Das Ziel meiner Arbeit ist es zu erforschen, welchen Systematiken sich Arvo Pärt bedient, um seinen individuellen und unverwechselbaren Klangcharakter zu erzeugen. Dafür wird die Arbeit in drei Teile untergliedert: Eine kurze Biographie Pärts mit den wichtigsten Lebensereignissen und der Findung seines Selbst; einer Vorstellung seines berühmten Tintinnabuli-Stils unter besonderer Berücksichtigung der meist verwendeten Werkzeuge und Systematiken; und der eigentlichen Analyse des Stückes Fratres, in welcher die für den Stil charakteristischen Stilmittel angewendet werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Arvo Pärt - Leben und Werk
- Der Tintinnabuli-Stil
- Die Begriffe der Skala und des Dreiklanges
- Dreistimmigkeit
- Die Melodiestimme
- Die Tintinnabuli-Stimme
- Von der Zwei- zur Mehrstimmigkeit
- Zweistimmigkeit
- Vier- und weitere Mehrstimmigkeiten
- Organisation der Melodiestimme
- Frei erfundene Melodie
- Addition, Subtraktion oder Permutation
- Bezug zum Text
- „1+1=1” Wie die Stimmen verwoben werden
- Tintinnabuli
- Werkanalyse: Fratres
- Interpretation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Musik des estnischen Komponisten Arvo Pärt und analysiert seinen charakteristischen Tintinnabuli-Stil. Das Ziel ist es, die Systematiken und Werkzeuge zu erforschen, die Pärt verwendet, um seinen einzigartigen Klangcharakter zu erzeugen. Dabei werden Pärts Leben und Werk, die Entstehung des Tintinnabuli-Stils und die Analyse des Werks Fratres betrachtet.
- Arvo Pärts Leben und Werk
- Die Entstehung des Tintinnabuli-Stils
- Analyse von Fratres
- Pärts musikalische Sprache und seine Systematik
- Die Rolle der Stille und Spiritualität in Pärts Musik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und beschreibt die persönliche Motivation des Autors für die Analyse von Pärts Musik. Das Kapitel „Arvo Pärt – Leben und Werk“ beleuchtet die wichtigsten Stationen in Pärts Leben und Entwicklung als Komponist, insbesondere die Entwicklung seines Stils von der Zwölftontechnik hin zu seiner charakteristischen Klangsprache.
Das Kapitel „Der Tintinnabuli-Stil“ beschreibt die Grundprinzipien und Elemente des Tintinnabuli-Stils. Es wird erläutert, wie Pärt mit der Skala, dem Dreiklang und verschiedenen Stimmführungen arbeitet, um seinen charakteristischen Klang zu erzeugen.
Schlüsselwörter
Arvo Pärt, Tintinnabuli, Musik, Klangcharakter, Systematik, Analyse, Fratres, Leben und Werk, Stilentwicklung, Skala, Dreiklang, Mehrstimmigkeit, Spiritualität, Stille.
Häufig gestellte Fragen
Was zeichnet den Tintinnabuli-Stil von Arvo Pärt aus?
Der Stil ist durch eine radikale Einfachheit geprägt, die auf zwei Stimmen basiert: einer Melodiestimme (Skala) und einer Tintinnabuli-Stimme, die sich ausschließlich in den Tönen eines Dreiklangs bewegt.
Was bedeutet das Werk "Fratres"?
"Fratres" (lateinisch für "Brüder") ist eines der bekanntesten Werke Pärts. Es verkörpert seinen Tintinnabuli-Stil und zeichnet sich durch eine meditative, hypnotische Struktur aus, die Ruhe und Spiritualität vermittelt.
Wie hängen Musik und Spiritualität bei Arvo Pärt zusammen?
Pärts Musik ist tief religiös verwurzelt. Die Reduktion auf das Wesentliche und der bewusste Einsatz von Stille sollen einen Raum für spirituelle Erfahrung und Kontemplation schaffen.
Welche Rolle spielt der Dreiklang in Pärts Systematik?
Der Dreiklang bildet das statische Element (die Tintinnabuli-Stimme), das die Melodiestimme begleitet. Pärt vergleicht den Dreiklang mit der Ewigkeit und die Melodie mit der menschlichen Sündhaftigkeit oder dem Alltag.
Was ist die Formel „1+1=1“ in Bezug auf Pärts Musik?
Diese Formel beschreibt das enge Verwobensein der Melodie- und der Tintinnabuli-Stimme, die trotz ihrer unterschiedlichen Regeln zu einer untrennbaren klanglichen Einheit verschmelzen.
- Citar trabajo
- Thomas Zimfer (Autor), 2017, Musik unserer Zeit. "Fratres" von Arvo Pärt. Eine Werkanalyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/425611