Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Schulpädagogik

Sprechförderung in der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung kommunikativer Lernspiele

Titel: Sprechförderung in der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung kommunikativer Lernspiele

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: Linda Jirschitzka (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Spiel ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens und bestimmt einen Großteil unseres Alltags. Spielen ist nicht nur bis ins hohe Alter präsent, sondern gehört auch zur kindlichen Erfahrungswelt dazu. Dass das Spiel große Bedeutung für unser ganzes Leben hat, lässt sich mit Blick auf die ersten Anfänge des Spiels erkennen.

Bereits die Ägypter und Griechen verwendeten erste einfache Spielformen zum Erwerb von Kulturtechniken. Mit Beginn der Reformpädagogik rückte dann vor allem der Zusammenhang zwischen Spiel und Unterricht immer mehr in den Mittelpunkt. Durch Forschungen gelangte man zur Erkenntnis, dass Spielen auch durchaus eine Methode sein kann, mit der Kinder neue Erfahrungen machen können und mit Spaß das Lernen neuer Inhalte ermöglicht werden kann. Auf Grundlage dieser neuen Erkenntnisse entwickelten sich immer weitere Verwendungsmöglichkeiten für das Spiel im Unterricht.

Insbesondere im Hinblick auf den Unterricht Deutsch als Zweitsprache erkannte man deren hohe lernfördernde Funktion bezüglich des Spracherwerbs und der Sprechförderung. Im Hinblick auf die Sprechförderung von Kindern mit Migrationshintergrund entwickelten sich eine Reihe von Sprachlernspielen und kommunikativen Lernspielen, um diesen Kindern die neue Sprache spielerisch und insbesondere kommunikativ näher zu bringen.

Die folgende Arbeit soll dazu die Wichtigkeit von kommunikativen Sprachlernspielen aufzeigen. Zunächst sollen die Begriffe "Spiel" und "Sprachlernspiel" dargestellt werden. Im Anschluss daran werden Gründe für den Einsatz von Lernspielen im DaZ/ DaF- Unterricht und deren erwarteten Effekte vorgestellt. Anschließend wird im praxisbezogenen Teil auf wichtige spieldidaktische und methodische Vorüberlegungen, die sich die Lehrkraft vor Einsatz der Spiele im Unterricht machen muss, näher eingegangen. Anhand zweier kommunikativer Sprachlernspiele soll abschließend beispielhaft deren Nutzen zur Förderung des Sprechens und des Erwerbs der Sprache in Fremdsprachenunterricht der Grundschule erläutert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinition

2.1 Das Spiel

2.1.1 Definition des Begriffs „Spiel“

2.1.2 Merkmale von Spielen

2.1.3 Klassifikation von Spielen

2.2 Sprachlernspiele

2.2.1 Definition

2.2.2 Kriterien von Sprachlernspielen

3. Sprachlernspiele zur Sprechförderung

3.1 Gründe für den Einsatz von Sprachlernspielen im DaZ/ DaF- Unterricht

3.2 Effektivität von Sprachlernspielen

4. Vorüberlegungen und Beispiele für kommunikative Sprachlernspiele

4.1 Spieldidaktische Überlegungen und methodisches Vorgehen

4.2 Beispiele für kommunikative Sprachlernspiele

4.2.1 Mitbewohner gesucht

4.2.2 Wie oft? - Wann? - Wie lange?

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und den Nutzen von kommunikativen Sprachlernspielen zur Förderung der Sprechfertigkeit bei Kindern im Kontext von Deutsch als Zweitsprache (DaZ) und Deutsch als Fremdsprache (DaF) in der Grundschule.

  • Theoretische Grundlagen zum Begriff des Spiels und dessen Klassifizierung
  • Kriterien für den Einsatz effektiver Sprachlernspiele im Unterricht
  • Begründung der lernfördernden Aspekte von Sprachlernspielen
  • Spieldidaktische Überlegungen und methodisches Vorgehen bei der Umsetzung
  • Praxisbeispiele für kommunikative Sprachlernspiele zur Sprechförderung

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Definition des Begriffs „Spiel“

Bereits 1956 lieferte Huizinga mit einen der ersten Definitionsversuche des Begriffs „Spiel“, der die wesentlichen Merkmale heutiger Definitionen bereits beinhaltet:

Der Form nach betrachtet, kann man das Spiel … eine freie Handlung nennen, die als ,nicht so gemeint´ und außerhalb des gewöhnlichen Lebens stehend empfunden wird und trotzdem den Spieler völlig in Beschlag nehmen kann, an die kein materielles Interesse geknüpft ist und mit der kein Nutzen erworben wird, die sich innerhalb einer eigens bestimmten Zeit und eines eigens bestimmten Raums vollzieht, die nach bestimmten Regeln ordnungsgemäß verläuft … (Huizinga 1956: 20, zit.n. Wegener & Krumm 1982: 189).

