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Alltagsprobleme bei von ADHS betroffenen Kindern und ihren Familien

Hilfsmöglichkeiten durch die Soziale Arbeit

Title: Alltagsprobleme bei von ADHS betroffenen Kindern und ihren Familien

Diploma Thesis , 2005 , 100 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Christian Hilverling (Author), Melanie Hoffmann (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll erklärt werden, wie sich ADHS bei Kindern im Grundschulalter äußert und mit welchen Alltagsproblemen das Kind und dessen Familie belastet werden. Thematisch wird sich auf die Phase bis hin zum Grundschulalter beschränkt, weil ADHS hauptsächlich zu Beginn der Schulzeit auffällt, da die Anforderungen die dann an die Kinder gestellt werden, erheblich größer sind. Des Weiteren werden sich die Lösungsansätze auf das familiäre Umfeld beschränken, weil sich hier, die Basis für einen konstruktiven und heilenden Umgang aller Beteiligten mit der Erkrankung bilden kann.
Kinder, die von ADHS betroffen sind können lernen ihre Handlungen eigenständig zu steuern, zu organisieren und zu planen. Sie können lernen ihr Verhalten positiv zu verändern um einen stabilen Platz in der Familie und der Gesellschaft zu erhalten. Dies gelingt jedoch nur mit Hilfe der Unterstützung durch die Eltern. Diese brauchen allerdings ebenfalls Unterstützung bei der Umsetzung und Verwirklichung der gesetzten Ziele. Hier wäre eine sozialarbeiterische Begleitung, mit Beratungsgesprächen und konkreter Anleitung wichtiger Bestandteil einer erfolgsversprechenden Entwicklung.

Ausgehend von einer ganzheitlichen Perspektive der Erkrankung, ihrer Ursachen und Folgen für die betroffenen Kinder und deren Familien, soll in der vorliegenden Arbeit versucht werden aus Sicht der Sozialen Arbeit eine neue Betrachtungsmöglichkeit für die betreuenden Eltern zu schaffen.
Auf der Ebene sozialarbeiterischer Unterstützungskonzepte werden Lösungsstrategien aufgezeigt, die den Alltag für Kind und Familie maßgeblich erleichtern können, so dass das Zusammenleben für alle wieder erträglich wird.

...

Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Sichtweise der Sozialen Arbeit. Es soll aufgezeigt werden, warum es gerade aus sozialarbeiterischer Sicht wichtig ist, auf das immer mehr zunehmende Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitäts-Syndrom zu reagieren.
Die Unterstützungskonzepte der sozialen Arbeit, welche eine sinnvolle Intervention bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, in Verbindung mit ADHS, sein könnten, um die Lebensqualität der Familien zu verbessern sollen im weiteren Verlauf erläutert werden.

Abschließend daran werden die meist genannten und aus Elternsicht häufigst auftretenden Probleme erörtert, sowie hierfür angewandte Lösungsstrategien für deren Bewältigung aufgezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ADHS IM KINDESALTER

