Das Ziel dieser Bachelorarbeit mit dem Titel „Sterbende Wallfahrtsorte in Österreich“ ist, die zwei gestellten Forschungsfragen zu beantworten und mit Hilfe verschiedener Statistiken herauszufinden, wie sich die zehn bedeutendsten österreichischen Wallfahrtsorte innerhalb der letzten 40 Jahre touristisch entwickelt haben.
Zu Beginn stehen einige obligatorische Begriffsdefinitionen zu den Themen Wallfahrt und Tourismus sowie ein kurze Wiedergabe des historischen Verlaufes dieser beiden Themen.
Die Analyse der Wallfahrtsorte erfolgt mit Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung, zur Anzahl der Beherbergungsbetriebe und zur Anzahl der Übernachtungen. Alle Statistiken liefern Daten auf Gemeindeebene und sind bezogen von STATISTIK AUSTRIA. Des Weiteren wird die Tourismusintensität berechnet. Eine Vielzahl an Grafiken, die vom Autor selbst erstellt worden sind, veranschaulichen dabei die Analyse und nehmen Bezug auf die touristische Entwicklung der Wallfahrtsorte.
Des Weiteren stützen vom Autor selbst durchgeführte Interviews, in einigen der Wallfahrtsorte sowie erstellte Fotodokumentationen die statistische Analyse.
Zum Ende hin wird versucht einen kurzen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der österreichischen Wallfahrtsorte zu geben und die gestellten Forschungsfragen durch die in dieser Bachelorarbeit gewonnen Erkenntnisse explizit beantwortet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Arbeitsgrundlagen und Arbeitsmethodik
1.3. Forschungsfragen
2. Definition von Wallfahrten
3. Historische Entwicklung von Wallfahrten
3.1. Wallfahrten im Mittelalter
3.2. Wallfahrten zur Zeit der Reformation und Gegenreformation
3.3. Wallfahrten zur Zeit des Barock
3.4. Wallfahrten zur Zeit der Aufklärung
3.5. Wallfahrten im 20. Jahrhundert
4. Bedeutung und Definition von Tourismus
4.1. Entwicklung des Tourismus
4.2. Allgemeine Reisemotive
4.3. Kennziffern des touristischen Angebotes
5. Zusammenhang von Religion und Tourismus
6. Tourismus und Bevölkerung in Österreich
6.1. Bevölkerungsentwicklung in Österreich
6.2. Touristische Entwicklung in Österreich
7. Statistische Analysen der ausgewählten Wallfahrtsorte in Österreich
7.1. Frauenberg bei Admont in der Steiermark
7.1.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Frauenberg bei Admont
7.1.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Frauenberg bei Admont
7.1.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Frauenberg bei Admont
7.2. Maria Luggau in Kärnten
7.2.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Maria Luggau
7.2.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Maria Luggau
7.2.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Maria Luggau
7.3. Maria Plain in Salzburg
7.3.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Maria Plain
7.3.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Maria Plain
7.3.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Maria Plain
7.4. Maria Saal in Kärnten
7.4.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Maria Saal
7.4.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Maria Saal
7.4.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Maria Saal
7.5. Maria Taferl in Niederösterreich
7.5.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Maria Taferl
7.5.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Maria Taferl
7.5.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Maria Taferl
7.6. Maria Waldrast in Tirol
7.6.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Maria Waldrast
7.6.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Maria Waldrast
7.6.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Maria Waldrast
7.7. Mariazell in der Steiermark
7.7.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Mariazell
7.7.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Mariazell
