Wie funktioniert Autogenes Training, wann wird es angewendet und wie setzt man es praktisch im Alltag um - all das wird in dieser Hausarbeit erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1 Um was für einen Anti-Stress-Quickie geht es?
2 Warum lohnt es sich, Autogenes Training in den Alltag einzubauen?
3 Welche Übungen gibt es und wie sind sie durchzuführen?
3.1 Die Schwereübung
3.2 Das Sonnengeflecht
4 Wozu Autogenes Training?
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht das Autogene Training als wissenschaftlich fundiertes Entspannungsverfahren, um aufzuzeigen, wie einfache Übungen zur Stressbewältigung und zur Steigerung der Selbstwahrnehmung in einen belasteten Alltag integriert werden können.
- Grundlagen und Entstehungsgeschichte des Autogenen Trainings
- Die Bedeutung der Selbstwahrnehmung im modernen Berufs- und Privatleben
- Praktische Anleitung zur Durchführung der Schwereübung
- Anwendung des Sonnengeflechts bei körperlicher Unruhe
- Langfristiger Nutzen und Potenzial der Vorsatzbildung
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Schwereübung
Vorgestellt wird hier als erstes die „Schwereübung“, die bei Einschlafstörungen und Stress Abhilfe leisten kann. Am Anfang ist es hilfreich, eine liegende Position einzunehmen. Legen Sie sich auf den Rücken, die Arme und Beine locker nebeneinander. Der Raum, in dem Sie sich befinden, sollte ruhig, ohne störende Hintergrundgeräusche und gut gelüftet sein.
1. Schließen Sie die Augen.
2. Richten Sie Ihr Bewusstsein auf den rechten Arm (bei Linkshändern umgekehrt).
3. Sprechen Sie gedanklich die Formel: Mein rechter Arm ist ganz schwer. In Ihrer Vorstellung wird es sich tatsächlich anfühlen, als würde ihr Arm schwer werden.
4. Sprechen Sie gedanklich folgendes:
1 Mal Ich liege gut.
3 Mal Ich bin ganz ruhig.
6 Mal Mein rechter Arm ist ganz schwer.
1 Mal Ich bin ganz ruhig.
Atmen sie dabei tief ein und aus.
5. Wenn Sie sich etwas sicherer mit der Übung fühlen, konzentrieren Sie sich auf weitere Körperteile und stellen Sie sich vor, wie schwer diese werden (Mein linker Arm, mein rechtes Bein ist ganz schwer). Fügen Sie das in Ihre Entspannungsübung mit ein.
Beendet wird die Entspannungsphase mit der Rücknahme, es sei denn, das Autogene Training wird zum Einschlafen verwendet. Bei der Rücknahme handelt es sich um einen Prozess, in dem man aus dem traumähnlichen Zustand in die Realität wiederkehrt. Dies können Sie durch recken und strecken, wie nach dem morgendlichen Aufstehen, erreichen. Auch können Sie die Formel Tief atmen – Arme fest – Augen auf verwenden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Um was für einen Anti-Stress-Quickie geht es?: Das Kapitel führt in das Autogene Training nach Joseph Heinrich Schulz ein und erläutert dessen Ursprung aus der Hypnose als leicht erlernbares Entspannungsverfahren.
2 Warum lohnt es sich, Autogenes Training in den Alltag einzubauen?: Hier wird der wachsende Druck im Alltag und Beruf thematisiert und erklärt, wie die Methode durch eine vertiefte Selbstwahrnehmung hilft, Probleme besser zu bewältigen.
3 Welche Übungen gibt es und wie sind sie durchzuführen?: Dieses Kapitel bietet eine detaillierte Anleitung zur Durchführung der Schwereübung sowie der speziellen Übung für das Sonnengeflecht.
3.1 Die Schwereübung: Diese Sektion beschreibt Schritt für Schritt die Anwendung der Grundübung zur körperlichen Entspannung und Vorbereitung auf einen erholsamen Zustand.
3.2 Das Sonnengeflecht: Hier wird der Fokus auf die gezielte Entspannung des Bauchraums gelegt, um stressbedingte Verdauungsbeschwerden und innere Unruhe zu lindern.
4 Wozu Autogenes Training?: Das abschließende Kapitel fasst den langfristigen Nutzen zusammen, der von der inneren Gelassenheit bis hin zur weiterführenden Technik der Vorsatzbildung reicht.
Schlüsselwörter
Autogenes Training, Entspannungsverfahren, Stressabbau, Selbstwahrnehmung, Selbsthypnose, Schwereübung, Sonnengeflecht, Selbstmanagement, Vorsatzbildung, Stressbewältigung, innere Ruhe, psychische Gesundheit, Körperfunktionen, Gelassenheit, Selbstkontrolle
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Autogenen Training als Methode zur Selbstentspannung und zur Bewältigung von Stress im alltäglichen Umfeld.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Herkunft der Methode, dem Nutzen für die Selbstwahrnehmung und der praktischen Anleitung von zwei wesentlichen Grundübungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, dem Leser das Potenzial des Autogenen Trainings aufzuzeigen, um eigenständig einen Ausgleich zu Stress zu schaffen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur zu den von J. H. Schulz entwickelten Entspannungstechniken.
Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?
Der Hauptteil bietet eine Anleitung zur Schwereübung und zum Sonnengeflecht sowie eine Analyse der psychologischen und körperlichen Auswirkungen dieser Übungen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Autogenes Training, Stressprävention, Selbstwahrnehmung, Schwereübung und Vorsatzbildung.
Was genau ist das sogenannte Sonnengeflecht?
Das Sonnengeflecht ist ein autonomes Geflecht aus Nervenfasern hinter dem Magen, dessen bewusste Entspannung bei innerer Unruhe und stressbedingten Magenproblemen helfen kann.
Kann das Autogene Training auch zum Einschlafen genutzt werden?
Ja, in diesem Fall wird bei der Übung auf die „Rücknahme“, also den Prozess der Rückkehr in den wachen Realzustand, bewusst verzichtet.
Was bedeutet die „Vorsatzbildung“ im Kontext dieser Arbeit?
Die Vorsatzbildung stellt die höchste Stufe der Selbsthypnose dar, bei der positive Mantras verinnerlicht werden, um Ziele leichter zu erreichen und den Glauben an sich selbst zu stärken.
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- Luisa Prusseit (Author), 2017, Autogenes Training. Warum lohnt es sich, Autogenes Training in den Alltag einzubauen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421582