Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Führungsverhalten in interkultureller Umgebung. Nach den einleitenden Worten wird zunächst der Begriff der Kultur erläutert und anschließend auf das Kulturmodell nach Hofstede eingegangen. Bereits hier wird der Autor einen ersten Praxisbezug herstellen und auf den theoretischen kulturellen Unterschied zwischen China und Deutschland eingehen.
Das Ziel dieser Arbeit soll es sein einen Überblick über das interkulturelle Management zu geben und anhand von Beispielen die Relevanz aufzuzeigen. Vordergründig wird aber der kulturelle Unterschiede zwischen China und Deutschland herausgearbeitet und auf das chinesische Führungsverhalten übergeleitet. Innerhalb des chinesischen Managements wird der Autor näher auf die Punkte Planung, Organisation, Personal, Führung und Kontrolle eingehen um ein Verständnis über das Führungs- und das Arbeitsverhalten im asiatischen Raum, genauer in China, zu geben.
Außerdem werden verschiedene Führungskonzepte und Hinweise für das Verhalten der Führungskraft im Ausland erläutert. Am Ende beschäftigt sich die Arbeit noch einmal mit dem Praxisbeispiel China und wie dort eine entsprechende Führung aussieht. Zum Schluss wird dann die Vermittlung interkultureller Kompetenz behandelt und als Praxisbeispiel die Deutsche Lufthansa AG angeführt und gezeigt wie diese die praxisrelevante Umsetzung als internationales Unternehmen gestaltet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffliches Verständnis
2.1. „Kultur“
2.2 Kulturdimensionen nach Hofstede im Vergleich Deutschland und China
2.2.1 Machtdistanz: (China 80, Deutschland 35 )
2.2.2 Individualismus vs. Kollektivismus: (China 20, Deutschland 67)
2.2.3 Maskulinität vs. Feminität: (China und Deutschland 66)
2.2.4 Unsicherheitsvermeidung: (China 30 und Deutschland 65)
2.2.5 Langfristorientierung: (China 118 und Deutschland 31)
3. Führung und Motivation innerhalb unterschiedlicher Kulturkreisen
3.1 Führungskonzepte
3.2. Führungsverhalten von Managern im Ausland
4. Praxisbeispiel chinesisches Management und deren kulturelle Ausprägung
4.1 Planung des chinesischen Managements
4.2 Organisation des chinesischen Managements
4.3 Personalfunktion des chinesischen Managements
4.4 Führungsfunktion des chinesischen Managements
4.5 Kontrollfunktion des chinesischen Managements
5. Interkulturelles Training zur Aneignung interkultureller Kompetenzen mit Praxisbezug zur deutschen Lufthansa AG
5.1 Ziele, Instrumente zur Zielerreichung, Resultate
5.2 Praxisbeispiel interkulturelles Training bei Deutsche Lufthansa AG
6. Schlussbetrachtung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein Verständnis für das Führungsverhalten in einem interkulturellen Kontext zu vermitteln, wobei der Fokus insbesondere auf den Unterschieden zwischen der deutschen und der chinesischen Kultur liegt. Es soll aufgezeigt werden, wie theoretische Modelle wie die Kulturdimensionen nach Hofstede in der Managementpraxis Anwendung finden und welche Rolle interkulturelle Trainings bei der Bewältigung globaler Herausforderungen spielen.