7.7.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Mariazell
7.8. Rankweil in Vorarlberg
7.8.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Rankweil
7.8.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Rankweil
7.8.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Rankweil
7.9. Sonntagberg in Niederösterreich
7.9.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in Sonntagberg
7.9.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in Sonntagberg
7.9.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in Sonntagberg
7.10. St. Wolfgang in Oberösterreich
7.10.1. Entwicklung der Bevölkerungszahlen in St. Wolfgang
7.10.2. Entwicklung der Anzahl der Beherbergungsbetriebe in St. Wolfgang
7.10.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen und der Tourismus-intensität in St. Wolfgang
8. Zusammenfassung aller ausgewählten Wallfahrtsorte
8.1. Bevölkerungsentwicklung der ausgewählten Wallfahrtsorte
8.2. Entwicklung der Anzahl an Beherbergungsbetrieben der ausgewählten Wallfahrtsorte
8.3. Entwicklung der Anzahl an Übernachtungen der ausgewählten Wallfahrtsorte
8.4. Entwicklung der Tourismusintensität der ausgewählten Wallfahrtsorte
8.5. Berücksichtigung des Tagestourismus
8.6. Trend aller ausgewählten Wallfahrtsorte
9. Das Wiederaufleben der Wallfahrtstradition durch neue Konzepte
10. Fazit
11. Verzeichnis der Arbeitsgrundlagen
11.1. Literatur
11.2. Statistiken
11.3. Weitere Arbeitsgrundlagen
Zielsetzung & Themen
Die Bachelorarbeit untersucht die touristische Entwicklung der zehn bedeutendsten österreichischen Wallfahrtsorte im Zeitraum von 1975 bis 2015, um zu klären, ob diese Orte als „sterbend“ zu bezeichnen sind oder weiterhin Anziehungskraft besitzen.
- Analyse der demografischen und touristischen Entwicklung (Bevölkerungszahlen, Beherbergungsbetriebe, Übernachtungen)
- Berechnung der Tourismusintensität zur Bewertung der touristischen Bedeutung
- Untersuchung des Einflusses des Tagestourismus
- Betrachtung historischer Hintergründe von Wallfahrt und Tourismus
- Evaluation neuer Konzepte zur Wiederbelebung der Wallfahrtstradition
Auszug aus dem Buch
7.1. Frauenberg bei Admont in der Steiermark
Der Wallfahrtsort Frauenberg bei Admont liegt im Bundesland Steiermark und wurde schon im Jahr 1172 als religiöser Versammlungsplatz der bäuerlichen Schicht erwähnt (WATZL, 2017). Die Frauenbergkirche wurde in den Jahren von 1675 bis 1696 im frühbarocken Stil errichtet (vgl. Abbildung 4: Wallfahrtskirche in Frauenberg bei Admont). Der Legende nach ist am Fuße des Berges am Ufer der Enns mehrmals eine Marienfigur angeschwemmt worden war. Deshalb ist sie eine der Gottesmutter geweihte Kirche mit einem im Zentrum des Hochaltars hängenden Gnadenbildes der heiligen Maria (vgl. Abbildung 5: Hochaltar der Wallfahrtskirche in Frauenberg bei Admont) und zählt folglich zu den Marienwallfahrtsorten (PFARL, 2004, 156 ff.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem der zunehmenden Austauschbarkeit von Reisezielen und stellt die Forschungsfragen zur touristischen Situation der bedeutendsten österreichischen Wallfahrtsorte.
2. Definition von Wallfahrten: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Wallfahrt als religiös motivierte Reise und beleuchtet die etymologische Herkunft.
3. Historische Entwicklung von Wallfahrten: Der Abschnitt skizziert die Entwicklung der christlichen Wallfahrt von der Antike und dem Mittelalter bis hin zum 20. Jahrhundert.
4. Bedeutung und Definition von Tourismus: Hier werden Definitionen des Tourismus dargelegt, die geschichtliche Entwicklung des Massentourismus betrachtet und Kennziffern zur Messung des touristischen Angebots eingeführt.
5. Zusammenhang von Religion und Tourismus: Dieses Kapitel erörtert die Überschneidungen und unterschiedlichen Motive von Pilgern und Touristen, die beide touristische Infrastruktur vor Ort nutzen.
