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Die Adjektivstellung in Französischgrammatiken verschiedener Sprachen

Title: Die Adjektivstellung in Französischgrammatiken verschiedener Sprachen

Term Paper , 2018 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sophie Barwich (Author)

French Studies - Linguistics
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Die Adjektivstellung in den romanischen Sprachen beschäftigt schon seit jeher die Sprachenwissenschaft, und "dennoch zeichnet sich [...] noch immer keine Einigung darüber ab, wie dem Problem grundsätzlich beizukommen sei", wie der Professor für Romansische Sprachwissenschaft Hans-Ingo Radatz treffend feststellt. Grundsätzlich ist in allen romanischen Sprachen eine Vor- und Nachstellung der Adjektive möglich. Doch die Antwort auf die Frage, welche Position in einem konkreten Fall für ein bestimmtes Adjektiv möglich ist, lässt sich schwer auf feste Regeln beschränken. In Grammatiken für Lerner des Französischen wird die Komplexität der Thematik jedoch selten deutlich, denn die Verfasser versuchen, die umfangreichen grammatischen Phänomene einer Sprache auf für ihre Zielgruppe möglichst einfache Erklärungen zu reduzieren. Besonders deutlich wird diese Methode der sogenannten didaktischen Reduktion bei der Behandlung der Adjektivstellung. Dabei stellt sich die Frage, ob bei der Anpassung an die Zielgruppe auch die jeweilige Muttersprache der Lerner berücksichtigt wird.

Diese Arbeit untersucht daher, wie die Adjektivstellung in Französischgrammatiken verschiedener Sprachen behandelt wird. Zunächst soll ein Überblick über die Untersuchung des grammatischen Phänomens der Adjektivstellung anhand einer sprachwissenschaftlichen Abhandlung von Radatz erfolgen. Anschließend wird die Behandlung der Adjektivstellung im Französischen in jeweils einer deutschsprachigen, einer spanischsprachigen, einer italienischsprachigen und einer russischsprachigen Französischgrammatik untersucht und mit den Erkenntnissen aus der Sprachwissenschaft verglichen. Die Französischgrammatiken sollen sodann in einer kontrastiven Analyse zur Ermittlung von strukturellen sowie inhaltlichen und terminologischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden in Bezug auf ihre Erklärung der Adjektivstellung im Französischen miteinander verglichen werden, um die unterschiedlichen Herangehensweisen in den verschiedenen Sprachräumen hervorzuheben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Problematik der Adjektivstellung in der Sprachwissenschaft

2.1 Forschungsüberblick

2.2 Radatz: Die Semantik der Adjektivstellung

3. Die Behandlung der Adjektivstellung in Französischgrammatiken verschiedener Sprachen

3.1 Grammatik des heutigen Französisch von Klein/Kleineidam

3.2 Manual de gramática francesa von Echeverría Pereda

3.3 Grammatica della lingua francese von Madonia/Principato

3.4 Французская грамматика для всех von Тарасова

4. Kontrastive Analyse der Französischgrammatiken

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kontrastiv, wie das komplexe grammatische Phänomen der Adjektivstellung im Französischen in verschiedenen, nach der Muttersprache der Zielgruppe ausgerichteten Grammatiken (deutsch, spanisch, italienisch, russisch) vermittelt wird, um Gemeinsamkeiten, Unterschiede und didaktische Herangehensweisen aufzuzeigen.

  • Vergleich der Adjektivstellung in der romanistischen Sprachwissenschaft
  • Analyse didaktischer Reduktion in Lehr- und Nachschlagegrammatiken
  • Einfluss der Muttersprache der Zielgruppe auf die grammatische Terminologie
  • Kontrastive Auswertung der Regelvermittlung für Nicht-Muttersprachler

Auszug aus dem Buch

2.2 Radatz: Die Semantik der Adjektivstellung

Die Doktorarbeit von Hans-Ingo Radatz Die Semantik der Adjektivstellung - Eine kognitive Studie zur Konstruktion „Adjektiv + Substantiv“ im Spanischen, Französischen und Italienischen aus dem Jahr 2001 liefert eine sehr umfangreiche Auseinandersetzung mit der Adjektivstellung, die die gesamte Romania miteinbeziehen will und das Spanische, Französische und Italienische besonders hervorhebt. Sie soll hier als Hauptbezugspunkt für den nachfolgenden Vergleich mit den Französischgrammatiken dienen. Interessant ist Radatz‘ Feststellung, dass dem Italienischen, Spanischen, Portugiesischen und Katalanischen das stärker stellungsrestringente Französisch gegenübersteht (vgl. Radatz 2001: 21). Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch Mälzer (vgl. Mälzer 1999: 197).

