Diese Arbeit behandelt das Thema der Gesundheitsbildung, als ein Aufgabenfeld der außerschulischen Handlungsfelder. Dabei wird: „Ist Gesundheitsbildung notwendig?“ eine leitende Fragestellung sein. Die Autorin befasst sich mit den Themenbereichen der Gesundheitsbildung und des Gesundheitsverständnisses in verschiedenen Milieus, und verknüpft im Anschluss die beiden Themen miteinander. Die Arbeit gliedert sich also in drei verschiedene Bereiche, die nachfolgend näher erläutert werden.
Zum Einstieg in das Thema gilt es zu definieren, was die Begriffe „Gesundheit“ und „Bildung“ bedeuten. Dies soll als eine Einführung für die Definition des eigentlichen Begriffes, der „Gesundheitsbildung“ dienen, welche die Vermittlung eines mehr oder weniger groben Vorwissens bezwecken soll. Der erste hauptsächliche Teil dieser Arbeit konzentriert sich daraufhin auf die Gesundheitsbildung selbst. Anschließend geht die Autorin näher auf die Gesundheitsbildung ein, und erklärt was hinter dem Begriff Adressaten steckt, und geht danach näher auf die Adressaten der Gesundheitsbildung ein. Auch werden dazugehörig die Angebote und Ziele der Gesundheitsbildung näher erläutert. Einen weiteren Teil stellt die Verdeutlichung des Unterschiedes der Gesundheitsbildung zur Gesundheitserziehung dar. Der darauffolgende Teil konzentriert sich auf die Gesundheitsverständnisse in den Milieus. Da die Milieus sich hinsichtlich des Gesundheitsverständnisses erheblich unterscheiden, stellt die Autorin drei Milieus dar: die Konservativen, die Traditionsverwurzelten und die Konsum-Materialisten. Passend dazu wird das Thema der Habitussensibilität innerhalb der Milieus behandelt.
Zum eigentlichen Thema, nämlich der Frage ob Gesundheitsbildung wirklich notwendig ist, geht die Autorin als letztes ein. Dort listet sie noch einmal die bereits genannten Aspekte auf, und holt sich neuere Aspekte als Hilfe hinzu, welche sie dann auf die Notwendigkeit der Gesundheitsbildung hin gewichtet. Im Anschluss darauf geht die Autorin auf die Kritik an die Gesundheitsbildung und mögliche Verbesserungsmöglichkeiten ein. Von besonderem Interesse ist diese Thematik, da in letzter Zeit viel darüber spekuliert wird, ob nicht eine Frauen- und Männerbildung genügend sei. Die Autorin nimmt am Ende dieser Hausarbeit Stellung zu der Frage, ob die Gesundheitsbildung notwendig ist oder nicht, und liefert aus ihrer Sicht eine eigene Meinung.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition: Gesundheit
3. Definition: Bildung
4. Definition: Gesundheitsbildung
4.1. Adressaten der Gesundheitsbildung
4.2. Angebote der Gesundheitsbildung
4.3. Gesundheitsbildung im Gegensatz zur Gesundheitserziehung
4.4. Ziele der Gesundheitsbildung
5. Gesundheitsverständnisse in den Milieus
5.1. Konservativen
5.2. Traditionsverwurzelten
5.3. Konsum-Materialisten
5.4. Habitussensibilität in den Milieus
6. Ist Gesundheitsbildung notwendig?
6.1. Kritik an der Gesundheitsbildung
6.2. Verbesserungsmöglichkeiten für die Gesundheitsbildung
7. Kritische Würdigung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit von Gesundheitsbildung als einem zentralen Aufgabenfeld der außerschulischen Bildung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern Gesundheitsbildung für verschiedene Bevölkerungsschichten und Geschlechter tatsächlich essenziell ist, um individuelle Gesundheitskompetenzen zu stärken.
- Begriffsbestimmungen von Gesundheit, Bildung und Gesundheitsbildung
- Unterschiedliche Gesundheitsverständnisse innerhalb sozialer Milieus
- Geschlechtsspezifische Aspekte und Zielsetzungen der Gesundheitsbildung
- Bedeutung der Habitussensibilität für die pädagogische Praxis
- Kritische Analyse der Reichweite und Effektivität aktueller Angebote
Auszug aus dem Buch
5.2. Traditionsverwurzelten
Im Gegensatz zu den Konservativen ist das Reden über Krankheiten oder Arztbesuche bei den Traditionsverwurzelten ein alltägliches Thema. Die meisten der im traditionsverwurzelten Milieu lebenden Menschen sind nach einem langen Berufsleben Rentner, oder haben die Frührente in Anspruch genommen. Da die ausgeübten Berufe körperlich anstrengend waren, waren sie dazu gezwungen körperlich robust zu sein. Somit liegt die Gewichtigkeit der Traditionsverwurzelten eher der körperlichen Funktionalität, als der Gesundheit (vgl. Wippermann 2009, S. 101). Doch diese Belastbarkeit des Körpers kommt im zunehmenden Alter an seine Grenzen. Somit ist der Körper nach einiger Zeit erschöpft. Als normal empfundene Krankheiten werden von ihnen einfach ausgehalten.
