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Schulabsentismus und Interventionsstrategien der Schulsozialarbeit

Titel: Schulabsentismus und Interventionsstrategien der Schulsozialarbeit

Forschungsarbeit , 2016 , 15 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Natalie Alber (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus verkündet, dass rund 200.000 Schüler und Schülerinnen in Deutschland täglich den Unterricht „schwänzen“. In knapp der Hälfte aller Fälle nennt Kraus „Mobbing, Angst vor Mitschülern und Prüfungen“ (Kraus 2011, S. 1) als Ursache für Schulverweigerung. Seiner Meinung nach sind Sanktionen in so einem Fall der falsche Weg, daher lehnt er strenge Sanktionen wie Bußgelder ab und erachtet diese für unwirksam und zwecklos. Dennoch fallen die Konsequenzen der Kommunen unterschiedlich aus und sind regional abhängig.

Des Weiteren führt er an, dass in einigen Bundesländern Geldstrafen oder Jugendarrest verhangen werden, andere Bundesländer wiederum setzen auf Beratung und intensive Begleitung und Betreuung der betroffenen SchülerInnen. Insbesondere für das Arbeitsfeld der Schulsozialarbeit ist Schulabsentismus ein permanent präsentes Phänomen an Schulen und ein praxisrelevantes Thema, da schulverweigerndes Verhalten ein Ausdruck von Unzufriedenheit, Überforderung und seelischer Belastung sein kann und somit der Intervention sowie der Beratung der Vorort praktizierenden SchulsozialarbeiterInnen bedarf, indem sie die möglichen Gründe und Ursachen im Einzelfall mit der/dem Betroffenen erforschen und aufarbeiten, sozialpädagogische Hilfen und Angebote anbietet umso einer Verschlimmerung des Problems und einem totalen Fernbleiben der Schule entgegenzuwirken.

In diesem Zusammenhang behandelt die vorliegende Forschungsarbeit das Thema Schulabsentismus und die entsprechenden Interventions- sowie Präventionsstrategien der Schulsozialarbeit und befasst sich darin mit der Forschungsfrage wie SchulsozialarbeiterInnen im Falle von Schulabsentismus intervenieren und welche Maßnahmen sie ergreifen um Schulabsentismus präventiv entgegenzuwirken.

Als Einführung in das Thema werden im ersten Kapitel der Begriff des Schulabsentismus und seine Formen definiert. Sälzer unterscheidet hier zwischen Schulschwänzen, Schulverweigerung und elterliches Zurückhalten. In Anlehnung an die Definition werden im Folgenden die Ursachen für Schulabsentismus dargestellt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Schulabsentismus

1.1. Schulabsentismus

1.2. Schulschwänzen

1.3. Schulverweigerung

1.4. Elterliches Zurückhalten

1.5. Ursachen

2. Schulsozialarbeit

2.1. Zielgruppen, Adressaten und Angebote

2.2. Methoden und Aufgaben

3. Rechtliche Grundlagen

4. Forschungsdesign

4.1. Forschungsmethode

4.2. Erhebungsverfahren

4.3. Sampling

4.4. Durchführung

4.5. Auswertung

5. Forschungsergebnisse

6. Interpretation

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Forschungsarbeit untersucht das Phänomen Schulabsentismus sowie die Interventions- und Präventionsstrategien der Schulsozialarbeit, mit der zentralen Forschungsfrage, wie SchulsozialarbeiterInnen im Falle von Schulabsentismus intervenieren und welche Maßnahmen sie ergreifen, um diesem präventiv entgegenzuwirken.

  • Definition und Formen des Schulabsentismus (Schulschwänzen, Schulverweigerung, elterliches Zurückhalten)
  • Rolle, Aufgabenbereiche und Methoden der Schulsozialarbeit
  • Rechtliche Rahmenbedingungen der Schulsozialarbeit gemäß SGB VIII
  • Qualitative Untersuchung mittels Experteninterviews
  • Analyse von Interventions- und Präventionsstrategien in der Schulpraxis

Auszug aus dem Buch

1. Schulabsentismus

Das Versäumnis eines Schülers die Schule zu besuchen, wird in diversen publizierten Beiträgen in Informationsmedien sowie in wissenschaftlichen Veröffentlichungen durch eine Vielzahl von Termini umschrieben (Sälzer 2010, S.14). Schulabsentismus, Schulverweigerung, Schulschwänzen, Schulversäumnis oder Schulphobie sind nur ein paar Bezeichnungen (Stamm/Ruckdäschel/Templer/Niederhauser 2009, S.25). Im Folgenden konzentrieren wir uns auf drei Hauptformen des Schulabsentismus.

