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John Lockes liberaler Gegenentwurf zu der autoritären Position von Hobbes

Title: John Lockes liberaler Gegenentwurf zu der autoritären Position von Hobbes

Term Paper , 2018 , 23 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Engels (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Ausgangspunkt dieser Hausarbeit ist eine durchgehende Gegenüberstellung der Positionen von Hobbes und Locke.
Die konkrete Fragestellung lautet hierbei: In welcher Hinsicht zeigt Locke idealtypisch eine Argumentation gegen absolutistische Führung und für einen liberaldemokratisch geprägten Staat auf bzw. präziser: Inwiefern erweist sich Lockes Vertragstheorie als liberaler Gegenentwurf zu der autoritären Position von Hobbes?

John Locke war einer der einflussreichsten Staatstheoretiker und Staatsphilosophen. Überdies zählt er zu den bedeutsamsten Vertretern der Aufklärung beziehungsweise des aufklärerischen Denkens. Sein wissenschaftliches Augenmerk richtete Locke neben der Staatsphilosophie auch auf die Erkenntnistheorie, in der er die Position des Empirismus vertrat. In seinen Schriften zur politischen Philosophie widmete er sich überwiegend den Bereichen Recht und Gesetz. Die von Locke konstruierten Staatstheorien liegen bis heute dem Selbstverständnis der westlichen Demokratien zugrunde. Somit gilt Locke als wesentlicher Wegweiser zum westlichen Demokratieverständnis, weil er erstmals die damalige fest verankerte politische Überzeugung des Gottesgnadentums ablehnte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographische Eckdaten und politische Zustände im 17.Jahrhundert

2.1. Wer war John Locke?

2.2. Wer war Thomas Hobbes?

3. Der Naturzustand und das Menschenbild nach der Vorstellung von John Locke in Abgrenzung zu Thomas Hobbes

4. Die Theorie des Gesellschaftsvertrages nach John Locke verglichen mit Thomas Hobbes

5. Abschließende historische Einordnung von Hobbes und Locke unter Berücksichtigung der biographischen Daten

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die philosophische Abgrenzung zwischen John Locke und Thomas Hobbes, mit dem primären Ziel, Lockes Vertragstheorie als liberalen Gegenentwurf zur autoritären Position von Hobbes zu analysieren und deren Bedeutung für das moderne Demokratieverständnis herauszuarbeiten.

  • Gegenüberstellung der Naturzustandskonzepte und Menschenbilder
  • Analyse der Theorie des Gesellschaftsvertrages bei Locke und Hobbes
  • Bedeutung der Gewaltenteilung und Volkssouveränität bei Locke
  • Historische Einordnung unter Berücksichtigung biographischer Hintergründe
  • Eigentumstheorie als Pfeiler der liberalen Staatsphilosophie

Auszug aus dem Buch

3. Der Naturzustand und das Menschenbild nach der Vorstellung von John Locke in Abgrenzung zu Thomas Hobbes

Um die Unabdingbarkeit sowie die Aufgaben und Rechte eines Staatswesens zu begründen, geht Locke anfänglich von einem hypothetischen, staatsfreien Naturzustand aus. Der Naturzustand ist der gewöhnliche Ausgangspunkt für die Reflexion von konstruktiven Kontraktualisten, deren methodischer Maxime sich John Locke ebenfalls bedient (vgl. Kersting 2002: 48).

"Die Natur hat den Menschen den Wunsch nach Glück und den Widerwillen gegen das Elend mitgegeben. Es sind dies angeborene, grundsätzliche Einstellungen zum Leben, die unser Leben, die unsere Handlungen immer wieder und unaufhörlich beeinflussen." (Locke 1690: 67). Aus diesem Zitat lässt sich der Grundgedanke herleiten, dass laut Locke Menschen von Natur aus eine friedliche Gesinnung besitzen. John Locke ist der Auffassung, dass Menschen auch ohne staatliche Herrschaft prinzipiell eine friedliche Koexistenz bilden können (vgl. Held 2006: 57). Grundsätzlich gilt der Naturzustand als ein Zustand der vollkommenen Freiheit und der absoluten Gleichheit der Menschen. "Der Naturzustand ist ein Zustand vollkommener Freiheit, innerhalb der Grenzen des Naturgesetzes seine Handlungen zu lenken und über seinen Besitz und seine Person zu verfügen, wie es einem am besten scheint- ohne jemandes Erlaubnis einzuholen und ohne von dem Willen eines anderen abhängig zu sein." (Locke 2007: 13). Demnach ist Lockes Menschenbild vornehmlich geprägt von Unabhängigkeit und Individualität.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Unterschiede zwischen Lockes liberalem Ansatz und Hobbes’ autoritärer Staatstheorie anhand der Fragestellung zu untersuchen.

2. Biographische Eckdaten und politische Zustände im 17.Jahrhundert: Dieses Kapitel verortet die Denker historisch und stellt ihre unterschiedlichen Lebenswelten als Grundlage für ihre Theorien dar.

3. Der Naturzustand und das Menschenbild nach der Vorstellung von John Locke in Abgrenzung zu Thomas Hobbes: Hier wird Lockes positives, auf Freiheit und Individualität basierendes Menschenbild dem Hobbesschen "Krieg aller gegen alle" gegenübergestellt.

4. Die Theorie des Gesellschaftsvertrages nach John Locke verglichen mit Thomas Hobbes: Das Kapitel analysiert die verschiedenen Ansätze zur Vertragsbegründung, insbesondere im Hinblick auf Gewaltenteilung, Machtbegrenzung und das Widerstandsrecht.

5. Abschließende historische Einordnung von Hobbes und Locke unter Berücksichtigung der biographischen Daten: Eine Synthese der Ergebnisse, die zeigt, wie persönliche Lebenserfahrungen die gegensätzlichen politischen Konzepte der beiden Philosophen prägten.

6. Fazit: Das Fazit bestätigt Lockes Rolle als Vordenker des modernen Liberalismus und betont die Bedeutung seiner Unterscheidung zwischen autoritärer Herrschaft und bürgerlicher Freiheit.

Schlüsselwörter

John Locke, Thomas Hobbes, Gesellschaftsvertrag, Naturzustand, Liberalismus, Absolutismus, Gewaltenteilung, Volkssouveränität, Staatstheorie, Eigentum, Widerstandsrecht, Politische Philosophie, Aufklärung, Leviathan, Menschenrechte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Vergleich der politischen Theorien von John Locke und Thomas Hobbes mit dem Fokus auf deren unterschiedliche Auffassungen von Freiheit, Staat und Gesellschaftsvertrag.

Welches ist das zentrale Themenfeld der Arbeit?

Das zentrale Thema ist der Gegensatz zwischen Lockes liberal-demokratischem Modell und Hobbes’ absolutistischer Staatskonzeption.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu belegen, inwiefern Lockes Vertragstheorie als ein liberaler Gegenentwurf zur autoritären Position von Hobbes zu verstehen ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Methode der vergleichenden Text- und Ideengeschichte, indem die zentralen Werke beider Philosophen systematisch gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Naturzustände, die theoretische Ausgestaltung der Gesellschaftsverträge und die historische Kontextualisierung der Autoren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Machtbegrenzung, Volkssouveränität, Naturrecht und die Unterscheidung von ziviler Freiheit und absolutistischer Herrschaft geprägt.

Wie bewertet Locke die Rolle des Souveräns im Vergleich zu Hobbes?

Während Hobbes einen absolutistischen Herrscher ohne Widerstandsrecht vorsieht, sieht Locke den Souverän als Treuhänder des Volkes, der an Gesetze gebunden ist und bei Missbrauch abgesetzt werden kann.

Warum spielt das Eigentum eine so große Rolle in Lockes Philosophie?

Für Locke bildet das Eigentum den Fixpunkt für die menschliche Selbsterhaltung, weshalb sein Schutz eine der zentralen Aufgaben eines liberalen Staates darstellt.

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Details

Title
John Lockes liberaler Gegenentwurf zu der autoritären Position von Hobbes
College
RWTH Aachen University  (Institut für Politische Wissenschaften)
Course
Politische Theorien des Gesellschaftsvertrags
Grade
2,0
Author
Julia Engels (Author)
Publication Year
2018
Pages
23
Catalog Number
V420499
ISBN (eBook)
9783668686366
ISBN (Book)
9783668686373
Language
German
Tags
john lockes gegenentwurf position hobbes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Engels (Author), 2018, John Lockes liberaler Gegenentwurf zu der autoritären Position von Hobbes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/420499
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