Die in diesem Milieu lebenden Menschen verfolgen den Gedanken, Empfindsamkeiten des Körpers abzubauen und über diese nicht zu klagen. Wenn sie über ihre gesundheitliche Lage gefragt werden, antworten sie mit Antworten wie: „Man will ja nicht klagen.“ Oder „Man muss ja zufrieden sein.“ Sie haben sowohl den Zwang, das eigene Leid aushalten und ertragen zu müssen, als auch das Bedürfnis, sich anderen mitzuteilen. Ab dem Alter von 50 Jahren denken sie, dass die vollständige Gesundheit und die Schmerzfreiheit unrealistisch seien. Sie akzeptieren ihre gesundheitliche Lage mit ihren Folgen und machen das Beste daraus. Es gilt für sie, extreme Beschwerden nur lindern und Beeinträchtigungen hinausschieben zu können (vgl. Wippermann 2009, S. 102).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema Gesundheitsbildung als außerschulisches Handlungsfeld ein und formuliert die leitende Fragestellung nach deren Notwendigkeit.
2. Definition: Gesundheit: Dieser Abschnitt erläutert Gesundheit als höheres Gut und grundlegendes Menschenrecht gemäß der WHO-Definition.
3. Definition: Bildung: Hier wird Bildung als Prozess der Persönlichkeitsentfaltung, Selbstaufklärung und Emanzipation definiert.
4. Definition: Gesundheitsbildung: Das Kapitel definiert den Begriff als Teilbereich der Erwachsenenbildung und beleuchtet Akteure, Methoden sowie Zielgruppenorientierung.
5. Gesundheitsverständnisse in den Milieus: Eine Analyse, wie unterschiedliche soziale Milieus Gesundheit und Vorsorge wahrnehmen, unter Einbeziehung des Habitussensibilitäts-Konzepts.
6. Ist Gesundheitsbildung notwendig?: Das Kapitel führt eine kritische Abwägung durch, diskutiert geschlechtsspezifische Ansätze und identifiziert Optimierungsbedarfe.
7. Kritische Würdigung: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen und bekräftigt die Notwendigkeit von Gesundheitsbildung, insbesondere für benachteiligte Schichten.
Schlüsselwörter
Gesundheitsbildung, Erwachsenenbildung, Gesundheit, Bildung, soziale Milieus, Habitussensibilität, Teilnehmerorientierung, Gesundheitserziehung, Prävention, Geschlechterverhältnis, Selbstaufklärung, Gesundheitsbewusstsein, Lebensstile, Gesundheitsförderung, Emanzipation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Relevanz der Gesundheitsbildung im Rahmen der außerschulischen Handlungsfelder und setzt sich kritisch mit der Frage auseinander, ob diese Bildungsangebote notwendig sind.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf den Begriffsdefinitionen von Gesundheit und Bildung, der Analyse von Gesundheitsverständnissen in verschiedenen sozialen Milieus sowie geschlechtsspezifischen Gesundheitsanforderungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit der Gesundheitsbildung zu prüfen und Vorschläge zu erarbeiten, wie Angebote zielgruppengerechter und inklusiver gestaltet werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin stützt sich für die Ausarbeitung ihrer Fragestellungen auf eine fundierte Analyse von Sekundärquellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition von Gesundheitsbildung, eine differenzierte Milieubetrachtung sowie eine kritische Debatte über Kritikpunkte und Verbesserungsmöglichkeiten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Gesundheitsbildung, soziale Milieus, Habitussensibilität und Teilnehmerorientierung geprägt.
Wie unterscheidet sich die Arbeit der Konservativen von anderen Milieus in Bezug auf die Arzt-Patienten-Beziehung?
Konservative fordern eine qualitativ hochwertige, bevorzugte Behandlung und eine Arzt-Patienten-Beziehung auf Augenhöhe, während andere Milieus, wie die Traditionsverwurzelten, eher eine distanzierte, hierarchische Unterordnung erleben.
Warum wird die Einbeziehung von Vertrauenspersonen als Verbesserungsmöglichkeit genannt?
Da sozial schwächere Milieus oft nicht von herkömmlichen Angeboten erreicht werden, könnten Vertrauenspersonen helfen, Hemmschwellen abzubauen und den Zugang durch Mund-zu-Mund-Propaganda zu erleichtern.
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- Anonym (Autor), 2017, Ist Gesundheitsbildung notwendig? Das Gesundheitsverständnis in verschiedenen Milieus, Kritik und Verbesserungsmöglichkeiten, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417834