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Soziale Erwünschtheit. Welche Rolle spielt sie in Bewerbungssituationen?

Title: Soziale Erwünschtheit. Welche Rolle spielt sie in Bewerbungssituationen?

Seminar Paper , 2018 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Janika Richter (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema „soziale Erwünschtheit“, genauer mit der Frage, welche Rolle diese in Bewerbungssituationen spielt. Wichtig ist dabei vorallem auch das Konstrukt der Selbstwirksamkeit, welches als Oberbegriff gesehen werden kann. Soziale Erwünschtheit ist eine antwortverzerrende Verhaltensweise, die in diagnostischen Verfahren zu einem Messfehler und daher nur zu geringer Validität in den Ergebnissen führt. Dabei stellt sie keine Verhaltensweise in Ausnahmesituationen dar, sondern ist ein Produkt unsers täglichen sozialen Lebens.

Menschen wägen bei wichtigen Entscheidungen für den künftigen Lebensweg die Kosten und Nutzen gegeneinander ab, sofern für die betroffene Person viel auf dem Spiel steht. Trotz jahrzehntelanger Forschung ist es bis heute nicht gelungen, das Konstrukt der sozialen Erwünschtheit messbar zu machen, um die Validität von Testverfahren zu erhöhen. Für Personalauswahlentscheidungen stellt sich die Frage, ob sozial erwünschtes Verhalten Auswirkungen auf die Personalentscheidungen hat und wenn ja, in welcher Weise. Um dieser Fragestellung nachzugehen, wurden in der vorliegenden Arbeit ein diagnostisches Szenario zweier Bewerbungsinterviews dargestellt und mögliche Limitationen der Diagnostik aufgegriffen. Vergleichend hat sich gezeigt, dass ein gewisses Maß an sozial erwünschtem Verhalten von Personen verlangt wird.

Sofern ebendies jedoch überhand gewinnt, wirkt sich das Verhalten negativ auf die Entscheidung aus. Mögliche Vor- und Nachteile von sozial erwünschtem Verhalten werden am Ende der Seminararbeit diskutiert.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Themenauswahl und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

1.3 Forschungsstand und Geschichte

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Definition und Funktionsweise zentraler Begriffe

2.1.1 Selbstdarstellung

2.1.2 Soziale Erwünschtheit

2.1.3 Systematische Messfehler

2.1.4 Gütekriterien

2.1.5 Möglichkeiten zur Verringerung von sozial erwünschten Antworten

2.2 Beschreibung des diagnostischen Szenarios

2.3 Ableitung der diagnostischen Fragestellung und Zielsetzung

3 Diagnostisches Verfahren

3.1 Vorstellung des diagnostischen Verfahrens

3.2 Durchführung der Diagnostik

4 Ergebnisse

4.1 Mögliche Ableitungen und Interpretationen aus den Ergebnissen

4.2 Limitationen der Diagnostik

5 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der sozialen Erwünschtheit in Bewerbungssituationen, analysiert deren Einfluss auf Einstellungsentscheidungen und prüft, inwieweit diese Antworttendenz mittels diagnostischer Verfahren identifiziert oder minimiert werden kann.

  • Konstrukt der sozialen Erwünschtheit und Selbstdarstellung
  • Auswirkungen von Antwortverzerrungen auf die Personalauswahl
  • Vergleich von natürlichem vs. sozial erwünschtem Verhalten in Interviews
  • Kritische Analyse von diagnostischen Methoden und deren Validität
  • Kosten-Nutzen-Abwägung bei der Selbstdarstellung im beruflichen Kontext

Auszug aus dem Buch

4.1 Mögliche Ableitungen und Interpretationen aus den Ergebnissen

Festzustellen ist, dass Person A in dem dargestellten Gespräch sozial erwünscht antwortet und beschönigende Auskünfte gibt, wohingegen Person B stets wahrheitsgemäß antwortet.

