Zum Beitrag von Hochschulen zur Integration von Menschen mit Flüchtlingshintergrund

Eine empirische Untersuchung


Bachelorarbeit, 2017
96 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis.

Tabellenverzeichnis.

Verzeichnis der Kreisdiagramme.

Zusammenfassung.

1. Aktuelle Flüchtlingssituation.

2. Theoretischer Hintergrund.
2.1. Flucht und Bildung.
2.2. Rechtliche Voraussetzungen.
2.2.1. Wer gilt als Flüchtling?.
2.2.2. Zulassungsvoraussetzungen zu deutschen Hochschulen.
2.3. Qualität der Hochschullehre.
2.4. INTEGRA-Projekt
2.5. Integration als Herausforderung.
2.6. Integration.
2.6.1. Soziale Systeme und Einheiten.
2.6.2. Sozialintegration vs. Systemintegration nach Esser
2.6.3. Integration nach Hoffmann-Nowotny.
2.6.4. Grundprobleme der modernen Gesellschaft
2.7. Wohlbefinden und Gesundheit als Vorstufe der Zufriedenheit
2.8. Zufriedenheit als Indikator für Integration.
2.9. Bisherige Forschungsergebnisse.
2.10. Forschungsfrage.
2.11. Hypothesenbildung.

3. Praktischer Teil
3.1. Strichprobenauswahl und Durchführung.
3.2. Datenerhebung.
3.3. Messinstrument
3.4. Reliabilität der Skalen.
3.5. Statistische Methoden.
3.6. Ergebnisse.
3.6.1. Beschreibung der soziodemographischen Variablen.
3.6.2. Korrelation der Untersuchungsvariablen.

4. Diskussion.

5. Ausblick.

6. Literaturverzeichnis.

7. Anhang.

Abbildungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Verzeichnis der Kreisdiagramme

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

In der vorliegenden Arbeit wird sich mit der Integration von Geflüchteten an Hochschulen beschäftigt, am Beispiel des INTEGRA-Projekts der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Dabei wird sich speziell mit der Frage auseinandergesetzt, ob Geflüchtete zufrieden mit ihrem Leben sind, wenn sie sich durch das INTEGRA-Projekt integriert und aufgenommen fühlen. Frühere Studien haben gezeigt, dass ein positiver Zusammenhang zwischen sozialer Integration und Lebenszufriedenheit besteht. Zudem wurde herausgefunden, dass das Engagement der Dozierenden wesentlichen Einfluss auf die Studienzufriedenheit hat. Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurden Flüchtlinge (N=20), die Teilnehmer des INTEGRA-Projekts sind, während einer Abschlussveranstaltung mittels Fragebogen befragt. Durch eine Korrelationsanalyse nach Pearson wurden die Daten ausgewertet. Die korrelativen Ergebnisse zeigen, dass allgemeine Lebenszufriedenheit nur wenig in Beziehung zu universitären Variablen gesetzt werden kann. Die meisten Teilnehmer sind zufriedener, wenn sie sich im Alltag auf Personen verlassen können und sich einer Gruppe zugehörig fühlen. Die Befunde werden anschließend diskutiert und weitere Ansätze für zukünftige Forschungen besprochen.

1. Aktuelle Flüchtlingssituation

Kein Thema beschäftigt die deutsche Politik und das komplette gesellschaftliche Leben derzeit mehr als die aktuelle Flüchtlingssituation in Deutschland. „Weltweit befinden sich mehr als 50 Millionen Menschen auf der Flucht oder leben in einer flüchtlingsähnlichen Situation.“[1]In Deutschland allein haben sich die Asylantragszahlen im Zeitraum von 2013 bis Ende 2016 fast versechsfacht, sodass es, laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), im Jahr 2016 allein 722.370 Erstanträge gegeben hat.[2]Ein Großteil der Antragssteller weist vor allem syrische Herkunft auf. Nicht endende Konflikte im Heimatland treiben viele Menschen aus Angst dazu, sich auf die Reise nach Deutschland zu begeben. Seit mehr als fünf Jahren herrschen große Unruhen innerhalb Syriens. Besonders die zentralen Städte Aleppo und Damaskus sind häufig Zentrum von blutigen Auseinandersetzungen zwischen den dortigen Regimegegnern und Regimebefürwortern. Darüber hinaus ist die Terrormiliz Islamischer Staat mit erbarmungslosen Methoden am Syrien-Konflikt beteiligt. Für viele Einwohner ist Syrien kein sicheres Zuhause mehr, da jederzeit Angriffe und Bombenanschläge befürchtet werden müssen. Aufgrund dessen nehmen zahlreiche Syrer die lange und beschwerliche Reise nach Europa auf sich, mit der Hoffnung auf ein besseres und angstfreies Leben. Die Flucht über das Mittelmeer, die auch ein tödliches Risiko birgt, wird als letzte Alternative auf sich genommen. Nicht nur die Hoffnungslosigkeit im Heimatland spielt eine wesentliche Rolle für die Flucht, sondern auch die zunehmende Armut, die für unmenschliche Lebensbedingungen sorgt, ist ein Grund dafür. Zusätzlich dazu ist die Arbeitsmarktsituation speziell in Syrien und im Irak durch die Krisen stark beeinflusst. Den Menschen dort bleiben oft keine anderen Optionen, als eine Arbeit anzunehmen in der sie regelrecht ausgebeutet werden. Vor allem für junge Menschen sind die derzeitigen Bildungsmöglichkeiten katastrophal, sodass der Besuch einer Regelschule oft erschwert wird. Jungen und Mädchen müssen bereits im jungen Alter zur Ernährung der Familie beitragen und auf schulische Bildung verzichten.[3]Die Liste der Fluchtgründe lässt sich natürlich noch um vielerlei Punkte erweitern. Deutschland ist momentan nicht nur ein häufiges Ziel von Flüchtlingsströmen aus Syrien, sondern auch aus Afghanistan oder dem Irak.

Der Zustrom an Flüchtlingen stellt Deutschland vor viele neue Herausforderungen. Nicht nur die angemessene Unterbringung dieser Menschenmassen bringt viele Probleme mit sich, sondern auch der Bildungsaspekt steht stark im Fokus. So versucht man beispielsweise junge Flüchtlinge in Übergangsklassen zu integrieren und sie in ihrer Bildung zu fördern. Auch viele Universitäten engagieren sich mit Deutschkursen, die den Geflüchteten unter anderem auch ein Studium hierzulande ermöglichen sollen. Viele junge Flüchtlinge weisen oft eine universitäre Ausbildung auf, die hierzulande jedoch kaum bis gar nicht anerkannt wird. Es gilt nicht nur für eine geeignete Unterbringung der geflüchteten Menschen zu sorgen, vielmehr ist es notwendig ihnen auch Möglichkeiten, Chancen und Perspektiven in Deutschland zu eröffnen. Ein wichtiger Gesichtspunkt hierbei ist natürlich die Integration. Moderne Gesellschaften machen es sich zum obersten Ziel Geflüchtete und Zugewanderte erfolgreich zu integrieren. Demzufolge ist es auch notwendig für geeignete Maßnahmen zur Förderung dieser Personengruppen zu sorgen, um sie sowohl sozial als auch wirtschaftlich zu integrieren.[4]

Aber wie sehen diese Maßnahmen zur Förderung von Geflüchteten in Deutschland genau aus? Welche Aufgaben übernehmen deutsche Universitäten bei der Flüchtlingsintegration und wie erfolgreich sind deren Programme? Diese Fragen sollen mit der folgenden Arbeit, mit Hilfe eines Fragebogens zur Zufriedenheit und Integration von Flüchtlingen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, beantwortet werden.

