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Theodore Gericaults "Das Floß der Medusa". Wandel in der Historienmalerei

Título: Theodore Gericaults "Das Floß der Medusa". Wandel in der Historienmalerei

Trabajo Escrito , 2018 , 26 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Monique Feistel (Autor)

Arte - Historia del Arte
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Der Begriff „Historienmalerei“ lässt aus seinem Wort schon auf das Thema schließen, nämlich der Historie und wie sie in der Malerei wiedergegeben wird. Hier zeigt sich, wie ein Künstler ein bestimmtes historisches Ereignis auffasste und umsetzte. Als Quellen dienten hier Berichte des Geschehens, Befragung von Augenzeugen oder die eigene Anwesenheit. Doch nicht immer ist der historische Augenblick getreu dargestellt. Oft spielt die Fantasie des Künstlers stark in sein Werk mit ein um eine bestimmte politische Aussage zu treffen.

Im Rahmen dieser Arbeit wird über den Zeitraum Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts gesprochen. Es wird davon ausgegangen, dass Historienmalerei bis dahin dazu diente, den Höhepunkt eines Ereignisses darzustellen und ein bestimmtes Reichsoberhaupt in den Mittelpunkt zu rücken. Zur hier thematisierten Zeit findet ein Bruch in dieser üblichen Darstellungsweise statt. Ein gutes Beispiel hierfür liefert Theodore Gericault mit seinem „Floß der Medusa“. In dieser Zeit formt sich sein Grundmotiv, dass jede Gesellschaft seine Opfer fordert. Das Gemälde basiert auf einem realen Schiffsunglück, welches sich 1818 ereignete. Gericault nutzte den Aufruhr in der Gesellschaft um mit diesem Ereignis seine neuen Ansichten zu zeigen und sein Ansehen zu steigern. Inwieweit sich sein Werk in die Geschichte der Historienmalerei einfügt, oder widerspricht, wird im ersten Teil der Arbeit besprochen.

Die Arbeit ist in zwei thematische Abschnitte unterteilt. Nach einer kurzen Einleitung beginnt der erste Teil zu Gericault „Floß der Medusa“. Hier wird zuerst der historische Hintergrund zum Schiffbruch dargestellt und anschließend findet eine Beschreibung und Analyse des Gemäldes statt. Anschließend findet die Interpretation zum Gemälde statt. Diese fasst die Themenwahl, Vorbilder und Vergleiche ein. Zum Ende des ersten Teiles wird kurz zusammengefasst, was im beschriebenen Zeitabschnitt neu ist in der Historienmalerei. Im zweiten Teil werde ich eine umfassende Einschätzung zum Seminar geben. Hierzu erläutere ich zuerst Aufbau und Ablauf des Seminares. Schlussendlich erfolgt eine kurze Zusammenfassung dieser Arbeit mit einem Ausblick auf die Historienmalerei in heutiger Zeit. Ziel dieser Arbeit ist zum einen die Einordnung eines Gemäldes in einen bestimmten kunsthistorischen Kontext anhand von Quellenanalyse und zum anderen der Bezug zu einem real abgelaufenen Prozess und mit Hauptaugenmerk auf die eigenen Gedanken.

Extracto


Inhalt

I. Einleitung

II 1. Teil Theodore Gericault. Das Floß der Medusa

1. Der historische Hintergrund

2. Bildbeschreibung und –analyse

3. Interpretation

3.1. Die Themenwahl

3.2. Vorbilder und Vergleiche

4. Wandel der Historienmalerei mit dem Floß der Medusa

III 2. Teil Seminareinschätzung

1. Aufbau und Ablauf des Seminares

2. Entwicklung des Seminarverlaufes

3. Eigene Meinung und Einschätzung zum Seminar

IV. Schlusswort und Historienmalerei heute

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Gemälde "Das Floß der Medusa" von Théodore Géricault als zentrales Werk, welches einen Wendepunkt in der Historienmalerei darstellt. Dabei steht die Analyse der künstlerischen Umsetzung im Kontext eines realen historischen Unglücks und die Frage im Vordergrund, wie der Künstler durch seinen bewussten Bruch mit traditionellen Darstellungsformen eine gesellschaftspolitische Kritik sowie eine neue emotionale Verbindung zum Betrachter etabliert.

  • Historischer Kontext des Schiffbruchs der Fregatte "Medusa" im Jahr 1818
  • Detaillierte Bildanalyse und Kompositionslehre des Werkes
  • Kritik an zeitgenössischen Konventionen der Historienmalerei durch Géricault
  • Vergleiche mit Vorbildern aus Renaissance, Barock und zeitgenössischer Malerei
  • Reflektion über die Entwicklung der Historienmalerei und ihre Modernisierung