- Kulturelle Einflussfaktoren auf Führungs- und Arbeitsverhalten
- Vergleich der Kulturdimensionen zwischen China und Deutschland
- Managementfunktionen im chinesischen Kontext (Planung, Organisation, Führung, Kontrolle)
- Strategien zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen in Unternehmen
- Praxisbeispiel: Ansätze des interkulturellen Managements bei der Deutschen Lufthansa AG
Auszug aus dem Buch
4.2 Organisation des chinesischen Managements
Auch die interkulturelle Kommunikation ist maßgeblich durch die kollektivistische Kulturausprägung Chinas gesteuert. Durch den hohen Kollektivismus sind Mitarbeiter chinesischer Unternehmen sehr an Arbeit in Team und einer gemeinsamen Zielerreichung interessiert, hierzu legen sie viel Wert auf funktionsübergreifende Integrationen was heißt, Kommunikation und Informationsaustausch sowie Koordination der Arbeit zwischen Abteilungen wird gelebt. In Deutschland hingegen, was eine stark ausgeprägte individualistische Kultur lebt, ist diese Art der Zusammenarbeit nur schwer umzusetzen (Engelen und Tholen, 2014, S. 276, verweist auf Song et al., 2010). Dadurch ist generell weniger unternehmerische Orientierung der chinesischen Mitarbeiter zu erwarten, da wie bereits weiter oben erwähnt die Planungsgestaltung sehr zentralisiert und vorgegeben ist, somit kein Spielraum für Kreativität besteht (Engelen und Tholen, 2014, S. 276, verweist auf Song et al., 2010). So sollte bei der Aufgabenverteilung darauf geachtet werden, dass chinesische Mitarbeiter nicht viel Verantwortung übertragen bekommen, da sie mit zu viel übertragener Verantwortung aufgrund ihrer kulturellen Ausprägung der hohen Machtdistanz nicht gut damit umgehen können, folglich dies zu einer Verschlechterung der Leistung führen kann (Engelen und Tholen, 2014, S. 276f., verweist auf Eylon und Au., 1999 i.V.m. Robert et al., 2000).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel führt in die Notwendigkeit von strukturiertem interkulturellem Management angesichts zunehmender Globalisierung ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit.
2. Begriffliches Verständnis: Hier wird der Kulturbegriff definiert und das Modell der Kulturdimensionen nach Hofstede genutzt, um China und Deutschland theoretisch zu vergleichen.
3. Führung und Motivation innerhalb unterschiedlicher Kulturkreisen: Dieses Kapitel erläutert Führungskonzepte und gibt Hinweise für das adäquate Verhalten von Führungskräften in einem internationalen Kontext.
4. Praxisbeispiel chinesisches Management und deren kulturelle Ausprägung: Es werden die spezifischen Ausprägungen der fünf Managementfunktionen im Kontext der chinesischen Kultur detailliert analysiert.
5. Interkulturelles Training zur Aneignung interkultureller Kompetenzen mit Praxisbezug zur deutschen Lufthansa AG: Das Kapitel befasst sich mit Methoden der Kompetenzvermittlung und verdeutlicht diese am Beispiel der Trainingsmaßnahmen der Lufthansa AG.
6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit resümiert die Bedeutung interkultureller Kompetenz und betont die Notwendigkeit, theoretische Ansätze flexibel an die jeweilige Situation anzupassen.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Management, Führungsverhalten, Kulturdimensionen, Hofstede, China, Deutschland, Managementfunktionen, interkulturelle Kompetenz, Lufthansa, Organisationskultur, Kommunikation, Personalführung, Kollektivismus, Machtdistanz, Globalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit thematisiert das Führungsverhalten in einem interkulturellen Umfeld und untersucht, wie kulturelle Unterschiede die Managementpraxis in international agierenden Unternehmen beeinflussen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind die kulturellen Unterschiede zwischen China und Deutschland, die Anwendung von Führungskonzepten im Ausland sowie die Bedeutung von interkulturellen Trainings für Unternehmen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein Verständnis für das interkulturelle Management zu vermitteln und anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, wie unterschiedliche kulturelle Ausprägungen die Führung und Zusammenarbeit in Unternehmen prägen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die theoretische Kulturmodelle (insbesondere nach Hofstede) mit Managementansätzen verknüpft und diese durch Praxisbeispiele validiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Analyse der Kulturdimensionen, die Erläuterung allgemeiner Führungskonzepte sowie die detaillierte Betrachtung des chinesischen Managements und verschiedener interkultureller Trainingsmethoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie interkulturelles Management, Führungsverhalten, Kulturdimensionen, China, Deutschland und interkulturelle Kompetenz definieren.
Warum wird im Rahmen des chinesischen Managements besonders auf die Funktion der Planung eingegangen?
Die Planung dient als Ausgangspunkt, da in chinesischen Unternehmen die gesellschaftliche Stellung und die Langfristorientierung stark den Top-down-Prozess und die Zieldefinitionen beeinflussen.
Wie integriert die Deutsche Lufthansa AG das Thema interkulturelle Kompetenz?
Die Lufthansa nutzt verschiedene Instrumente wie Workshops, individuelle Vorbereitungen durch Experten und gemischte internationale Teams in Frankfurt, um das Bewusstsein für kulturelle Unterschiede zu schärfen.
- Citar trabajo
- Niko Simon (Autor), 2018, Interkulturelles Management. Führungsentscheidungen im internationalen Kontext am Beispiel von Deutschland und China, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/417849