2. Theoretischer Hintergrund

2.1. Flucht und Bildung

Für viele Menschen, deren Leben von Angst und Perspektivlosigkeit geprägt ist, ist der einzige Ausweg die Flucht in ein anderes Land. Eine Flucht entsteht meist als Folge von „Kolonisation, Kriegen, sozialen Unruhen und Umwälzungen […].“[5]Flüchtlinge, die eine Reise nach Europa, speziell nach Deutschland, wagen, benötigen selbstverständlich finanzielle Rücklagen, die ein solches Vorhaben überhaupt ermöglichen. So kann eine Familie mit wenig Besitz oder Land keine Flugreise finanzieren oder Schlepper beauftragen.[6]Nicht selten ist es der Fall, dass Kinder und Jugendliche alleine auf die gefährliche Reise nach Europa geschickt werden. Viele Familien sind bereits durch die Zustände im Heimatland zerrissen oder Familienangehörige sogar gestorben, sodass den jungen Menschen oft keine andere Möglichkeit bleibt, als sich alleine auf den Weg zu machen.[7]Die „Flucht gehorch[t] keinem einfachen Reiz-Reaktions-Mechanismus“[8], sondern kann aus unterschiedlichen Intentionen heraus geschehen. In diesem Zusammenhang kann von einer Unterscheidung zwischen der konservativen und der innovativen Wanderung gesprochen werden. Der erstgenannte Typus meint eine Wanderung, deren Ziel es ist, sich eine möglichst ähnliche Umgebung zu suchen, um das alt bewehrte Leben zu bewahren. So werden gleiche Landschaften gesucht, die der Heimat entsprechen. Innovative Wanderung bezeichnet eine Flucht aus dem Heimatland in ein neues und besseres Leben, dessen Ziel nicht selten ein anderes Land ist.[9]Die Flüchtlinge, die es nach Deutschland geschafft haben, stehen vor weiteren Hürden, die bewältigt werden müssen. Die genaueren Bestimmungen werden im nächsten Abschnitt erläutert. Geflüchtete kommen vor allem mit der Hoffnung nach Europa, sich dort eine neue Perspektive aufzubauen und eine bessere Bildung als im Heimatland zu erhalten. Mit dem Motto der UNESCO„Bildung für alle“trafen sich im Jahr 2000 in Dakar/Senegal 164 Staaten, um bis 2015 wesentliche Bildungsziele zu verwirklichen. Es soll dabei über die Bildung für Kinder, benachteiligte Menschengruppen und generell Erwachsene entschieden werden. Der Plan der UNESCO beinhaltet 6 Ziele, die sich zum einen damit beschäftigen wie Kindern, die sozial benachteiligt sind und die aus schwierigen Lebenssituationen stammen, darunter auch Flüchtlinge, ein gewisser Bildungsgrad ermöglicht werden kann. Zum anderen sollen aber auch Erwachsene, deren Leben von politischer und sozialer Instabilität geprägt ist, Zugang zu Bildungsangeboten bekommen, die ihre Lebenssituation verbessern sollen.[10]Unter diesem Verständnis kann die Maßnahme zur Bildung von Geflüchteten und Zuwanderern an deutschen Universitäten betrachtet werden. Die Universität sieht sich in der Pflicht spezielle Bildungsangebote bereit zustellen, die den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen. Abgesehen von den Bildungsangeboten deutscher Universitäten, hat nicht jeder Flüchtling die Möglichkeit einen Aufenthaltsstatus in Deutschland zu erhalten und das Bildungssystem zu genießen. Welche genauen Voraussetzungen für den Aufenthalt in Deutschland gegeben sein müssen und welche Anforderungen die Universitäten an Geflüchtete stellen, wird im Folgenden dargestellt.