6. Tourismus und Bevölkerung in Österreich: Der Abschnitt betrachtet die demografische und touristische Entwicklung in Österreich im Allgemeinen zwischen 1975 und 2015 als Kontext für die Analyse.
7. Statistische Analysen der ausgewählten Wallfahrtsorte in Österreich: Den Kern der Arbeit bildet die detaillierte statistische Analyse der zehn ausgewählten Wallfahrtsorte unter Verwendung verschiedener Indikatoren.
8. Zusammenfassung aller ausgewählten Wallfahrtsorte: Hier werden die Ergebnisse der einzelnen Analysen zusammengeführt und ein Gesamttrend für die untersuchten Wallfahrtsorte abgeleitet.
9. Das Wiederaufleben der Wallfahrtstradition durch neue Konzepte: Das Kapitel diskutiert, wie moderne Publikationen und neue touristische Konzepte zur Wiederbelebung der Wallfahrtstradition beitragen.
10. Fazit: Das Fazit beantwortet die eingangs gestellten Forschungsfragen und schätzt die zukünftige Entwicklung der österreichischen Wallfahrtsorte ein.
Schlüsselwörter
Wallfahrtsorte, Österreich, Tourismus, Pilgerreise, Tourismusintensität, Bevölkerungsentwicklung, Beherbergungsbetriebe, Übernachtungen, Tagestourismus, Religion, Mariazell, St. Wolfgang, touristische Entwicklung, Statistik, Kulturerbe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der touristischen Entwicklung von zehn bedeutenden österreichischen Wallfahrtsorten im Zeitraum von 1975 bis 2015 und analysiert, ob diese Orte im Kontext moderner Reisetrends an Bedeutung verlieren.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Zentrale Themen sind die demografische Entwicklung, die touristische Infrastruktur (Beherbergungsbetriebe), die Nächtigungsstatistiken, die Tourismusintensität sowie der Wandel der Reisemotive von Pilgern und Touristen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, auf Basis statistischer Daten zu prüfen, ob die untersuchten Orte als „sterbende“ Wallfahrtsorte bezeichnet werden können und ob ein allgemeiner Trend für diese Destinationen in Österreich erkennbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor nutzt eine quantitative Analyse statistischer Daten von STATISTIK AUSTRIA (Bevölkerung, Beherbergung, Übernachtungen) sowie eine qualitative Ergänzung durch Experteninterviews und Fotodokumentationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende statistische Analyse jedes der zehn ausgewählten Wallfahrtsorte sowie eine aggregierte Betrachtung aller Orte inklusive der Einbeziehung des Tagestourismus.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Wallfahrtsorte, Österreich, Tourismusintensität, touristische Entwicklung, Pilgerwesen und statistische Analyse.
Warum wird der Ort Sonntagberg in der Gesamtanalyse teilweise ausgeschlossen?
Für Sonntagberg liegen erst seit dem Jahr 2000 verlässliche statistische Daten vor, was die Vergleichbarkeit im gesamten Untersuchungszeitraum ab 1975 erschwert.
Welche Bedeutung hat der Tagestourismus für diese Orte?
Der Tagestourismus ist für die Wallfahrtsorte von hoher Bedeutung, da die Anzahl der Tagesbesucher oft die der übernachtenden Gäste deutlich übersteigt, obwohl diese statistisch nur schwer exakt erfassbar sind.
Gibt es einen neuen Trend für österreichische Wallfahrtsorte?
Die Analyse zeigt zwar einen allgemeinen Rückgang der Übernachtungszahlen und touristischen Bedeutung, deutet aber darauf hin, dass durch neue Konzepte wie Pilgerwege und moderne Vermarktung in den letzten Jahren wieder ein leichtes Interesse wahrnehmbar ist.
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- Maximilian Moll (Author), 2018, Sterbende Wallfahrtsorte in Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417307