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Etablierung der Bekleidungsindustrie in Gelsenkirchen nach 1945

Título: Etablierung der Bekleidungsindustrie in Gelsenkirchen nach 1945

Trabajo Escrito , 2017 , 14 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Alexander Schröer (Autor)

Historia de Alemania - Posguerra, Guerra Fría
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Nach der bedingungslosen Kapitulation am Ende des Zweiten Weltkriegs war Deutschland völlig zerstört. Der Alltag des Volkes wurde durch Hoffnungslosigkeit, Resignation, Existenzängsten und die verzweifelte Suche nach Familienmitglieder geprägt. Aber es war auch der Anfang, des vermutlich berühmtesten Versuchs eine Nation wieder aufzubauen. Diese Arbeit thematisiert die Etablierung der Bekleidungsindustrie in Gelsenkirchen. Die ersten Erfolge und Probleme werden untersucht.

Danach werden die Rolle der Erwerbssuchenden Frauen, sowie der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge in der Entwicklung des neuen Bekleidungsstandortes Gelsenkirchens untersucht. Außerdem wird die Funktion des ehemaligen Stadtrats und späteren Sonderbeauftragten des Wiederaufbaus von Gelsenkirchen, Dr. Friedrich Wendenburg, als Schlüsselfigur des Erfolgs untersucht. Zur Beantwortung der Forschungsfrage, kommen viele Quellen aus dem Stadtarchiv der Stadt Gelsenkirchen zum Einsatz. Darunter der Schriftverkehr zwischen Dr. Wendenburg und den Vertretern der Bekleidungsindustrie, als auch gesetzgebende Maßnahmen der Landesregierung und weiterführender Literatur der neueren Geschichtsforschung.

Die Fragestellung und viele weitere Dinge wird in der folgenden Ausarbeitung zum Referat zu beantworten sein. Der Zeitraum wird dabei zwischen 1945 und ca. 1950 betrachtet, da in dieser Zeit nicht nur die Bekleidungsindustrie in Gelsenkirchen neu entsteht, sondern die gesamte Westzone einen erlebt. An dieser Stelle möchte ich noch auf die Ausstellung „Aufbau West“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe hinweisen und auf die Monographien der Autoren Dagmar Kift, Brigit Beese und Brigitte Schneider. Welche in Hinsicht der deutschen Geschichte von Flüchtlingen, Vertriebenen und des Wiederaufbaus der westlichen Besatzungszonen eine umfangreiche Einführung bieten.Wiederaufbau

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Erste Schritte zur neuen Industrie

A. Die Rolle der Frauen

B. Flüchtlinge und Flüchtlingsindustrien

III. Friedrich Wendenburg

A. Stadtrat und Wegbereiter

B. Die AGBI Messe

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Wiederaufbau und die Etablierung der Bekleidungsindustrie in Gelsenkirchen zwischen 1945 und 1950. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie trotz der Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs unter Einbeziehung der weiblichen Arbeitskraft und der Ansiedlung von Flüchtlingsbetrieben ein neuer wirtschaftlicher Schwerpunkt geschaffen werden konnte.

  • Die wirtschaftliche Reorganisation Gelsenkirchens nach 1945
  • Die Rolle der weiblichen Arbeitskraft beim industriellen Wiederaufbau
  • Die Ansiedlung und Förderung von ostdeutschen Flüchtlingsbetrieben
  • Das kommunale Wirken von Dr. Friedrich Wendenburg
  • Die Bedeutung der AGBI Messe für das Image als Bekleidungsstandort

Auszug aus dem Buch

III. B. Die AGBI Messe

An dieser Stelle möchte ich noch auf ein besonderes Ereignis hinweisen, welches die Stadt Gelsenkirchen, auch in der öffentlichen Wahrnehmung, als Bekleidungszentrum etablierte. Noch vor der Einführung der „Kredithilfe für Flüchtlingsbetriebe“, schlossen sich im Frühjahr 1947 die Flüchtlingsbetriebe und die neu gegründeten Firmen zur „Arbeitsgemeinschaft Gelsenkirchener Bekleidungsindustrie“ (AGBI) zusammen. Das Ziel war neben Werbezwecken, ein gemeinsames Erkennungsmerkmal für die Gelsenkirchener Bekleidungsindustrie zu bilden. Man sollte bekannt dafür sein, „praktische und preiswerte Gebrauchskleidung“ für jedermann anzubieten (Beese, Schneider, S. 34, 2001).

Die AGBI stand seit ihrer Gründung im regen Kontakt mit dem Amt für Wirtschaftsförderung und besonders mit dem Sonderbeauftragten Dr. Wendenburg. Sie wirkte mit bei der Raum- und Maschinenbeschaffung, sowie bei der Kredithilfe. Später ebenfalls bei der Auswahl weiterer Betriebe, die angesiedelt werden sollten (Beese, Schneider, S. 35, 2001). Die stetig wachsende Industrie, plante im Verband der AGBI eine eigene Bekleidungsfachmesse im Zeitraum des 3. bis 10. Juli 1949. Auf der Messe waren insgesamt 43 Bekleidungsfirmen aus dem Gelsenkirchener und umliegenden Raum vertreten, die ihre Herbst und Winterkollektionen vorstellten (Stadtarchiv Gelsenkirchen, Sign. Ge 1/10, 1949).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die schwierige wirtschaftliche Ausgangslage in Gelsenkirchen nach 1945 und definiert das Ziel, die Entwicklung zur Bekleidungsmetropole unter Dr. Wendenburg zu untersuchen.