Ausgehend von der Definition Huizingas lässt sich festhalten, dass jedes Spiel, egal um welchen Spieltyp es sich handelt, stets nach festen Regeln verläuft. Trotz fester Handlungsmuster ist das Spiel dennoch eine „freie Handlung“ (ebd.), in der sich der Spielende oder die Spielende seine eigene Wirklichkeit konstruiert (Baer 2008). Nach Baer bietet das Spiel allen Beteiligten vielfältige Möglichkeiten „zum Experimentieren, zum Erproben, zum Ausleben, zum Erholen von den Begrenzungen der alltäglichen Realität“ (ebd.). Das Spiel ist also vorwiegend eine aktive Handlung, die mit Spaß und intrinsischer Motivation verbunden ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Spiels im Unterricht ein und begründet das Ziel der Arbeit, die Bedeutung kommunikativer Sprachlernspiele für die Sprechförderung bei Kindern mit Migrationshintergrund aufzuzeigen.

2. Begriffsdefinition: In diesem Kapitel werden grundlegende Definitionen zum Spiel, zu Sprachlernspielen sowie deren spezifische Merkmale und eine Klassifikation der Spieltypen erläutert.

3. Sprachlernspiele zur Sprechförderung: Das Kapitel behandelt die Gründe für den Einsatz von Sprachlernspielen im DaZ/DaF-Unterricht und analysiert deren kognitive, soziale und affektive Effektivität.

4. Vorüberlegungen und Beispiele für kommunikative Sprachlernspiele: Hier werden spieldidaktische Voraussetzungen für den praktischen Einsatz erörtert und zwei konkrete Spiele zur Förderung der Sprechfertigkeit detailliert vorgestellt.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Empfehlung, kommunikative Sprachlernspiele verstärkt zur Sprechförderung in den Unterricht zu integrieren.

Schlüsselwörter

Sprachlernspiele, Sprechförderung, DaZ, DaF, Grundschule, kommunikative Didaktik, Lernspiel, Spielpädagogik, Sprachvermittlung, Interkulturelles Lernen, Sprechfertigkeit, Methodik, Klassifikation, Motivation, Sozialformen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von kommunikativen Sprachlernspielen als Methode zur Förderung der Sprechfertigkeit von Grundschulkindern im Bereich Deutsch als Zweitsprache oder Fremdsprache.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die theoretische Einordnung des Spielbegriffs, Kriterien für erfolgreiche Sprachlernspiele, didaktische Überlegungen zur Durchführung und die praktische Anwendung von Beispielen zur Sprechförderung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Wichtigkeit und Effektivität von kommunikativen Sprachlernspielen für den Spracherwerb und die Sprechförderung aufzuzeigen und Lehrkräften methodische Hilfestellungen für deren Einsatz zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse theoretischer Konzepte sowie der praktischen Erprobung und Reflexion der vorgestellten Sprachlernspiele im Rahmen eines Seminars.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert Definitionen und Kriterien von Spielen, begründet den Einsatz im Unterricht (u.a. durch Lehrplananforderungen) und beschreibt konkrete Spiele wie „Mitbewohner gesucht“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sprachlernspiele, Sprechförderung, DaZ/DaF, kommunikative Didaktik, Spielpädagogik und handlungsorientiertes Lernen.

Warum ist die „Sanktionsfreiheit“ bei Sprachlernspielen so wichtig?

Sanktionsfreiheit ist entscheidend, da eine Fehlerkorrektur während des Spiels den Spielfluss unterbricht und bei den Lernenden Hemmungen aufbauen kann, die den Spracherwerb behindern.

Welche Rolle spielt die Lehrkraft bei diesen Spielen?

Die Lehrkraft tritt in den Hintergrund, bereitet den Rahmen vor und fungiert primär als Beobachterin, um den Lernenden einen sanktionsfreien Raum für die Sprachanwendung zu bieten.

Was macht das Spiel „Mitbewohner gesucht“ besonders effektiv?

Das Spiel zwingt die Kinder durch ein konkretes Ziel (den Mitbewohner finden) dazu, ihre Sprache gezielt einzusetzen und den Wohnungsgrundriss verbal genau zu beschreiben, was die Kommunikationsfähigkeit schult.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sprechförderung in der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung kommunikativer Lernspiele
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Lesen, Schreiben und Sprechen in der Zweit- und Fremdsprache - auch spielerisch und kreativ
Note
2,00
Autor
Linda Jirschitzka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V416955
ISBN (eBook)
9783668663848
ISBN (Buch)
9783668663855
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Spiel Sprachlernspiele kommunikativ Effektivität und Gründe
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Linda Jirschitzka (Autor:in), 2014, Sprechförderung in der Grundschule unter besonderer Berücksichtigung kommunikativer Lernspiele, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/416955
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum