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Deutsche Corporate Governance - Identifikation und Interessenlage der relevanten Akteure

Title: Deutsche Corporate Governance - Identifikation und Interessenlage der relevanten Akteure

Seminar Paper , 2002 , 30 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kristina Beisel (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem deutschen Corporate Governance-System. Der Untersuchungsschwerpunkt liegt auf den daran beteiligten Akteuren, wobei insbesondere auf die unterschiedliche Interessenlage der unternehmensinternen und -externen Anspruchsgruppen eingegangen wird.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Problemstellung und Gang der Untersuchung

2. Corporate Governance in Deutschland: Definition und Inhalte

3. Das Kontrollproblem der Aktiengesellschaft (AG)

4. Das Koalitionsmodell der Unternehmung

5. Interne Koalitionsteilnehmer

5.1 DER VORSTAND

5.1.1 Definition, Zusammensetzung und Organisation

5.1.2 Ziele und Interessen

5.2 DER AUFSICHTSRAT

5.2.1 Definition, Zusammensetzung und gesetzlicher Rahmen

5.2.2 Ziele und Interessen

5.3 DIE UNTERNEHMENSMITARBEITER

5.3.1 Die Rolle der Gewerkschaften

5.3.2 Die Rolle der Betriebsräte

6. Externe Koalitionsteilnehmer

6.1 DIE AKTIONÄRE

6.1.1. Anlegerstruktur

6.1.2 Interessenlage der Aktionäre

6.1.2.1 Interessen der Kleinaktionäre

6.1.2.2 Interessen der Großaktionäre

6.1.3 Die Hauptversammlung als drittes Organ der AG

6.2 DIE BANKEN

6.2.1 Faktoren des Universalbankensystems

6.2.1.1 Langfristige Hausbank-Beziehung und Kreditgeberfunktion

6.2.1.2 Eigener Anteilsbesitz

6.2.1.3 Das Depotstimmrecht

6.2.1.4 Aufsichtsratsmandate der Bankenvertreter

6.2.2 Interessen und Konflikte

6.3 DIE ÖFFENTLICHKEIT

7. Neue Entwicklungen im deutschen Corporate Governance-System

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das deutsche Corporate Governance-System durch die Identifikation der relevanten Akteure und analysiert deren divergierende Interessenlagen im Rahmen des Koalitionsmodells der Unternehmung. Ziel ist es, das Kontrollproblem zwischen Management und Eigentümern zu beleuchten und den Einfluss verschiedener Anspruchsgruppen auf die Unternehmensführung zu bewerten.

  • Strukturelle Analyse von internen und externen Akteuren (Management, Aufsichtsrat, Mitarbeiter, Aktionäre, Banken).
  • Untersuchung der Interessenkonflikte zwischen den verschiedenen Interessengruppen innerhalb der Aktiengesellschaft.
  • Bewertung des Einflusses der Banken im deutschen Universalbankensystem.
  • Diskussion aktueller Entwicklungen wie der Shareholder-Value-Orientierung und gesetzlicher Anpassungen.

Auszug aus dem Buch

3. Das Kontrollproblem der Aktiengesellschaft (AG)

Ein Hauptanliegen der Corporate Governance ist es, die Unternehmensführung, -verwaltung und -überwachung zu optimieren (vgl. Langenbucher/Blaum, 1994, S. 2197). Dabei steht die AG im Vordergrund der Überlegungen, für die die Delegation der Unternehmensführung an professionelle Manager im Rahmen der Property Rights-Theorie als effizienteste Lösung angesehen wird (vgl. Seger, 1997, S. 37). Somit fallen das Eigentum an den im Unternehmen gebundenen Ressourcen und die Entscheidungsgewalt über ihre Verwendung auseinander. Auch auf personelle Entscheidungen und Gewinnverwendungsmöglichkeiten haben die Eigentümer keinen Einfluß (vgl. Böhm, 1992, S. 117).

Zwei Gruppen stehen sich fortan gegenüber, deren einzelne Mitglieder im Laufe dieser Arbeit genauer charakterisiert werden: Die Eigentümer (Aktionäre) und die Unternehmensleitung (Management), die die Geschäfte sachkundig und stellvertretend für die Eigentümer durchführen soll. Das Problem, das sich bei dieser Trennung zwischen Eigentum und Verfügungsgewalt zwangsläufig ergibt, ist schon früh von Adam Smith erkannt worden:

"The directors of such companies, being the managers rather of other people's money than their own, it cannot well be expected that they should watch over it with the same anxious vigilance with which the partners in a private copartenery frequently watch over their own" (Smith, 1974, S. 700).

