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Intergenerationelles Lernen. Eine qualitative Untersuchung zum Projekt "Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter"

Title: Intergenerationelles Lernen. Eine qualitative Untersuchung zum Projekt "Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter"

Examination Thesis , 2013 , 62 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Pedagogy - General
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Diese Hausarbeit fokussiert sich auf das Thema "Intergenerationelles Lernen – Eine qualitative Untersuchung zum Projekt 'Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter'“ und hat das Ziel, dem Leser genau diese Frage zu beantworten und die Bedeutung intergenerationeller Projekte deutlich zu machen.

Dafür wird dem Leser zunächst das Projekt selbst vorgestellt, bevor im Theorieteil das intergenerationelle Lernen betrachtet wird. Hier wird zunächst der Generationsbegriff definiert, um im Anschluss den Fokus auf Generationsverhältnisse und –beziehungen im Wandel zu durchleuchten. Es werden die resultierenden Auswirkungen des demographischen und sozialen Wandels zusammengefasst und eine empirische Bestandsaufnahme zu Generationsbeziehungen und –verhältnissen vorgenommen. Schließlich können dadurch Chancen und Voraussetzungen für Intergenerationenprojekte herausgebildet und eine Konstruktion intergenerationellen Lernens vorgenommen werden.

Ausgehend dieser theoretischen Grundlage entsteht die Forschungsfrage, wie konkret sich intergenerationelles Lernen am Projekt „Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter“ zeigt und inwiefern in diesem Kontext Möglichkeiten und Grenzen herauskristallisiert werden können. Für eine hinreichende Beantwortung dieser Frage werden im zweiten großen Abschnitt, dem Empirieteil, die Forschungsmethoden Ethnographische Feldforschung und teilnehmende Beobachtung erläutert. Der Leser erhält Einblicke wie dieses Forschungsvorhaben methodisch in der Literatur dargelegt und konkret in meinem Fall abgelaufen ist. So werden mein Zugang zum Feld, die mir dargebotenen Beobachtungsmöglichkeiten und die Auswertungsmethode vorgestellt.

Exemplarisch werde ich in dieser Arbeit schließlich drei Szenen herausgreifen und diese mit Hilfe der Sequenzanalyse unter Berücksichtigung der Forschungsfrage interpretieren. Zum Abschluss der Arbeit werden diese Ergebnisse zusammengefasst und diskutiert. Die Arbeit endet mit einem Fazit und einen Ausblick.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. HINTERGRUND DIESER ARBEIT – DAS PROJEKT „SENIOR-UMWELTTRAINER ALS LERNBEGLEITER“

A THEORIETEIL

3. INTERGENERATIONELLES LERNEN

3.1 DER GENERATIONSBEGRIFF

3.2 GENERATIONSVERHÄLTNISSE- UND BEZIEHUNGEN IM WANDEL

3.3 AUSWIRKUNGEN DES DEMOGRAPHISCHEN UND SOZIALEN WANDELS AUF DIE GENERATIONSVERHÄLTNISSE IN DER GESELLSCHAFT

3.4 EMPIRISCHE BESTANDSAUFNAHME ZU GENERATIONSBEZIEHUNGEN UND –VERHÄLTNISSEN

3.5 CHANCEN UND VORAUSSETZUNGEN FÜR INTERGENERATIONENPROJEKTE

3.6 ZUR KONSTRUKTION INTERGENERATIONELLEN LERNENS

4. FORSCHUNGSFRAGE

B EMPIRISCHES VORGEHEN

5. ETHNOGRAPHISCHE FELDFORSCHUNG UND TEILNEHMENDE BEOBACHTUNG

5.1 ZUGANG ZUM FELD

5.2 BEOBACHTUNGSMÖGLICHKEITEN

5.3 AUSWERTUNG

6. SEQUENZANALYSE

7. ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE

8. ABSCHLIEßENDE WORTE UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das intergenerationelle Lernen anhand des Projekts „Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter“. Das Ziel ist es, die Bedeutung solcher Projekte aufzuzeigen und dabei Möglichkeiten sowie Grenzen intergenerationeller Lernpraxis in Kindertageseinrichtungen zu erforschen.

  • Qualitative Untersuchung intergenerationeller Bildungsangebote
  • Analyse des Projekts „Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter“
  • Anwendung ethnographischer Feldforschung und teilnehmender Beobachtung
  • Sequenzanalytische Auswertung pädagogischer Interaktionssituationen
  • Reflexion über Gelingensbedingungen und Barrieren intergenerationeller Arbeit

Auszug aus dem Buch

Protokollauszug Nr. 1

Seniortrainerin Frau G. geht zu ihrer mitgebrachten Reisetasche und holt einen Kartoffelsack heraus. Sie legt ihn über ihre Schulter und geht dann gebückt wie ein Weihnachtsmann zu Weihnachten, wenn er seinen Sack mit Geschenken trägt, in der Mitte des Sitzkreises. Während sie langsam und schleppend im Kreis geht, verzieht sie ihr Gesicht und runzelt die Stirn. Die Kinder und auch wir Erwachsenen amüsieren uns über ihr kleines Schauspiel und die schmunzelnden Gesichter sind deutlich wahrzunehmen. Dann sagt Frau G. mit tiefer lauter Stimme: „Ich war heute im tiefen, dunklen…“. Es herrscht Stille und sie spricht den Satz nicht zu Ende. Dann fragt sie nach einer kurzen Pause: „Wo war ich?“. Doch die Kinder gucken etwas verdutzt und keiner meldet sich. Dann fragt sie erneut: „Wo habe ich den Sack Kartoffeln hergeholt?“. Marie meldet sich und antwortet: „im Wald“. Da ich dabei war, die Kinder zu beobachten, erschien mir im ersten Moment die Antwort von Marie richtig und ich wunderte mich über den skeptischen Blick von Frau G.. Diese schüttelt den Kopf und gibt zu verstehen: „Nein, das ist im Haus. Da bin ich runtergegangen.“. Stefan scheint die Antwort zu wissen und sagt dann ganz stolz: „Treppe“. Frau G. fügt hinzu: „Ja, aber wo geht man dahin?“. „In den Keller.“, ruft dann Frau H. rein und scheint auch erst jetzt die Antwort gewusst zu haben, da sie die Antwort den Kindern vorwegnimmt. Der kleine Jan verzieht seine Augenbrauen und sagt dann etwas grimmig: „Wir haben keinen Keller.“. Ein anderes Kind erwidert: „Wir auch nicht.“. Frau G. fährt weiter fort und schüttet den Sack Kartoffeln aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von generationsverbindender Arbeit ein und erläutert die Zielsetzung der Untersuchung zum Projekt „Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter“.