2.2. Rechtliche Voraussetzungen

2.2.1. Wer gilt als Flüchtling?

Um die Frage der Zulassungsvoraussetzungen zum Zugang von Universitäten klären zu können, muss sich zunächst mit dem Flüchtlingsbegriff auseinandergesetzt werden. Der Begriff Flüchtling steht dem Begriff Migrant/in gegenüber und muss von diesem abgrenzt werden. Migration beschreibt den dauerhaften und freiwilligen Wechsel des Wohnortes. Dabei kann von internationaler Migration gesprochen werden, wenn über die Landesgrenzen hinweg der Wohnort und der Lebensmittelpunkt verändert wird.[11]Migranten werden zu Ausländern gezählt, die sich längerfristig am Aufenthaltsort aufhalten, sei es als anerkannter Einwanderer oder als „ausreisepflichtige[r] […] Ausländer“[12], der lediglich durch eine Bleiberechtsregelung geduldet wird. 2014 stammt die Vielzahl an Migranten und Migrantinnen aus osteuropäischen Ländern, die sich aufgrund von Arbeitslosigkeit oder mangelndem Wohlstand auf die Reise nach Deutschland begaben.[13]Laut Treibel (2011) kommt es zunehmend zu einem neuen Verständnis von Migration und Flucht, welches beide Begriffe in direkten Zusammenhang miteinander bringt. So wird Migration nach dieser Vorstellung als Oberbegriff, und Flucht als Sonderform verstanden. Man kommt wenig später aber doch zu der Erkenntnis, dass die Flucht sehr wohl andere Eigenschaften aufweist und nicht unmittelbar der Migration untergeordnet werden kann.[14]Der Flüchtlingsbegriff kann somit vom Migrationsbegriff abgegrenzt werden. Bei Flüchtlingen handelt es sich um Ausländer und Ausländerinnen, die aus nicht – europäischen Ländern stammen und ohne gültiges Visum einreisen.[15]Die BezeichnungFlüchtlingist aus wissenschaftlicher Sicht gesehen zu vage formuliert[16], sodass man den Begriff in einem weiteren Schritt in drei konkrete Gruppen einteilt. Es wird zwischen Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen, zwischen Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlingen und zwischen Personen mit besonderem Schutz unterschieden. Die erste Gruppe, die Asylsuchenden und Kriegsflüchtlinge, betrifft Menschen, die bereits einen Antrag auf Asyl gestellt haben, dieser aber noch nicht genehmigt oder abgelehnt wurde. Bei der zweiten Gruppe, den Asylberechtigten und anerkannten Flüchtlinge, ist die Rede von Menschen, die nach der Genfer Flüchtlingskonvention eine Aufenthaltsberechtigung besitzen. Zur dritten Gruppe zählen Personen, die unter subsidiärem Schutz stehen. Dies bedeutet, dass diese Menschen in ihrem Heimatland durch andere Gründe als politischer Verfolgung usw. um ihr Leben fürchten müssen. Ein Beispiel hierfür wäre eine Person, die durch HIV infiziert wurde und keine ausreichende medizinische Versorgung im Geburtsland erhält.[17]Diese Dreiteilung liegt der Genfer Flüchtlingskonvention zu Grunde, die festlegt, wer als Flüchtling angesehen wird und welche entsprechenden Maßnahmen der Aufnahmestaat für diese Personengruppen leisten muss. Im Gegenzug dazu legt die Genfer Konvention aber auch „Pflichten [fest], die ein Flüchtling dem Gastland gegenüber erfüllen muss, und schließt bestimmte Gruppen – wie Kriegsverbrecher – vom Flüchtlingsstatus aus.“[18]In Deutschland wird das Asylrecht nicht nur durch die Genfer Flüchtlingskonvention umgesetzt, sondern es ist als Grundrecht im deutschen Grundgesetz verankert. Zu finden ist es im Artikel 16a (GG). Flüchtlinge erhalten in Deutschland Förderung durch den Bund, Kommunen, aber auch durch verschiedene nichtstaatliche Organisationen, sowie durch Kirchen. Bei der staatlichen Flüchtlingsförderung ist vor allem das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge von Bedeutung, welches hier bereits mehrfach erwähnt wurde. Seit 2005 hat es seinen Aufgabenbereich enorm erweitert, sodass es nun die zentrale Behörde ist, wenn es um Asyl-, Migrations- und Integrationsangelegenheiten geht.[19]Geflüchtete erhalten in Deutschland von zahlreichen Institutionen und Verbänden große Unterstützung. Dementsprechend werden ihnen zahlreiche Leistungen zugestanden. Das so genannte Asylbewerberleistungsgesetz, das am 1.3.2015 neu formuliert wurde, legt die Bestimmungen dieser Leistungen fest.[20]Demnach erhalten Flüchtlinge eine Grundversorgung, die das Überleben in Deutschland ermöglicht. So bekommen sie einen Grundbetrag, der für die Ernährung, Unterbringung und lebensnotwendigen Güter, sowie für Pflegeprodukte und für Kleidung gedacht ist. Bei Erkrankungen ist die medizinische Versorgung ebenfalls geregelt. Die Flüchtlinge, die zum ersten Mal nach Bayern einreisen, müssen sich zunächst in einer Erstaufnahmeeinrichtung registrieren lassen. München und Zirndorf sind hierfür als Aufnahmeorte eingerichtet worden. An diesen Stellen wird ein Asylantrag gestellt und die Flüchtlinge werden in eine nahe liegende Aufnahmeeinrichtung geschickt. Zugleich erfolgt eine Untersuchung auf Krankheiten, um eine spätere Ansteckung anderer Menschen zu vermeiden. Während der Asylantrag bearbeitet wird, ist den Flüchtlingen ein Aufenthalt in Gemeinschaftsunterkünften gewährt. Sie dürfen den Bezirk, in dem sie sich befinden, keinesfalls verlassen, bis ihr Asylantrag genehmigt wurde.[21]Diese Beschränkung des Bezirks wird als „Residenzpflicht“[22]bezeichnet. Die Ausweisdokumente oder passähnlichen Dokumente werden den Außenstellen übergeben und vorerst einbehalten. Das sogenannte Erstverteilungssystem „EASY“ regelt die Verteilung der Flüchtlinge auf die einzelnen Bundesländer und legt anhand der zur Verfügung stehenden Kapazitäten deren Zuordnung fest. Die Zuordnung wird außerdem vom Herkunftsland des Flüchtlings abhängig gemacht, da das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) den Asylantrag nach der Herkunftsländerzugehörigkeit bearbeitet.[23]Nachdem die Datenaufnahme abgeschlossen wurde, wird dem Asylsuchenden ein Ankunftsnachweis ausgehändigt, der eine entsprechende Unterbringung und Versorgung genehmigt. Um eine doppelte Bearbeitung eines Antrags zu vermeiden, wird mit Hilfe der Dublin-Verordnung überprüft, welcher Staat der Europäischen Union für die Bearbeitung der jeweiligen Anträge zuständig ist. Das Land, das der Flüchtling als erstes betritt, ist verpflichtet, dessen Asylantrag zu bearbeiten. Außerdem wird das Ausweisdokument auf Echtheit geprüft. Im nächsten Schritt wird der Asylsuchende zum persönlichen Gespräch in eine Außenstelle des BAMF samt Übersetzer geladen. Nach der Anhörung wird der Flüchtling postalisch über den Ausgang des Asylantrags informiert.[24]Sollte der Antrag abgelehnt werden, muss der Flüchtling das Land verlassen. Es besteht zwar die Möglichkeit in Berufung zu gehen, dies zeigt meist aber nur wenig Erfolg. Im Falle einer Erkrankung oder bei einem Verlust von Reisepapieren wird den Flüchtlingen eine zeitlich befristete Duldung im Land gewährt.[25]Die Bearbeitung eines Asylerstverfahrens liegt meist bei einer Dauer von sechs Monaten. Sobald der Antrag genehmigt wurde, erhalten Flüchtlinge Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt und können einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Davon ausgeschlossen sind Personen, die aufgrund von Abschiebehindernissen wie Krankheiten oder fehlender Reisepapiere nicht ausreisen können.[26]Um die Flüchtlinge mit erfolgreichem Asylbescheid in die Gesellschaft zu integrieren, wird versucht, ihnen schnellstmöglich eine Anstellung zu vermitteln. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt dabei eine zentrale Rolle und betreut die Asylsuchenden bereits während der Asylantragsstellung. Bei dieser Gelegenheit wird ein Lebenslauf ausgefüllt, der für eine spätere Vermittlung dienen soll. Es werden zudem Integrationskurse für anerkannte Flüchtlinge angeboten, die den Menschen einen leichteren Übergang in die fremde Sprache und Kultur ermöglichen sollen. Sogar eine Verpflichtung an diesen Kursen ist möglich, sollte der Flüchtling nur wenige Deutschkenntnisse aufweisen.[27]

Viele Flüchtlinge haben bereits in ihrem Heimatland ein Studium begonnen oder haben sogar ein abgeschlossenes Studium. Es werden für studieninteressierte Flüchtlinge während der Bearbeitung der Asylverfahren, Beratungsangebote und Informationen von Hochschulen und Studentenwerken zur Verfügung gestellt. Sie werden darüber informiert, welche Möglichkeiten zu ihren persönlichen Kompetenzen passen. Oft gelten in den Herkunftsländern der Geflüchteten andere Qualitätsstandards und Bildungsformen. Infolgedessen wird über das deutsche Bildungssystem aufgeklärt und auf Unterschiede aufmerksam gemacht.[28]Um sich über die eigenen Kompetenzen und den eigenen Wissensstand Klarheit zu verschaffen, bieten viele Informationsplattformen im Internet zahlreiche Möglichkeiten an sich zu orientieren. Dies kann beispielsweise über Onlinetests erfolgen.[29]

Flüchtlinge, die mit der Absicht nach Deutschland gekommen sind, um zu studieren, benötigen Voraussetzungen, die den Zugang zu den Universitäten überhaupt erst ermöglichen. Diese Zulassungsvoraussetzungen sollen im nächsten Schritt dargelegt werden.