Mit anderen Worten bedeutet das, dass zwischen den beiden Hauptgruppen Interessengegensätze bestehen und Manager durch diskretionäre Freiräume eigene Interessen verfolgen können. Diese Freiräume gestalten sich umso größer, je breiter gestreut der Aktienbesitz bzw. je größer das Unternehmen ist, was erstmals von Berle und Means 1968 nachgewiesen wurde. Sie gelten als die Begründer der Managerialismustheorie, deren zentrale Aussage, dass Großunternehmen aufgrund zu hoher Überwachungskosten vom Management selbst anstatt von den Aktionären kontrolliert werden, später von der Principal Agent-Theorie aufgenommen wurde (vgl. Böhm, 1992, S. 112).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Problemstellung und Gang der Untersuchung: Diese Einleitung führt in das deutsche Corporate Governance-System ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung sowie die methodische Vorgehensweise.

2. Corporate Governance in Deutschland: Definition und Inhalte: Das Kapitel definiert den Begriff Corporate Governance im deutschen Kontext und grenzt ihn von verwandten Konzepten wie der Unternehmungsverfassung ab.

3. Das Kontrollproblem der Aktiengesellschaft (AG): Hier wird das Spannungsfeld zwischen Eigentum und Verfügungsgewalt beleuchtet, welches die Grundlage für die Interessenkonflikte zwischen Managern und Aktionären bildet.

4. Das Koalitionsmodell der Unternehmung: Dieses Kapitel stellt das Koalitionsmodell von Cyert und March vor, um die Unternehmung als Zusammenschluss verschiedener Interessengruppen zu systematisieren.

5. Interne Koalitionsteilnehmer: Das Kapitel analysiert die internen Akteure – Vorstand, Aufsichtsrat und Arbeitnehmer – hinsichtlich ihrer Funktionen, Interessen und Mitspracherechte.

6. Externe Koalitionsteilnehmer: Hier werden die Rollen und Interessen externer Gruppen, insbesondere der Aktionäre, Banken und der allgemeinen Öffentlichkeit, untersucht.

7. Neue Entwicklungen im deutschen Corporate Governance-System: Das abschließende Kapitel diskutiert aktuelle Trends, wie den Übergang vom Stakeholder- zum Shareholder-Value-Ansatz und die Auswirkungen gesetzlicher Reformen.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Aktiengesellschaft, Koalitionsmodell, Management, Eigentümer, Aktionäre, Aufsichtsrat, Banken, Mitbestimmung, Shareholder Value, Stakeholder, Kontrollproblem, Principal-Agent-Theorie, Unternehmensführung, Unternehmensverfassung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem System der Corporate Governance in Deutschland, wobei die Identifikation der relevanten Akteure und deren spezifische Interessenlagen im Fokus stehen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die Unternehmenskontrolle, die Trennung von Eigentum und Leitung, die Rolle der Mitbestimmung sowie der Einfluss von internen und externen Interessengruppen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Interessen der verschiedenen Anspruchsgruppen innerhalb einer Aktiengesellschaft zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese im deutschen Corporate Governance-System abgebildet und kontrolliert werden.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und Strukturierung bekannter organisationswissenschaftlicher Modelle, wie des Koalitionsmodells und der Principal-Agent-Theorie, ergänzt um eine Bestandsaufnahme der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse interner Koalitionsteilnehmer (Vorstand, Aufsichtsrat, Mitarbeiter) und externer Teilnehmer (Aktionäre, Banken, Öffentlichkeit) sowie deren jeweilige Macht- und Einflussbereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind Corporate Governance, Koalitionsmodell, Aktionäre, Bankeneinfluss, Aufsichtsrat und Shareholder Value.

Welche Rolle spielt das Koalitionsmodell für diese Arbeit?

Das Koalitionsmodell dient als theoretisches Gerüst, um die Unternehmung in ein Gefüge von Gruppen mit individuellen Interessen zu unterteilen, die sich auf gemeinsame Ziele einigen müssen.

Warum haben Banken eine besondere Stellung im deutschen System?

Banken agieren im deutschen System oft als Fremdkapitalgeber und Eigentümer zugleich und üben über das Depotstimmrecht sowie Aufsichtsratsmandate einen signifikanten Einfluss auf deutsche Unternehmen aus.

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Details

Title
Deutsche Corporate Governance - Identifikation und Interessenlage der relevanten Akteure
College
University of Mannheim
Grade
1,7
Author
Kristina Beisel (Author)
Publication Year
2002
Pages
30
Catalog Number
V42261
ISBN (eBook)
9783638403382
ISBN (Book)
9783638680028
Language
German
Tags
Deutsche Corporate Governance Identifikation Interessenlage Akteure Thema Corporate Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Beisel (Author), 2002, Deutsche Corporate Governance - Identifikation und Interessenlage der relevanten Akteure, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42261
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