2.1 Definition

2.2 Allgemeine Klassifikation nach der ICD-10

2.3 Allgemeine Klassifikation nach dem DSM-IV

2.4 Symptomatik / Klinisches Bild

2.5 Diagnostikverfahren und Differenzialdiagnosen

3. ÄTIOLOGISCHE FAKTOREN

3.1 Genetische Faktoren

3.2 Prä- und perinatale Faktoren

3.3 Schadstoff- und Nahrungsmittelallergien

3.4 Neuroanatomische Faktoren

3.5 Neurochemische Aspekte

3.6 Psychosoziale Faktoren

4. ERKLÄRUNGSHYPOTHESEN

4.1 Neurobiologische Hypothesen

4.2 Evolutionstheoretische Hypothesen

4.3 Sozialwissenschaftliche Hypothesen

4.4 Sozialbiologische Hypothesen

4.5 Fazit

5. THERAPIEFORMEN

5.1 Medikamentöser Ansatz am Beispiel der Stimulanzien

5.2 Verhaltenstherapeutische Ansätze

5.3 Diätetische Ansätze

6. GRUNDLEGENDE PRINZIPIEN DES HILFEVERSTÄNDNISSES DER SOZIALEN ARBEIT

6.1 Alltagsprobleme und die Soziale Arbeit

6.2 Multiperspektivische Fallarbeit

7. ANGEWANDTE UNTERSTÜTZUNGSKONZEPTE DER SOZIALEN ARBEIT BEI ALLTAGSPROBLEMEN

7.1 Beratung

7.2 Elternberatung am Beispiel des systemisch-lösungsorientierten Coachings

7.3 Elterntraining nach dem OptiMind-Konzept

7.3 Systemische Familientherapie

7.4 Sozialpädagogische Familienhilfe

8. GRUNDVORAUSSETZUNGEN FÜR EINEN ERFOLGREICHEN UMGANG MIT DEM KIND

8.1 Die unterschiedliche Wahrnehmung von Eltern und Kind

8.2 Begrenzung des Kindes durch klare Botschaften

8.3 Gezieltes Loben als positiver Verstärker

8.4 Gezielte Reaktion auf negative Aufmerksamkeit

8.5 Das Token-System

9. ALLTAGSPROBLEME IN DER FAMILIE UND IHRE LÖSUNGSSTRATEGIEN

9.1 Telefonieren

9.2 Ständig geforderte Aufmerksamkeit

9.3 Hausaufgaben

9.4. Spielen

9.5 Vergesslichkeit

9.6 Abendessen

9.7 Geschwisterstreit

9.8 Wutausbrüche

10.FAZIT

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Alltagsprobleme von Familien mit Kindern, die von ADHS betroffen sind, und erarbeitet unterstützende Strategien aus der Sicht der Sozialen Arbeit. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie Sozialarbeit durch professionelle Interventionen und alltagsnahe Unterstützungskonzepte zur Entlastung dieser Familien beitragen und eine Verbesserung ihrer Lebensqualität herbeiführen kann.

  • Multidisziplinäre Analyse von Entstehungsursachen (biopsychosoziales Modell)
  • Kritische Reflexion medikamentöser und therapeutischer Therapieformen
  • Methoden der lebensweltorientierten Sozialarbeit und systemischen Fallarbeit
  • Praktische Erziehungs- und Unterstützungskonzepte (z.B. Coaching, Elterntraining)
  • Lösungsstrategien für konkrete Alltagssituationen wie Hausaufgaben und Familienkonflikte

Auszug aus dem Buch

8.4 Gezielte Reaktion auf negative Aufmerksamkeit

Ein weiterer Basisbaustein für eine verbesserte Grundlage im Alltag zwischen Eltern und Kind ist der Umkehrschluss des gezielten Lobens: Das Vermeiden von negativer Aufmerksamkeit als Reaktion durch die Eltern.

Es ist ein normaler Schritt in der Entwicklung von Kindern ständig den Aufmerksamkeitsfokus auf sich zu lenken. Sie bedienen sich dabei neben dem positiven Weg, durch gutes Benehmen Lob aus ihrem Umfeld zu bekommen, auch anderer Instrumente.

Die Kinder lernen nämlich auch, dass sie durch schlechtes Verhalten und folgerichtiger Bestrafung ebenfalls die Beachtung der Eltern erhalten. Für sie ist das Erlangen solcher Art von Aufmerksamkeit immer noch angenehmer als überhaupt keine zu bekommen.

Im normalen Reifeprozess differenzieren die Heranwachsenden aber dann zwischen positiver und negativer Resonanz. Da es für sie vorteilhafter ist, wenn ihnen das Umfeld in angenehmer Atmosphäre entgegentritt, streben sie in der Folgezeit auch mehr nach positivem Feedback.

Und an diesem Punkt der Entwicklung unterscheiden sich die ADHS- Kinder von den nicht betroffenen Gleichaltrigen. Es fällt ihnen durch die vorliegende Symptomatik der Erkrankung schwer derartiges Verhalten zu zeigen, das stets Lob nach sich zieht. (Pentecost, S. 87 - 89)

Also bedienen sie sich weiter auch negativer Verhaltenszüge, um überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen. Und die oft gestressten und hilflosen Eltern kommen diesem Verlangen auch nach.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in das Störungsbild ADHS, dessen Auswirkungen auf den Alltag und die Zielsetzung der Arbeit aus sozialarbeiterischer Perspektive.

2. ADHS IM KINDESALTER: Definition, diagnostische Kriterien nach ICD-10 und DSM-IV sowie die klinische Symptomatik im Kindes- und Jugendalter.

3. ÄTIOLOGISCHE FAKTOREN: Darstellung verschiedener Erklärungsmodelle für ADHS, von genetischen Faktoren über neurologische Aspekte bis hin zu psychosozialen Einflüssen.

4. ERKLÄRUNGSHYPOTHESEN: Differenzierte Betrachtung neurobiologischer, evolutionstheoretischer, sozialwissenschaftlicher und sozialbiologischer Hypothesen zur Entstehung der Störung.

5. THERAPIEFORMEN: Analyse gängiger Behandlungsansätze wie Medikation (Stimulanzien), Verhaltenstherapie und diätetische Maßnahmen inklusive kritischer Reflexion.