2.2.2. Zulassungsvoraussetzungen zu deutschen Hochschulen

In den letzten Jahren ist die Anzahl der zugewanderten Geflüchteten enorm gestiegen und hat dementsprechend auch eine große Auswirkung auf die universitäre Bildung in Deutschland. Genauso wie das schulische, hat das universitäre Bildungssystem ebenfalls mit den Konsequenzen dieses Zuwachses umzugehen. Die Universität hat die Aufgabe, den Flüchtlingen beim Zugang zur Hochschule und demnach auch beim Studium zu unterstützen. Der Integrationsprozess ist ein vielschichtiger Prozess, der auf vielen Faktoren beruht und von allen Institutionen Engagement verlangt. So sehen sich die deutschen Universitäten in der Pflicht einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen zu leisten und diesen Perspektiven zu eröffnen. Selbstverständlich müssen Voraussetzungen gegeben sein, um den Betroffenen ein Studium an einer Hochschule zu ermöglichen. Diese Voraussetzungen werden im folgenden Abschnitt erläutert.

Die erste Bedingung, die erfüllt sein muss, ist die Vorlage einer Hochschulzugangsberechtigung (HZB). Es wird an dieser Stelle nicht zwischen den verschiedenen Staatsangehörigkeiten unterschieden. Wenn ein ausländischer Abschluss vorliegt, muss dieser hinsichtlich der deutschen Standards geprüft werden. Oft weisen die erbrachten Leistungen im Ausland Differenzen auf. Aufgrund der oft langen und beschwerlichen Fluchtphase kann es sein, dass die Dokumente verloren gehen und somit kein offizieller Nachweis zur Studienberechtigung vorleget werden kann. Im oben genannten Fall hat die Kultusministerium Konferenz 2015 (KMK) ein dreistufiges Verfahren entwickelt, um den Flüchtlingen die Beweiserbringung einer HZB zu erleichtern.[30]Die Flüchtlinge werden zunächst in die festgelegten Asyl- und Aufenthaltskategorien eingeordnet, um die jeweiligen Voraussetzungen zu bestimmen. Anschließend wird die Nachvollziehbarkeit des HZB im Heimatland geprüft. Schließlich wird der „Nachweis der behaupteten Hochschulzugangsberechtigung durch ein qualitätsgeleitetes Prüfungs- bzw. Feststellungsverfahren“[31]kontrolliert. Das meint die Vorlage eines anderen Originaldokuments, das über die Existenz der HZB Auskunft geben kann.[32]Neben der HZB sind ausreichend Deutschkenntnisse eine weitere zentrale Voraussetzung für ein Studium an einer deutschen Universität. Die jeweilige Hochschule selbst legt fest, wie die Sprachkenntnisse nachgewiesen werden sollen. In den meisten Fällen werden Kenntnisse auf Niveau C1 abgefragt. Darüber hinaus müssen Flüchtlinge den Beweis über eine Krankenversicherung erbringen. Die Kostenübernahme nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, das den Flüchtlingen eine 15-monatige Kostenfreiheit bei Behandlungen zusichert, reicht hierfür nicht aus.[33]

2.3. Qualität der Hochschullehre

Deutsche Universitäten und deshalb vor allem die Dozierenden stehen angesichts der enormen Anzahl an Flüchtlingen mit Studieninteresse vor vielen neuen Herausforderungen. Es ist langfristig notwendig geeignete Maßnahmen zur Förderung dieser Personengruppen zu schaffen, um sie sowohl sozial als auch wirtschaftlich erfolgreich in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Bereits vor der aktuellen Flüchtlingssituation, die komplett neue Anforderungen an die Einrichtungen und das Personal stellt, mangelte es an vielen Universitäten an geeigneten Weiterbildungsmöglichkeiten der Lehrenden. Es wurde versucht, an Hochschulen Anreize zur Qualifizierung der Hochschullehre zu schaffen und die Lehrenden in ihrer Lehrprofessionalisierung zu fördern.[34]Der große Zuwachs an Geflüchteten benötigt natürlich weitere Maßnahmen, um diesen Herausforderungen gerecht werden zu können. Zunächst soll sich kurz mit den Zielen von Lehre an Hochschulen beschäftigt werden. Die Verantwortung für den Studienerfolg eines Studenten liegt mit Sicherheit nicht nur an der Lehrperson. Die Studierenden selbst sind verantwortlich für ihren Lernerfolg bzw. Misserfolg. Zudem sind die Hochschulbedingungen maßgeblich für den Studienerfolg der Studenten verantwortlich. Es ergibt sich also eine gemeinsame Aufgabe der Hochschule, der Lehrenden und der Studierenden für einen erfolgreichen Studienabschluss zu sorgen. Es ist sinnvoll sich auf hochschulweiter Ebene zu verständigen und dabei Lehrziele zu bestimmten Studiengängen und deren Kompetenzprofilen zu vereinheitlichen.[35]Ein Ziel von Lehre ist folglich, Lehrverfassungen und Lehrprofile für Hochschulen und Studiengängen zu entwickeln. Dabei übernimmt die Lehrverfassung die Aufgabe eine Norm zu fixieren, die ein einheitliches universitäres Leitbild darstellt. Die Lehrprofile hingegen beschränken sich auf die einzelnen Studiengänge, die die angestrebten Kompetenzen und die Niveaus der jeweiligen Studiengänge verbindlich und transparent machen.[36]Die Gruppe der Studieninteressierten hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, somit hat sich auch die Hochschullehre an diese Entwicklung anpassen müssen. Die Hochschulen sollen ihr Leitbild nicht mehr nur vom Hochschultyp Fachhochschule oder Universität abhängig machen, „sondern ihren regionalen Standort, ihre Größe, ihre unterschiedlichen Zielgruppen, Kooperationspartner oder fachlichen Schwerpunkte strategisch für ihre Positionierung in der deutschen Hochschullandschaft nutzen und attraktive Bildungsangebote für eine zunehmend heterogene Gruppe der Studierenden schaffen.“[37]

