch als Zweit- und Fremdsprache aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die Methode der Literaturrecherche und -auswertung, um die linguistische Gesprächsanalyse als interpretative und qualitative Sozialforschung zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die Darstellung der Analysekategorien (Gesprächsschritt, -sequenz, -phasen), eine Einführung in Transkriptionssysteme und eine Diskussion über deren Anwendbarkeit im Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gesprächsanalyse, Transkription, Turn-taking, Gesprächsphasen, Mündlichkeit und deren didaktische Nutzbarmachung im DaZ/DaF-Bereich.

Wie unterscheidet sich die linguistische Definition eines Gesprächs von der Alltagssprache?

Die linguistische Definition betont stärker die Folge sprachlicher Äußerungen in einem dialogischen Kontext, inklusive der Berücksichtigung von para- und nonverbalen Aspekten sowie fester Phasenstrukturen.

Warum ist die Transkription für die Gesprächsanalyse unerlässlich?

Transkriptionen überwinden die Flüchtigkeit des gesprochenen Wortes und ermöglichen eine wiederholbare, detaillierte Untersuchung von komplexen Kommunikationsvorgängen, die sonst bei einmaligem Hören verloren gingen.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Die linguistische Gesprächsanalyse
Universidad
University of Augsburg
Curso
Methodendiskussion
Calificación
1,00
Autor
Linda Jirschitzka (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
23
No. de catálogo
V416954
ISBN (Ebook)
9783668663923
ISBN (Libro)
9783668663930
Idioma
Alemán
Etiqueta
Gespräch Gesprächsanalyse Linguistik linguistische Gesprächsanalyse Gütekriterien Gesprächsanalyse Gesprächsschritt Gesprächssequenz Gesprächsphasen paarverbal und nonverbal Transkription
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Linda Jirschitzka (Autor), 2017, Die linguistische Gesprächsanalyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416954
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