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Möglichkeiten der Lesemotivationsförderung in der Grundschule

Titel: Möglichkeiten der Lesemotivationsförderung in der Grundschule

Masterarbeit , 2015 , 53 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Luise Glistau (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Ob man Lesen nun als Kulturtechnik, Schlüsselkompetenz oder auch kulturelle Praxis versteht, unumstritten ist eines: Lesen lernt man nur durch andere, die Erziehung zum Leser und damit die Lesesozialisation spielen eine große Rolle. Einen entscheidenden Beitrag leistet dabei die Grundschule, welche sich in Deutschland zunehmend der herausfordernden Aufgabe der Leseförderung annimmt.

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll erörtert werden, welche Möglichkeiten sich an Grundschulen zur Realisierung von Leseförderung, speziell Lesemotivationsförderung, anbieten. Zu Beginn wird die Notwendigkeit der Lesemotivationsförderung auf der Basis der Erkenntnisse aus der Lesesozialisationsforschung erläutert. Im Anschluss erfolgt die terminologische sowie konzeptuelle Annäherung an das Konstrukt der Lesemotivation.

Den Hauptteil der Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit den schulischen Möglichkeiten, die Lesemotivation der SchülerInnen aufzubauen, sie zu stärken und kontinuierlich aufrechtzuerhalten. Dabei wird zwischen den Ebenen Schule, Deutschunterricht und Kindliches Subjekt unterschieden und in erster Linie auf solche Praxisanregungen eingegangen, welche eine intrinsische Lesemotivation fördern.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu verdeutlichen, an wie vielen Stellen Lesemotivationsförderung im schulischen Kontext zu einer Profisache gemacht werden kann – jedenfalls dann, wenn sich Lehrkräfte, auch in Zusammenarbeit mit externen PartnerInnen, kontinuierlich vergegenwärtigen, dass die Tätigkeit des Lesens eben mehr ausmacht als lediglich das Beherrschen der Fähigkeit, Buchstaben zu einem Wort zusammenzusetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Notwendigkeit der Lesemotivationsförderung in der Grundschule

3. Terminologische Auseinandersetzung

3.1 Lesefreude, Leseinteresse, Lesemotivation

3.2 Konzepte zur Lesemotivation im Vergleich

4. Für die schulische Praxis relevante Erkenntnisse aus Lesemotivationsforschung und Lesedidaktik

4.1 Zur Lesemotivationsstudie von Richter und Plath

4.2 Gestaltung einer gesamtschulischen Lesekultur

4.3 Lesemotivationsförderung im Deutschunterricht

4.3.1 Aufforderung zum Schmökern

4.3.2 Offener Leseunterricht

4.3.3 Auswahl der Unterrichtslektüre

4.3.4 Praxis des Vorlesens

4.3.5 Vorlesegespräche und der Einsatz von Bilderbüchern

4.3.6 Förderung von Anschlusskommunikation

4.4 Entwicklung eines Selbstkonzepts als LeserIn

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten an Grundschulen zur Realisierung und Förderung der Lesemotivation, wobei der Fokus auf Ansätzen liegt, die eine intrinsische Lesemotivation stärken und das Lesen als wertvollen, bereichernden Prozess etablieren, statt es lediglich als kognitive Kulturtechnik zu begreifen.

  • Grundlagen der Lesesozialisationsforschung
  • Differenzierung der Konzepte Lesefreude, Leseinteresse und Lesemotivation
  • Gestaltung einer förderlichen gesamtschulischen Lesekultur
  • Didaktische Methoden im Deutschunterricht wie Schmökern, Vorlesen und Bilderbucharbeit
  • Bedeutung eines positiven Selbstkonzepts für das Leseverhalten

Auszug aus dem Buch

4.3.1 Aufforderung zum Schmökern

Ein besonders aktuelles Konzept für den Literaturunterricht an Grundschulen stellt die der Output-Orientierung von Bildung in hohem Maße widersprechende Forderung nach Animation der SchülerInnen zum Schmökern dar, wie sie unter anderem von Kaspar H. Spinner vertreten wird. Auch wenn der Begriff des Schmökerns in der Fachliteratur der Lesedidaktik gegenwärtig eher nicht zu finden ist, betonen die Verfechter dieser Art des Eintauchens in die literarische Welt dennoch ihre hohe Bedeutung für die Leseförderung.