Angesichts der Flüchtlingssituation und dem damit einhergehenden neuen Auftrag an die Universität stehen momentan andere Aspekte im Mittelpunkt der Hochschullehre. Zum einen ist es wichtig angehende Hochschulabsolventen, die in ihrer zukünftigen Arbeitswelt auf Flüchtlinge und Migranten treffen, hinsichtlich dessen weiterzubilden. So können beispielsweise Lehramtsstudenten, mit Hilfe von zusätzlichen Sprachkursen an der Universität, für die heterogen zusammengesetzten Schulkassen besser qualifiziert und vorbereitet werden. Natürlich ist es in vielen weiteren Studiengängen sinnvoll zusätzliche Angebote in diesem Bereich anzubieten.[38]Aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen wird angenommen, dass in den nächsten 8 Jahren die Zahl der ausländischen Studierenden ca. 40 % der Studienanfänger ausmachen werden und dementsprechend neue Strategien zur Internationalisierung von Hochschulen entwickelt werden müssen.[39]

In den vergangenen Jahren wurde den Flüchtlingen und Migranten der Zugang zu deutschen Hochschulen deutlich erschwert, vor allem wenn kein Nachweis über ein bereits abgeleistetes Studium im Heimatland erbracht werden konnte. Um den Hochschulzugang solcher Flüchtlinge zu erleichtern, wurde das dreistufige Beweiserleichterungsverfahren der KMK 2015, das bereits im vorhergehenden Abschnitt erwähnt wurde, eingeführt. Damit wurde bereits eine wesentliche Maßnahme zur Internationalisierung der Hochschulen erwirkt. Für Studieninteressierte ohne Studium im Heimatland sind Deutsch- und Englischkurse anzubieten, die zur Vorbereitung auf ein Studium hierzulande dienen sollen. Neben dem Erwerb der Studierfähigkeit können diese Sprachkurse einen wichtigen Beitrag zur Integration dieser Personengruppen leisten. Es werden Kontakte zu anderen Studierenden ermöglicht, sowie interkulturelle Begegnungsräume geschaffen. Darüber hinaus ist es sinnvoll Beratungsangebote und Anlaufstellen für Geflüchtete an Hochschulen bereitzustellen, um sie in universitären Fragen zu unterstützen. An einigen Universitäten bestehen zudem auch Mentoringprogramme, die den Kontakt zwischen Einheimischen und Geflüchteten herstellen.[40]

Im weiteren Verlauf wird das Hochschulprojekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)FAU INTEGRAvorgestellt, das sich mit zahlreichen Programmen bei der Integration von Geflüchteten engagiert.

2.4. INTEGRA-Projekt

Das INTEGRA-Projekt steht unter dem Aspekt der Migration, Integration und der kulturellen Vielfalt. Angesichts der anhaltenden Flüchtlingssituation in den letzten Jahren beschäftigten sich Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dieser Angelegenheit. Das Forum für Integration und interkulturellen DialogFAU INTEGRAfungiert als eine zentrale Vernetzungsstelle für alle Aktivitäten der FAU bezüglich Geflüchteten, welches bereits 2015 mit der Studienorientierung von Geflüchteten startete. Das Projekt der FAU soll den Geflüchteten als Anlaufstelle sowohl in beruflichen als auch in privaten Fragen dienen.[41]Ermöglicht wird diese Koordinationsstelle aus Mitteln des interdisziplinären Masterstudiengangs „Ethik der Textkulturen“ am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturgeschichte (Prof. Christine Lubkoll). Die Angebote und Maßnahmen werden hauptsächlich aus Mitteln des DAAD-Förderprogramms INTEGRA finanziert. Der DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst) erhält für das INTEGRA-Projekt bis 2019 mehr als 100 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Geflüchtete, die eine Befähigung zum Studium besitzen, sollen dadurch die Möglichkeit bekommen sich an deutschen Hochschulen Zugang zu finden und sich so auf das Studium vorzubereiten.[42]Im Rahmen derFAU-INTEGRAwerden verschiedene Betreuungsangebote für Flüchtlinge und Asylsuchende, die sich im Großraum Nürnberg, Fürth und Erlangen aufhalten, angeboten. Zum Angebot zählen unter anderem Sprachkurse für Teilnehmer auch ohne Zulassung an der FAU. Es werden außerdem Brückenkurse für A1.2 bis A.2.2 Niveau, die von ehrenamtlichen Lehrkräften durchgeführt werden, sowie Deutschkurse ab A2-Niveau, die 8 Stunden pro Woche umfassen, angeboten. Beide Veranstaltungen finden in Erlangen und Nürnberg statt.

Betroffene, die bereits eine Zulassung an der FAU besitzen, haben einen weiteren Zugang zu Betreuungsangeboten der FAU. Hierzu zählt das Orientierungsgespräch, das den Betroffenen Wege in das Studium ermöglichen sollen. Die Flüchtlinge und Asylbewerber benötigen für das Gespräch folgende Voraussetzungen: Es müssen Deutschkenntnisse auf B2 oder Deutschkenntnisse auf B1 Niveau vorhanden sein, insofern ein Studienvorbereitungskurs oder ein Studium in deutscher Sprache angestrebt wird. Falls der Betroffene ein Masterstudium in englischer Sprache beabsichtigt, müssen Englischkenntnisse auf B2 Niveau nachweisbar sein. Darüber hinaus muss die Hochschulzugangsberechtigung (HZB), sowie der Status als Asylsuchender oder anerkannter Flüchtling vorliegen. Flüchtlinge, die eine HZB besitzen und sich mindestens auf dem Sprachlevel A2 befinden, können außerdem an Abendkursen teilnehmen. Studienvorbereitende Deutschkurse (DSH-Kurse) können erst dann besucht werden, wenn ein Abschluss auf Niveau B1 und eine Bewerbung über die Zulassungsstelle der FAU erfolgt ist. Zusätzlich dazu können Vorlesungen von ausgewählten zugangsfreien Studiengängen besucht werden. Als Voraussetzung gelten hier jedoch wieder die HZB und Kenntnisse in Deutsch und Englisch mindestens auf Niveau B1.[43]Während den Ferien besteht für Teilnehmer, die bereits einen Antrag auf Zulassung in der Zulassungsstelle eingereicht haben, die Möglichkeit bei Ferienintensivkursen (FIT-Kurse) teilzunehmen.

Neben den erwähnten Bertreuungsangeboten werden zusätzlich Tandemprojekte ermöglicht, die Geflüchtete mit studentischen Mentoren zusammenbringt. Ziel dieses Projektes ist es, den Betroffenen die Orientierung an der FAU und im Alltag zu erleichtern und den kulturellen Dialog zwischen ausländischen und deutschen Studenten zu fördern.[44]In Zusammenhang mit dem Tandem-Programm bietet das Forum für Integration und interkulturellem DialogFAU INTEGRAVeranstaltungen und Workshops für die Tandem-Gruppen an.[45]

Die FAU leistet somit einen beachtlichen Beitrag zur Flüchtlingsintegration an Hochschulen. Sie bietet den Geflüchteten zahlreiche Beratungsmöglichkeiten, die dafür sorgen, den Betroffenen erneut eine Perspektive zu geben. Die Integration von Flüchtlingen ist natürlich nicht von heute auf morgen zu realisieren und umzusetzen. Aber diese Programme sind sicherlich eine gute Möglichkeit studieninteressierten Flüchtlingen einen barrierefreien Einstieg in ein neues Leben zu schaffen. Welchen genauen Beitrag die FAU mit dem INTEGRA-Projekt zur Integration von Flüchtlingen leistet und wie Flüchtlinge diese Angebote bewerten, soll mit dem durchgeführten Fragebogen beantwortet werden.

