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Poquito a poquito me fui acostumbrando. Ursachen für Binnenmigration indigener Gruppen in Mexiko heute

Titre: Poquito a poquito me fui acostumbrando. Ursachen für Binnenmigration indigener Gruppen in Mexiko heute

Thèse de Bachelor , 2018 , 100 Pages , Note: 2,5

Autor:in: Julia Nowakowski (Auteur)

Ethnologie / Anthropologie Culturelle
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Résumé Extrait Résumé des informations

Jedes Jahr verlassen zunehmend mehr Menschen ihre Heimat aus vielfältigen Gründen. Laut der UN sind im Jahr 2015 annähernd 244 Millionen Menschen weltweit emigriert. Mexiko zählt zu den Ländern mit der höchsten Emigrantenrate und belegt weltweit Platz zwei mit ca. 12.3 Millionen Emigranten im Jahr 2015. Indigene Gruppen und Familien entscheiden sich immer öfter dazu, ihre Heimat zu verlassen und in die Stadt zu ziehen aufgrund ihrer ärmlichen Verhältnisse in der Heimatregion.

Was meint genau besseres Leben und in wie fern erreichen sie es? Was sind die Ursachen für die städtische Migration innerhalb Mexikos? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigt sich diese Arbeit inhaltlich.

Um die Problematiken und kulturellen Veränderungen umfassender verstehen zu können, die die indigenen Gruppen nach Migration in die städtische Umgebung durchleben, ist es von Wichtigkeit, den sozialen, ökonomischen und kulturellen Hintergrund der Heimatregionen der indigenen Bevölkerung zu erläutern. Dazu untersucht die vorliegende Arbeit das Fallbeispiel von drei Familien aus unterschiedlich ethnischen Hintergründen.

In der vorliegenden Arbeit werden folgende Forschungsfragen gestellt:
1. Welche Faktoren waren für die Familien ausschlaggebend, ihre Heimat zu verlassen und nach San Luis Potosí zu gehen? 2. Wie erleben die Familien den Prozess des Ankommens und sich Einlebens in San Luis Potosí? Auf welche Hindernisse stoßen sie und, wie versuchen sie diese zu bewältigen (Anpassung oder Aneigung eines Raumes, in dem sie einige Eigenheiten weiter beibehalten können)?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik

2.1 Die Feldforschung

2.2 Teilnehmende Beobachtung

2.3 Feldnotizen

2.4 Informelle Gespräche

3. Theoretischer Rahmen – Grundbegriffe der Migration

3.1 Begriffserklärungen

3.2 Migrationstypologien

3.3 Migrationstheorien

3.3.1 Klassische und neoklassische Migrationstheorie

3.3.2 Push-Pull Modell

3.3.3 Soziale Netzwerke

3.4 Migration und Urbanisierung in Mexiko

3.5 Entwicklung der indigenen Migration

4. Kulturkontakt und Kulturwandel

4.1 Grundformen des Kulturkontakts

4.2 Kultureller Austausch

5. Empirische Studie – Auswertung der qualitativen Methode

5.1 Ausgangssituation der Migranten

5.2 Migrationsmotive und –prozess

5.2.1 Mixteken

5.2.2 Wixarika

5.2.3 Triqui

5.3 Aktuelle Situation

5.3.1 Mixteken

5.3.2 Wixarika

5.3.3 Triqui

5.4 Aktuelle Situation und Transformation

5.4.1 Mixteken

5.4.2 Wixarika

5.4.3 Triqui

5.5 Situation der Migrantenkinder

5.5.1 Mixteken

5.5.2 Wixarika

5.5.3 Triqui

6. Diskussion

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Ursachen für die Binnenmigration indigener Gruppen innerhalb Mexikos sowie deren Prozess des Ankommens und der Integration in städtischen Räumen. Dabei wird analysiert, wie sich die Lebensbedingungen verändern und inwieweit die Migranten in der Lage sind, ihre kulturellen Eigenheiten in einem neuen sozialen Umfeld zu bewahren.