Radatz verfolgt einen semantisch-kognitiven Ansatz und postuliert eine „prinzipielle Stellungsfreiheit“ (Radatz 2001: 53) der Adjektive. "Welchen Prinzipien folgt die Positionierung des Adjektivs?" (Radatz 2001: 2) - diese Frage möchte Radatz beantworten. Berücksichtigt werden müssten dabei syntaktische, morphologische und phonetisch-phonologische Faktoren (vgl. Radatz 2001: 4). Seine Theorie stützt sich dabei auf verschiedene Bereiche: die Art der Verknüpfung, die markierte und unmarkierte Stellung, die Unterteilung in Kern- und Randadjektive und die prototypische Kategorie der Voranstellung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Problematik der komplexen Adjektivstellung im Französischen und begründet das Ziel der Untersuchung, verschiedene, sprachraumorientierte Französischgrammatiken kontrastiv zu analysieren.

2. Die Problematik der Adjektivstellung in der Sprachwissenschaft: Das Kapitel bietet einen Forschungsüberblick und erläutert detailliert den semantisch-kognitiven Ansatz von Radatz zur Adjektivstellung in den romanischen Sprachen.

3. Die Behandlung der Adjektivstellung in Französischgrammatiken verschiedener Sprachen: Dieser Hauptteil analysiert vier ausgewählte Französischgrammatiken (deutsch, spanisch, italienisch, russisch) hinsichtlich ihrer spezifischen Didaktik und Regelvermittlung.

4. Kontrastive Analyse der Französischgrammatiken: Das Kapitel vergleicht die Ergebnisse der Einzelanalysen und arbeitet Unterschiede in der verwendeten Terminologie sowie der Herangehensweise an das Thema heraus.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Muttersprache der Zielgruppe und die sprachliche Ausrichtung der Grammatik maßgeblichen Einfluss auf die Behandlung der Adjektivstellung haben, wobei sich der Bedarf für eine stärkere Gegenüberstellung der Sprachen zeigt.

Schlüsselwörter

Adjektivstellung, Französisch, Kontrastive Linguistik, Grammatikographie, Didaktik, Radatz, Kernadjektive, Randadjektive, Sprachvergleich, Terminologie, Fremdsprachenunterricht, Morphosyntax, Semantik, Romanische Sprachen, Französischgrammatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Seminararbeit analysiert, wie unterschiedliche Französischgrammatiken – je nach Muttersprache ihrer Zielgruppe – das komplexe Phänomen der Adjektivstellung erklären und vermitteln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der sprachwissenschaftlichen Theorie von Hans-Ingo Radatz zur Adjektivstellung sowie auf der didaktischen Umsetzung dieses Themas in Lehrwerken für deutsche, spanische, italienische und russische Lerner.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein kontrastiver Vergleich, um aufzudecken, wie Sprachherkunft und terminologische Präferenzen die Erklärung der französischen Adjektivregeln in Grammatiken beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin verwendet eine kontrastive Analyse: Zuerst wird die theoretische Basis durch das Werk von Radatz definiert, danach werden vier Grammatiken exemplarisch untersucht und abschließend ihre Herangehensweisen gegenübergestellt.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Einzelanalyse der vier Grammatiken (Klein/Kleineidam, Echeverría Pereda, Madonia/Principato, Тарасова) hinsichtlich ihrer Definitionen, Regelaufstellungen und der Einbeziehung der Muttersprache.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Adjektivstellung, Kontrastive Linguistik, Didaktik, Kern- und Randadjektive, sowie die sprachspezifische Terminologie.

Inwiefern beeinflusst die Muttersprache die Grammatik-Darstellung?

Die Analyse zeigt, dass die Grammatiken ihre Erklärungsansätze und Begrifflichkeiten oft an die jeweilige Muttersprache anpassen, insbesondere wenn direkte Ähnlichkeiten zum Französischen (wie bei Spanisch/Italienisch) bestehen.

Wird die These der generellen Stellungsfreiheit bestätigt?

Ja, alle untersuchten Werke tragen der These einer generellen Stellungsfreiheit Rechnung, auch wenn sie aus didaktischen Gründen für Lernende vereinfachte "feste" Regeln formulieren.

Excerpt out of 34 pages  - scroll top

Details

Title
Die Adjektivstellung in Französischgrammatiken verschiedener Sprachen
College
University of Augsburg
Grade
1,0
Author
Sophie Barwich (Author)
Publication Year
2018
Pages
34
Catalog Number
V424017
ISBN (eBook)
9783668696976
ISBN (Book)
9783668696983
Language
German
Tags
Grammatik Grammatikographie Französisch Italienisch Spanisch Russisch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophie Barwich (Author), 2018, Die Adjektivstellung in Französischgrammatiken verschiedener Sprachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/424017
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