2.5. Integration als Herausforderung

Die zunehmenden Flüchtlingszahlen in Deutschland stellen, wie mehrfach erwähnt, eine große Herausforderung für Deutschland dar. Sicherlich ist die Integration einer solchen Vielzahl an Menschen in die Gesellschaft eine noch größere Aufgabe, die es zu meistern gilt. Die Integrationsdiskussion beginnt mit der „Konstitution von Nationalstaaten“[46]. Es war zunächst das Ziel die Integration im sozialen, politischen und wirtschaftlichen Bereich zu erreichen. Auch die Globalisierung und der damit einhergehende gesellschaftliche Wandel begünstigen die Diskussion um Integration. Der gesellschaftliche Wandel bezeichnet „eine Veränderung in der institutionellen Struktur eines sozialen Systems; genauer, eine Umbildung der herrschenden institutionellen Ordnung einer Gesellschaft, so dass wir von einem Wandel im Typ der Gesellschaft sprechen können.“[47]Diese Umbildung von bekannten Strukturen macht sich vor allem innerhalb der Gesellschaftsstruktur bemerkbar. Europa, vor allem aber Deutschland, ist nicht mehr weitestgehend homogen geprägt, sondern multikulturell. Innerhalb des Landes sind die unterschiedlichsten Nationalitäten zu finden. Deutschland hat in der Vergangenheit beachtliche Erfolge im Bereich der Integration verzeichnen können. Die im 19. Jahrhundert stattfindende Industrialisierung konnte nur mit Hilfe von ausländischen Arbeitskräften einen solch enormen Wirtschaftsboom erlangen. Gleichermaßen erfolgreich verlief die Integration von Geflüchteten nach dem zweiten Weltkrieg. Sicherlich gelingt nicht jeder Integrationsprozess so problemlos. So liegen Ergebnisse vor, die zeigen, dass Jugendliche mit Migrationshintergrund trotz jahrelangem Aufenthalt in Deutschland schlechte Deutschkenntnisse aufweisen. Außerdem bleiben viele von ihnen ohne berufliche Qualifikation und Perspektive.[48]Das Erlernen der deutschen Sprache ist nicht nur ein wesentlicher Aspekt zur erfolgreichen Kommunikation, sondern auch für das Einleben in eine fremde Umwelt und Voraussetzung für eine gelungene Integration. Aufgrund der erhöhten Einwanderungszahlen ausländischer Bürger, ist die „sprachliche Eingliederung“[49]deshalb auch im Interesse der BRD.[50]Der Integrationsprozess von Geflüchteten ist demnach eine gemeinschaftliche Aufgabe. Es benötigt vor allem aber die Bereitschaft zur Einlassung auf die neue Kultur und die gesellschaftlichen Verhältnisse seitens der Zuwanderer. Sie müssen zudem alle gesetzlichen Vorgaben akzeptieren. Im Gegenzug dazu, wird von der „aufnehmenden Gesellschaft […] Akzeptanz, Toleranz, zivilgesellschaftliches Engagement und die Bereitschaft, Menschen aus anderen Herkunftsländern und Kulturen hier ehrlich willkommen zu heißen […]“[51], gefordert.

2.6. Integration

Nachdem einige Integrationsmaßnahmen und Projekte vorgestellt wurden, gilt es im weiteren Verlauf zu klären, unter welchen Aspekten Integration betrachtet werden muss und wie der Begriff genau zu verstehen ist. Die Integration von Menschen als solches, ist ein wesentliches Grundproblem eines jeden Gesellschaftssystems. Daraus resultiert ein sehr umfangreiches Spektrum an Gegenstandsbereichen.[52]Der gesellschaftliche und soziale Wandel und die damit einhergehende Umwälzung der Gesellschaft erschwert zunehmend die Integration von neuen Personengruppen, in unserem Fall die Integration von Geflüchteten. Bereits zu Beginn dieser Arbeit wurden der soziale Wandel und dessen Wirkungen thematisiert. Es ist notwendig diesen Aspekt an dieser Stelle nochmals aufzugreifen. Die Umwälzung der beherrschenden institutionellen Ordnungen innerhalb der Gesellschaft wird durch die Flüchtlingsproblematik natürlich begünstigt. Dies hat zur Folge, dass sich soziale Systeme auf diese Situation ausrichten müssen, um die gewünschte Ordnung wiederherzustellen. Die dauerhafte Zuwanderung von neuen Personengruppen könnte zur Beeinträchtigung der Stabilität der Gesellschaftsstrukturen führen.

Im 19. Jahrhundert wurde der Integrationsbegriff erstmals in der soziologischen Wissenschaft aufgegriffen und als notwendiger Aspekt eingeführt.[53]Die Beschäftigung mit dem Integrationsbegriff ist seither problematisch, da sowohl politisch als auch sozialwissenschaftlich gesehen die Meinungen stark auseinandergehen. Für diese Arbeit steht die soziologische Perspektive im Mittelpunkt.[54]In der Soziologie wird die „soziale Integration [als] ein Prozess zur Herausbildung von ‚Ganzheiten‘ aus Teilen‘“[55]verstanden. Der Integrationsprozess ist demnach keine Anpassung an eine Gesellschaft, sondern die Eingliederung in eine Gesellschaft, die dazu führt, dass die Betroffenen sich willkommen und heimisch fühlen. Ebenso wenig bedeutet Integration, dass die kulturellen Wurzeln durch den Integrationsprozess verloren gehen. Vielmehr geht es darum die Gesellschaft als heterogen zu betrachten und die Vielfalt der Kulturen, die das große Ganze ausmachen, als wesentlichen Bestandteil der Gesellschaft anzuerkennen.[56]Vergleichend zur vorher genannten Begriffsdefinition beschreibt Esser (2001) die Integration zwar auch als „Zusammenhalt von Teilen in einem ‚systemischen‘ Ganzen […], [aber es ist zunächst] gleichgültig […] worauf dieser Zusammenhalt beruht. Die Teile müssen ein nicht wegzudenkender […] ‚integraler‘ Bestandteil des Ganzen sein.“[57]Eine gelingende Integration zu bestimmen ist deutlich problematischer als die Bestimmung einer misslungenen Integration bzw. einer Desintegration.[58]Desintegration führt zum Zerfall der Einheiten und wird als Gegenpol zur Integration gesehen. Es gilt einen solchen Zustand zu vermeiden und einem Verfall entgegenzuwirken.[59]

