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Der deutsche Corporate Governance Kodex - Ziele, Wirkungen, Umsetzungsfragen

Title: Der deutsche Corporate Governance Kodex - Ziele, Wirkungen, Umsetzungsfragen

Seminar Paper , 2005 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Jutta Zähringer (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Die Einleitung

Unerwartete Unternehmenszusammenbrüche und aufsehenerregende Schadenersatzansprüche rückten die Diskussion über ein gutes Corporate Governance in deutschen Unternehmen in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Daher ist es auch nicht außergewöhnlich, dass der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) seit seiner Einführung im Jahr 2002 von vielen börsennotierten Unternehmen umgesetzt wird. In meiner Arbeit gehe ich aus diesem Grund besonders auf die Ziele, Wirkungen und Umsetzungsfragen des DCGK ein. Im ersten Kapitel wird der Begriff „Corporate Governance“ erklärt. Im Anschluss daran befasst sich Kapitel 2 konkret mit dem DCGK. Nach einer kurzen Definition, in der bereits drei wesentliche Ziele des Kodex erwähnt werden, wird genauer auf die Entstehung des Kodex eingegangen. Außerdem werden die Ziele des Kodex, aber vor allem auch die ausschlaggebenden Gründe, einen Kodex zu erschaffen, näher erläutert.

Um sich eine Vorstellung vom Inhalt des Kodex machen zu können, folgen anschließend die Gliederungspunkte. Obwohl die einzelnen Kodex-Ziffern in dieser Arbeit nicht untersucht werden, wird im nächsten Abschnitt zum besseren Verständnis auf die Verbindlichkeitsstufen des Kodex eingegangen. Nur auf diese Weise kann der Leser später beim Lesen des Kodex den vielen Ziffern die Wichtigkeit ihrer Bedeutung zuordnen und ihre Folgewirkungen erkennen. Nicht selten müssen Organmitglieder für den Schaden, der durch eine mangelhafte Umsetzung des Kodex entsteht, persönlich haften. Kapitel 3 geht daher speziell auf die Haftung der Verwaltungsorgane ein. Gerade in diesem Bereich werden die Auswirkungen des Kodex für Vorstände und Aufsichtsräte oft schmerzhaft deutlich.

Den Abschluss der Arbeit bilden die Fragen zur Umsetzung des DCGK im vierten Kapitel. Mit Hilfe einer aktuellen Studie wird z.B. auf die Frage „Wer entscheidet, ob der DCGK umgesetzt wird?“ eingegangen. Obwohl das im Juli 2002 verabschiedete Transparenz- und Publizitätsgesetz (TransPuG) im Zusammenhang mit dem DCGK ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, wird in dieser Arbeit nicht näher darauf eingegangen. Mein Wunsch ist es, Ihnen durch meine Arbeit die Bedeutung und die Aktualität des DCGK näher zu bringen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Einleitung

2. Was ist Corporate Governance?

3. Was ist der DCGK?

3.1 Die Entstehung des DCGK

3.2 Der Aufbau des DCGK

3.3 Die Rechtsverbindlichkeit des DCGK

4. Die Organhaftung als Folge falscher Umsetzung des DCGK

4.1 Die Innenhaftung

4.2 Die Außenhaftung

4.3 Die Auswirkungen des DCGK auf die Organhaftung

5. Wichtige Fragen zur Umsetzung des DCGK

5.1 Pro oder Contra – die Entscheidung zur Realisierung des DCGK

5.2 Die Umsetzung des DCGK

5.3 Die Akzeptanz des DCGK in den Unternehmen

6. Das Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Ziele, Wirkungen und Umsetzungsfragen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung guter Unternehmensführung für die internationale Wettbewerbsfähigkeit und das Vertrauen von Investoren.

  • Grundlagen und Definition von Corporate Governance
  • Entstehung, Aufbau und Rechtsverbindlichkeit des DCGK
  • Haftungsrisiken für Organmitglieder bei fehlerhafter Kodex-Umsetzung
  • Entscheidungskriterien für Unternehmen bei der Realisierung des Kodex
  • Analyse der Akzeptanz und Qualität des Kodex in der Unternehmenspraxis

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Entstehung des DCGK

Obwohl das Thema Corporate Governance weltweit schon länger in der Diskussion ist, wurde in Deutschland die Idee, einen entsprechenden Kodex zu erarbeiten, erst relativ spät aufgenommen.

Dazu beigetragen haben unter anderem eine Reihe spektakulärer Schieflagen von teilweise bedeutenden deutschen Unternehmen in den neunziger Jahren.

Dass das Corporate Governance in Zukunft jedoch unerlässlich sein wird, liegt viel mehr daran, dass die Internationalisierung der Kapitalmärkte immer stärker zunimmt, und die deutschen Banken sich gleichzeitig immer mehr von den traditionellen Kreditgeschäften zurückziehen. Man kann beobachten, dass die Finanzierung aus einbehaltenen Gewinnen und aus nationalen Krediten vor der Finanzierung durch internationale Finanzierungsmärkte weicht.