2. HINTERGRUND DIESER ARBEIT – DAS PROJEKT „SENIOR-UMWELTTRAINER ALS LERNBEGLEITER“: Dieses Kapitel stellt das spezifische Projekt vor, das Senioren für die Arbeit in Kindertageseinrichtungen qualifiziert und den Dialog der Generationen fördert.

3. INTERGENERATIONELLES LERNEN: Hier werden theoretische Grundlagen wie der Generationsbegriff und die Auswirkungen gesellschaftlicher Veränderungen auf Generationenbeziehungen erörtert.

4. FORSCHUNGSFRAGE: Das Kapitel formuliert die zentrale Frage nach der konkreten Ausgestaltung intergenerationellen Lernens im Kontext des untersuchten Projekts.

5. ETHNOGRAPHISCHE FELDFORSCHUNG UND TEILNEHMENDE BEOBACHTUNG: Die methodischen Zugänge der Datenerhebung durch teilnehmende Beobachtung und Feldforschung werden begründet und dargelegt.

6. SEQUENZANALYSE: Anhand exemplarischer Szenen aus Beobachtungsprotokollen erfolgt eine detaillierte sequenzanalytische Interpretation pädagogischer Situationen.

7. ZUSAMMENFASSUNG UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Die Ergebnisse der Sequenzanalysen werden zusammengeführt und im Hinblick auf Möglichkeiten und Grenzen intergenerationeller Lernpraxis kritisch diskutiert.

8. ABSCHLIEßENDE WORTE UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und zeigt Potenziale für weiterführende Forschungsvorhaben auf.

Schlüsselwörter

Intergenerationelles Lernen, Senior-Umwelttrainer, Ethnographische Feldforschung, Teilnehmende Beobachtung, Sequenzanalyse, Generationsbeziehungen, Kindheitspädagogik, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Lernbegleiter, Generationenvertrag, Qualitative Sozialforschung, Sozialer Wandel, Demographischer Wandel, Generationendialog.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung intergenerationeller Lernprozesse in einem pädagogischen Projekt, in dem Senioren als Umwelttrainer für Kinder fungieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentral sind der Generationsbegriff, der Wandel von Generationenbeziehungen, pädagogische Ansätze im intergenerationellen Lernen sowie die Durchführung und Auswertung qualitativer Feldforschung.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Ziel ist es, die Bedeutung intergenerationeller Projekte zu verdeutlichen und konkret zu untersuchen, wie sich solches Lernen im Projekt „Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter“ zeigt sowie welche Möglichkeiten und Grenzen dabei bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die qualitative Methode der ethnographischen Feldforschung und teilnehmenden Beobachtung. Die Auswertung der gewonnenen Protokolle erfolgt mittels sequenzieller Analyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen Theorieteil zum intergenerationellen Lernen und einen Empirieteil, in dem die Forschungsmethode erläutert und anhand von Szenen aus Beobachtungsprotokollen exemplarisch analysiert wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind intergenerationelles Lernen, teilnehmende Beobachtung, Sequenzanalyse, Generationenbeziehungen und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Warum spielt die Sequenzanalyse eine so zentrale Rolle bei der Auswertung?

Die Sequenzanalyse erlaubt es, die unterschwellige Handlungslogik und Sinnhorizonte der Beteiligten in spezifischen sozialen Situationen genau zu rekonstruieren, anstatt nur oberflächliche Beobachtungen zu summieren.

Welche besonderen Erkenntnisse lassen sich aus den Fallbeispielen ableiten?

Die Beispiele zeigen, dass intergenerationelle Kommunikation oft an festen Denkmustern scheitern kann, wenn die Perspektive der Kinder (z.B. der Bezug zur Lebenswelt) durch die Senioren nicht ausreichend reflektiert wird.

Wie gehen die Seniortrainer in den beobachteten Lernsituationen vor?

Sie setzen auf szenisches Spiel und Anschauungsmaterial (Fühlkiste, Experimente), wobei sich jedoch zeigt, dass die Strukturierung der Lernangebote und das Eingehen auf kindliche Rückmeldungen entscheidend für den Lernerfolg sind.

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Details

Title
Intergenerationelles Lernen. Eine qualitative Untersuchung zum Projekt "Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter"
College
University of Kassel
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
62
Catalog Number
V423663
ISBN (eBook)
9783668719514
ISBN (Book)
9783668719521
Language
German
Tags
Intergenerationelles Lernen Ethnographische Feldforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Intergenerationelles Lernen. Eine qualitative Untersuchung zum Projekt "Senior-Umwelttrainer als Lernbegleiter", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/423663
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