1.2 Schulabsentismus

Unter Schulabsentismus versteht man das Fernbleiben einer Schülerin oder eines Schülers vom Unterricht, welches „…unentschuldigt und absichtlich aus einem gesetzlich nicht vorgesehenen Grund…“ (vgl.: Stamm/Ruckdäschel/Templer/Niederhauser 2009, S.25) von statten geht. Hierbei spielt es keine Rolle ob die Schülerin oder der Schüler einzelne Stunden oder einen halben oder ganzen Tag fehlt (Stamm/Ruckdäschel/Templer/Niederhauser 2009, S.25). Sälzer (2010, S.14) zitiert hierzu Ricking wie folgt: „Schulabsentismus“ ist „…das dauerhafte und wiederkehrende Versäumen des Unterrichts von Schülern ohne ausreichende Begründung“. Schulabsentismus meint hierbei eine körperliche Abwesenheit (Sälzer 2010, S.14).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Schulabsentismus: Dieses Kapitel definiert den Begriff Schulabsentismus und unterscheidet zwischen den drei Hauptformen Schulschwänzen, Schulverweigerung und elterliches Zurückhalten sowie deren Ursachen.

2. Schulsozialarbeit: Es wird der Aufgabenbereich der Schulsozialarbeit als Angebot der Jugendhilfe erläutert, inklusive der Zielgruppen, Methoden und zentralen Handlungsfelder.

3. Rechtliche Grundlagen: Dieses Kapitel legt die rechtliche Arbeitsgrundlage der Schulsozialarbeit basierend auf dem Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) dar.

4. Forschungsdesign: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, insbesondere die Wahl des qualitativen Experteninterviews sowie die Durchführung und Auswertung der erhobenen Daten.

5. Forschungsergebnisse: Die Ergebnisse des Experteninterviews werden präsentiert, wobei der Fokus auf dem praktischen Vorgehen der Schulsozialarbeit bei Fällen von Schulverweigerung liegt.

6. Interpretation: Die erhobenen Daten werden in Bezug zum theoretischen Rahmen und der Literatur gesetzt, um die Praxis der Schulsozialarbeit kritisch zu reflektieren.

7. Ausblick: Eine abschließende Zusammenfassung betont die Bedeutung der Schulsozialarbeit als Kooperationspartner, die sowohl intervenierend als auch präventiv tätig ist.

Schlüsselwörter

Schulabsentismus, Schulsozialarbeit, Schulschwänzen, Schulverweigerung, Jugendhilfe, Interventionsstrategien, Präventionsstrategien, SGB VIII, Experteninterview, Einzelfallhilfe, Beratung, Schulalltag, Schulpflicht, Sozialpädagogik, Bildungsbenachteiligung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Forschungsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Schulabsentismus und untersucht, wie SchulsozialarbeiterInnen in diesem Bereich intervenieren und welche präventiven Maßnahmen sie ergreifen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind die verschiedenen Formen des Schulabsentismus, die theoretischen und rechtlichen Grundlagen der Schulsozialarbeit sowie deren praktische Anwendung in der Schule.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu klären, wie SchulsozialarbeiterInnen bei Schulabsentismus intervenieren und durch welche Maßnahmen sie dieses Verhalten präventiv zu verhindern suchen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative Forschungsmethode gewählt, konkret ein Experteninterview mit einer leitenden Sozialpädagogin, welches anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Definitionen, Rechtsgrundlagen, Methoden der Schulsozialarbeit) und einen empirischen Teil (Forschungsdesign, Ergebnisse des Experteninterviews und Interpretation).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Schulabsentismus, Schulsozialarbeit, Interventions- und Präventionsstrategien, Jugendhilfe (SGB VIII) und Einzelfallhilfe.

Welche Rolle spielt das Experteninterview für die Arbeit?

Das Experteninterview dient dazu, spezifisches Praxiswissen über das tatsächliche Vorgehen an einer Gesamtschule zu erhalten und dieses mit den theoretischen Erkenntnissen abzugleichen.

Welche Bedeutung hat das Vertrauen in der Schulsozialarbeit laut der Expertin?

Laut der Expertin ist der Aufbau einer Vertrauensbasis zu den Schülern eine essentielle Grundlage für eine gelingende Kooperation und die erfolgreiche Bewältigung der zugrundeliegenden Probleme.

Was unterscheidet das Schulschwänzen von der Schulverweigerung?

Beim Schulschwänzen liegt in der Regel eine physische Abwesenheit vor, während bei der Schulverweigerung Schüler trotz Anwesenheit in der Schule den Unterricht boykottieren oder meiden können.

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Details

Titel
Schulabsentismus und Interventionsstrategien der Schulsozialarbeit
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Veranstaltung
Professionelle Grundlagen und Handlungskompetenzen aus erziehungswissenschaftlicher Sicht
Note
1,2
Autor
Natalie Alber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
15
Katalognummer
V423531
ISBN (eBook)
9783668692886
ISBN (Buch)
9783668692893
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Schule Schulabsentismus Schulschwänzer Schulsozialarbeit Schulverweigerung Kindeswohlgefährdung Erziehungswissenschaften Pädagogik Kinder
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Natalie Alber (Autor:in), 2016, Schulabsentismus und Interventionsstrategien der Schulsozialarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423531
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Leseprobe aus  15  Seiten
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