2.6.1. Soziale Systeme und Einheiten

Unsere soziale Welt besteht aus einer Vielzahl an sozialen Einheiten. Darunter zählen beispielsweise Freundschaftsbeziehungen, Familien, Konzerte oder Vereine.[60]Dadurch setzen sich diese sozialen Einheiten oder sozialen Systeme zum systemischen Ganzen zusammen. In diesem Zusammenhang sind vor allem die Individuen eines Gesellschaftssystems zu nennen. Sie bilden die Mitglieder der sozialen Einheit. Die modernen Gesellschaften, vor allem die im westlichen Raum, bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Entfaltung der Individualität und Lebensgestaltung. In Anlehnung an den Integrationsprozess ist das Potenzial der persönlichen Entfaltung im Bereich der Lebensführung ein zentraler Aspekt. Es besteht eine direkte Verbindung zwischen Integration und persönlicher Lebensführung.[61]Die Individuen sind als Akteure innerhalb der sozialen Einheiten und bilden durch Interaktionen in der Gesellschaft die Basis des sozialen Gefüges. Die genannten Interaktionen ergeben sich, wenn die Handlungen der Individuen aufeinander abgestimmt werden.[62]„Je besser die[se] Handlungen der Mitglieder einer Gemeinschaft koordiniert werden, desto größer ist die soziale Integration dieser Gemeinschaft [..].“[63]Handlungen können in diesem Rahmen nur dann aufeinander abgestimmt und anschlussfähig gemacht werden, wenn es einen vorgegebenen Bestand an Handlungsmöglichkeiten für bestimmte Situationen gibt. Luhmann beschreibt, dass die Eingrenzung der Handlungsmöglichkeiten durch generalisierte Verhaltenserwartungen zustande kommen und diese Verhaltenserwartungen gleichzeitig als die Struktur der sozialen Systeme angesehen werden können.[64]

In unserem Kontext der Flüchtlingsintegration müsste dementsprechend auch eine Eingrenzung der Handlungsmöglichkeiten erfolgen, damit die Integration dieser Personengruppen gelingt. So werden soziale Systeme darauf ausgelegt generalisierte Verhaltenserwartungen hervorzurufen.

2.6.2. Sozialintegration vs. Systemintegration nach Esser

Durch die beiden Bestandteile der sozialen Integration, nämlich das große Ganze und die Teile, die das Ganze ausmachen, kann eine Unterteilung vorgenommen werden. Es entsteht dabei die Unterscheidung der Sozialintegration und der Systemintegration, die zum ersten Mal bei Lockwood erwähnt wird.[65]Die soziale Integration behandelt die Individuen des sozialen Systems und ihre Beziehungen zueinander. Im Gegenzug dazu soll die Systemintegration die Beziehungen der Teile des ganzen Systems behandeln.[66]Die Sozialintegration schließt folglich die Akteure des Gesellschaftssystems mit ein und sorgt für die Inklusion der Beteiligten. Die Systemintegration sorgt, ohne auf die Interessen der Beteiligten zu achten und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, für den Zusammenhalt der Bestandteile des sozialen Systems. Die unten angeführte Abbildung von Esser kann diese Unterscheidung beider Integrationstypen verdeutlichen.[67]

[...]


[1]Bach, T.; Köhler, J.; Mittenhuber, M (2015): Thema Flüchtlinge und Asyl: Der aktuelle Rahmen, in: Prölß, R.; Glaser, U. (Hrsg.): Referat für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg. Nürnberger Arbeitspapiere zu sozialer Teilhabe, bürgerschaftlichem Engagement und „Good Governance“. Nr.33/2015. S.6.

[2]Vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (Hrsg.) (2017): Aktuelle Zahlen zu Asyl, Ausgabe: März 2017.

[3]Vgl. Uno-fluechtlingshilfe.de. (2017):Syrien: 7 Gründe für die Flucht nach Europa.

[4]Vgl. Hadeed, A.; Schulz-Kaempf, W. (2006): Universitäre Aus- und Weiterbildung für hochqualifizierte Zuwanderer – das Oldenburger Modell, in: Meinhardt, Rolf (Hrsg.):Hochschule und hochqualifizierte MigrantInnen - bildungspolitische Konzepte zur Integration in den Arbeitsmarkt. Oldenburg: BIS-Verl. der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. S.40f.

[5]Treibel, A. (2011): Migration in modernen Gesellschaften. Soziale Folgen von Einwanderung, Gastarbeit und Flucht. 5. Auflage. Weinheim und München: Juventa Verlag. S.168.

[6]Vgl. Petersen, W. (1972): Eine allgemeine Typologie der Wanderung, in: Széll, G. (Hrsg.): regionale Mobilität. Nymphenburger Texte zur Wissenschaft (10), S.95-114. München. Entnommen aus Treibel (2011), S.165f.

[7]Vgl. Bach/Köhler/Mittenhuber (2015), S.6.

[8]Treibel (2011), S.171.

[9]Vgl. ebd.

[10]Curtius, A. (2009): UNESCO – Priorität „Education for All“, in: Krappmann, L. (Hrsg.): Bildung für junge Flüchtlinge - ein Menschenrecht: Erfahrungen, Grundlagen und Perspektiven. Bielefeld: W. Bertelsmann Verlag. S. 291.

[11]Vgl. Moabit, A. (2017):BAMF - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Publikationen - Migrationsbericht 2011. S.12.

[12]Vbw – Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft e.V. (2016): Integration durch Bildung. Migranten und Flüchtlinge in Deutschland. Münster: Waxmann. S.25.

[13]Vgl. BAMF 2015a, S.109, zit. nach Vbw – Vereinigung der Bayrischen Wirtschaft e.V. (2016): Integration durch Bildung. Migranten und Flüchtlinge in Deutschland. Münster: Waxmann. S.26.

[14]Vgl. Treibel (2011), S.157f.

[15]Vgl. Vbw (2016), S.26.

[16]Vgl. ebd.

[17]Vgl. Winter, R. (2006): Zur Strategie der Förderung von Flüchtlingen, in: Meinhardt, R. (Hrsg.):

Hochschule und hochqualifizierte MigrantInnen - bildungspolitische Konzepte zur Integration in den Arbeitsmarkt. Oldenburg: BIS-Verl. der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. S.39.

[18]Vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (2017): Glossar – G: Genfer Flüchtlingskonvention.

[19]Vgl. Winter (2006), S.40f.

[20]Vgl. Vbw (2016), S.36.

[21]Vgl. Bach/Köhler/Mittenhuber (2015), S.8.

[22]Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (2016): Hochschulzugang und Studium von Flüchtlingen. Eine Handreichung für Hochschulen und Studentenwerke. Nürnberg. S.10.

[23]Vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (2016): S.16.

[24]Vgl. ebd. S.16f.

[25]Vgl. Bach/Köhler/Mittenhuber (2015), S.7.