  • Ursachen und Beweggründe für die Land-Stadt-Migration in Mexiko
  • Die Rolle sozialer Netzwerke für Migranten
  • Prozesse der kulturellen Anpassung und Transformation
  • Herausforderungen der Lebenssituation in der Ankunftsstadt
  • Strategien zur Bewahrung kultureller Identität

Auszug aus dem Buch

3.3.2 Push-Pull Modell

Das Push-Pull Modell ist ein klassischer Erlärungsssatz, das auf die Theorie „Laws of Migration“ (1885) von Ravenstein zurückgeht (vgl. Han 2000: 12f.). Als Push (oder auch Sogfaktoren) werden alle Faktoren der Herkunftsregion des Migranten zusammengefasst, die diesen von seinem Ort „wegdrücken“. Die Pull-Faktoren sind die Faktoren des Aufnahmeortes, die den Migranten anziehen und zu einer Migration in das Gebiet motiveren (vgl. Han 2000: 12f.) Lee (1966) versucht in seiner „Theorie der Migration“ eine individualistische Interpretation des Push-Pull-Paradigmas zu liefern. Er fügt den Push und Pull-Faktoren noch zwei Punkte hinzu und zwar inervenierende Hindernisse und individuelle Faktoren, die entscheiden sind. Es zählen nun auch weitere Einflüsse zu den Faktoren wie beispielsweise das Klima, die Qualität des Gesundheits- und Schulsystems und öffentliche Sicherheit (vgl. Lee 1966). Die Kritik die an dem Modell ausgeübt wird, bezieht sich auf den Ordnungsversuch der Wanderungsgründe. So genüge es nicht anspruchsvoller soziologischer Forschung. Zudem würden die einzelnen Faktoren nicht in ihrem Kontext berücksichtigt werden. Entscheidungen seien oft nicht rational wie in den Modellen vorgesehen (vgl. Oswald 2007: 72f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfragen zur Binnenmigration indigener Gruppen und Erläuterung der Fallbeispiele.

2. Methodik: Darstellung des qualitativen Forschungsansatzes durch Interviews und teilnehmende Beobachtung in Mexiko.

3. Theoretischer Rahmen – Grundbegriffe der Migration: Definitionen, Migrationstypologien und theoretische Ansätze zur Erklärung von Wanderungsbewegungen.

4. Kulturkontakt und Kulturwandel: Analyse der theoretischen Konzepte von Kulturberührung und Transkulturation.

5. Empirische Studie – Auswertung der qualitativen Methode: Detaillierte Darstellung der Ergebnisse zu den drei Ethnien (Mixteken, Wixarika, Triqui) hinsichtlich Motiven, aktueller Situation und der Lage ihrer Kinder.

6. Diskussion: Synthese der empirischen Ergebnisse mit den theoretischen Ansätzen.

7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen zur Situation indigener Migranten.

Schlüsselwörter

Binnenmigration, Mexiko, indigene Gruppen, Mixteken, Wixarika, Triqui, Land-Stadt-Migration, Kulturwandel, soziale Netzwerke, qualitative Sozialforschung, Identität, Akkulturation, San Luis Potosí, Migrationsmotive, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Ursachen und den Auswirkungen der Binnenmigration indigener Gruppen innerhalb Mexikos, basierend auf einer ethnographischen Feldforschung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Migrationsmotive, der Prozess der räumlichen Versetzung und die anschließende Anpassung sowie Transformation der indigenen Kultur in der Stadt.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die individuellen Gründe der Migration zu ergründen und aufzuzeigen, wie indigene Familien den Ankunftsprozess erleben und kulturelle Identität in einem neuen Umfeld bewahren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Studie. Als Erhebungsmethoden dienten Leitfaden- und narrative Interviews sowie die teilnehmende Beobachtung.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Untersuchung?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Rahmung (Migrationstheorien) und die empirische Auswertung der Fallbeispiele dreier indigener Ethnien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die wichtigsten Begriffe sind Migration, indigene Bevölkerung, Mexiko, Kulturwandel, soziale Netzwerke und ethnographische Feldforschung.

Welche Rolle spielen soziale Netzwerke für die Migranten in dieser Studie?

Soziale Netzwerke fungieren als entscheidende Unterstützungsinstrumente, die nicht nur Kosten bei der Migration senken, sondern auch die Integration und das Überleben in der Stadt erleichtern.

Wie gehen die untersuchten Gruppen mit ihrer kulturellen Identität um?

Die Gruppen zeigen verschiedene Ansätze der Akkulturation: Während sie sich an den städtischen Lebensstil anpassen, versuchen sie gleichzeitig, traditionelle Elemente wie Feste und Sprachen in ihre neue Lebenswelt zu integrieren.

Fin de l'extrait de 100 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Poquito a poquito me fui acostumbrando. Ursachen für Binnenmigration indigener Gruppen in Mexiko heute
Université
University of Bonn
Note
2,5
Auteur
Julia Nowakowski (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
100
N° de catalogue
V423535
ISBN (ebook)
9783668738324
ISBN (Livre)
9783668738331
Langue
allemand
mots-clé
Indigene Gruppen in Mexiko Binnenmigration Ursachen für Migration
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julia Nowakowski (Auteur), 2018, Poquito a poquito me fui acostumbrando. Ursachen für Binnenmigration indigener Gruppen in Mexiko heute, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423535
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