Wer kennt heutzutage nicht die Harry Potter-Bücher von Joanne K. Rowling? Es handelt sich um eine der berühmtesten und erfolgreichsten Romanreihen; alle Bücher wurden sogar verfilmt. Viele Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene interessieren sich für diese Bücher und haben Freude daran, sie zu lesen. Mit einem der Harry Potter-Bücher beschäftigt sich die vorliegende Hausarbeit, und zwar mit dem vierten Teil „Harry Potter und der Feuerkelch“. Dabei wird folgende Fragestellung thematisiert: „Ein klarer Fall von Sklaventum? Politische und poetische Diskurse der Harry Potter-Serie“.
Der Fokus ist auf die Situation der Hauselfen gerichtet, die große Ähnlichkeiten mit realer Sklavenarbeit aufweist. Die Hausarbeit besteht aus einem theoretischen und einem didaktischen Teil. Den Anfang macht der theoretische Teil, der mit einer kurzen Inhaltsangabe der ersten vier Bände der Harry Potter-Serie eingeleitet wird. Daraufhin erfolgt eine allgemeine Beschreibung von in den Romanen auftretenden Hauselfen, wobei näher auf ihr Aussehen, ihre Situation und Rolle eingegangen wird.
Danach werden die beiden Hauselfen Dobby und Winky aus dem Band „Harry Potter und der Feuerkelch“ vorgestellt und anhand ihrer verschiedenen Sichtweisen in Bezug auf ihren Stand verglichen. Dem schließt sich die Vorstellung der Figur Hermine an, die großen Einfluss auf die Lage der Hauselfen im Roman hat. Hier wird ihre Stellung gegenüber den Hauselfen geschildert. Im dann folgenden Abschnitt geht es um politische und poetische Diskurse im untersuchten Buch. Dieser Abschnitt ist in zwei Unterpunkte gegliedert. Im ersten Unterpunkt werden die Aspekte Realität und Fantastik in literarischen Werken erklärt und deren Beziehungen einander gegenübergestellt. Im Anschluss daran werden als zweiter Punkt realitätsnahe politische Aspekte des Romans betrachtet. Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit Sklaventum und weiteren politischen Aspekten, die eine Verbindung zu Realität schaffen.
Der sich anschließende didaktische Teil gliedert sich in zwei Unterpunkte. Der erste Unterpunkt nimmt Bezug auf den Lehrplan Rheinland-Pfalz im Fach Deutsch. Hier liegt der Fokus auf der fünften Klasse an Realschulen in Rheinland-Pfalz. Im darauf folgenden zweiten Unterpunkt wird beschrieben, in welchen Fächern neben Deutsch der Roman „Harry Potter und der Feuerkelch“ noch eingesetzt werden kann. Ein Fazit schließt diese Hausarbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Inhaltsangabe der ersten vier Bände der Harry Potter-Serie
2.2 Erläuterung bezüglich der Hauselfen
2.3 Die Hauselfen Dobby und Winky
2.3.1 Dobby
2.3.2 Winky
2.3.3 Vergleich Winky und Dobby
2.4 Die Figur Hermine
2.5 Politische und poetische Diskurse im Buch „Harry Potter und der Feuerkelch“
2.5.1 Realistik und Fantastik
2.5.2 Realitätsnahe politische Aspekte des Buches „Harry Potter und der Feuerkelch“
3 Didaktischer Teil
3.1 Bezug zum Lehrplan Deutsch
3.2 „Harry Potter und der Feuerkelch“: Einsatz des Werkes in anderen Schulfächern
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Hausarbeit untersucht die Romanreihe von Joanne K. Rowling, mit besonderem Fokus auf den vierten Band „Harry Potter und der Feuerkelch“, unter der zentralen Fragestellung, ob die dargestellte Situation der Hauselfen als Sklaventum interpretiert werden kann.
- Analyse des Sklavenstatus der Hauselfen im Vergleich zur Realität.
- Gegenüberstellung der unterschiedlichen Denkweisen der Hauselfen Dobby und Winky.
- Die Rolle der Figur Hermine Granger als politische Akteurin für Elfenrechte.
- Politische und poetische Diskurse im Kontext von Fantastik und Realismus.
- Didaktische Potenziale des Werkes im Deutschunterricht und anderen Schulfächern.
