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Die Publikationspraxis der Psychologie auf dem Prüfstand

Titre: Die Publikationspraxis der Psychologie auf dem Prüfstand

Thèse de Bachelor , 2016 , 40 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Jonas Hunscher (Auteur)

Psychologie - Divers
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Die Psychologie zeichnet sich (neben vielen anderen Wissenschaften) durch eine immens steigende Hypertrophie bzw. Ausdifferenzierung dieses gesellschaftlichen Subsystems aus. Dies schlägt sich in einer unüberschaubaren Anzahl von Fachzeitschriften respektive wissenschaftlichen Artikeln nieder, die zudem meist eine recht geringe Rezipierungs- sowie Replikationsquote aufweisen. Dies impliziert eine häufig als frustrierend empfunde Form der wissenschaftlichen Sozialisation, die dem einzelnen Forscher eine weitgehende Anpassung an die vorgefundene Forschungs- bzw. Publikationslogik auferlegt, schlicht um in der wissenschaftlichen Community letztlich überhaupt wahrgenommen zu werden.

Diese Praxis hat mannigfache Konsequnzen auf individueller wie systemischer Ebene und ist stets in Gefahr, dysfunktional zu werden und den zentralen Telos der Wissenschaften, die Erkenntnisgewinnung, zu verfehlen. Auch der hochrelevante Wert der Autonomie der Wissenschaft ist insbesondere in der anwendungsorientierten Psychologie durch zahlreiche Interdependenzen mit gesellschaftlichen Ansprüchen fortwährend "vom Aussterben bedroht". In der anschließenden Diskussion des Peer-Review-Mechanismus, der die Autonomie der Wissenschaft institutionell absichern soll, wird jedoch deutlich, dass sich dialektische Spannunngsverhälltnisse konstituieren lassen, die eine vollständige Autonomie trotz ihrer Bedeutsamkeit oft sekundär und teils gar illusorisch erscheinen lassen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Wissenschaft als normativer Prozess

Notwendigkeit der Bibliometrie

Der Journal-Artikel

Kritik des Journal Impact Factor

Kritik des Peer Review

Diskussion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Publikationsverhalten in den Wissenschaften, mit einem besonderen Fokus auf der Psychologie. Dabei wird die zentrale Forschungsfrage verfolgt, inwiefern die aktuelle Publikationskultur, insbesondere die zunehmende Orientierung an quantitativen Kriterien wie dem Journal Impact Factor und die Institution des Peer Review, die wissenschaftliche Autonomie beeinflusst und in ein rigides Normenkorsett zwängt.

  • Analyse der Bibliometrie und quantitativer Leistungsindikatoren in der Wissenschaft
  • Untersuchung des Journal-Artikels als dominantes Publikationsmedium
  • Kritische Würdigung des Journal Impact Factors als Bewertungsmaßstab
  • Detaillierte Analyse der Institution des Peer Review hinsichtlich Reliabilität, Validität und Fairness
  • Diskussion des Spannungsfeldes zwischen wissenschaftlicher Autonomie und externer Steuerung

Auszug aus dem Buch

Kritik des Journal Impact Factor

Nun soll, exemplarisch für die Beliebtheit von quantitativen Kriterien in der heutigen Wissenschaftslandschaft, der äußerst populäre Journal Impact Factor eingehend besprochen werden. Der Indikator soll die Qualität und Bedeutung von Zeitschriften messen (Ball, 2014) und viele Forscher beziehen sich bei ihrer Entscheidung, welches Journal für eine Publikation am vielversprechendsten scheint, häufig auf diesen Faktor. Dieses Verhalten scheint vordergründig auch verständlich zu sein, da Publikationen in einer impact-starken Zeitschrift mit einem hohen Zugewinn an Reputation verbunden sind (Schui & Krampen, 2006). Der Indikator scheint von den Wissenschaftlern geradezu als „Wunderindex“ und „Alleskönner“ (Ball, 2014) betrachtet zu werden. Zudem ist er bei der Einstellung von akademischem Personal der wichtigste Bewertungsmaßstab sowie dient in Spanien und Finnland gar als offizieller Indikator hinsichtlich der Bewertung der nationalen wissenschaftlichen Produktion (Ball, 2014), mit der Folge, daß teilweise sogar Bonuszahlungen auf Publikationen in besonders impact-starken Zeitschriften ausgelobt werden (Ball, 2014). Zudem bestätigte eine Umfrage zu den Publikationspräferenzen unter den Mitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, daß der Journal Impact Factor „bei Publikationsabwägungen für die Mehrheit der Befragten „sehr wichtig“ (29%) bzw. „wichtig“ (33%) ist“ (Krampen et alii, 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Publikationspraxis verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen ein und thematisiert die steigende Präferenz für den Journal-Artikel, insbesondere in der Psychologie.

