In dieser Forschungsarbeit standen die Ursachen für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen in der deutschen Privatwirtschaft und die im Zweiten Gleichstellungsbericht der Sachverständigungskommission empfohlenen Handlungsempfehlungen für die Politik im Fokus. Dabei wurde die Forschungsfrage: „Wie lässt sich die starke Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Unternehmen in der deutschen Privatwirtschaft erklären und welche Vorteile würde die, im Zweiten Gleichstellungsbericht empfohlene, Einführung eines Wahlarbeitszeitgesetzes für die Reduzierung dieser Unterrepräsentanz bringen?“ formuliert.
Es wurde eine qualitative Inhaltsanalyse für die Ursachen und die politische Reaktion, im Rahmen der Handlungsempfehlungen der Kommission, durchgeführt. Ziel dabei war es zu ermitteln, inwiefern die die Einführung eines Wahlarbeitsgesetzes dazu beitragen könnte den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Es wurde festgestellt, dass die Einführung eines Wahlarbeitsgesetzes viele Vorteile für Frauen in Führungspositionen bringen würde und eventuell auch zur Erhöhung des Anteils der Frauen in Führungspositionen beitragen könnte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Aktuelle Situation von Frauen in Führungspositionen
2.1 Ursachen für Unterrepräsentanz von Frauen in der privaten Wirtschaft
3 Politische Lösungsansätze im Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung
3.1 Einführung eines Wahlarbeitszeitgesetzes
4 Schluss
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Gründe für die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen der deutschen Privatwirtschaft und analysiert, inwieweit die Einführung eines Wahlarbeitszeitgesetzes als politische Maßnahme aus dem Zweiten Gleichstellungsbericht dazu beitragen kann, diese Diskrepanz abzubauen.
- Aktuelle Situation von Frauen in Führungspositionen in Deutschland
- Ursachenanalyse der Unterrepräsentanz (u.a. soziokulturelle Faktoren und Rollenbilder)
- Analyse politischer Lösungsansätze im Zweiten Gleichstellungsbericht
- Potenziale und Herausforderungen eines Wahlarbeitszeitgesetzes
- Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit durch mobile Arbeit und Homeoffice
Auszug aus dem Buch
3.1 Einführung eines Wahlarbeitszeitgesetzes
Im Zweiten Gleichstellungsbericht unter dem Abschnitt C1 finden sich die Empfehlungen der Sachverständigungskommission für die Gleichstellung in der abhängigen Erwerbswirtschaft. Die Empfehlungen der Kommission sollen veranschaulichen, welche Stufen die Politik, die Wirtschaft und die Öffentlichkeit im Feld der abhängigen Erwerbswirtschaft gehen müssten, damit eine „eigenständige wirtschaftliche Sicherung unabhängig vom Geschlecht“ (Zweiter GSB 2017: 60) gefördert und Diskriminierung abgebaut werden kann.
Im folgenden Kapitel soll besonders auf die Vorteile eines Wahlarbeitsgesetzes eingegangen werden. Hierbei steht speziell die Einbeziehung der Möglichkeit des mobilen Arbeitens und des Arbeitens im Homeoffice im Mittelpunkt. Das folgende Teilkapitel soll damit Aufschluss darüber geben, ob die Einführung eines Wahlarbeitszeitgesetzes, unter Berücksichtigung der Möglichkeit im Homeoffice oder an einem anderen Ort zu arbeiten, einen positiven Einfluss auf die Chancengleichheit in der abhängigen Erwerbswirtschaft und besonders auf die Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen haben könnte.
Als erste Maßnahme empfiehlt die Kommission die Einführung des Wahlarbeitszeitgesetzes. Dieses Gesetz soll dazu beitragen, dass Frauen nach der Entscheidung in Teilzeit zu arbeiten, bspw. aufgrund von sorgebedingten Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit, die Möglichkeit bekommen, wieder in eine vollständige Erwerbstätigkeit umzusteigen. Aufgrund der Tatsache, dass es gegenwärtig aber keine rechtlichen Regelungen gibt, die dieses Umsteigen auf Vollzeit wieder erlauben, bedürfe es der „Einführung eines allgemeinen Rechts auf eine Anpassung der Arbeitszeitverteilung über den Tag und die Woche“ (Zweiter GSB 2017:118).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Wirksamkeit eines Wahlarbeitszeitgesetzes.