Es zeigt sich jedoch, dass nicht nur die Antworten von Person A in die Kategorie „sozial erwünscht“ einzuordnen sind sondern, dass auch das Verhalten und die nonverbalen Reaktionen Anzeichen für eine möglichst positive Selbstdarstellung des Bewerbers liefern. So ist die Person beispielsweise besonders gut kleidet und lächelt den Interviewer während des gesamten Gesprächs an. Es ist deutlich zu spüren, dass sich Person A möglichst gut darstellen möchte, um die ausgeschriebene Stelle zu erhalten. Betrachtet man die Antworten, die Körpersprache und das Verhalten des Bewerbers zusammen, so ergibt sich ein wenig natürliches, sondern affektiert wirkendes Gesamtbild der Person.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Hinführung zum Thema soziale Erwünschtheit, Definition der Zielsetzung und Erläuterung des Aufbaus der Seminararbeit.

2 Theoretische Grundlagen: Erläuterung zentraler Begriffe wie Selbstdarstellung und soziale Erwünschtheit sowie eine theoretische Einordnung diagnostischer Messfehler und Gütekriterien.

3 Diagnostisches Verfahren: Vorstellung des gewählten Bewerbungsinterviews als Methode zur Personalauswahl und Beschreibung der praktischen Durchführung des diagnostischen Szenarios.

4 Ergebnisse: Auswertung der beiden Interview-Szenarien, Interpretation der beobachteten Antworttendenzen und Erörterung der Limitationen der diagnostischen Vorgehensweise.

5 Diskussion: Kritische Reflexion des Forschungsstandes und Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit soziale Erwünschtheit in Bewerbungssituationen tatsächlich eine störende oder eine akzeptable Variable darstellt.

Schlüsselwörter

Soziale Erwünschtheit, Selbstdarstellung, Bewerbungsinterview, Personalauswahl, Antworttendenz, Validität, Messfehler, Testgütekriterien, Lügenskalen, Impression Management, Selbstwirksamkeit, Berufsdiagnostik, Einstellungsentscheidung, Interviewtechnik, Antwortverzerrung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen der sozialen Erwünschtheit und wie Bewerber dieses Verhalten nutzen, um sich in einem Einstellungsgespräch in einem günstigeren Licht zu präsentieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Abgrenzung von Selbstdarstellung, die Problematik der Messbarkeit von sozial erwünschten Antworten sowie die Auswirkungen dieses Verhaltens auf die Qualität von Personalauswahlentscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, herauszuarbeiten, ob und wie sozial erwünschte Antworttendenzen die Einstellungschancen beeinflussen und ob diese als Störvariable oder als notwendiges Instrument der sozialen Interaktion zu bewerten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein diagnostisches Szenario genutzt, in dem zwei fiktive Bewerbungsinterviews gegenübergestellt werden, um natürliches versus sozial erwünschtes Antwortverhalten zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Definition der Fachbegriffe, die Konstruktion eines Interview-Szenarios, die Vorstellung des diagnostischen Prozesses sowie die Analyse und Interpretation der Interview-Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert primär auf Soziale Erwünschtheit, Impression Management, Personalauswahl, Validität und diagnostische Messfehler.

Warum schneidet Person A in der Analyse anders ab als Person B?

Person A verhält sich durchgehend sozial erwünscht und affektiert, was auf den Interviewer unnatürlich wirkt. Person B hingegen kommuniziert authentisch, gibt auch Schwächen zu und erzielt dadurch einen sympathischeren Eindruck, was letztlich zur Einstellung führt.

Warum sind Einstellungsinterviews laut der Autorin problematisch?

Interviews sind subjektiv geprägt und anfällig für Verzerrungseffekte. Da soziale Erwünschtheit als systematischer Messfehler das Antwortverhalten über das gesamte Gespräch hinweg verfälschen kann, sinkt die prädiktive Validität des gesamten Auswahlverfahrens.

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Details

Title
Soziale Erwünschtheit. Welche Rolle spielt sie in Bewerbungssituationen?
College
University of applied sciences, Aachen
Grade
1,0
Author
Janika Richter (Author)
Publication Year
2018
Pages
22
Catalog Number
V419696
ISBN (eBook)
9783668683389
ISBN (Book)
9783668683396
Language
German
Tags
Soziale Erwünschtheit Bewerbungsgespräch psychologische Diagnostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Janika Richter (Author), 2018, Soziale Erwünschtheit. Welche Rolle spielt sie in Bewerbungssituationen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/419696
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