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Goethes Verhältnis zu der Musik und den Musikern seiner Zeit

Title: Goethes Verhältnis zu der Musik und den Musikern seiner Zeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2002 , 42 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: M.A. Barbara Mühlenhoff (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Johann Wolfgang von Goethe befasste sich nicht ausschließlich mit den Gattungen der Literatur; seine Aufmerksamkeit galt vielmehr allen musischen und auch naturwissenschaftlichen Bereichen. Neben seiner Entdeckung des menschlichen Zwischenkieferknochens, welcher die gemeinsame Entwicklung von Mensch und Säugetieren beweist, sind sein Interesse für die Pflanzenkunde („Metamorphose der Pflanzen“) und seine naturphilosophische Abhandlung „Zur Farbenlehre“ besonders bekannt.
Auch im Bereich der Musikwissenschaft forschte er mit von ihm auserwählten Freunden, allen voran Carl Friedrich Zelter. Mit ihm entstand Ende der 1790er Jahre ein Briefwechsel, der fast 30 Jahre andauern sollte. In diesem wird deutlich, welchen (möglicherweise verkannten) Stellenwert die Musik im Leben und Schaffen Goethes einnahm, welche Bemühungen er ihretwegen unternommen und welche Erkenntnisse Goethe, angeregt durch Diskussionen, Erfahrungsaustausch, Beobachtungen und Empfindungen davontrug.
Goethes Beziehungen zur Musik entpuppten sich zudem auf vielfältige Art und Weise: musikalisch-praktisch als Leiter des Weimarer Opernhauses und Veranstalter von Hauskonzerten, naturwissenschaftlich-erkenntnistheoretisch als Verfasser einer Tonlehre und dichterisch-produktiv als Dichter zahlreicher Lieder und Singspiele.
In der vorliegenden Arbeit werden diese Beziehungen zur Musik näher beleuchtet. Die Fülle an Briefen, nicht nur an Zelter, auch an andere der auserwählten Gesprächspartner, und die Werke Goethes bilden hierbei die Grundlage für den Versuch, zusammenfassend einen Einblick in Goethes musikalisches Empfinden und Schaffen zu geben.
Ein „musikalischer Lebenslauf“ bietet einen Einstieg und einen kurzen Überblick, an dem sich Goethes musikalische Entwicklung und deren historische Umgebung ablesen lassen. Hier werden zudem schon einige der Menschen angesprochen, die einen Beitrag zu dieser Entwicklung beigetragen haben.
Darauf aufbauend wird Goethes Verhältnis zu bestimmten Komponisten erläutert, um danach spezielle Tätigkeiten, Projekte und Erkenntnisse Goethes vorstellen zu können. Insgesamt entfaltet sich ein Bild davon, welchen Stellenwert Musik in Goethes Leben hat, und auf welche Art und Weise sie sein Leben, sein Arbeiten und seinen Umgang mit Menschen beeinflusst.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Musikalischer Lebenslauf

2. Goethes Verhältnis zur Musik im Allgemeinen

3. Goethes Verhältnis zu ausgesuchten Komponisten

3.1. Johann Sebastian Bach

3.2. Georg Friedrich Händel

3.3. Wolfgang Amadeus Mozart

3.4. Johann Friedrich Reichardt

3.5. Carl Friedrich Zelter

3.6. Franz Schubert

3.7. Ludwig van Beethoven

3.8. Sonstige

4. Goethes eigene Produktionen und Schriften

4.1. Dichterisch-produktiv: Goethes Singspiele

4.2. Naturwissenschaftlich-erkenntnistheoretisch: Die Tonlehre und die Molldebatte

4.3. Musikalisch-praktisch: Hausmusiken (Hauskapelle) und Intendantentätigkeit

5. Zusammenfassung und Fazit

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das vielschichtige Verhältnis von Johann Wolfgang von Goethe zur Musik und zu den Musikern seiner Zeit. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welchen Stellenwert die Musik in Goethes Leben und Schaffen einnahm und wie sie seine ästhetischen Ansichten sowie sein praktisches Handeln als Theaterleiter und Dichter beeinflusste.

  • Goethes musikalischer Lebenslauf und dessen historische Einbettung
  • Die ästhetische und philosophische Auseinandersetzung mit Musik
  • Das Verhältnis zu prägenden Komponisten wie Bach, Mozart, Beethoven und Zelter
  • Goethes eigene musikalische Ambitionen als Singspieldichter und Theoretiker
  • Die Wechselwirkung zwischen musikalischer Praxis und literarischem Schaffen

Auszug aus dem Buch

3.3. Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)

Mozart und Goethe sind Zeitgenossen, beide um 1750 geboren. Wenn Goethe sich allerdings in „Dichtung und Wahrheit“ an die Zeit in Frankfurt, Leipzig und Straßburg erinnert, schildert er eher die Menschen, die Musik ausüben, die Instrumentalisten, Lehrer, Virtuosen und die Sängerinnen; der Auftritt der Geschwister Mozart am 20. August 1763 wird nicht erwähnt. Erst in den Gesprächen mit Eckermann ist dieser ziemlich wortkarg dokumentiert: „Ich erinnere mich des kleinen Mannes in seiner Frisur und Degen noch ganz deutlich.“ Die Begeisterung für Mozarts Musik entwickelt sich später. Es bedarf einer allmählichen Einfühlung und kritischer Kontaktaufnahme, bevor dem Singspieldichter Goethe die Singspielmusik seines Zeitgenossen eingänglich wird.