Wissenschaft als normativer Prozess: Es wird die Entstehung der Wissenschaft als autonomes Subsystem dargestellt und diskutiert, wie aktuelle Publikationsnormen die Autonomie der Wissenschaft herausfordern.

Notwendigkeit der Bibliometrie: Das Kapitel erläutert die quantitative Erfassung wissenschaftlicher Kommunikation und die Prämisse, dass die Zitationshäufigkeit als Indikator für Qualität und Wichtigkeit herangezogen wird.

Der Journal-Artikel: Hier wird das IMRAD-Format (bzw. EMED) als standardisierte Form wissenschaftlicher Publikation kritisch charakterisiert und hinsichtlich seiner Auswirkungen auf Kreativität und Freiheit untersucht.

Kritik des Journal Impact Factor: Es folgt eine detaillierte Analyse der Schwächen dieses Indikators, wie etwa die Verzerrung durch fachspezifische Zitationskulturen und die ungeeignete Anwendung auf Einzelleistungen.

Kritik des Peer Review: Dieses Kapitel analysiert das zentrale Begutachtungsverfahren kritisch hinsichtlich Reliabilität, Validität und Fairness und beleuchtet strukturelle Probleme sowie Reformvorschläge.

Diskussion: Abschließend werden die Ergebnisse im Kontext einer zunehmenden "Audit Society" und der Neuaushandlung des Sozialvertrags zwischen Wissenschaft und Politik integriert.

Schlüsselwörter

Bibliometrie, Publikationspraxis, Psychologie, Wissenschaft, Journal Impact Factor, Peer Review, Autonomie, Wissenschaftsforschung, quantitative Kriterien, wissenschaftliche Qualität, Forschung, Zitation, Evaluation, Validität, Reliabilität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch, wie aktuelle Publikationsnormen und Bewertungsverfahren, wie etwa der Journal Impact Factor und das Peer-Review-System, die Arbeitsweise von Wissenschaftlern und die Autonomie des wissenschaftlichen Systems beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Bibliometrie, die Standardisierung von Forschungsartikeln, die Kritik an quantitativen Leistungsindikatoren sowie die Analyse der institutionellen Bedingungen wissenschaftlicher Begutachtung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das wissenschaftliche System durch eine "Publikationskultur" in ein rigides Normenkorsett gezwängt wird, das häufig außer-wissenschaftlichen Kriterien folgt und die wissenschaftliche Autonomie gefährdet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische und explorative Arbeit, die auf der Sichtung und Analyse wissenschaftlicher Literatur und existierender Studien zum Publikations- und Begutachtungswesen basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung wissenschaftlicher Normen, die Bibliometrie als Instrument, die Standardisierung der Publikationsform (Journal-Artikel) sowie die spezifische Kritik an Journal Impact Factor und Peer Review.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bibliometrie, Journal Impact Factor, Peer Review, Wissenschaftsautonomie, Publikationspraxis und quantitative Evaluation.

Warum wird die Anwendung des Journal Impact Factors auf Personen kritisiert?

Der Autor argumentiert, dass der Journal Impact Factor ein Mittelwert für Zeitschriften ist und daher nicht die individuelle Qualität einzelner wissenschaftlicher Beiträge oder deren Fortschrittsbedeutung für die Disziplin abbilden kann.

Welche Probleme sieht der Autor beim Peer Review?

Kritisiert werden insbesondere die geringe Reliabilität der Verfahren, potenzielle Bias-Effekte bei den Gutachtern (z. B. durch politische Einstellung oder Bekanntheitsgrad der Autoren) sowie die Gefahr, dass innovative, nicht-konforme Forschung systematisch benachteiligt wird.

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Résumé des informations

Titre
Die Publikationspraxis der Psychologie auf dem Prüfstand
Université
Technical University of Chemnitz
Note
1,7
Auteur
Jonas Hunscher (Auteur)
Année de publication
2016
Pages
40
N° de catalogue
V418147
ISBN (ebook)
9783668671300
ISBN (Livre)
9783668671317
Langue
allemand
mots-clé
Publish or Perish Impact Factor Peer Review Bibliometrie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jonas Hunscher (Auteur), 2016, Die Publikationspraxis der Psychologie auf dem Prüfstand, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418147
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