6. GRUNDLEGENDE PRINZIPIEN DES HILFEVERSTÄNDNISSES DER SOZIALEN ARBEIT: Definition von Alltagsproblemen als soziales Problem und Einführung in das Konzept der lebensweltorientierten und multiperspektivischen Fallarbeit.

7. ANGEWANDTE UNTERSTÜTZUNGSKONZEPTE DER SOZIALEN ARBEIT BEI ALLTAGSPROBLEMEN: Vorstellung ambulanter Erziehungshilfen, darunter Beratung, systemisch-lösungsorientiertes Coaching, Elterntraining und sozialpädagogische Familienhilfe.

8. GRUNDVORAUSSETZUNGEN FÜR EINEN ERFOLGREICHEN UMGANG MIT DEM KIND: Vermittlung notwendiger pädagogischer Grundwerkzeuge wie klare Kommunikation, gezieltes Loben, das Token-System und das Ignorieren von negativem Verhalten.

9. ALLTAGSPROBLEME IN DER FAMILIE UND IHRE LÖSUNGSSTRATEGIEN: Konkrete Anwendung von Lösungsstrategien bei alltäglichen Krisen wie Telefonieren, Hausaufgaben, Spielen, Abendessen, Geschwisterstreit und Wutausbrüchen.

10.FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Unterstützung von Familien mit ADHS-Kindern und Forderung nach interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Schlüsselwörter

ADHS, Soziale Arbeit, Familienhilfe, Erziehungsberatung, Alltagsprobleme, Verhaltensauffälligkeiten, Hyperaktivität, Impulskontrolle, Konzentrationsstörung, Systemische Familientherapie, Token-System, Elterncoaching, Lebensweltorientierung, Multiperspektivische Fallarbeit, Erziehungshilfen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, die ein ADHS-betroffenes Kind für den familiären Alltag darstellt, und zeigt auf, wie professionelle Soziale Arbeit durch unterstützende Konzepte entlastend intervenieren kann.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen die medizinischen und psychosozialen Ursachen von ADHS, gängige Therapieformen, Methoden der Sozialpädagogik sowie spezifische Lösungsstrategien für den Erziehungsalltag.

Was ist das primäre Ziel der Autoren?

Das Ziel ist es, Eltern und Fachkräften neue Betrachtungsmöglichkeiten zu eröffnen und ihnen konkrete, praxisnahe Werkzeuge an die Hand zu geben, um das Zusammenleben in der Familie nachhaltig zu erleichtern.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Autoren nutzen eine interdisziplinäre Literaturanalyse, wobei sie medizinische, psychologische und sozialwissenschaftliche Ansätze zusammenführen, um ein ganzheitliches Bild für die Soziale Arbeit zu zeichnen.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Ursachen und Therapiemethoden sowie einen umfangreichen praktischen Teil, der konkrete Unterstützungskonzepte und Handlungsstrategien für Alltagsprobleme (z.B. Hausaufgaben, Wutausbrüche) detailliert darstellt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie ADHS, Lebensweltorientierung, Soziale Arbeit, systemisches Coaching, Token-System und multiperspektivische Fallarbeit zusammenfassen.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen medizinischem und sozialpädagogischem Blickwinkel eine so große Rolle?

Weil eine rein medizinische Betrachtung oft die systemischen und alltäglichen Probleme vernachlässigt, während die Soziale Arbeit durch die Einbindung des familiären Umfelds eine ganzheitlichere und oft dauerhaftere Entlastung ermöglichen kann.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Medikation (z.B. Ritalin)?

Sie betrachten die Medikation als einen möglichen Baustein innerhalb eines multimodalen Therapiekonzepts, warnen jedoch ausdrücklich davor, sie als alleinige Methode ohne begleitende pädagogische Unterstützung einzusetzen.

Welchen Stellenwert hat das "Token-System" für die Bewältigung der Alltagsprobleme?

Das Token-System dient als effektives Werkzeug, um positives Verhalten durch Anreize zu verstärken und Kindern mit ADHS Struktur sowie die notwendige positive Rückmeldung zu geben, die im stressigen Familienalltag oft fehlt.

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Details

Title
Alltagsprobleme bei von ADHS betroffenen Kindern und ihren Familien
Subtitle
Hilfsmöglichkeiten durch die Soziale Arbeit
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2.0
Authors
Christian Hilverling (Author), Melanie Hoffmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
100
Catalog Number
V42280
ISBN (eBook)
9783638403535
ISBN (Book)
9783656872962
Language
German
Tags
Alltagsprobleme ADHS Kindern Familien Hilfsmöglichkeiten Soziale Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Hilverling (Author), Melanie Hoffmann (Author), 2005, Alltagsprobleme bei von ADHS betroffenen Kindern und ihren Familien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42280
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