II. Erste Schritte zur neuen Industrie: Das Kapitel analysiert die Verlagerung von Produktionskapazitäten in den Westen und die anfängliche Notwendigkeit, Arbeitskräfte für den industriellen Aufbau zu gewinnen.

II. A. Die Rolle der Frauen: Hier wird verdeutlicht, wie der Mangel an männlichen Arbeitskräften und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Nachkriegszeit dazu führten, dass Frauen die tragende Säule der neuen Bekleidungsproduktion bildeten.

II. B. Flüchtlinge und Flüchtlingsindustrien: Dieses Kapitel thematisiert die Integration von Fachkräften und Unternehmern aus den ehemaligen Ostgebieten, die mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen neue Betriebe in Gelsenkirchen aufbauten.

III. Friedrich Wendenburg: Der Fokus liegt auf der Rolle von Dr. Friedrich Wendenburg als Sonderbeauftragter für den Wiederaufbau und seinen Einfluss auf die diversifizierte Wirtschaftsstruktur der Stadt.

III. A. Stadtrat und Wegbereiter: Hier wird die Gelsenkirchener Strukturpolitik beschrieben, durch die Wendenburg gezielt erfahrene Textilunternehmer aus Breslau an den Standort Gelsenkirchen binden konnte.

III. B. Die AGBI Messe: Dieses Kapitel erläutert die Gründung der Arbeitsgemeinschaft Gelsenkirchener Bekleidungsindustrie und die Bedeutung der Fachmesse 1949 für die Wahrnehmung der Stadt als Bekleidungszentrum.

IV. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Kombination aus politischer Ansiedlungspolitik, dem Einsatz weiblicher Arbeitskraft und der Integration ostdeutscher Flüchtlingsbetriebe den Erfolg der Branche begründete.

Schlüsselwörter

Gelsenkirchen, Bekleidungsindustrie, Nachkriegszeit, Wiederaufbau, Flüchtlingsbetriebe, AGBI, Friedrich Wendenburg, industrielle Entwicklung, weibliche Arbeitskraft, Strukturpolitik, Textilbranche, Ansiedlungspolitik, Arbeitsgemeinschaft, Wirtschaftsgeschichte, 1945-1950

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem industriellen Wiederaufbau in Gelsenkirchen nach dem Zweiten Weltkrieg, mit einem speziellen Fokus auf die Entstehung und Etablierung der Bekleidungsindustrie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die wirtschaftliche Notlage nach 1945, die Rolle der Frauen in der Nachkriegsarbeitswelt, die Ansiedlung ostdeutscher Flüchtlingsbetriebe und die gezielte kommunale Wirtschaftspolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Faktoren und Akteure zu identifizieren, die es Gelsenkirchen ermöglichten, sich nach 1945 zu einem bedeutenden Zentrum der Bekleidungsindustrie im Ruhrgebiet zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Untersuchung, die primär durch die Auswertung von Dokumenten aus dem Stadtarchiv Gelsenkirchen, zeitgenössischen Presseberichten und Fachliteratur zur Wirtschaftsgeschichte erfolgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Anfänge der Industrie, die spezifische Rolle der weiblichen Arbeitskraft, die Integration von Flüchtlingsbetrieben durch Kredithilfen sowie das Wirken von Dr. Friedrich Wendenburg und die Bedeutung der AGBI-Messe detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Gelsenkirchen, Bekleidungsindustrie, Nachkriegszeit, Wiederaufbau, Flüchtlingsbetriebe, AGBI und Strukturpolitik.

Warum war gerade die Ansiedlung von Betrieben aus dem Breslauer Raum so entscheidend?

Da viele Unternehmer und Fachkräfte aus dem Breslauer Raum aufgrund der Kriegsfolgen ihre Standorte verloren hatten, brachten sie sowohl das notwendige Know-how als auch die Kontakte in die Textilfertigung mit, was Gelsenkirchen einen schnellen Neustart ermöglichte.

Welche Bedeutung hatte die AGBI Messe für das Image der Stadt?

Die AGBI Messe von 1949 diente als wichtiges Werbeinstrument, um Gelsenkirchen überregional als kompetenten Standort für preiswerte und praktische Gebrauchskleidung zu etablieren und so die öffentliche Wahrnehmung positiv zu beeinflussen.

Welchen Einfluss hatte Dr. Friedrich Wendenburg konkret auf den Wiederaufbau?

Als Sonderbeauftragter nutzte er seine Kontakte und seine Erfahrung, um die Ansiedlung von Bekleidungsbetrieben durch gezielte politische Unterstützung, wie etwa die Raum- und Maschinenbeschaffung sowie finanzielle Kredithilfen, aktiv zu steuern.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Etablierung der Bekleidungsindustrie in Gelsenkirchen nach 1945
Universidad
Ruhr-University of Bochum
Calificación
2,0
Autor
Alexander Schröer (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
14
No. de catálogo
V418491
ISBN (Ebook)
9783668676824
ISBN (Libro)
9783668676831
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nachkriegszeit Flüchtlingsindustrie Industrieregionen im 19. Jahrhundert Ruhrgebiet
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Alexander Schröer (Autor), 2017, Etablierung der Bekleidungsindustrie in Gelsenkirchen nach 1945, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418491
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