Richtig aufgenommen wurde das Kodexthema allerdings erst im Jahre 2000, als zwei private Initiativen unterschiedliche Entwürfe dazu erarbeiteten.

Hierbei handelt es sich zum einen um den Kodexentwurf der Grundsatzkommission Corporate Governance „Corporate Governance - Grundsätze („Code of Best Practice“) für börsennotierte Gesellschaften“ (sog. „Frankfurter Grundsätze“) mit einem eher juristischen Ansatz, und zum anderen um den Kodexentwurf des Berliner Initiativkreises „German Code of Corporate Governance („GCCG“)“, der eher betriebswirtschaftlich ausgerichtet ist.

Beide Ansätze leisteten eine wichtige Vorarbeit für die Regierungskommission „Corporate Governance – Unternehmensführung – Unternehmenskontrolle – Modernisierung des Aktienrechts“, die mit dem Schreiben vom 29.05.2000 von Bundeskanzler Gerhard Schröder ins Leben gerufen wurde.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Einleitung: Die Einleitung erläutert die Beweggründe für die Arbeit und gibt einen Überblick über die behandelten Schwerpunkte wie Ziele, Wirkungen und Haftungsfragen des DCGK.

2. Was ist Corporate Governance?: Dieses Kapitel definiert Corporate Governance als Unternehmensverfassung und beschreibt den Ordnungsrahmen für das Zusammenwirken von Vorständen, Aufsichtsräten und Interessensgruppen.

3. Was ist der DCGK?: Es wird die Entstehung des Kodex, seine Struktur sowie die rechtliche Einordnung als "Softlaw" mit dem "Comply or Explain"-Prinzip dargelegt.

4. Die Organhaftung als Folge falscher Umsetzung des DCGK: Das Kapitel analysiert die Haftungsfolgen (Innen- und Außenhaftung) für Verwaltungsorgane bei mangelhafter Umsetzung des Kodex oder falschen Entsprechenserklärungen.

5. Wichtige Fragen zur Umsetzung des DCGK: Hier werden die Entscheidungsfindung zur Realisierung, die praktische Umsetzung mittels Entsprechenserklärung sowie die Akzeptanz des Kodex in der Unternehmenspraxis beleuchtet.

6. Das Fazit: Das Fazit fasst die wachsende Bedeutung des DCGK zusammen und betont die Notwendigkeit einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema, um die Attraktivität des Finanzplatzes Deutschland zu sichern.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, DCGK, Unternehmensführung, Aufsichtsrat, Vorstand, Organhaftung, Entsprechenserklärung, Comply or Explain, Softlaw, Kapitalmarkt, Transparenz, Investoren, Aktiengesellschaft, Unternehmensverfassung, Aktienrecht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), dessen Ziele, die Auswirkungen auf die Unternehmensführung sowie die Haftungsrisiken für Organmitglieder.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Definition von Corporate Governance, die Entstehung und Struktur des Kodex, die rechtliche Verbindlichkeit, die Haftung der Verwaltungsorgane und die praktische Umsetzung in Unternehmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung und Aktualität des DCGK darzulegen und aufzuzeigen, wie sich Unternehmen durch den Kodex für Investoren attraktiver machen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung aktueller Studien zur Akzeptanz und Umsetzung des Kodex in der deutschen Unternehmenspraxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Vorstellung des DCGK, eine detaillierte Analyse der Haftungsfolgen bei Fehlern in der Umsetzung sowie eine Untersuchung der Entscheidungsprozesse und Akzeptanz des Kodex.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Corporate Governance, Organhaftung, Entsprechenserklärung, Softlaw, Comply or Explain und Transparenz.

Welche Rolle spielt die D & O-Versicherung bei der Organhaftung?

Sie dient dazu, das persönliche Haftungsrisiko der Verwaltungsorgane in einem angemessenen Rahmen zu halten, um unternehmerisches Handeln trotz Haftungsgefahren zu ermöglichen.

Warum wird der DCGK oft als "Softlaw" bezeichnet?

Weil der Kodex kein Gesetz im klassischen Sinne ist, sondern Empfehlungen enthält, von denen Unternehmen nach dem "Comply or Explain"-Prinzip unter Angabe der Gründe abweichen können.

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Details

Title
Der deutsche Corporate Governance Kodex - Ziele, Wirkungen, Umsetzungsfragen
College
Pforzheim University
Course
Managementseminar
Grade
1,7
Author
Jutta Zähringer (Author)
Publication Year
2005
Pages
25
Catalog Number
V42349
ISBN (eBook)
9783638404020
Language
German
Tags
Corporate Governance Kodex Ziele Wirkungen Umsetzungsfragen Managementseminar Thema Corporate Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jutta Zähringer (Author), 2005, Der deutsche Corporate Governance Kodex - Ziele, Wirkungen, Umsetzungsfragen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/42349
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