Nachdem soeben die Bellomosche Gruppe in Weimar 1785 erstmals die „Entführung aus dem Serail“ herausgebracht hat, schreibt Goethe an Philip Christoph Kayser: „Jedermann erklärte sich für die Musik. Das erste Mal spielten sie mittelmäßig; der Text selbst ist sehr schlecht, und auch die Musik wollte mir nicht ein. Das zweite Mal wurde es schlecht gespielt und ich ging gar heraus. Doch das Stück hielt sich, und jedermann lobte die Musik. Als sie es zum fünften Mal gaben, ging ich wieder hinein. Sie agierten und sangen besser als jemals. Ich abstrahierte vom Text und begreife nun die Differenz meines Urteils aufs Publikum und weiß, woran ich bin.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Musikalischer Lebenslauf: Ein Überblick über Goethes musikalische Sozialisation von der Kindheit in Frankfurt bis zu seiner Zeit in Weimar.

2. Goethes Verhältnis zur Musik im Allgemeinen: Analyse von Goethes subjektiven Empfindungen und theoretischem Verständnis, geprägt durch den Gegensatz von „Geist und Herz“.

3. Goethes Verhältnis zu ausgesuchten Komponisten: Detaillierte Betrachtung der Beziehungen zu bedeutenden Zeitgenossen und Vorgängern sowie deren Einfluss auf Goethes ästhetisches Denken.

4. Goethes eigene Produktionen und Schriften: Diskussion über Goethes Singspiele, seine naturwissenschaftliche Tonlehre und seine praktische Arbeit als Theaterintendant.

5. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Erkenntnisse über Goethes musikalische Entwicklung und sein Selbstverständnis als Dichter, der sich intensiv mit der Musik auseinandersetzte.

6. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und weiterführenden Werke zur Thematik.

Schlüsselwörter

Johann Wolfgang von Goethe, Musikwissenschaft, Carl Friedrich Zelter, Wolfgang Amadeus Mozart, Singspiel, Musikästhetik, Volkslied, Tonlehre, Beethoven, Weimarer Hoftheater, musikalische Praxis, Komponisten, Briefwechsel, Gesamtkunstwerk, Musikrezeption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das komplexe Verhältnis von Johann Wolfgang von Goethe zur Musik, von seinen frühen Erfahrungen bis zu seiner späten Korrespondenz und theoretischen Reflexion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind Goethes musikalischer Lebenslauf, seine Auseinandersetzung mit bedeutenden Komponisten, seine eigenen Singspiele sowie seine theoretischen Ansichten zur Musik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein umfassendes Bild davon zu entwerfen, welchen Stellenwert Musik in Goethes Leben hatte und wie sie sein künstlerisches und intellektuelles Schaffen beeinflusste.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse historischer Briefwechsel, von Goethes eigenen Schriften sowie einer Auswertung zeitgenössischer Dokumente und fachwissenschaftlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Beziehungen zu Komponisten wie Bach, Händel, Mozart und Beethoven sowie in eine Untersuchung von Goethes eigenem Wirken im Bereich der Singspiele und der Musiktheorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Goethe, Musikästhetik, Komponisten, Singspiel, Musiktheorie und Weimarer Hoftheater charakterisiert.

Warum hatte Goethe ein so schwieriges Verhältnis zu Beethovens Musik?

Goethe bevorzugte eine andeutend-verhüllende Symbolsprache. Das Neuartige und die direkte, manchmal als ungezügelt empfundene Emotionalität in Beethovens Musik widersprachen Goethes klassischem Ideal.

Welche Bedeutung hatte der Briefwechsel mit Zelter?

Der über 30 Jahre andauernde Briefwechsel ist die ergiebigste Quelle für Goethes Musikverständnis, da Zelter als enger Vertrauter und Musikfachmann Goethe kontinuierlich über musikalische Entwicklungen informierte.

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Details

Title
Goethes Verhältnis zu der Musik und den Musikern seiner Zeit
College
Ruhr-University of Bochum
Grade
1,3
Author
M.A. Barbara Mühlenhoff (Author)
Publication Year
2002
Pages
42
Catalog Number
V41851
ISBN (eBook)
9783638400305
ISBN (Book)
9783638656283
Language
German
Tags
Goethe Musik Sein Verhältnis Musik Musikern Zeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Barbara Mühlenhoff (Author), 2002, Goethes Verhältnis zu der Musik und den Musikern seiner Zeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/41851
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