Auszug aus dem Buch
2.3.2 Winky
Winky ist genau wie Dobby ein Hauself. Auch sie ist kniehoch, hat große braune Augen, eine Nase von der Form einer Tomate und ihren Körper umhüllt ein Geschirrtuch.13 Winky war die Hauselfin von Barty Crouch, sie diente ihm bereits sehr lange, ihre ganze Familie arbeitete schon für ihn. Barty Crouch selbst war „ein sehr hohes Tier im Ministerium“.14
Doch auch Winky bekommt ein Kleidungsstück von ihrem Herrn und ist somit befreit. Der Grund dafür ist, dass Winky verdächtigt wurde, das Dunkle Mal, das Symbol von Lord Voldemort, heraufbeschworen zu haben.15 Für Winky ist die Befreiung unerträglich, sie bricht in Tränen aus und bettelt ihren Herrn an, es nicht zu tun, jedoch ohne Erfolg.16 Winky kommt mit der Befreiung überhaupt nicht zurecht und fängt sogar an, sich mit Butterbier zu betrinken.17 Trotz ihrer Befreiung bleibt Winky ihrem Meister treu, sie gibt keine seiner Geheimnisse preis. Auch wenn Winky betrunken ist, sagt sie kein schlechtes Wort über ihren Meister: „Winky bewahrt – hicks − die Geheimnisse ihres Meisters […] das ganz geheime Geheimnis – hicks − meines Meisters – ausspionieren – hicks – Winky ist eine gute Hauselfe – Winky ist stumm wie ein Fisch – hicks – wenn jemand kommt und – hicks – stöbert und schnüffelt […].“18 Winky ist zutiefst unglücklich und betrinkt sich, und egal, wie schrecklich ihr alter Meister zu ihr war, hat sie Sehnsucht nach ihm und will zu ihm zurück. Da Winky immer noch eine gute Hauselfe sein will, aber diese Rolle nicht erfüllen konnte, stürzt sie in tiefes Unglück und fühlt sich elend.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Hauselfen in Harry Potter ein und stellt die Fragestellung nach dem Sklavencharakter dieser Wesen vor.
2 Theoretischer Teil: Dieses umfangreiche Kapitel analysiert die Situation der Hauselfen, vergleicht Dobby und Winky, beleuchtet Hermines politisches Engagement und diskutiert die Verknüpfung von Realistik und Fantastik.
3 Didaktischer Teil: Hier wird der Einsatz des Romans im Deutschunterricht und weiteren Fächern wie Geschichte oder Ethik zur Vermittlung moralischer Werte und zur Leseförderung untersucht.
4 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Darstellung der Hauselfen in Harry Potter als Sklaventum zu werten ist und das Werk ein wertvolles Medium für den Unterricht bietet.
Schlüsselwörter
Harry Potter, Hauselfen, Sklaventum, Dobby, Winky, Hermine Granger, B.ELFE.R, Fantastik, Realismus, Didaktik, Literaturunterricht, politische Diskurse, Sozialisierungsmodell, Romananalyse, Joanne K. Rowling.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit untersucht die Harry Potter-Serie, insbesondere den vierten Band, unter dem Aspekt der Versklavung der Hauselfen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen soziale Klassenstrukturen in der magischen Welt, das Konzept der Freiheit und die politische Rolle fiktionaler Charaktere.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die These zu belegen, dass die Lebensumstände der Hauselfen in der Serie als klare Parallele zum realen Sklaventum zu verstehen sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die theoretische Ansätze zur Fantastik mit der Untersuchung des Romaninhalts kombiniert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Analyse der Hauselfen-Situation und einen didaktischen Teil zum Einsatz des Buches in Schulen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind Sklaventum, Hauselfen, politische Diskurse, Freiheit, Hermine Granger und literarische Didaktik.
Wie unterscheidet sich Dobby von Winky in seiner Auffassung von Freiheit?
Während Dobby seine Freiheit aktiv anstrebt und genießt, empfindet Winky die Befreiung als Schande und leidet unter dem Verlust ihres Sklavenstatus.
Warum spielt die Figur Hermine eine so wichtige Rolle für das Thema?
Hermine ist die einzige Figur, die das Sklavendasein der Hauselfen als Ungerechtigkeit erkennt und durch die Gründung der Partei B.ELFE.R aktiv politischen Widerstand leistet.
- Citar trabajo
- Gamze Bulut (Autor), 2018, Ein klarer Fall von Sklaventum? Politische und poetische Diskurse der Harry Potter-Serie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/418568