[26]Vgl. ebd. S.8.

[27]Vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (2016), S.17.

[28]Vgl. Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (2016), S.21.

[29]Vgl. ebd. S.23.

[30]Vgl. Schammann, H.; Younso, C. (2016): Studium nach der Flucht? Angebote deutscher Hochschulen für Studieninteressierte mit Fluchterfahrung. Empirische Befunde und Handlungsempfehlungen. Hildesheim: Universitätsverlag Hildesheim. S.10.

[31]Kultusministerium Konferenz (KMK) (2015): Hochschulzugang und Hochschulzulassung für Studienbewerberinnen bzw. Studienbewerber, die fluchtbedingt den Nachweis der im Heimatland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung nicht erbringen können (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 03.12.2015). S.2.

[32]Vgl. ebd.

[33]Vgl. Schammann/Younso (2016), S.10f.

[34]Vgl. Fendler, J.; Gläser-Zikuda, M. (2013):Angebot und Nachfrage hochschuldidaktischer Weiterbildung –Bestandsaufnahme an deutschen Hochschulen, in:Zeitschrift für empirische Pädagogik.27(2). S.164.

[35]Vgl. Wissenschaftsrat (WR) (2017): Strategien für die Hochschullehre. Positionspapier. Halle (Saale). S.16.

[36]Vgl. ebd. S.16f.

[37]Vgl. ebd. S. 8.

[38]Vgl. Dilger, A. (2016): Herausforderung der Flüchtlingskrise für Hochschulen. Diskussionspapier des Instituts für Organisationsökonomik 9/2016, Münster. S.4.

[39]Vgl. Vbw (2016), S.224.

[40]Vgl. Borgwardt, A. (2016): Studienmöglichkeiten für Geflüchtete: Wie geht es weiter? Ergebnisse einer Konferenz am 23. November 2016, Berlin: Friedrich-Ebert-Stiftung. S.5f.

[41]Vgl. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) (2017). Migration, Integration und kulturelle Vielfalt.

[42]Vgl. Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) (2017). Förderprogramm: Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium (Integra).

[43]Vgl. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) (2017): Migration, Integration und kulturelle Vielfalt. Flyer zur Studienorientierung von Geflüchteten.

[44]Vgl. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) (2017): Tandemprojekt. FAU Integra.

[45]Vgl. Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) (2017): Die Flüchtlingsfrage – interdisziplinäre Perspektiven Wissenschaft im Schloss – FAU-INTEGRA – Wissenschaft auf AEG.

[46]Imbusch, P.; Heitmeyer, W. (2008): Die Problematik gesellschaftlicher Integration und Desintegration, in: Imbusch, P.; Heitmeyer, W. (Hrsg.): Integration – Desintegration. Ein Reader zur Ordnungsproblematik moderner Gesellschaften. Wiesbaden: VS Verlag. S.11.

[47]Lockwood, D. (2008): Sozialintegration und Systemintegration, in: Imbusch, P.; Heitmeyer, W. (Hrsg.): Integration – Desintegration. Ein Reader zur Ordnungsproblematik moderner Gesellschaften. Wiesbaden: VS Verlag. S.35.

[48]Vgl. Böhmer, M. (2009): Integration als Gesamtgesellschaftliche Aufgabe, in: Böhmer, M.; Laschet, A.; Weise, F.-J.; Wolff, K.; Zimmermann, K. F.(Hrsg.): Herausforderung Integration. Sankt Augustin/Berlin: Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. S.8f.

[49]Kühn, G. (2013): Menschen in der Migration zwischen vertrauter und fremder Tradition. Unter besonderer Berücksichtigung der Situation in der Bundesrepublik Deutschland. Bielefeld: Bertelsmann W. S.254.

[50]Vgl. ebd. S.253f.

[51]Vgl. Böhmer (2009), S.10.

[52]Vgl. Fuchs, D. (1999): Soziale Integration und politische Institutionen in modernen Gesellschaften. Discussion Paper FS-III 99-203. Berlin: Wissenschaftszentrum. S.4.

[53]Vgl. Heitmeyer, W. (2008): Einführung, in: Imbusch, P.; Heitmeyer, W. (Hrsg.): Integration – Desintegration. Ein Reader zur Ordnungsproblematik moderner Gesellschaften. Wiesbaden: VS Verlag. S.29.

[54]Vgl. Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (2008): Eine Möglichkeit sozialer Integration im deutschen Asyl. Ergebnisse der empirischen Begleitforschung zum Modellprojekt: „Sprach- und Kulturmittler/-innen“. Düsseldorf. S.6.

[55]Vgl. Heitmeyer (2008), S.29.

[56]Vgl. Mammey, U. (2005): Der Integrationsbegriff in der deutschsprachigen Sozial- und Politikwissenschaft, in: Haug, S.; Diehl, C. (Hrsg.): Aspekte der Integration. Eingliederungsmuster und Lebenssituation italienisch- und türkischstämmiger junger Erwachsener in Deutschland. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. (Schriftenreihe des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung Bd. 35). S.23.

[57]Esser, H. (2001): Integration und ethnische Schichtung. (Arbeitspapiere - Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Nr.40). Mannheim: MZES. S.1.

[58]Vgl. Fuchs (1999), S.5.

[59]Vgl. Imbusch, P. (2008): Einführung, in: Imbusch, P.; Heitmeyer, W. (Hrsg.): Integration – Desintegration. Ein Reader zur Ordnungsproblematik moderner Gesellschaften. Wiesbaden: VS Verlag. S.124.

[60]Vgl. Peters, B. (1993): Die Integration moderner Gesellschaften. Frankfurt am Main: Suhrkamp. S.57f.

[61]Vgl. ebd. S.67.

[62]Vgl. Fuchs (1999), S.5.

[63]ebd.

[64]Vgl. Luhmann, N. (1991): Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Frankfurt am Main: Suhrkamp. S.139f.

[65]Vgl. Esser (2001), S.3.

[66]Vgl. Lockwood, N. (2008): Sozialintegration und Systemintegration, in: Imbusch, P.; Heitmeyer, W. (Hrsg.): Integration – Desintegration. Ein Reader zur Ordnungsproblematik moderner Gesellschaften. Wiesbaden: VS Verlag. S.26.

[67]Vgl. Esser (2001), S.3.

Ende der Leseprobe aus 96 Seiten

Details

Titel
Zum Beitrag von Hochschulen zur Integration von Menschen mit Flüchtlingshintergrund
Untertitel
Eine empirische Untersuchung
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg  (Schulpädagogik)
Note
1
Autor
Jahr
2017
Seiten
96
Katalognummer
V418476
ISBN (eBook)
9783668679078
ISBN (Buch)
9783668679085
Dateigröße
1243 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integration von Menschen mit Flüchtlingshintergrund
Arbeit zitieren
Christina Meichner (Autor), 2017, Zum Beitrag von Hochschulen zur Integration von Menschen mit Flüchtlingshintergrund, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418476

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