2 Aktuelle Situation von Frauen in Führungspositionen: Dieses Kapitel beleuchtet den aktuellen Stand der Frauenanteile in deutschen Unternehmen basierend auf dem Führungskräfte-Monitor und identifiziert Hindernisse für den Karriereaufstieg.
2.1 Ursachen für Unterrepräsentanz von Frauen in der privaten Wirtschaft: Hier werden die zentralen Ursachen, wie die geschlechterbezogene Segregation der Arbeitsmärkte, Rollenbilder und soziokulturelle Barrieren, detailliert analysiert.
3 Politische Lösungsansätze im Zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung: Das Kapitel erläutert die Empfehlungen der Sachverständigungskommission zur Verbesserung der Gleichstellung in der Erwerbswirtschaft.
3.1 Einführung eines Wahlarbeitszeitgesetzes: Dieses Kapitel untersucht die konkrete Maßnahme des Wahlarbeitszeitgesetzes und die Rolle von Homeoffice und mobiler Arbeit für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
4 Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, diskutiert die Grenzen der Analyse und formuliert Prognosen zur Umsetzung der politischen Maßnahmen.
5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel gibt einen kompakten Überblick über die gesamte Forschungsarbeit, die Zielsetzung und die durchgeführte qualitative Inhaltsanalyse.
Schlüsselwörter
Gender Studies, Frauen in Führungspositionen, Wahlarbeitszeitgesetz, Gleichstellungsbericht, Unterrepräsentanz, Erwerbs-Sorge-Modell, Privatwirtschaft, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Homeoffice, Mobile Arbeit, Gender Pay Gap, Rollenbilder, Arbeitsmarktsegregation, Führungskräfte-Monitor, Karrierechancen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der anhaltenden Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen innerhalb der deutschen Privatwirtschaft und analysiert Lösungsansätze aus dem Zweiten Gleichstellungsbericht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse aktueller Arbeitsmarktstatistiken, der Identifikation soziokultureller und wirtschaftlicher Barrieren sowie der Evaluierung politischer Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Arbeit untersucht, wie sich die Unterrepräsentanz erklären lässt und welche Vorteile die Einführung eines im Zweiten Gleichstellungsbericht empfohlenen Wahlarbeitszeitgesetzes für die Reduzierung dieses Ungleichgewichts bieten würde.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Zur Beantwortung der Forschungsfrage wurde eine qualitative Inhaltsanalyse von Primärquellen, Sekundärquellen und aktueller Fachliteratur vorgenommen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Situation von Frauen in Führungspositionen, erörtert Ursachen wie geschlechtsbezogene Rollenbilder und bewertet das Potenzial eines Wahlarbeitszeitgesetzes inklusive mobiler Arbeitskonzepte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gender Studies, Frauen in Führungspositionen, Wahlarbeitszeitgesetz, Gleichstellungsbericht, Unterrepräsentanz sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Welche Rolle spielen Homeoffice und mobiles Arbeiten in diesem Konzept?
Diese Arbeitsformen sollen laut Arbeit die nötige Flexibilität schaffen, um Erwerbstätigkeit und Sorgearbeit besser zu vereinbaren, was besonders Frauen den Wiedereinstieg oder den Aufstieg in Führungspositionen erleichtern kann.
Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der politischen Maßnahmen?
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass ein Wahlarbeitszeitgesetz vorteilhaft für die Flexibilisierung von Arbeitszeitmodellen wäre, merkt jedoch an, dass die Wirksamkeit aufgrund der aktuellen Datenlage noch Prognosecharakter hat.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2018, Die starke Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen der deutschen Privatwirtschaft. Ein Erklärungsversuch im Rahmen der Gender Studies, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425548