Auszug aus dem Buch

1. Der historische Hintergrund

„Die Fregatte Medusa ist am 2. Juli um 3 Uhr nachmittags auf der Sandbank von Arguin gescheitert, zwanzig Meilen vom Cap Blanc. Sechs Schaluppen und Beiboote der Medusa haben einen großen Teil ihrer Mannschaft und ihrer Passagiere gerettet. Von 150 Männern, die sich auf dem Floß gerettet hatten, sind 135 umgekommen.“ Doch wie kam es zu dieser Tragödie? Die Fregatte Medusa sollte als Expeditionskorps in die Kolonie Senegal in Saint-Louis reisen. Diese Kolonie war nach dem Abkommen in Paris 1814 von Frankreich wieder in den Besitz Englands übergegangen. Der Kapitän war Hugues de Chaumareys, welcher bis dahin keine weitreichenden Erfahrungen im Steuern eines Schiffes hatte, sowie einige seiner Offiziere. So kam es, das die Fregatte, ohne Unwetter oder anderen Gefahren, vor der Westküste Afrikas auf eine Sandbank lief. Aus den Berichten von Überlebenden, wie dem Schiffsarzt Henry Sauvigny, wissen wir Näheres. Zwei Tage lang versuchte man nun sich aus der misslichen Lage zu befreien. Da die Lage aussichtslos schien fingen die Offiziere an die Rettungsboote zu besetzten. Von Anfang an war klar, dass diese für 400 Passagiere nicht reichen würden, und so besetzte man diese zuerst mit der höher gestellten Gesellschaft. Für die restlichen Gestrandeten wurde aus dem Bauholz der Medusa ein großes Floß gebaut. 150 Leute wurden darauf zusammen gepfercht, Matrosen, Offiziere und Soldaten. Der Plan war nun das Floß mit Hilfe der Rettungsboote an Land zu bringen. Doch schon nach Beginn der Fahrt wurden die Seile gekappt und das Floß seinem Schicksal überlassen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in den Begriff der Historienmalerei ein und stellt das Floß der Medusa als paradigmatisches Werk für den Wandel dieser Gattung im 19. Jahrhundert vor.

II 1. Teil Theodore Gericault. Das Floß der Medusa: Dieser Abschnitt analysiert das historische Ereignis des Schiffbruchs, bietet eine detaillierte formale Bildbeschreibung und erörtert Géricaults bewussten Bruch mit tradierten heroischen Darstellungsmustern.

III 2. Teil Seminareinschätzung: Der zweite Teil dokumentiert den Aufbau, den Ablauf sowie die Entwicklung der Diskussionen im Seminar zur Historienmalerei und reflektiert persönliche Erkenntnisse der Autorin.

IV. Schlusswort und Historienmalerei heute: Das Kapitel schließt mit einer Betrachtung zur Entwicklung der Historiendarstellung und stellt die These auf, dass sich die Historienmalerei in moderne Medien wie Film und Fotografie transformiert hat.

Schlüsselwörter

Historienmalerei, Théodore Géricault, Das Floß der Medusa, Schiffbruch, Bildanalyse, Kunstgeschichte, Realismus, Epochenwandel, Empirie, gesellschaftliche Kritik, Napoleon-Ära, Bildkomposition, Moderne, Empathie, Medusa

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Untersuchung von Théodore Géricaults Gemälde "Das Floß der Medusa" und dessen Bedeutung für den Wandel innerhalb der Historienmalerei Anfang des 19. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit konzentriert sich auf den historischen Hintergrund des realen Schiffbruchs von 1818, eine detaillierte formalästhetische Bildanalyse sowie eine kunsthistorische Einordnung der Komposition und der ikonografischen Traditionen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das Gemälde in einen kunsthistorischen Kontext zu setzen, seine Bedeutung als Bruch mit traditionellen Heroisierungen zu deuten und die persönliche Auseinandersetzung mit der Historienmalerei im Rahmen eines Seminars zu dokumentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine quellenbasierte historische Recherche mit einer tiefgehenden, selbstständigen Bildbeschreibung und komparativen Analysen zu Werken alter Meister und zeitgenössischer Künstler.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche Untersuchung von Géricaults Werk – inklusive Quellenstudium und ikonografischer Vergleiche – sowie eine evaluative Einschätzung des zugrunde liegenden akademischen Seminars.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Historienmalerei, Géricault, Medusa-Schiffbruch, Bildanalyse, gesellschaftliche Kritik, Epochenwandel zur Moderne und die Rolle des Betrachters.

Warum wählte Géricault laut der Autorin gerade diesen Moment für sein Gemälde?

Laut der Arbeit wollte Géricault den Augenblick der Sichtung des Rettungsschiffes wählen, um die Spannung zwischen Hoffnung und anhaltendem Leid sowie die Kritik an der politischen Verantwortungslosigkeit des Kapitän-Regimes zu verdeutlichen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des modernen Mediums in der Historienmalerei?

Die Autorin vertritt die Auffassung, dass sich die Historienmalerei nicht aufgelöst, sondern in neue Medien wie Fotografie und Film gewandelt hat, da diese die Aufgabe der Dokumentation aktueller historischer Ereignisse heute effektiver übernehmen.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Theodore Gericaults "Das Floß der Medusa". Wandel in der Historienmalerei
Universidad
Martin Luther University  (Institut für Archäologie und Kunstgeschichte)
Curso
Seminar: Historienmalerei
Calificación
2,0
Autor
Monique Feistel (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
26
No. de catálogo
V418352
ISBN (Ebook)
9783668697119
ISBN (Libro)
9783668697126
Idioma
Alemán
Etiqueta
theodore gericaults floß medusa wandel historienmalerei
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Monique Feistel (Autor), 2018, Theodore Gericaults "Das Floß der Medusa". Wandel in der Historienmalerei, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418352
Leer eBook
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