In seinem Artikel Lassen wir die Kinder schmökern?!, in welchem Spinner dafür plädiert, unter der Leseförderung in der Grundschule nicht nur noch die Vermittlung von Lesestrategien zu verstehen, beschreibt er den Begriff des Schmökerns als ein Handeln, welches keinen intentionalen Zweck verfolgt: „Wer schmökert, überlässt es dem Zufall, blättert herum, vertieft sich in Textstellen wie er gerade Lust hat, und genießt die Freiheit, nicht zweckorientiert handeln und etwas erreichen zu müssen“ (Spinner 2015, 189). Schlüsselbegriffe aus dem Feld der Lesetheorie, wie Überwachung des Leseprozesses, Monitoring oder metakognitive Selbstregulation spielen dabei keine Rolle (vgl. Spinner 2015, 189). Dennoch betont Spinner die Bedeutsamkeit dieses Handelns: ein zielloses Herumschmökern in Büchern, ob in der (Schul-)Bibliothek oder eben auch dem Klassenzimmer, sei im besten Fall ein solches atmosphärisches Erleben, dass es – ohne dabei wirklich ins Bewusstsein zu dringen – einen positiven emotionalen Bezug zum Lesen unterstützen könne (vgl. ebd., 191f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Komplexität des Lesens als Schlüsselkompetenz und begründet das Ziel der Arbeit, Möglichkeiten der Lesemotivationsförderung an Grundschulen zu erörtern.

2. Zur Notwendigkeit der Lesemotivationsförderung in der Grundschule: Dieses Kapitel erläutert die Bedeutung der Lesesozialisation und begründet, warum Lehrkräfte Wissen darüber benötigen, um Lesemotivation nachhaltig zu fördern.

3. Terminologische Auseinandersetzung: Es erfolgt eine Definition und Abgrenzung der Begriffe Lesefreude, Leseinteresse und Lesemotivation sowie ein Vergleich bestehender theoretischer Konzepte.

4. Für die schulische Praxis relevante Erkenntnisse aus Lesemotivationsforschung und Lesedidaktik: Dieser Hauptteil analysiert praxisorientierte Ansätze wie die Gestaltung einer Lesekultur, den offenen Leseunterricht, die Wahl der Unterrichtslektüre, die Praxis des Vorlesens sowie die Förderung der Anschlusskommunikation.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Leseförderung eine nachhaltige und langfristige Aufgabe ist, die nicht in kurzzeitigen Projekten aufgehen darf, sondern in den Unterrichtsalltag integriert werden muss.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

Lesemotivation, Leseförderung, Grundschule, Lesesozialisation, Lesedidaktik, Deutschunterricht, Lesefreude, Leseinteresse, Vorlesen, Bilderbuch, Lesekultur, Selbstkonzept, Literaturvermittlung, Bildungskontext, intrinsische Motivation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Masterarbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung und den praktischen Möglichkeiten der Lesemotivationsförderung im Deutschunterricht der Grundschule.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die Lesesozialisation, die terminologische Klärung von Lesemotivation und -interesse, die Gestaltung einer gesamtschulischen Lesekultur sowie spezifische didaktische Methoden.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Grundschullehrkräfte die Lesemotivation ihrer Schülerinnen und Schüler aufbauen, stärken und kontinuierlich erhalten können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Lesemotivationsforschung und didaktischer Konzepte (u.a. der Erfurter Studie von Richter/Plath).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich konkreten Praxisanregungen, unter anderem der Rolle des Vorlesens, der Bedeutung von Bilderbüchern, dem Konzept des offenen Leseunterrichts und der Förderung der Anschlusskommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Lesemotivation, Lesesozialisation, Grundschule, Leseförderung und die Förderung eines positiven Selbstkonzepts als LeserIn.

Warum ist die emotionale Komponente laut dieser Arbeit so entscheidend?

Die Arbeit hebt hervor, dass die emotionale Lesemotivation das stabilste Leseverhalten erzeugt und somit die wichtigste Voraussetzung für eine dauerhafte Leselust ist.

Welche Rolle spielt die Familie im Vergleich zur Schule?

Die Arbeit konstatiert, dass die Familie die erste und wirksamste Sozialisationsinstanz ist, die Schule jedoch die wichtige Aufgabe hat, durch gezielte Förderung Defizite aus dem familiären Umfeld auszugleichen.

Ende der Leseprobe aus 53 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten der Lesemotivationsförderung in der Grundschule
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Fachbereich Erziehungswissenschaft und Psychologie)
Note
1,3
Autor
Luise Glistau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
53
Katalognummer
V421648
ISBN (eBook)
9783668749641
ISBN (Buch)
9783668749658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lesemotivation Lesemotivationsförderung Literacy Lesekultur Grundschule Leseunterricht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luise Glistau (Autor:in), 2015, Möglichkeiten der Lesemotivationsförderung in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/421648
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  53  Seiten
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